{"id":20671,"date":"2023-07-13T15:16:35","date_gmt":"2023-07-13T13:16:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/13996-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:16:37","modified_gmt":"2023-07-13T13:16:37","slug":"13996-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/13996-01\/","title":{"rendered":"Einsatz nachwachsender Rohstoffe in UV-Offsetdruckfarben"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Es sollte eine UV-Offsetdruckfarbenserie auf Basis eines neuartigen Bindemittels mit einem hohen Anteil nachwachsender Rohstoffe entwickelt werden. Dabei sollte der qualitative Standard einer Farbserie auf petrochemischer Basis bei wettbewerbsf\u00e4higen Preisen erreicht werden. Projektziel war &#8211; zus\u00e4tzlich zu \u00f6kologischen Gesichtspunkten &#8211; die Vorteile der UV-Technologie f\u00fcr Offsetdruckfarben mit den positiven rheologischen Eigenschaften konventioneller Druckfarbenharze zu verbinden und damit die Verbreitung von UV-h\u00e4rtbaren Farben zu f\u00f6rdern.<br \/>\nIm Rahmen der Projektlaufzeit wurden Bindemittelsysteme unter Einsatz nachwachsender Rohstoffe entwickelt und geeignete Druckfarbenformulierungen erarbeitet. Diese wurden entsprechend den Praxisanforderungen des Offsetdrucks optimiert und in Druckereien in Praxi erprobt. Einerseits zielte das Projekt auf Umweltentlastungen durch den Ersatz von l\u00f6semittelhaltigen Druckfarben und der Vermeidung von VOC-Emissionen. Andererseits wurden auch synthetische Bindemittelkomponenten bei UV-h\u00e4rtbaren Druckfarben durch nachwachsende Rohstoffe ersetzt.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenAusgehend von einer Vorstudie wurden in Vorversuchen eine Reihe von Bindemitteln im Laborma\u00dfstab gefertigt und daraus Druckfarbenproben erstellt. Diese wurden hinsichtlich ihrer lithografischen Eigenschaften untersucht. Bei der Gestaltung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden wurde auf optimale \u00dcbertragbarkeit der FuE-Ergebnisse in die betriebliche Praxis besonderer Wert gelegt. Ausgehend von einer Recherche zu chemisch-technischem und anwendungstechnischem Datenmaterial und den Vorversuchen wurden anschlie\u00dfend folgende Arbeitsschritte abgearbeitet:<br \/>\n&#8211;\tOptimierung (Phase 1: Reproduzierbarkeit und Scale Up von Bindemittelsystemen)<br \/>\n&#8211;\tApplikationsversuche (Phase 1: anwendungstechnische Eigenschaften pigmentfreier Systeme)<br \/>\n&#8211;\tOptimierung (Phase 2: Optimierung der anwendungstechnischen Eigenschaften):<br \/>\n&#8211;\tTechnikumsma\u00dfstab:<br \/>\n&#8211;\tToxikologische Begutachtungen:<br \/>\n&#8211;\tApplikationsversuche (Phase 2: anwendungstechnische Eigenschaften von Druckfarbenformulierungen)<br \/>\n&#8211;\tOptimierung (Phase 3: \u00dcberarbeitung der Druckfarbenformulierungen)<br \/>\n&#8211;\tPraxisnahe Versuche in Druckereien<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Es ist gelungen, eine UV-h\u00e4rtbare Offsetdruckfarbenserie auf Basis eines neuartigen Bindemittels mit einem hohen Anteil des nachwachsenden Rohstoffes Kolophonium zu entwickeln. Dabei wurde der qualitative Standard einer Farbserie auf petrochemischer Basis erreicht bzw. mit Blick auf die pigmentbenetzenden Eigenschaften des Bindemittels sogar \u00fcbertroffen.<br \/>\nKritisch anzumerken ist an dieser Stelle die Tatsache, dass die \u00d6kobilanz im Vergleich mit einem konventionellen UV-System positiv ausf\u00e4llt, die Bilanz von UV-Offsetdruckfarben in einem zweiten Vergleich mit oxidativ-trocknenden Offsetdruckfarben aber negativ ist. Dieser Umstand ist darauf zur\u00fcckzuf\u00fchren, dass es sich auch im Fall der oxidativen Trocknung um Systeme handelt, die seit jeher einen hohen Anteil nachwachsender Rohstoffe (Kolophonium und Tallharz) enthalten. Allerdings ist der direkte Vergleich beider Trocknungsmechanismen nur eingeschr\u00e4nkt zul\u00e4ssig, da jeweils unterschiedliche M\u00e4rkte bedient werden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Ergebnisse des Forschungsprojekts samt der \u00d6kobilanzierung in Zusammenarbeit mit der LCE Consulting werden im Verlauf des Jahres 2003 in g\u00e4ngigen Fachzeitschriften (z.B. der Farbe &#038; Lack) publiziert. Zus\u00e4tzlich werden die Ergebnisse auch auf einschl\u00e4gigen Messen f\u00fcr die Druckfarbenindustrie pr\u00e4sentiert. Aufgrund der Unternehmensgr\u00f6\u00dfe und des weltweiten Netzes an Au\u00dfendienstmitarbeitern ist eine Verbreitung \u00fcber Landes- und auch europ\u00e4ischen Grenzen hinaus sichergestellt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Der Projektabschluss ist insofern als positiv zu bewerten, dass diese neuen Farben zu wettbewerbsf\u00e4higen Preisen unter Hinweis auf ihren umweltentlastenden Beitrag angeboten werden k\u00f6nnen. Auch in den neuen Farbtypen, bei denen die eingesetzten Kolophoniumharze in Hinblick auf eine UV-H\u00e4rtbarkeit mit entsprechenden funktionellen Gruppen modifiziert werden mussten, konnte die f\u00fcr nat\u00fcrliche Kolo-phoniumharze bekannte gute Pigmentbenetzung wiedergefunden werden. Diese erlaubt, im Unterschied zu anderen Produkten, mit nur einem Bindemittel die gesamte Farbserie zu fertigen. F\u00fcr zuk\u00fcnftige Ent-wicklungen ergibt sich ein weiteres Optimierungspotential, da noch verwendete petrochemische Vorprodukte zum Teil substituiert werden k\u00f6nnten. Auch ist die \u00dcbertragbarkeit der gewonnenen Kenntnisse auf andere Anwendungsbereiche des Farben- und Lackbereichs absehbar. In diesem Zusammenhang erscheint der Flexodruck von besonderem Interesse, zumal die dort eingesetzten auf konventionellen L\u00f6sungsmittel basierenden Flexodruckfarben \u00fcber einen hohen VOC-Anteil verf\u00fcgen, w\u00e4hrend entsprechende UV-h\u00e4rtbare Typen VOC-arm sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Es sollte eine UV-Offsetdruckfarbenserie auf Basis eines neuartigen Bindemittels mit einem hohen Anteil nachwachsender Rohstoffe entwickelt werden. Dabei sollte der qualitative Standard einer Farbserie auf petrochemischer Basis bei wettbewerbsf\u00e4higen Preisen erreicht werden. 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