{"id":20637,"date":"2024-11-27T10:34:39","date_gmt":"2024-11-27T09:34:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/13931-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:34:41","modified_gmt":"2024-11-27T09:34:41","slug":"13931-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/13931-01\/","title":{"rendered":"NaTouren in Deutschland &#8211; Einrichtung und Erprobung eines Umweltinformations-Wegenetzes zur Vermittlung regionaler Agenda-Aktivit\u00e4ten"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Konzeption und Durchf\u00fchrung der Installation eines Agenda-21-Lehrpfades im Emsland entlang der Emsland-Route als Modellprojekt zu einer bundesweiten\/europaweiten Umsetzung. Zur Verbreitung des Agenda-21-Gedankens Anregung vielschichtiger und vielf\u00e4ltiger Kooperationen zwischen Gemeinden, Unternehmen, Bildungseinrichtungen, Agenda-Arbeitskreisen sowie interessierten B\u00fcrgern. Sammlung von Erfahrungen mit dem Ziel einer \u00fcberregionalen Umsetzung weiterer tourenda-Erlebniswege. Dazu Durchf\u00fchrung einer gesonderten Evaluationsphase nach Installation der Erlebnisstationen im Sommer 2000. Die Ergebnisse des Modellprojektes sind u.a. acht interaktive Erlebnisstationen sowie eine Begleitbrosch\u00fcre in einer Auflage von 5.000 St\u00fcck.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Konzipierung und Installation des Erlebnisweges im Emsland und die Erstellung der Begleitbrosch\u00fcre erfolgte \u00fcber zahlreiche Projektschritte, die z.T. nacheinander, z.T. parallel verliefen. Zu Beginn des Modellprojektes wurden die Entwicklung des Logos, des Namens sowie des Slogans in Auftrag gegeben. Die Gesch\u00e4ftsstelle wurde im Gr\u00fcnderzentrum Papenburg eingerichtet, die EDV-Anlage installiert, Hilfskr\u00e4fte angeworben und eine Zielgruppenanalyse durchgef\u00fchrt. Nachdem das B\u00fcro einsatzbereit war, wurden geeignete Akteure aus dem Emsland eingeladen, im Beirat mitzuwirken, der das Projekt fachlich beraten sollte. Es konnten insgesamt 14 Personen aus unterschiedlichen Bereichen (Verwaltung, Forschung, Unternehmen u.a.) gewonnen werden. Am 22.09.1999 fand die Er\u00f6ffnung des tourenda-B\u00fcros statt, und der Beirat tagte zum ersten mal. Zu einer ersten Sondierung der Agenda-Aktivit\u00e4ten im gesamten Emsland wurden alle Agenda-Vertreter der emsl\u00e4ndischen Kommunen durch tourenda nach Meppen zu einem Erfahrungsaustausch eingeladen. Daneben wurde die \u00d6ffentlichkeitsarbeit ausgedehnt (Presse, Radio, Internet-Homepage, Veranstaltungen) und ein Schirmherr gefunden (Behindertensportler, Olympiasieger). Zur Umsetzung der Begleitbrosch\u00fcre und dem Bau der Erlebnisstationen wurden externe Kr\u00e4fte herangezogen (Umweltp\u00e4dagogin, Holzwerkstatt, Druckerei, Fachberater).<br \/>\nAm 12.04.2000 wurden beim Kooperationspartner Kornbrennerei Rosche die Erlebnisstationen sowie die Begleitbrosch\u00fcre der \u00d6ffentlichkeit in einer Feierstunde \u00fcbergeben.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Im Modellprojekt konnten acht interaktive Erlebnisstationen sowie eine vierfarbige Begleitbrosch\u00fcre in einer Auflage von 5.000 St\u00fcck realisiert werden. War es zu Beginn des Modellversuchs noch das Ziel, eigene Radwege zu schaffen, wurde dieses Vorhaben jedoch schnell verworfen, da man mit diesem Plan auf breite Ablehnung im Emsland stie\u00df (\u00dcberangebot, Kostenfrage,&#8230;). Anstelle wurde die Umsetzung von einzelnen Erlebnisstationen angegangen, die man entlang der bestehenden Emsland-Route breit ins Emsland streuen konnte. Somit konnten auch viel mehr Ideen und Anregungen aus dem Emsland aufgegriffen und umgesetzt werden (z.B. Kooperation mit der Kornbrennerei Rosche). R\u00fcckwirkend betrachtet, w\u00e4re eine Umsetzung eigener Radrouten, inclusive Beschilderung, Kartographie, Pflege u.s.w. aus Zeit-, Geld- und Personalmangel nicht durchf\u00fchrbar gewesen. Da diese Erkenntnis jedoch erst nach wenigen Wochen reifte, mussten diese Wochen Zeitverlust in den nachfolgenden Monaten aufgeholt werden.<br \/>\nNeben den Akteuren in Hamburg konnten viele Menschen im Emsland zum Mitmachen angeregt werden. Zahlreiche Lokale-Agenda-Arbeitskreise setzten sich mit der tourenda auseinander, so dass es in einigen F\u00e4llen zu einer Umsetzung der Ideen von B\u00fcrgern kam. Auch wenn die Zusammenarbeit zwischen den B\u00fcros in Papenburg und Hamburg meist reibungslos verlief, ist die Entfernung zwischen beiden Orten und der damit verbundene logistische Mehraufwand nicht zu untersch\u00e4tzen gewesen.<br \/>\nEine breit angelegte \u00d6ffentlichkeitsarbeit sowie eine ansprechend gestaltete Homepage und ein Flyer, der in einer Auflage von 1.000 St\u00fcck gedruckt wurde, wurde tourenda auch in der kurzen Projektzeit im ganzen Emsland zum Thema. Einschr\u00e4nkend muss jedoch gesagt werden, dass aufgrund der starken Pr\u00e4senz des tourenda-Teams (Wohnort Gesch\u00e4ftsstellenleiter, Gesch\u00e4ftsstelle, Mitarbeit in Agenda-Arbeitskreisen), im n\u00f6rdlichen Bereich des Emslandes die Aktivit\u00e4ten dominierten. Folge: von den 8 geschaffenen Erlebnisstationen befinden sich 4 im n\u00f6rdlichen Bereich, 3 im mittleren, 1 im s\u00fcdlichen. Trotzdem ist es gelungen, im gesamten Emsland pr\u00e4sent zu sein.<br \/>\nDie Begleitbrosch\u00fcre umfasst 40 Seiten und enth\u00e4lt neben Texten zur Agenda 21, der Entstehung von tourenda und Informationen \u00fcber die Initiatoren zu jeder Erlebnisstation ein eigenes Kapitel mit Anfahrtsskizze, Thema, Agenda-Bezug vor Ort und weiterf\u00fchrenden Hintergrundinformationen. Im Anhang der Brosch\u00fcre ist eine Evaluationspostkarte angef\u00fcgt. Mit ihrer Hilfe soll die Evaluation im Sommer 2000 durchgef\u00fchrt werden, die neben den Ergebnissen von Beobachtungen und Interviews an den Stationen auch die zur\u00fcckgesandten Postkarten beinhalten wird. Au\u00dferdem sind zahlreiche Adressen aller Agenda-Ansprechpartner des Emslandes sowie die Bezugsadressen der (kostenlosen) Brosch\u00fcre angegeben.<br \/>\nDie Erlebnisstationen bestehen neben einem Schild aus einer Holzkonstruktion, in die Spiel- und Erlebniselemente eingearbeitet sind. Lediglich bei der Station Rosche wurde die Spielelemente verzichtet. Hier besteht der Inhalt der Station darin, die Betriebsf\u00fchrung des Unternehmens zu besuchen, wo der Besucher auch etwas \u00fcber die Umsetzung der Agenda- 21- im Unternehmen Rosche sowie \u00fcber das Projekt tourenda erfahren kann. Allen Stationen ist gemein, dass ein tourenda-Tipp helfen soll, das Erlernte im eigenen Alltag umzusetzen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Neben \u00fcber 30 Zeitungsartikeln in verschiedenen Bl\u00e4ttern bestand die \u00d6ffentlichkeitsarbeit aus einer eigenen Homepage, Radiobeitr\u00e4gen, Flyern, Infomappen, give-aways (1.000 Reflektorb\u00e4rchen \u00fcber Sponsoring), 5.000 Begleitbrosch\u00fcren, Podiumsauftritten sowie Vortr\u00e4gen auf Veranstaltungen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Nach Meinung vieler Agenda-Akteure aus dem Emsland ist es gelungen, die Theorie der Agenda 21 an den Erlebnisstationen erfahrbar und konkret werden zu lassen. Dabei liegt der Reiz des Geschaffenen in der Einfachheit, leichten Verst\u00e4ndlichkeit und Robustheit der Stationen, die sich somit auch sehr gut f\u00fcr Kinder eignen. Zusammen mit der ansprechenden Begleitbrosch\u00fcre sowie dem gro\u00dfen Interesse im Emsland am Projekt tourenda scheint eine \u00dcbertragung der Ergebnisse und Erfahrungen vielversprechend und erstrebenswert. Das Modellprojekt zu einer deutschland-\/europaweiten Ausdehnung von tourenda hat gezeigt, wie wichtig zahlreiche und gute Kooperationen mit unterschiedlichen Akteuren aus der Modellregion sind. Die Schaffung einzelner, f\u00fcr sich bestehender Stationen macht es einfacher, auch gr\u00f6\u00dfere Regionen zu \u00fcberbr\u00fccken. Eine Installierung ganzer Radwege h\u00e4tte dem im Wege gestanden (s.o.). Die Erfahrungen aus dem Modellprojekt k\u00f6nnen helfen, \u00fcber mehrere Regionalb\u00fcros die im Projektantrag angestrebte langfristige Verbindung von Polen bis nach Holland herzustellen und das Projekt in der Zukunft auf eigene F\u00fc\u00dfe zu stellen.<br \/>\nEin wichtiges weiteres Ergebnis des Modellprojektes ist, dass Agenda-Akteure, B\u00fcrger, Unternehmen, Verwaltungen u.a. ins Gespr\u00e4ch miteinander gebracht wurden. Es liegen zahlreiche Anfragen interessierter Gruppen vor, gemeinsam mit dem tourenda-team Erlebnisstationen zu entwickeln.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Konzeption und Durchf\u00fchrung der Installation eines Agenda-21-Lehrpfades im Emsland entlang der Emsland-Route als Modellprojekt zu einer bundesweiten\/europaweiten Umsetzung. 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