{"id":20530,"date":"2025-06-25T10:32:12","date_gmt":"2025-06-25T08:32:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/13520-01\/"},"modified":"2025-06-25T10:32:12","modified_gmt":"2025-06-25T08:32:12","slug":"13520-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/13520-01\/","title":{"rendered":"Modellhafte Restaurierung und Konservierung umweltgesch\u00e4digter Fassaden und Gliederungselemente aus Gu\u00dfeisen am Neuen Schlo\u00df in Muskau (Sachsen)"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Nach Schadensanalysen und naturwissenschaftlichen Untersuchungen sowie Farbanalysen wird eine Restaurierungstechnologie entwickelt, die optimal auf die Ziervasen des Schlosses abgestimmt ist. Dabei werden verschiedene Reinigungstechnologien und Anstrichsysteme erprobt.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenZun\u00e4chst erfolgt eine Zuordnung, Katalogisierung und Schadensaufnahme der noch vorhandenen Vasen und weiteren Zierelemente. Parallel werden im Labor des Zollern-Institutes Materialtests zur Entwicklung der geeigneten Technologien zur Farbgebung, zum Korrosionsschutz und zur Konservierung entwickelt. Die Farbgebung wird durch gesonderte Farbanalysen an den vorhandenen Vasen unterst\u00fctzt.<br \/>\nAus den gewonnenen Erkenntnissen heraus wird dann unter Hinzuziehung aller Kooperationspartner die durchzuf\u00fchrende Restaurationsmethode festgelegt und ausgef\u00fchrt. In Form eines Ergebnisseminars wird danach eine Weiterbildungsma\u00dfnahme f\u00fcr Metallrestauratoren und Firmen, die solche Restaurationen ausf\u00fchren, durchgef\u00fchrt.<br \/>\nWeitere Arbeitsschritte:<br \/>\n&#8211; Demontage der noch vorhandenen Zierelemente,<br \/>\n&#8211; Restaurierung der Vasen in Lauchhammer,<br \/>\n&#8211; Restaurierung der Ritter im Restaurierungsatelier Gr\u00e4f,<br \/>\n&#8211; Montage der Vasen und Ritter, Blitzschutz,<br \/>\n&#8211; Sandeln der Oberfl\u00e4chen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>1. Farbuntersuchungen<br \/>\nMehrschichtiger Farbaufbau auf gusseisernen Vasen und Rittern nachgewiesen; die jeweils unterste Schicht wies einen beigefarbenen Ton auf; in dieser Schicht befanden sich Quarzk\u00f6rner unterschiedlicher Gr\u00f6\u00dfe<br \/>\n&#8211; Steinsichtigkeit der Gussteile &#8211;<\/p>\n<p>2. Aufnahme und Erg\u00e4nzungen der Gussteile<br \/>\nAus den Best\u00e4nden der Lapidarien konnten fehlende Vasen erg\u00e4nzt werden; die originalen Ritterfiguren waren nach Materialschw\u00e4chung durch Korrosion f\u00fcr eine Montage in ca. 25 m H\u00f6he nicht mehr geeignet<br \/>\n&#8211; Herstellung von Neug\u00fcssen, Finanzierung au\u00dferhalb der F\u00f6rderma\u00dfnahme.<\/p>\n<p>3. Naturwissenschaftliche Untersuchungen zu potentiellen Beschichtungssystemen<br \/>\nEs wurden 2 moderne Farbsysteme auf vorkorrodierte Probeplatten aus Gusseisen aufgebracht und un-ter verschiedenen Bedingungen getestet (Feuchtigkeit; Temperaturschwankungen; schwefelsaurer Re-gen); dabei erhielt das System auf Polyuhrethan-Basis mit 5-fachem Schichtenaufbau den Vorzug vor ei-nem System auf Epoxydharz; im Inneren der Vasen erfolgte ein Anstrich mit EK-PUR PE 000090<\/p>\n<p>4. Restaurierung der Vasen in der Kunstgie\u00dferei Lauchhammer<br \/>\nNach Vorgaben des Zollern-Institutes; es wurde dabei die unvollkommene Oberfl\u00e4che der Gussteile er-halten.<\/p>\n<p>5. Restaurierung der Ritterfiguren<br \/>\nWegen nachfolgender Modellabformung erfolgte eine Erg\u00e4nzung von Fehlstellen und eine Gl\u00e4ttung der Oberfl\u00e4che mittels Metallspachtel.<\/p>\n<p>6. Montage<br \/>\nGewindestangen aus Edelstahl wurden zur Montage in die Vasen mit Trasszement eingegossen.<\/p>\n<p>7. Sandeln<br \/>\nder Gussoberfl\u00e4che, Aufbringen von Lackfarbe und Sandsteinmehl, gemischt mit Quarzk\u00f6rnern.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>\u00d6ffentliche F\u00fchrungen am Schloss zu durchgef\u00fchrten Restaurierungsarbeiten; Ergebnisseminar am 05.04.2000 f\u00fcr Metallrestauratoren und Kunstschmieden.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das ausgew\u00e4hlte Korrosionsschutzsystem gew\u00e4hrt eine Standzeit von etwa 30 Jahren und weist eine hohe Elastizit\u00e4t auf. Durch das Sandeln wurde auf der Gussoberfl\u00e4che eine \u00e4sthetisch wirkungsvolle Steinsichtigkeit geschaffen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Nach Schadensanalysen und naturwissenschaftlichen Untersuchungen sowie Farbanalysen wird eine Restaurierungstechnologie entwickelt, die optimal auf die Ziervasen des Schlosses abgestimmt ist. Dabei werden verschiedene Reinigungstechnologien und Anstrichsysteme erprobt. 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