{"id":20594,"date":"2024-11-27T10:34:39","date_gmt":"2024-11-27T09:34:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/13719-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:34:39","modified_gmt":"2024-11-27T09:34:39","slug":"13719-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/13719-01\/","title":{"rendered":"CO2-Reduktion durch den Aufbau von handwerklichen Musterbetrieben und durch verbesserte Interaktionsstrategien zwischen dem Handwerk und seinen Kunden"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die in der Agenda 21geforderte nachhaltige Entwicklung umfasst u.a. Ma\u00dfnahmen zum Klimaschutz durch die Reduzierung der CO2-Emissionen. Speziell die Erschlie\u00dfung der vielen kleinen CO2-Minderungspotenziale im Bereich Bauen und Wohnen ist bisher in Deutschland wenig ber\u00fccksichtigt worden. Gerade im Altbaubereich k\u00f6nnen durch unterschiedliche Ma\u00dfnahmen besonders gro\u00dfe Einspar-Effekte erreicht werden. Das Handwerk besitzt bei der nachhaltigen Erschlie\u00dfung dieser Potenziale ent-scheidende St\u00e4rken, die allerdings aus verschiedenen Gr\u00fcnden nicht optimal genutzt werden. Das vorliegende F\u00f6rdervorhaben dient dazu, diese Energiesparpotenziale zu erschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenZur nachhaltigen Erschlie\u00dfung von CO2-Minderungspotenzialen im Wohnungsbau sind folgende Arbeitsschritte vorgesehen:<br \/>\n&#8211;\tAufbau von handwerklichen Musterbetrieben durch beispielhafte Erschlie\u00dfung der m\u00f6glichen Potenziale in unterschiedlichen Gewerken und Realisierung von Demonstrationsanlagen<br \/>\n&#8211;\tEntwicklung und Umsetzung von Interaktionsstrategien als Beispiel f\u00fcr andere Handwerksbetriebe und zur Sensibilisierung von Verbrauchern, Ingenieuren, Planern und Architekten<br \/>\n&#8211;\tBundesweite Verbreitung der Projektergebnisse zur Realisierung einer Ansto\u00dfwirkung in weiteren Handwerksbetrieben<br \/>\nDie Schritte 2 und 3 sollen terminnah zum Aufbau der Musterbetriebe realisiert werden.<br \/>\nDas Projekt wird durch die Umweltzentren in Trier und Saarbr\u00fccken durchgef\u00fchrt. Die \u00fcbrigen Kooperationspartner garantieren die nachhaltige Erschlie\u00dfung der CO2-Minderungspotenziale durch das Handwerk: Die Musterbetriebe regen beispielhaft andere Handwerksfirmen zur Nachahmung an und beein-flussen durch die Demonstrationsanlagen das Kaufverhalten von Verbrauchern, w\u00e4hrend die beteiligten Multiplikatoren f\u00fcr die Nutzung und weitere Verbreitung der Projektergebnisse sorgen. Dadurch werden bisher nicht ber\u00fccksichtigte CO2-Einsparpotenziale erschlossen, was zu einer nachhaltigen Umweltentlastung beitr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>W\u00e4hrend des Projektverlaufs wurden folgende Ergebnisse erzielt:<br \/>\n&#8211;\tAufbau von 30 Musterbetrieben (19 im Raum Trier, 11 im Saarland)<br \/>\n&#8211;\tAufbau von 30 Demonstrationsanlagen\u00a7\tDurchf\u00fchrung von 30 betriebsindividuellen Beratungen zum Marketing<br \/>\n&#8211;\tDurchf\u00fchrung der Messen \u00d6KO 2000 und \u00d6KO 2002<br \/>\n&#8211;\tTeilnahme an 2 internationalen und 10 regionalen Messen<br \/>\n&#8211;\tDurchf\u00fchrung von Workshops und Schulungen<br \/>\n&#8211;\tInternetpr\u00e4sentation www.klimaschutz-im-handwerk.de<br \/>\n&#8211;\tStudie Kooperationen im Handwerk<br \/>\n&#8211;\tTeilnahme am rheinland-pf\u00e4lzischen Umweltpreis 2001, Auszeichnung von drei Musterbetrieben mit ersten Preisen<br \/>\n&#8211;\tDurchf\u00fchrung von 2 Wettbewerben<br \/>\n&#8211;\tUmfassende \u00d6ffentlichkeitsarbeit in verschiedenen Medien f\u00fcr unterschiedliche Zielgruppen regional und bundesweit<br \/>\n&#8211;\tDurchf\u00fchrung von und Teilnahme an Veranstaltungen zur regionalen und bundesweiten Verbreitung der Projektergebnisse unter Einbeziehung der Musterbetriebe<br \/>\n&#8211;\tDurchf\u00fchrung von 5 Telefonaktionen<br \/>\n&#8211;\tEinrichtung von 2 Hotlines<br \/>\n&#8211;\tErstellung von Informationsmaterialien (Faltbl\u00e4tter, Plakate, Faltblattserien, Faxabruf, Handlungsanleitungen und Brosch\u00fcren f\u00fcr Verbraucher, Handwerker und Multiplikatoren)<br \/>\n&#8211;\tErstellung eines Videos auf der \u00d6KO 2000<br \/>\nErgebnis der beschriebenen Aktivit\u00e4ten ist die umfassende Information und Sensibilisierung der \u00d6ffentlichkeit f\u00fcr das Thema CO2-Einsparung. Die teilnehmenden Handwerksbetriebe haben das Thema offensiv in den Vordergrund ihres Marketings gestellt. Unterst\u00fctzend wirkt dabei der Einsatz der Demonstrationsanlagen zur Kundenberatung. Durch diese Ma\u00dfnahmen wurden steigende Auftragszahlen im Marktsegment energiesparende Leistungen erreicht. Das hei\u00dft im Umkehrschluss, dass zunehmend CO2-einsparende Anlagen und Objekte in der Region ausgef\u00fchrt werden. Zus\u00e4tzlich konnten die Musterbetriebe ihre wirtschaftliche Position bei schwacher Baukonjunktur stabilisieren. Das in der Pressearbeit lancierte Angebot wie auch die damit verbundenen Informationen wurden von einer breiten \u00d6ffentlichkeit wahrgenommen und als besonders glaubw\u00fcrdig eingesch\u00e4tzt. Damit konnten direkte Anfragen bei den Betrieben erreicht, Interesse auf die Musterbetriebe gerichtet und ein positives Image der Betriebe erzeugt werden. Insbesondere den fachbezogenen Messen \u00d6KO 2000 und \u00d6KO 2002 kann im Rahmen der \u00d6ffentlichkeitsarbeit ein hoher Wirkungsgrad zugeordnet werden. Das rege Interesse von Multiplikatoren am Projekt und seinen Ergebnissen l\u00e4sst auf eine hohe Ansto\u00dfwirkung zur Nachahmung schlie\u00dfen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>W\u00e4hrend des Projektverlaufs wurde eine Vielzahl von Ma\u00dfnahmen zur \u00d6ffentlichkeitsarbeit unter Hinweis auf den F\u00f6rdergeber durchgef\u00fchrt:<br \/>\n&#8211;\t42 ver\u00f6ffentlichte Pressemeldungen zur Berichterstattung \u00fcber Projektdurchf\u00fchrung und Ergebnisse<br \/>\n&#8211;\t4 Presseserien<br \/>\n&#8211;\t2 Pressekonferenzen mit der entsprechenden Berichterstattung in Rundfunk und Printmedien<br \/>\n&#8211;\t12 ver\u00f6ffentlichte Artikel in der Fachpresse<br \/>\n&#8211;\t25 ver\u00f6ffentlichte Artikel zur \u00d6KO<br \/>\n&#8211;\t25 Artikel in der regionalen Presse zur Berichterstattung \u00fcber den Umweltpreis<br \/>\n&#8211;\t4 Artikel zum Wettbewerb Lehrlinge haben Energiesparpotenzial<br \/>\n&#8211;\t3 Artikel in den Jahresberichten 2000 und 2001<br \/>\n&#8211;\t2 Beitr\u00e4ge zur Multimediaschau der Umweltzentren des Handwerks\u00a7\tDurchf\u00fchrung der \u00d6KO 2000 und \u00d6KO 2002<br \/>\n&#8211;\tTeilnahme an 12 weiteren Messen<br \/>\n&#8211;\tDurchf\u00fchrung und Teilnahme an ca. 10 weiteren Veranstaltungen plus die selbst\u00e4ndig durchgef\u00fchrten Veranstaltungen der Musterbetriebe<br \/>\n&#8211;\tAufbau der Internetpr\u00e4sentation www.klimaschutz-im-handwerk.de<br \/>\n&#8211;\tAuftritt in mehreren Rundfunkveranstaltungen<br \/>\n&#8211;\tAusstrahlung von 3 Unternehmensportraits im Fernsehen<br \/>\n&#8211;\tErstellung eines Videos<br \/>\n&#8211;\tErstellung von Informationsmaterialien (4 Faltbl\u00e4tter, 3 Plakate, Faxabruf, 3 Handlungsanleitungen\/ Brosch\u00fcren)<br \/>\n&#8211;\tDurchf\u00fchrung von 2 Wettbewerben<br \/>\n&#8211;\tDurchf\u00fchrung von 5 Telefonaktionen<br \/>\n&#8211;\t2 Faltblattserien zur Vorstellung der Musterbetriebe<br \/>\nMit dieser \u00d6ffentlichkeitsarbeit konnten unterschiedliche Zielgruppen (Verbraucher, Handwerker und Multiplikatoren) f\u00fcr die Thematik CO2-Einsparung sensibilisiert werden. Neben konkreten Kundenanfragen bei den Musterbetrieben ist es ein Erfolg der \u00d6ffentlichkeitsarbeit, dass nun regionale Planer, Ingenieure und Architekten energiesparende Bauweisen bei ihren Entw\u00fcrfen ber\u00fccksichtigen. Insbesondere in Bezug auf den Passivhausstandard werden von dieser Seite Anfragen an die Musterbetriebe gestellt. Weiterhin hat die Information von Kammern, Innungen und Verb\u00e4nden zur Folge, dass dort \u00fcber die Durchf\u00fchrung \u00e4hnlicher Projekte nachgedacht wird.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Projekt wurde erfolgreich durchgef\u00fchrt und wird zur Nachahmung empfohlen. Aus Sicht der Handwerkskammer sind die Ergebnisse des Projekts so gut, dass sie ein Schwerpunkt der weiteren Arbeit des Umweltzentrums sein werden und auf diese Weise weiterentwickelt und vertieft werden. Die Erfahrungen, die w\u00e4hrend des Projekts insbesondere bei den Musterbetrieben gewonnen werden konnten, werden beim Aufbau eines Kompetenzzentrums f\u00fcr nachhaltiges Renovieren und Sanieren, das bei der Handwerkskammer Trier entsteht, genutzt und weiter entwickelt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die in der Agenda 21geforderte nachhaltige Entwicklung umfasst u.a. Ma\u00dfnahmen zum Klimaschutz durch die Reduzierung der CO2-Emissionen. Speziell die Erschlie\u00dfung der vielen kleinen CO2-Minderungspotenziale im Bereich Bauen und Wohnen ist bisher in Deutschland wenig ber\u00fccksichtigt worden. Gerade im Altbaubereich k\u00f6nnen durch unterschiedliche Ma\u00dfnahmen besonders gro\u00dfe Einspar-Effekte erreicht werden. 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