{"id":20553,"date":"2023-07-13T15:16:16","date_gmt":"2023-07-13T13:16:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/13605-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:16:19","modified_gmt":"2023-07-13T13:16:19","slug":"13605-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/13605-01\/","title":{"rendered":"Solare Demonstrationsanlagen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ziel des Vorhabens ist es, Sch\u00fclerInnen einen Zugang zu praktischen Erfahrungen mit alternativen Formen der Energiegewinnung zu verschaffen. Im Alltag wird Sch\u00fclerInnen h\u00e4ufig keine Gelegenheit gegeben, alternative Formen der Energiegewinnung kennen zu lernen, da zum einen die Akzeptanz in der Bev\u00f6lkerung noch gering ist und zum anderen die Kosten f\u00fcr derartige Anlagen f\u00fcr Privathaushalte noch zu hoch sind. Die Solaranlage stellt einen Baustein dar, der die Schule zum \u00f6kologischen Lernort werden l\u00e4\u00dft. Sch\u00fclerInnen helfen so in ihrer Gemeinde mit, dem Klimaschutzgedanken konkrete Gestalt zu verleihen und dem Prinzip der Nachhaltigkeit Rechnung zu tragen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenAus Projekttagen im April 1996 zum 10j\u00e4hrigen Gedenken der Katastrophe von Tschernobyl heraus ist an der KGS Rastede eine Arbeitsgemeinschaft von Sch\u00fclerinnen, Sch\u00fclern, Lehrerinnen und Lehrern gegr\u00fcndet worden mit dem Ziel, die Nutzung alternativer Energien aufzuzeigen, experimentell zu erschlie\u00dfen und Sponsoren zur Realisierung des Projektes zu suchen. Das Konzept der Solaranlage enth\u00e4lt eine 1 kWp &#8211; PV-Anlage, deren Leistung im Forum der Schule, das in jeder Pause von ca. 1000 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern besucht wird, visualisiert wird. Die Nutzung solarer Energie soll st\u00e4ndig im Blickfeld von Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern sein. Weitere Anwendungen vervollst\u00e4ndigen das Konzept: eine Kollektoranlage erw\u00e4rmt das Brauchwasser f\u00fcr die Hausmeisterwohnung. Die Daten der so gewonnenen Energie werden ebenfalls in die Visualisierung eingespeist. Praktische Anwendungen werden in Form von Inselbetrieb und Direktbetrieb gezeigt. So wird die Cafeteria, ein Glasbau, der sich im Sommer stark aufheizt, von einem Ventilator gek\u00fchlt, der von einem Modul direkt und nur bei Sonneneinstrahlung versorgt wird. Weitere PV-Module laden Solarbatterien f\u00fcr Sch\u00fclerexperimentierpl\u00e4tze, an denen vielf\u00e4ltige Untersuchungen unterschiedlichen Anforderungsgrades (Klasse 5 &#8211; 13) durchgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen. Neben den praktischen Anwendungen wird eine Lernwerkstatt Solarenergie eingerichtet, in der Fachlite-ratur sowie Materialien f\u00fcr Handexperimente mit Kleinmodulen vorgesehen sind.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Im Laufe der zwei Jahre sind alle Teile des Projektes fertiggestellt worden und in Betrieb gegangen. Die Gro\u00dfanlagen wie die PV-Anlage und die Kollektoranlage und auch die kleineren Anlagen arbeiten seit einiger Zeit einwandfrei. Auch in der Lernwerkstatt wird bereits umfassend experimentiert. <\/p>\n<p>Das Konzept umfasst die heutzutage wichtigsten Aspekte solarer Energiediskussion. Dabei verfolgten wir die Intention, Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen Raum zu selbst\u00e4ndiger Gestaltung statt musealer Betrachtung zu bieten. Andererseits ist das Konzept aber offen gehalten, so dass es zuk\u00fcnfti-gen Entwicklungen angepasst werden kann.<\/p>\n<p>Aus den technisch realisierbaren M\u00f6glichkeiten haben wir die folgenden ausgew\u00e4hlt:<br \/>\n\u00b7 1 kW Photovoltaik-Anlage<br \/>\n\u00b7 Kollektoranlage f\u00fcr einen 4-Personen-Haushalt<br \/>\n\u00b7 Visualisierung aller Ertr\u00e4ge und Messwerte an zentraler Stelle der Schule<br \/>\n\u00b7 Insel- und Direktbetrieb Photovoltaik<br \/>\n\u00b7 Experimentierpl\u00e4tze f\u00fcr Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler<\/p>\n<p> Dabei zeigte sich, dass viele, zun\u00e4chst unbedeutend erscheinende Komplikationen zu gr\u00f6\u00dferen Problemen heranwuchsen, die uns als Laien oftmals viel Zeit kosteten. In vielerlei Hinsicht stellten sich Her-stellerangaben als unzureichend oder unzuverl\u00e4ssig heraus und es mussten neue L\u00f6sungswege entwickelt werden. Insbesondere die Visualisierung der solar gewonnenen Energie, die f\u00fcr uns das Herzst\u00fcck des gesamten Projektes darstellt, erforderte eine v\u00f6llig neue Konzeption, die von allen Beteiligten neben der eigentlichen  beruflichen Besch\u00e4ftigung erarbeitet werden musste. An einigen Stellen lie\u00df sich auf diese Weise die Mitarbeit von Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern intensivieren. Zu ber\u00fccksichtigen war auch der technische Fortschritt, der einfachere oder auch kosteng\u00fcnstigere L\u00f6sungen zulie\u00df. <\/p>\n<p>Die Vielf\u00e4ltigkeit unserer solaren Anlagen erm\u00f6glicht verschiedenste Zug\u00e4nge. Unterrichtliche Einbindungen ergeben sich im Fachunterricht Physik, sowohl in Jahrgang 9 als auch in Physikgrundkursen in den Jahrg\u00e4ngen 12 und 13. Bereits seit zwei Jahren ist die Visualisierung verschiedenster Daten der solaren Anlagen Unterrichtsgegenstand der Informatikkurse der Oberstufe. Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler motiviert die Programmierung einer echten Probleml\u00f6sung, die sie anschlie\u00dfend t\u00e4glich im Einsatz sehen. Manch einer interessierte sich bis dato kaum f\u00fcr Solarenergie. Fachliche Verbindungen lie\u00dfen sich auch zum Werkunterricht kn\u00fcpfen, in dem einfache Kollektormodelle gebaut werden. <\/p>\n<p>Inzwischen kann man konstatieren, dass die Solaranlagen im Bewusstsein aller am Schulleben Beteiligter verankert sind. Sie geh\u00f6ren schon selbstverst\u00e4ndlich zur Schule dazu, nicht zuletzt aufgrund der Vielfalt der Anlagen, die jeden und jede egal welchen Alters auf irgendeine Art und Weise anspricht. Unser Konzept ist auf Dynamik und Ver\u00e4nderung angelegt, so dass man schon heute sagen kann, dass die Anlagen weiter ausgebaut und ver\u00e4ndert werden, mit der Entwicklung Schritt halten werden, sofern die finanziellen Mittel ausreichen und den Lernfortschritt der Schule als Ganzem widerspiegeln.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Besondere Pr\u00e4sentationen, die in der Schul\u00f6ffentlichkeit \u00fcber das genannte Ma\u00df hinausgehen, sind die j\u00e4hrlich stattfindenden Projektwochen \u0082Umwelt des 7. Jahrgangs. Anl\u00e4\u00dflich des Agendatages der Schule am 17.07.1999 pr\u00e4sentierte sich die Photovoltaik-AG der \u00d6ffentlichkeit. Weitere Pr\u00e4sentationen sind f\u00fcr den Tag der offenen T\u00fcr usw. geplant. In der \u00f6rtlichen Presse wird von derlei Anl\u00e4ssen berichtet.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Zuweilen mutete uns unser Vorhaben selbst sehr idealistisch an, jedoch sehen wir nach nun mehrj\u00e4hri-ger Arbeit kleinere und gr\u00f6\u00dfere Erfolge. Es darf dabei nicht \u00fcbersehen werden, dass die Konzeption und die Umsetzung allein von Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern und Lehrkr\u00e4ften geleistet wurde, stets unterst\u00fctzt von einem Schulleiter, der in jeder scheinbar unl\u00f6sbaren Situation einen Ausweg fand. Nicht zuletzt die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Rastede als Schultr\u00e4ger und ihre Unterst\u00fctzung in finanzieller als auch in personeller Hinsicht haben zum Gelingen des Projektes beigetragen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ziel des Vorhabens ist es, Sch\u00fclerInnen einen Zugang zu praktischen Erfahrungen mit alternativen Formen der Energiegewinnung zu verschaffen. 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