{"id":20543,"date":"2023-07-13T15:16:16","date_gmt":"2023-07-13T13:16:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/13559-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:16:17","modified_gmt":"2023-07-13T13:16:17","slug":"13559-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/13559-01\/","title":{"rendered":"Tagungsreihe und Symposium: Gew\u00e4sser sch\u00fctzen &#8211; Kosten senken: Konzepte zur Abwasserbehandlung im l\u00e4ndlichen Raum"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Auf dem Sektor der Abwasserbehandlung im l\u00e4ndlichen Raum ist die Entwicklung in Niedersachsen in den letzten Jahren im rechtlichen sowie im fachlichen Bereich sehr weit vorangekommen. Ziel der Fachsymposien war es, das gesamte Potenzial der derzeit existierenden, vornehmlich dezentralen Verfahren der Abwasserbehandlung besonders unter \u00f6kologischen Ge-sichtspunkten aufzuzeigen. Die Akzeptanz neuer innovativer L\u00f6sungen sollte gef\u00f6rdert und durch gezielte Publikationen einer breiten \u00d6ffentlichkeit transparent gemacht werden. Letztlich dienten die Fachsymposien der Vorbereitung und Konzipierung eines internationalen Symposiums, welches die gemeindlichen Spitzenverb\u00e4nde im Rahmen eines Partnerschaftskongresses aus Anlass der EXP0 2000 in Celle veranstalteten.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Kommunale Umwelt-AktionN veranstaltete in Kooperation mit der Fachhochschule Nordostniedersachsen, Suderburg, sowie mit der Abwas-sertechnischen Vereinigung (ATV) &#8211; Landesgruppe Nord -, Hildesheim, drei Fachsymposien zum Thema. Das erste Fachsymposium fand am 07.10.1999 in Suderburg, das 2. Fachsymposium am 05.11.1999 in Wienhausen und das 3. Abwassersymposium am 25. November 1999 in Aurich statt.  In insgesamt 10 Workshops wurden schwerpunktm\u00e4\u00dfig innovative Verfah-ren und Techniken bei der dezentralen Behandlung und Beseitigung von Abwasser im l\u00e4ndlichen Raum thematisiert und zur Diskussion gestellt. Etwa 220 Fachleute aus Wissenschaft und Praxis nahmen an den drei Fachsymposien teil.<br \/>\nDie Ergebnisse aus den Fachsymposien wurden in einer Informationsveranstaltung einer breiten \u00d6ffentlichkeit am 15. Februar 2000 in der Stadthalle Walsrode vorgestellt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die zu den Schwerpunkt-themen erzielten Diskussionsergebnisse werden nachfolgend zusammengefasst (siehe auch die Brosch\u00fcren der U.A.N.).<br \/>\nDezentrale L\u00f6sungen k\u00f6nnen heutzutage im l\u00e4ndlichen Raum eine \u00e4hnlich zuverl\u00e4ssige Abwasserreinigung gew\u00e4hrleisten wie der oft sehr aufwendige und teure Anschluss an eine kommunale Kl\u00e4ranlage. Sachgerechte Entscheidungen zum F\u00fcr und Wider der zu bevorzugenden Abwasserl\u00f6sung k\u00f6nnen nur fallweise und bei vollkommener Kostentransparenz auch im Hinblick auf die Betriebs- und Folgekosten getroffen werden.<br \/>\nSollen zur Abwasserbehandlung Kleinkl\u00e4ranlagen eingesetzt werden, kann heute auf eine gro\u00dfe Bandbreite an modernen, leistungsf\u00e4higen Systemen zur\u00fcckgegriffen werden. Beispielsweise wurden bewachsene Bodenfilter bzw. Schilfkl\u00e4rbeete in den letzten Jahren intensiv erforscht und zu sehr leistungsf\u00e4higen Systemen weiter entwickelt. Im Laufe der Fachsymposien hat sich gezeigt, dass diese Orientierung durchaus gerechtfertigt ist, da sich Schilfbeetanlagen vielf\u00e4ltig einsetzen lassen. Sie sind nicht nur geeig-net f\u00fcr die Behandlung h\u00e4uslichen Abwassers, sondern auch f\u00fcr kommunales, gewerbliches und in Einzelf\u00e4llen stark belastetes Abwasser. Defizite bei interessierten Betreibern bestehen jedoch beim Verst\u00e4ndnis der Abl\u00e4ufe in diesen Anlagen. Diese Informationsdefizite sollten auf Basis der Erkenntnisse aus langfristig angelegten Untersuchungsprogrammen, wie sie auch im Verbundprojekt Bewachsene Bodenfilter der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (AZ 14178\/01 &#8211; \/10) stattfinden, verringert werden. Auch \u00fcber Einsatzm\u00f6glichkeiten von Kombinationen aus technischen und naturnahen Anlagen f\u00fcr verschiedenste Zwecke der Abwasserbehandlung ist sehr wenig bekannt. Diesbez\u00fcglich sollten ebenfalls Austausche stattfinden und Forschungsprogramme aufgelegt werden.<br \/>\nViele besonders der neu entwickelten Kleinkl\u00e4ranlagen scheinen ein gro\u00dfes Potenzial zur weitergehenden Abwasserreinigung zu besitzen, insbesondere zum N-Abbau, teilweise auch zur biologischen P-Eliminierung. Sie k\u00f6nnten dezentralen Anlagen u. U. Einsatzm\u00f6glichkeiten in sensiblen Gebieten er\u00f6ffnen. Jedoch fehlen in diesem Anlagensegment Erfahrungen im Dauerbetrieb. Erst wenn sie vorliegen, existieren auch die Kriterien, die f\u00fcr eine sachgerechte Entscheidung zur Wahl der unter den jeweiligen Bedin-gungen zu bevorzugenden Systeme n\u00f6tig sind.<br \/>\nAusschlaggebend f\u00fcr eine ordnungsgem\u00e4\u00dfe Betriebsf\u00fchrung der Kleinkl\u00e4ranlagensysteme ist eine regelm\u00e4\u00dfige und sachgerechte Anlagenwartung. Die Erarbeitung von fachlich fundierten, den Interessen der Wasserbeh\u00f6rden und der Wartungsfirmen entsprechenden Ausf\u00fchrungsrichtlinien ist hier ganz entscheidend.<br \/>\nFragen der hygienisch unbedenklichen Verwendung behandelten Abwassers in Brauchwassersystemen, der Bedeutung der Versickerung f\u00fcr den Boden und den Gebietswasserhaushalt lassen sich praxisnah studieren. Das gleiche gilt f\u00fcr Konzepte zur dezentralen Schlammbehandlung. Hygienische Probleme gibt es offenbar noch beim Einsatz von Rottebeh\u00e4ltern, die einer L\u00f6sung zugef\u00fchrt werden m\u00fcssen. Weniger problematisch scheint dagegen die Behandlung von Schl\u00e4mmen in etwas gr\u00f6\u00dferem Ma\u00dfstab in r\u00e4umlich abgesonderten Vererdungsanlagen zu sein. Erste vielversprechende Ans\u00e4tze existieren bereits. Weitere Erkenntnisse \u00fcber ihre Leistungsf\u00e4higkeit im Dauerbetrieb werden gewonnen werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Kontaktadresse:<br \/>\nKommunale Umwelt-AktioN U.A.N., Arnswaldstrasse 28, 30159 Hannover, Ansprechpartner: Herr Vollmer, Herr Klein, Telefon 0511 \/ 302 85-60, Fax -56.<br \/>\nReferate, Statements, Workshop-Protokolle sowie eine Bewertung der Ergebnisse durch die einzelnen Referenten sind in drei Brosch\u00fcren dokumentiert (Hefte 36 &#8211; 38 der Schriftenreihe der U.A.N.). Auf das Projekt wurde des weiteren im Internet (www.uan.de) sowie in zahlreichen Presseerkl\u00e4rungen hingewiesen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Fachsymposien haben gezeigt, dass im l\u00e4ndlichen Raum dezentrale Konzepte der Abwasserbehandlung mit leistungsf\u00e4higer, naturnaher und wirtschaftlicher Anlagentechnik eine gute und auf Dauer angelegte Alternative zur zentralen Abwasserbeseitigung bilden k\u00f6nnen. Dar\u00fcber hinaus konnten die Fachleute in den Workshops Fragen aufzeigen, die Hinsichtlich einer st\u00e4rkeren Verbreitung von leistungsf\u00e4higen dezentralen L\u00f6sungen k\u00fcnftig noch der Kl\u00e4rung und der weiteren Information besonders f\u00fcr den fachlichen Laien und interessierten Betrieber bed\u00fcrfen.<br \/>\nDie Veranstaltungsreihe wurde nach den Ausf\u00fchrungen der U.A.N. von der Mehrheit der insgesamt etwa 220 Teilnehmer sehr positiv aufgenommen. Das Workshop-Modell mit Grundsatzreferaten, Statements und Diskussionen wurde als sehr effektiv im Hinblick auf den Austausch von Informationen und Erfahrungen bewertet. Erfreulicherweise wurden die Symposien auch von der ATV \u00fcber die in Niedersachsen im dezentralen Bereich sehr engagierte Landesgruppe Nord ma\u00dfgeblich mit unterst\u00fctzt.<br \/>\nDas Projekt bildete die Basis f\u00fcr das Folgevorhaben AZ 16863 Internationales Symposium in Celle: \u0082Abwasserbehandlung im l\u00e4ndlichen Raum am 22. Juni 2000, das am 24.03.2000 bewilligt wurde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Auf dem Sektor der Abwasserbehandlung im l\u00e4ndlichen Raum ist die Entwicklung in Niedersachsen in den letzten Jahren im rechtlichen sowie im fachlichen Bereich sehr weit vorangekommen. 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