{"id":20565,"date":"2023-07-13T15:16:20","date_gmt":"2023-07-13T13:16:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/13637-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:16:21","modified_gmt":"2023-07-13T13:16:21","slug":"13637-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/13637-01\/","title":{"rendered":"Photovoltaikanlage Stangenbodenh\u00fctte"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Da in den Sommermonaten keine ausreichende Wasserf\u00fchrung im Stangenbodenbach vorliegt, sollte die bestehende Wasserkraftanlage um eine Photovoltaikanlage zu einem Hybridsystem erg\u00e4nzt werden. Dadurch sollte eine kontinuierliche Energieversorgung der Stangenbodenh\u00fctte erreicht werden. Neben dem Komfortgewinn standen bei der Entscheidung sicherheitstechnische Gesichtpunkte, welche im bisherigen Betrieb der Gaslampen begr\u00fcndet sind, im Vordergrund.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenStandort Suche:<br \/>\nAufgrund der erheblichen Verschattung der Stangenbodenh\u00fctte war deren Dach als Standort der PV-Anlage ungeeignet. Die Installation erfolgte daher auf einem Mast in ca. 150 m Entfernung und ca. 60 H\u00f6henmeter oberhalb der H\u00fctte.<\/p>\n<p>Verlegung des Stromversorgungskabels von der H\u00fctte zur PV-Anlage:<br \/>\nDieser Teilabschnitt gestaltete sich \u00e4u\u00dferst schwierig und aufwendig. Bedingt durch den sehr exponierten Standort mussten sehr aufwendige Felserdarbeiten von der H\u00fctte bis zum Standort bew\u00e4ltigt werden.<br \/>\nZielsetzung bei der Verlegung des Erdkabels war eine m\u00f6glichst frostsichere und vor zuk\u00fcnftigen Forstarbeiten gesch\u00fctzte Verlegung in 80 cm Tiefe.<\/p>\n<p>Fundamentarbeiten f\u00fcr den PV-Turm:<br \/>\nBedingt durch den Standort auf einem Felsen erwiesen sich die Fundamentarbeiten als nicht so aufwendig. Die Gr\u00fcndung erfolgte \u00fcber vier jeweils 1.50 m tiefe Bohrungen in den Felsen.<\/p>\n<p>Aufbau und Installation des PV-Turmes:<br \/>\nAn dem gespendeten Rundmast mussten noch die Halterungen f\u00fcr die PV-Module gefertigt und angebracht werden. Dar\u00fcber hinaus wurde eine feststehende Leiter f\u00fcr eventuelle anfallende Reparaturarbeiten an der Anlage fest montiert.<\/p>\n<p>Transport und Aufstellung des PV-Turmes:<br \/>\nDurch den ausgew\u00e4hlten exponierten Standort erwies sich der Transport und die Aufstellung des PV-Turmes als recht schwierig und aufwendig. Der Transport und die Aufstellung erfolgten mit einem  gel\u00e4ndeg\u00e4ngigen Seilkran. Die PV-Module wurden vor der Aufstellung des PV-Turmes bereits an die Halterungen montiert. Dies erwies sich als vorteilhaft.<\/p>\n<p>Blitzschutz PV &#8211; Turm:<br \/>\nF\u00fcr den Blitzschutz PV-Anlage mussten zur Verlegung des Erdungsbandes nochmals sehr aufwendige Erdarbeiten im felsigen Gel\u00e4nde durchgef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>Integrations- und Erweiterungsarbeiten Stangenbodenh\u00fctte:<br \/>\nDie Akkuanlage wurde auf 1050 Ah Kapazit\u00e4t erh\u00f6ht.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Probleme bereitete in der Anfangsphase die Abstimmung des Solarreglers mit dem Wasserradregler. Der Solarregler regelt den Ladestrom stetig zur\u00fcck, wenn die maximale Spannung erreicht ist und geht dann auf den Modus Erhaltungsladung \u00fcber. Der Wasserradregler hat ein 2-Punktverhalten mit einer Ausschalt- bzw. Einschaltgrenze. Ist der Ausschaltgrenzwert erreicht, schaltet er auf eine ohmsche Heizung um. In der Anfangsphase kam es zu einer gegenseitigen Beeinflussung beider Regler mit Schwingungsproblemen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Im Rahmen der \u00d6ffentlichkeitsarbeit wurde w\u00e4hrend der Bauphase in der Tagespresse und im Gemeideblatt \u00fcber den Projektfortschritt laufend berichtet.<\/p>\n<p>Folgende Ma\u00dfnahmen wurden f\u00fcr eine zuk\u00fcnftige Pr\u00e4sentation dieses Projektes geschaffen.<\/p>\n<p>Ein Schaltschrank mit Stromlaufplan und integrierten Instrumenten auf der Frontseite erstellten Sch\u00fcler der 3.Klasse der Gewerbeschule Freiburg. Das Prinzip der Stromgewinnung (PV+Wasserrad) und des Verbrauchs wird hier verdeutlicht.<br \/>\nDiese Tafel ist am Eingang zur Stangenbodenh\u00fctte zu besichtigen.<\/p>\n<p>Informationsbl\u00e4tter sollen das Schema der Stromversorgung in anschaulicher Weise verdeutlichen. Jeder H\u00fcttenbesucher hat \u00fcber einen Informationsstand die M\u00f6glichkeit sich einen Prospekt zu entnehmen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Durch die Kombination von Wasserkraft und Solarstrom ist f\u00fcr die Stangenbodenh\u00fctte eine ideale und ausreichende Energiegewinnung entstanden. Die Versorgungslage der H\u00fctte ist geradezu optimal. Durch die sinnvolle Erg\u00e4nzung einer PV-Anlage kann in Zeiten von Niedrigwasser die fehlende Energieversorgung \u00fcber die neue PV-Anlage ausgeglichen werden. \u00dcber den 1050Ah Batteriespeicher k\u00f6nnen Versorgungsl\u00fccken f\u00fcr die nur am Wochenende ge\u00f6ffnete Stangenbodenh\u00fctte ausgeglichen werden.<br \/>\nGrunds\u00e4tzlich ist eine hybride Nutzung von Wasserkraft und Photovoltaik sinnvoll und effizient.<\/p>\n<p>Bei einer Neukonzeption der Stromversorgung w\u00fcrde jedoch eine Versorgungsspannung von 24 V Gleich- oder 230 V Wechselspannung Vorteile bieten. Die 12 V &#8211; Anlage erfordert aufgrund der hohen Stromfl\u00fcsse entsprechend dimensionierte Leitungen, dar\u00fcber hinaus sind Gleichstromger\u00e4te kaum oder nicht erh\u00e4ltlich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Da in den Sommermonaten keine ausreichende Wasserf\u00fchrung im Stangenbodenbach vorliegt, sollte die bestehende Wasserkraftanlage um eine Photovoltaikanlage zu einem Hybridsystem erg\u00e4nzt werden. Dadurch sollte eine kontinuierliche Energieversorgung der Stangenbodenh\u00fctte erreicht werden. Neben dem Komfortgewinn standen bei der Entscheidung sicherheitstechnische Gesichtpunkte, welche im bisherigen Betrieb der Gaslampen begr\u00fcndet sind, im Vordergrund. 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