{"id":20583,"date":"2023-07-13T15:16:20","date_gmt":"2023-07-13T13:16:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/13694-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:16:23","modified_gmt":"2023-07-13T13:16:23","slug":"13694-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/13694-01\/","title":{"rendered":"Aufbau und Einrichtung eines Kinder- und Jugendumweltmuseums ATLANTIS im Innenhafen Duisburg"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Nach einschl\u00e4gigen Umfragen der letzten Jahre sind Kinder die Bev\u00f6lkerungsgruppe, die von Umweltzerst\u00f6rung am meisten betroffen ist. Sensibilit\u00e4t und Engagement von Kindern f\u00fcr die Umweltproblematik zu f\u00f6rdern, ist deshalb von entscheidender Bedeutung f\u00fcr die Zukunft unserer Gesellschaft. In einem dreij\u00e4hrigen, von der BLK gef\u00f6rderten Modellversuch beim Initiativenzentrum der Zeche Carl in Essen mit \u00fcber 330 Essener Sch\u00fclern aus elf Schulen stellte sich aber heraus, dass Kinder f\u00fcr eine nachhaltige Umweltbildung ihren eigenen Lernort brauchen, der ihren Bed\u00fcrfnissen nach eigenem Erleben, Verstehen, Aneignen und Gestalten Rechnung tr\u00e4gt. Mit der Einrichtung des ATLANTIS Kindermuseums in Duisburg soll f\u00fcr Kinder und ihre Familien ein Erlebnis-, Lern- und Kulturort geschaffen werden, der diese Bedingung erf\u00fcllt. Das ATLANTIS Kindermuseum, das durch den Verein Kindermuseum Innenhafen Duisburg e. V. initiiert worden ist und durch die Stiftung Deutsches Kindermuseum betrieben werden soll, will f\u00fcr die komplexen Ph\u00e4nomene und Zusammenh\u00e4nge von Umwelt und Natur sensibilisieren, indem es seinen Besuchern die M\u00f6glichkeit bietet, diese Ph\u00e4nomene und Zusammenh\u00e4nge mit allen Sinnen zu erfahren und auch selbst aktiv zu gestalten.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenAuf 2.500 qm Ausstellungs- und Aktionsfl\u00e4che wird eine Dauerausstellung errichtet, die das Thema Stadt als elementarem Lebens- und Erfahrungsraum von Kindern thematisiert. Die Ausstellungsobjekte sind mit allen Sinnen erfahrbar und so angelegt, dass Kinder zum Experimentieren und Selber-Machen angeregt werden. Damit wird eine nachhaltige Umweltbildung erreicht. Neben der Dauerausstellung werden auch Wechselausstellungen zu besonderen Themen und Problemen der Umwelt entwickelt. Basis f\u00fcr die 1. Projektphase bildet ein Ausstellungskonzept, das im Modellversuch gemeinsam mit den Sch\u00fclern entwickelt wurde. In enger Koordination mit dem Umbau der Geb\u00e4udearchitektur wurden anhand des Ausstellungskonzeptes Entw\u00fcrfe und Pl\u00e4ne f\u00fcr einzelne Ausstellungsobjekte und -bereiche erarbeitet. In der 2. Projektphase erfolgte die Realisierung der Ausstellungsobjekte, entweder durch Vorproduktion und Aufbau vor Ort oder durch direkte Installation im Geb\u00e4ude. Diese Phase begann mit der \u00dcbernahme des Geb\u00e4udes im Mai 2003 und endete mit der Er\u00f6ffnung des ATLANTIS Kindermuseums im Januar 2004. Einige Exponate werden im Laufe des Jahres 2004 hinzukommen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das ATLANTIS Kindermuseum wird von Besuchern, aber auch von Mitarbeitern im Kultur- und Bildungsbereich wie auch von Medienvertretern sehr gut angenommen und beurteilt. Bereits nach f\u00fcnf Monaten konnte im Mai 2004 der 100.000 Besucher begr\u00fc\u00dft werden. Auch die Zusatzangebote wie Kindergeburtstage und Schul- bzw. Ferienworkshops werden sehr h\u00e4ufig nachgefragt. Mit diesen Angeboten k\u00f6nnen die Ausstellungsthemen vertieft werden, und Kindern weitere Erkenntnisse vermittelt sowie kreative Gestaltungsm\u00f6glichkeiten er\u00f6ffnet werden. ATLANTIS wird damit seinem Anspruch als au\u00dferschulischem Lernort gerecht.<br \/>\nDie Umsetzung des Konzepts in einzelne bzw. zusammenh\u00e4ngende, sich selbst erkl\u00e4rende Exponate erfolgte durch das Planungsteam bzw. beauftragte Firmen. Da die Exponate einerseits Kreisl\u00e4ufe und Komplexit\u00e4t vermitteln, andererseits einfach zu bedienen sein sollen, war immer ein Kompromiss erforderlich. Das bedeutet, dass bei einigen Exponaten Anleitungen und Hintergrundinformationen notwendig sind. Die Anzahl des Personals in der Ausstellung musste aus diesem Grund, aber auch wegen des hohen Besucheraufkommens, aufgestockt werden. Insgesamt kann die Umsetzung aber, auch nach einigen Nachbesserungen, als gelungen bezeichnet werden.<br \/>\nSo k\u00f6nnen z. B. an dem Exponatkomplex Lastkahn\/Lore\/M\u00fchle die Themen Berufe, Transport, Geschichte, technische Abl\u00e4ufe usw. erl\u00e4utert werden. An vielen Exponaten werden Kinder f\u00fcr ihre Umwelt sensibilisiert. Durch das Exponat Wasserverbrauch werden die Besucher z. B. auf ihren eigenen Was-serverbrauch aufmerksam gemacht. Sie erfahren den Versorgungskreislauf des Wassers vom Wasser-werk \u00fcber Wasserturm, Versorgungsleitungen, Verbraucher im Haushalt (Toilette, Waschbecken, Dusche, Badewanne), Abwasserrohre, Kl\u00e4rwerk, nat\u00fcrliches Gew\u00e4sser und Wasserwerk. Die Besucher k\u00f6nnen w\u00e4hlen, ob sie sich f\u00fcr den normalen oder den sparsamen Wasserverbrauch entscheiden. Sie haben die Alternative zwischen Toilettensp\u00fclung mit oder ohne Stopptaste, Z\u00e4hneputzen mit Becher oder bei aufgedrehtem Wasserhahn und w\u00e4hlen zwischen Dusche oder Vollbad. Durch eigenes Bef\u00fcllen z. B. des Beh\u00e4lters f\u00fcr ein Vollbad erfahren sie k\u00f6rperlich, optisch und zeitlich den gro\u00dfen Unterschied zwischen dem Wasserverbrauch von Duschbad und Vollbad.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Bereits vor der Er\u00f6ffnung im 2. Halbjahr 2003 hat die \u00d6ffentlichkeitsarbeit mit Events und Mailingaktionen f\u00fcr Schulen und Kinderg\u00e4rten in NRW sowie Einladungen der Medien dazu gef\u00fchrt, dass ATLANTIS \u00fcber die Stadtgrenzen hinaus bekannt wurde. Das Medieninteresse zum Zeitpunkt der Er\u00f6ffnung im Januar 2004 war sehr gro\u00df und bescherte ATLANTIS Pr\u00e4sens in TV- und Radioberichten und vielen, auch \u00fcberregionalen Presseorganen.<br \/>\nNach der Er\u00f6ffnung betreibt ATLANTIS weiterhin kontinuierlich Pressearbeit und Marketing. Einen gro\u00dfen Stellenwert nehmen auch die Kooperationen mit diversen Institutionen und Unternehmen ein; dar\u00fcber hinaus ist ATLANTIS bem\u00fcht, Netzwerke zu kn\u00fcpfen bzw. sich in bestehende einzuf\u00fcgen. Sogenannten Multiplikatoren, d. h. Lehrern, Erziehern, Gruppenleitern usw. wird die M\u00f6glichkeit geboten, kostenlos an einer Pr\u00e4sentation teilzunehmen, die Ausstellung anzuschauen und abschlie\u00dfend in einem Gespr\u00e4ch Fragen zu kl\u00e4ren. Ebenso ist ATLANTIS an einem Austausch von Informationen und Know-How innerhalb der Kultur- und Museumsszene sehr interessiert und wird h\u00e4ufig von Interessierten be-sucht und befragt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Es bleibt festzustellen, dass das Projekt ATLANTIS Kindermuseum erfolgreich zum ATLANTIS Kindermuseum realisiert wurde. Es bleibt jedoch noch viel zu tun. Die Komplettierung der Ausstellung ist ein erstes, zeitnahes Ziel; aus wirtschaftlichen Gr\u00fcnden sind attraktive Events, Workshops und Wechselausstellungen und deren \u00f6ffentlichkeitswirksame Bekanntmachung unbedingt erforderlich.So kann die urspr\u00fcngliche Aufgabe von ATLANTIS, Kindern ihre Neugier zu erhalten, ihren Forscherdrang zu unterst\u00fctzen und ihre M\u00f6glichkeiten als kreative und handlungsf\u00e4hige Menschen aufzuzeigen, im Sinne der Nachhaltigkeit weiter und immer wieder neu gel\u00f6st werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Nach einschl\u00e4gigen Umfragen der letzten Jahre sind Kinder die Bev\u00f6lkerungsgruppe, die von Umweltzerst\u00f6rung am meisten betroffen ist. Sensibilit\u00e4t und Engagement von Kindern f\u00fcr die Umweltproblematik zu f\u00f6rdern, ist deshalb von entscheidender Bedeutung f\u00fcr die Zukunft unserer Gesellschaft. 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