{"id":20536,"date":"2023-07-13T15:16:13","date_gmt":"2023-07-13T13:16:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/13536-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:16:15","modified_gmt":"2023-07-13T13:16:15","slug":"13536-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/13536-01\/","title":{"rendered":"Weiterbildung und Beratung sowie zentrale Koordinierung der Wiederverwertung historischer Baumaterialien und Bauteile zum Erhalt wertvoller Kulturg\u00fcter am Beispiel des Denkmalpflegehofes Gernewitz (Th\u00fcringen)"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Modellhafte Einrichtung eines Verbundes von Recyclingbetrieben, welcher die M\u00f6glichkeit eines fl\u00e4chendeckenden Baustoffrecycling erprobt und eine zentrale Erfassung des Lagerbestandes und die Vermittlung von Baustoffsuchenden und -anbietern an den f\u00fcr ihn n\u00e4chstgelegenen Recyclingbetrieb erm\u00f6glicht. Durch speziell erarbeitete Seminare, Informationen, Beratungen und \u00d6ffentlichkeitsarbeit sollen Erfahrungen und Wissen vermittelt und bestehende Unsicherheiten und Vorbehalte bzgl. des Umgangs mit hist. Baumaterialien bei allen am Altbaugeschehen Beteiligten abgebaut werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenNach Abschluss einer Bestandsaufnahme aller bereits bestehender Recyclingbetriebe in Th\u00fcringen werden eingehend die M\u00f6glichkeiten einer Kooperation abgekl\u00e4rt und ggf. Vereinbarungen zum Informations- und Datenaustausch getroffen.<br \/>\nIn Gebieten, in denen keine Recyclingbetriebe bestehen, wird  nach entsprechenden Partnern gesucht.<br \/>\nDie im Denkmalhof Gernewitz bestehende Datenbank, mit der die gesamte Verwaltung des Lagerbestandes sowie das Bestell- und Rechnungswesen bearbeitet wird, wird f\u00fcr die an einem Datenverbund interessierten Recyclingbetriebe unter Ber\u00fccksichtigung der jeweiligen betrieblichen Besonderheiten und Bed\u00fcrfnisse modifiziert.<br \/>\nDaneben werden spezielle Seminarangebote f\u00fcr alle relevanten Zielgruppen erarbeitet:<br \/>\na)\tPraxisseminare f\u00fcr Existenzgr\u00fcnder und Betriebe ohne gr\u00f6\u00dfere Projekterfahrung<br \/>\nb)\tSeminare f\u00fcr Betriebe mit langj\u00e4hriger Erfahrung im Baustoffrecycling  mit dem Schwerpunkt Qualit\u00e4tssicherung bei historischen Baumaterialien<br \/>\nc)\tSeminare f\u00fcr Handwerksbetriebe, Architekten, Beh\u00f6rdenvertreter usw.<br \/>\nZu allen durchgef\u00fchrten Seminaren werden Seminarb\u00e4nde erstellt, welche in der Praxis als konkrete Arbeitsanleitung und -hilfe dienen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Mit den 14 erfassten Bergeh\u00f6fen wurde bereits eine gute Zusammenarbeit erreicht, so dass die Vermittlung von Auftr\u00e4gen zur Bergung bzw. zur Abgabe von histor. Baumaterial recht gut funktioniert. Durch das fl\u00e4chendeckende Recyclingnetz wird eine Steigerung der geborgenen Baumaterialien erreicht und dadurch die Wiederverwendung im Rahmen der Instandsetzung und Instandhaltung von historischen Geb\u00e4uden merklich erh\u00f6ht. Auf Grund dessen treten umweltentlastende Effekte ein, die aber bei weitem noch nicht den Umfang erreicht haben, den wir uns w\u00fcnschen.<br \/>\nAuch wenn wir intensiv f\u00fcr dieses Thema werben und die Vorteile:<br \/>\nEinsparung nat\u00fcrlicher Ressourcen, Einsparung von Energien, Verringerung des M\u00fcllanfalls, Einsparung von wertvollem Deponieraum, Erhaltung von handwerklichem und historischem Kulturgut, Erf\u00fcllung denkmalpflegerischer Erfordernisse, Schaffung von Arbeitspl\u00e4tzen immer wieder auff\u00fchren, haben wir es mit einem Heer von Skeptikern, Gegnern und Ignoranten zu tun. Unsere Wegwerfgesellschaft leistet sich tagt\u00e4glich, eine besondere Sorg- und Verantwortungslosigkeit auf diesem Gebiet.<br \/>\nEs bestehen aber auch objektive Grenzen wie:<br \/>\ngro\u00dfe Lagerkapazit\u00e4ten werden ben\u00f6tigt und m\u00fcssen finanziert werden; der Bedarf ist kaum abzusch\u00e4tzen; die Dimensionen der urspr\u00fcnglichen Verwendung stimmen selten mit den neuen Ma\u00dfen \u00fcberein ; Unsicherheit bei Fragen der Gew\u00e4hrleistung und Belastbarkeit der Materialien; hohe Personalkosten ma-chen wirtschaftliches Kalkulieren und Arbeiten fast unm\u00f6glich.<br \/>\nAuch der Bauherr lehnt oftmals den Einsatz historischer Baustoffe ab. Dramatisch stellt sich aus unserer Sicht die Unkenntnis des Themas bei Architekten und auch Mitarbeitern der Denkmalschutz- und Bau\u00e4mter dar. Und nicht zuletzt haben die zust\u00e4ndigen Stellen der Arbeitsf\u00f6rderung oftmals Probleme, das \u00f6ffentliche Interesse dieses Themas zu erkennen.<br \/>\nDie im Bescheid gestellten Auflagen wurden \u00fcber den gesamten Projektzeitraum konsequent eingehalten. Das Th\u00fcringische Landesamt f\u00fcr Denkmalpflege ist umfassend \u00fcber den Verlauf des Projektes informiert und unterst\u00fctzt das Anliegen nach Kr\u00e4ften. Zu den Denkmalpflegeh\u00f6fen in Liepen und Steinfurt ist ein wirklich enger Kontakt entstanden. Dazu geh\u00f6ren regelm\u00e4\u00dfige Erfahrungsaustausche und pers\u00f6nliche Treffen. (letztes Treffen am 23.August 2002 in Gernewitz) H\u00f6hepunkt der Zusammenarbeit wird der gemeinsame Auftritt als Aussteller im Oktober\/November auf der Denkmalmesse in Leipzig sein.<br \/>\nEs verbleiben folgende Punkte\/Aufgaben, die im Rahmen dieses Projektes nicht gel\u00f6st werden konnten:<br \/>\n1.\tunterschiedlicher Bestand an Hart- und Software in den Betrieben &#8211; kann nur durch die Betriebe selbst ver\u00e4ndert werden, wobei einheitliche L\u00f6sungen auf Grund von subjektiven Faktoren nicht realisierbar erscheinen<br \/>\n2.\tunterschiedlicher Wissensstand im Bereich Computerarbeit &#8211; k\u00f6nnte durch organisierte Schulungen angeglichen werden, sofern diese f\u00fcr die Betriebe zeitlich und finanziell erschwinglich sind<br \/>\n3.\tunterschiedliche Auffassung bzw. Handhabung zur Erfassung des Lagerbestandes &#8211; kann nur durch st\u00e4ndigen Kontakt, regelm\u00e4\u00dfiges abfragen, zentrale und Vor-Ort-Schulungen gel\u00f6st werden<br \/>\n4.\tunterschiedliche Beschreibung der Bauteile bzw. -materialien &#8211; kann nur durch die Ausarbeitung eines Kataloges gel\u00f6st werden<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Arbeit einer Leitstelle erfordert einen relativ hohen Personalaufwand.<br \/>\nWie die Erfahrung aus dem Verlauf dieses Projektes zeigt, kann Aktualit\u00e4t und Qualit\u00e4t nur gew\u00e4hrleistet werden, wenn st\u00e4ndig ein Ansprechpartner zu erreichen ist und der Bestand kontrolliert wird.<br \/>\nDie Kosten daf\u00fcr m\u00fcssten auf die Mitgliedsbetriebe umgelegt werden, was f\u00fcr viele in absehbarer Zeit noch nicht finanzierbar ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Modellhafte Einrichtung eines Verbundes von Recyclingbetrieben, welcher die M\u00f6glichkeit eines fl\u00e4chendeckenden Baustoffrecycling erprobt und eine zentrale Erfassung des Lagerbestandes und die Vermittlung von Baustoffsuchenden und -anbietern an den f\u00fcr ihn n\u00e4chstgelegenen Recyclingbetrieb erm\u00f6glicht. 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