{"id":20610,"date":"2023-07-13T15:16:24","date_gmt":"2023-07-13T13:16:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/13795-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:16:27","modified_gmt":"2023-07-13T13:16:27","slug":"13795-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/13795-01\/","title":{"rendered":"\u00d6kologisches Unternehmensnetzwerk Ost-Friesland"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Innovationsf\u00e4higkeit, die Strategief\u00e4higkeit und die Verst\u00e4ndigungsf\u00e4higkeit als wesentliche Erfolgsfaktoren im Wettbewerb basieren bei l\u00e4ndlichen Regionen wesentlich darauf, welche Beitr\u00e4ge hierzu die kleinen und mittelst\u00e4ndischen Unternehmen der Region zu leisten verm\u00f6gen. Das Ziel des Projektes besteht darin, zur Bildung eines \u00f6kologischen Unternehmensnetzwerkes Ost-Friesland beizutragen und einen Leitfaden zu erstellen, wie regionale Entwicklungsprofile im Einklang von \u00d6kologie und \u00d6konomie gest\u00fctzt auf Unternehmensnetzwerke erstellt und umgesetzt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Projekt bezieht sich auf die sechs Bereiche: \u00d6kologisches Bauen und Wohnen, Tourismus, Kulturmanagement, Landwirtschaft, Energie und Umwelttechnik. Bezogen auf die Region Ost-Friesland wird zun\u00e4chst von diesen Bereichen her eine Evaluation der regionalen Entwicklungsf\u00e4higkeit durch innovative Unternehmensangebote vorgenommen.<br \/>\nDarauf aufbauend werden f\u00fcr die ausgew\u00e4hlten Bereiche Ideen- und Zukunftswerkst\u00e4tten durchgef\u00fchrt, bei denen Vertreter besonders aktiver Unternehmen, fachlich Zust\u00e4ndige aus politischen Verwaltungen sowie wissenschaftliche Experten zum speziellen Bereich zusammengebracht werden sollen. Mithilfe dieser Ideen- und Zukunftswerkst\u00e4tten wird f\u00fcr jeden der Bereiche eine Entwicklungspotentialanalyse erstellt.<br \/>\nIm Bereich des \u00f6kologischen Bauens, wo wichtige Potentiale zur Umweltentlastung auszumachen sind, wird der Prozess der Netzwerkbildung \u00fcber gemeinsames Marketing, Arbeitsleitlinien und Kooperation auf verschiedenen Ebenen praktisch begleitet.<br \/>\nAufbauend auf den analytischen und praktischen Ergebnissen aus den Teilbereichen wird ein methodischer Leitfaden f\u00fcr die Erstellung unternehmensgest\u00fctzter regionaler St\u00e4rkeprofile erarbeitet. Dieser Leitfaden wird einem Abschluss-Workshop des Projektes vorgelegt und stellt nach \u00dcberarbeitung ein Abschlussdokument dar, das f\u00fcr vergleichbare Aktivit\u00e4ten in anderen l\u00e4ndlichen Regionen dienen kann. Darin wird auch der Entwicklungsstand des Netzwerkes \u00f6kologisch aktiver kleiner und mittel-st\u00e4ndischer Unternehmen bilanziert.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>F\u00fcr die sechs Untersuchungsbereiche Bauen\/Wohnen, Landwirtschaft, Tourismus, Kultur, Energie und Umwelttechnik sind in der ersten Projektphase Sachstandsberichte erstellt worden. In September und Oktober 2000 wurden ONNO-Werkst\u00e4tten durchgef\u00fchrt und auf deren Basis dann von den f\u00fcr einen Bereich zust\u00e4ndigen Werkvertragsnehmer Entwicklungspotentialanalysen ausgearbeitet. Die Projektkoordinatorin hat diese Einzeltexte geb\u00fcndelt und zu einem mehr als einhundertseitigen Gesamtprojektbericht geb\u00fcndelt. Dieser Gesamtbericht enth\u00e4lt ausf\u00fchrliche Einsch\u00e4tzungen zu den M\u00f6glichkeiten weiterer Netzwerkbildung im \u00f6kologischen Bereich der Region Ostfriesland.<br \/>\nDas Projekt hat den Kooperationsbedarf \u00f6kologisch aktiver kleiner und mittelst\u00e4ndischer Unternehmen in Ostfriesland deutlich herausarbeiten k\u00f6nnen:<br \/>\n1.\tSchaffung einer gemeinsamen Pr\u00e4sentationsm\u00f6glichkeit in der Region<br \/>\n2.\tGemeinsames Marketing in den einzelnen Segmenten<br \/>\n3.\tKooperation zwischen den einzelnen Gewerken, die in der Lage sind, \u00f6kologische Standards auch umzusetzen. Hier gibt es einen erheblichen Weiterbildungsbedarf in den einzelnen Handwerksbetrieben.<br \/>\n4.\tB\u00fcndelung von Weiterbildungsveranstaltungen in der Region<br \/>\n5.\tB\u00fcndelung von Informationen der Verb\u00e4nde, Vereine und der umweltpolitischen Ma\u00dfnahmen<br \/>\n6.\tKooperation mit Verb\u00e4nden und Vereinen<br \/>\n7.\tEntwicklung eines regionaltypischen, \u00f6kologischen Profils.<br \/>\nDas Projekt hat im Sinne seiner Zielsetzung innerhalb der kurzen Laufzeit auf dem Gebiet des \u00f6kologischen Bauens und Wohnens zur Gr\u00fcndung eines Netzwerkes in vereinsm\u00e4\u00dfiger Form beigetragen; das Institut f\u00fcr Bauen und Wohnen (IBW) mit Sitz in Aurich wurde wesentlich angesto\u00dfen durch den entsprechenden Werkvertragsnehmer des Projektes und hat inzwischen bereits seinerseits F\u00f6rdermittel akquirieren k\u00f6nnen, mit denen die Arbeit vor allem auf dem Gebiet der Weiterbildung vorangetrieben werden kann.<br \/>\nFerner war das ONNO-Projekt einer der wesentlichen Initiatoren f\u00fcr einen weiteren inzwischen gegr\u00fcndeten Verein: Ostfriesland schmeckt e.V., womit ausgehend von den Bem\u00fchungen um eine regionalorientierte und \u00f6kologische Landwirtschaft nicht nur dieser selbst, sondern auch dem Tourismus der Region und dem Regionalmanagement allgemein neue Impulse gegeben werden sollen.<br \/>\nMit dem Abschluss des Projektes waren au\u00dferdem die Bedingungen geschaffen, den mit dem Antrag angepeilten Unternehmerverein ONNO e.V. als bereichs\u00fcbergreifendes Netzwerk selbst auf den Weg zu bringen. Die inzwischen erfolgte Bewilligung des Projektvorhabens, f\u00fcr Ostfriesland eine elektronisch gest\u00fctzte Dienstleistungsagentur zu schaffen, bedeutet f\u00fcr diesen Verein als Fokus der Zusammenarbeit \u00f6kologisch aktiver kleiner und mittlerer Unternehmen nat\u00fcrlich eine ausgezeichnete Voraussetzung.<br \/>\nSeit Juli 2000 existiert mit www.onno-net.de eine elektronische Informations- und Kommunikationsplattform des Projektes, die im urspr\u00fcnglichen Antrag gar nicht vorgesehen war, sich aber als hervorragendes Mittel erwiesen hat, innerhalb und au\u00dferhalb der Region \u00fcber die Entwicklung des ONNO-Netzwerkes zu informieren und vorbereitend zu experimentieren, wie eine solche Plattform auch nach Auslaufen der F\u00f6rderung durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt weitergef\u00fchrt werden kann.<br \/>\nAus all diesen Gr\u00fcnden hat das Projekt in der Region fr\u00fchzeitig nachdr\u00fcckliche Zustimmung und Unterst\u00fctzung der einschl\u00e4gigen Stellen erhalten. Das gilt vor allem f\u00fcr die Industrie- und Handleskammer sowie die Handwerks- und Landwirtschaftskammer. Es gilt f\u00fcr die sich regelm\u00e4\u00dfig treffenden Wirtschaftsf\u00f6rderer der Region, denen das Projekt vorgestellt wurde. Die wachsende Beteiligung von Unternehmen an www.onno-net.de ist ein weiterer und strategisch f\u00fcr die Zielsetzung von ONNO der wichtigste Ausdruck f\u00fcr den Projekterfolg.<br \/>\nDas hervorzuhebende Projektergebnis liegt in dem Beitrag f\u00fcr das, was nach dem Auslaufen der F\u00f6rderung durch die Deutsch Bundesstiftung Umwelt geschaffen sein soll: eine arbeitsf\u00e4hige und selbstfinanzierungsf\u00e4hige Dienstleistungsagentur ONNO \u00d6kologisches Unternehmensnetzwerk Ostfriesland, deren elektronische Plattform www.onno-net.de ein hinreichendes Niveau an Professionalit\u00e4t und Beteiligungsausma\u00df erreicht hat und die zugleich als Gesch\u00e4ftsstelle des Vereins ONNO e.V. agieren kann.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Laufzeit des Projektes hat es zahlreiche Artikel \u00fcber das Projekt gegeben. Die erst nach Projektbeginn vorgenommen Namensbezeichnung mit dem eing\u00e4ngigen ostfriesischen Vornamen ONNO hat sicher zur Popularisierung beigetragen. In der Ostfriesen-Zeitung sowie einigen kleineren Zeitungen wie auch in den Zeitschriften der Kammern wurden zum Teil sehr ausf\u00fchrliche und durchgehend unterst\u00fctzende Artikel \u00fcber das Projekt ver\u00f6ffentlicht. Nach der Bewilligung des neuen Projektes zur Schaffung einer Dienstleistungsagentur ONNO hat es im Mai 2001 im angesehenen Ostfriesen-Magazin einen ausf\u00fchrlichen und sehr positiv gehaltenen Artikel gegeben.<br \/>\nDas Projekt hat ferner in seiner knappen Laufzeit durch die Gr\u00fcndungen von IBW und Ostfriesland schmeckt sowie pers\u00f6nliche Pr\u00e4sentationen und Gespr\u00e4che bei praktisch allen wichtigen Stellen der Region einen au\u00dferordentlich hohen Bekanntheits- und Verbreitungsgrad erreichen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Projekt ist ein au\u00dferordentlich positives Beispiel daf\u00fcr, wie wertvoll eine Ansto\u00dffinanzierung sein kann, um gerade in l\u00e4ndlichen Regionen und bei kleinen und sehr kleinen Unternehmen mit extrem geringen zeitlichen und finanziellen Ressourcen Entwicklungspotentiale aufzutun und zusammenzuf\u00fchren. Im Zusammenwirken von privaten und unternehmerischen Aktivit\u00e4ten einerseits, Verwaltungshandeln andererseits sind mehr denn je solche Organisationsformen hilfreich, die mit eigenen strategischen               Ideen, unabh\u00e4ngig und hinreichend flexibel die notwendigen Verkn\u00fcpfungen herstellen und Netzwerke bilden k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Innovationsf\u00e4higkeit, die Strategief\u00e4higkeit und die Verst\u00e4ndigungsf\u00e4higkeit als wesentliche Erfolgsfaktoren im Wettbewerb basieren bei l\u00e4ndlichen Regionen wesentlich darauf, welche Beitr\u00e4ge hierzu die kleinen und mittelst\u00e4ndischen Unternehmen der Region zu leisten verm\u00f6gen. 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