{"id":20672,"date":"2023-07-13T15:16:35","date_gmt":"2023-07-13T13:16:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/13998-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:16:37","modified_gmt":"2023-07-13T13:16:37","slug":"13998-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/13998-01\/","title":{"rendered":"Realisierung von energiesparenden Technologien am Jugendzentrum Leinefelde, Th\u00fcringen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>1. Anla\u00df<br \/>\nZweck des Landesverbandes Arbeit und Soziales in Th\u00fcringen e. V. (LAS) ist es, sozial- und arbeitsmarktpolitische Ma\u00dfnahmen und Projekt zu initiieren, zu begleiten und selbst durchzuf\u00fchren. Durch den Bau eines integrativen Jugendzentrums am Standort Leinefelde sollen neue M\u00f6glichkeiten im Bereich der intensiven Jugendhilfe geschaffen werden. Die neue Unterkunft sollte f\u00fcr die Jugendlichen beispielgebend im Hinblick auf \u00d6kologie und Umweltfreundlichkeit sein.<br \/>\n2. Zielsetzung<br \/>\nDer Jahresheizw\u00e4rmebedarf des Geb\u00e4udes sollte die Anforderungen der neuen Energiesparverordnung erf\u00fcllen. Durch die Ausnutzung nat\u00fcrlicher Lichtquellen soll der Verbrauch an Elektroenergie so gering wie m\u00f6glich gehalten werden. Das Raumklima sollte behaglich und im Jahresdurchschnitt gleichbleibend sein.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas integrative Jugendzentrum wurde als solaroptimiertes Bauwerk geplant, da der Standort eine s\u00fcdorientierte Bebauung zul\u00e4sst. Eine optimale Geb\u00e4udeh\u00fclle soll die Transmissionsw\u00e4rmeverluste und eine kontrollierte L\u00fcftungsanlage mit W\u00e4rmer\u00fcckgewinnung die L\u00fcftungsw\u00e4rmeverluste deutlich senken.<br \/>\nDie gezielte L\u00fcftung der passiven Solarw\u00e4rme und internen W\u00e4rmequellen f\u00fchren zu einer weiteren Energieeinsparung.<br \/>\nDer verbleibende geringe W\u00e4rmebedarf wird \u00fcber die regenerativen Quellen (Erdw\u00e4rme, Solarw\u00e4rme) gedeckt.<br \/>\nSolarstrom, erzeugt durch die Photovoltaik-Anlagen und eine Messtechnik, die eine objektive Bewertung des erlaubt, runden den Modellcharakter ab.<br \/>\nDie vorgesehene Innenraumbegr\u00fcnung mit tropischer und subtropischer Bepflanzung spendet Schatten und sorgt f\u00fcr ein behaglich gleichbleibendes Raumklima im Bereich der transparenten Bauteile.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das Jugendzentrum Leinefelde wurde als Demonstrationsobjekt zur optimalen Nutzung eines solaren Geb\u00e4udes konzipiert. Jugendliche sollte im Rahmen der Beratung und Betreuung in diesem Zentrum an einen nachhaltigen Umgang mit den Energieressourcen herangef\u00fchrt werden.<br \/>\nDie Geb\u00e4udeh\u00fclle und die technische Ausr\u00fcstung ist bis auf die Regenwassernutzung und die thermische Solaranlage (Sonnenkollektor zur Warmwasserbereitung) sowie der kleineren Solarstromanlage gem\u00e4\u00df den Planungsvorgaben erf\u00fcllt. Hinsichtlich der Funktionst\u00fcchtigkeit der Geb\u00e4udetechnik und den daraus resultierenden Nutzungsm\u00f6glichkeiten gibt es starke Defizite. Im Jahr 2001 stellten sich die prognostizierten W\u00e4rmegewinne (W\u00e4rmepumpe und Heizung) ein. Ab 2002 ist eine Verschlechterung der erzielten W\u00e4rmegewinne zu verzeichnen. Das Ziel einer effizienten und ressourcenschonenden Heizung ist zum gegenw\u00e4rtigen Zeitpunkt (2004) f\u00fcr das Jugendzentrum Leinefelde nur teilweise realisiert.<br \/>\nAls voraussichtliche Ursachen konnten festgestellt werden:<br \/>\n&#8211;\tUndichtheiten im Kuppelbereich (L\u00fcftungsw\u00e4rmeverluste)<br \/>\n&#8211;\tM\u00e4ngel in \u00dcbergabe des Geb\u00e4udes durch die genannten Insolvenzen<br \/>\n&#8211;\tDokumentationen und Bedienanleitungen sind nicht vorhanden<br \/>\n&#8211;\tEinweisung des Nutzers in die Geb\u00e4udetechnik ist nur teilweise erfolgt<br \/>\n&#8211;\tkeine regelm\u00e4\u00dfige Wartung und Inspektion der Geb\u00e4udetechnik, insbesondere des Heizungssystem seitens des Eigent\u00fcmers<br \/>\n&#8211;\tW\u00e4rmepumpe voraussichtlich verstellt und nicht mehr voll funktionst\u00fcchtig.<br \/>\nDieser Sachverhalt wurde der Stadt Leinefelde und dem Betreiber mitgeteilt. Beide Parteien haben zugesagt, entsprechende Abhilfe zu schaffen.<br \/>\nErfreulich ist, dass am Beispiel des Jugendzentrums ein weites Gebiet f\u00fcr Bildungskommunikation aufgezeigt werden konnte. Die UAN konnte jedoch in dem kurzen Zeitraum nur Anregungen und Grundlagen f\u00fcr eine Fortf\u00fchrung der Umweltbildung schaffen. Die wichtigsten Aufgabenfelder f\u00fcr p\u00e4dagogische Angebote sind:<br \/>\n&#8211;\tGeothermie<br \/>\n&#8211;\tFotovoltaik<br \/>\n&#8211;\tpassive Sonnenw\u00e4rmenutzung.<br \/>\nDiese Themenfelder dienen prim\u00e4r der projektorientierten Unterrichtsplanung bzw. einer exkursionsspezifischen Vertiefung von Unterrichtseinheiten. Ein Gro\u00dfteil der Sch\u00fcler besucht das Jugendzentrum in seiner Freizeit und kann neben Angeboten an Sport, Spiel und Musik vielf\u00e4ltige handlungsorientiert ausgerichtete umweltp\u00e4dagogische Themen wahrnehmen. Als Beispiel sei hier eine Haussafarie mit Quizanteilen gedacht, um die Sch\u00fcler an die vorgenannten Energiethemen des Hauses heranzuf\u00fchren.<br \/>\nGelingt es im Rahmen des von der UAN angeschobenen umweltp\u00e4dagogischen Ansatzes einer lokalen Sozialp\u00e4dagogik die spezifischen M\u00f6glichkeiten des Hauses auszusch\u00f6pfen, wird ein erheblicher Beitrag zur Schaffung eines angenehmen sozialen Ausgleichklimas im Stadtteil &#8211; als ehemaligem Brennpunkt &#8211; nachhaltig geleistet. Von den zust\u00e4ndigen Protagonisten aufgegriffen und fortgef\u00fchrt, wird dieses Demonstrationsprojekt folglich auch dauerhaft von Kindern und Jugendlichen angenommen werden. Die UAN kann diese Prozesse allerdings nur im Rahmen ihrer M\u00f6glichkeiten begleiten. Es sei hier die Aussage gestattet, dass auch die UAN eine Nutzungsnachfolge \u00fcbernehmen k\u00f6nnte, zumal sich nachhaltige Synergieeffekte zum Projekt Aufbau eines \u00f6kologischen Lehr- und Lernstandortes ergeben w\u00fcrden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>In einer permanenten Ausstellung wird auf Schautafeln f\u00fcr Nutzer wie interessierte Besucher des Zentrums diese Technologie verst\u00e4ndlich aufbereitet parat gehalten. Das Nutzerpersonal wurde entsprechend geschult, um den Jugendlichen die Projektmodule zu erl\u00e4utern und sie damit f\u00fcr eigene Kreativit\u00e4t zu motivieren, mit der Zielstellung, die Begriffsreihe Sonne-Energie-Passiv-Aktiv zu erkennen und handlungspraktische Modelle zu entwickeln.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass hier ein sehr anspruchsvolles Projekt initiiert worden ist, das sowohl die sozialen Belange der Jugend als auch Umweltbildung, verbunden mit Sozialp\u00e4dagogik an einer sozialen Schwachstelle in Leinefelde integriert und L\u00f6sungen anbietet. Bei Abhilfe der vorgenannten M\u00e4ngel, verbunden mit einer Fortf\u00fchrung der p\u00e4dagogischen Betreuung, ist hier trotz schwieriger Umst\u00e4nde das Projektziel erreicht worden und kann sich zu Recht als vorbildliches Demonstrationsprojekt bezeichnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens 1. 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