{"id":20517,"date":"2023-07-13T15:15:43","date_gmt":"2023-07-13T13:15:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/13002-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:15:45","modified_gmt":"2023-07-13T13:15:45","slug":"13002-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/13002-01\/","title":{"rendered":"F\u00f6rderschwerpunkt Biotechnologie: Entwicklung eines innovativen biotechnologischen Verfahrens zur Implementierung einer modellhaften regenerierbaren Filterlinie zur Bierfiltration am Beispiel mittelst\u00e4ndischer Brauereien"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das Bier durchl\u00e4uft beim Filtrationsprozess die Filtrationsstufen Vorfiltration, Stabilisierung und Nachfiltration. H\u00e4ufig wird der Vorfiltration noch eine Zentrifugation vorgeschaltet. Die Vorfiltration wird in der Regel in Anschwemmfiltern, wie z. B. Zentrifugal-Horizontalfilter (Primus III) oder Kerzenfilter (Ecoflux), durchgef\u00fchrt. Das verwendete Filterhilfsmittel muss nach der Filtration entsorgt werden. Die Anforderungen an die Haltbarkeit der Biere machen eine chemisch\/physikalische Stabilisierung des Biers erforderlich. F\u00fcr die Stabilisierung der Biere werden Kieselgele zur Reduzierung von Eiwei\u00dffraktionen bzw. PVPP zur Reduzierung von der Gerbstofffraktionen eingesetzt. F\u00fcr die Nachfiltration des Biers kommen Schichtenfilter oder Trapfilter zum Einsatz.<br \/>\nDas Ziel dieses Projekts bestand in der Erarbeitung einer effizienten Technologie, die eine Kieselgur-Regeneration unter den gegebenen \u00f6konomischen, \u00f6kologischen und technischen Rahmenbedingungen eines Brauereibetriebs erm\u00f6glicht.<br \/>\nDas Projekt sollte die folgenden Kriterien abdecken:<br \/>\n&#8211;\tEntwicklung einer geschlossenen, umweltfreundlichen Filterlinie<br \/>\n&#8211;\tWiederholte Verwendung von Filterhilfsmitteln und Stabilisierungsmitteln bei vergleichbarer Filtratqualit\u00e4t (Bierqualit\u00e4t, Tr\u00fcbung, Druckdifferenz)<br \/>\n&#8211;\tReduzierung und Wiederverwendung der anfallenden Reinigungsl\u00f6sungen-\tErh\u00f6hung der Wirtschaftlichkeit<br \/>\n&#8211;\tValidierung der Regenerationsverfahren im Technikums- und Produktionsma\u00dfstab.<br \/>\nIm Projekt Filterlinie soll ein geschlossenes Konzept einer regenerierbaren Filterlinie entwickelt und verwirklicht werden. Hierbei sollen sowohl die eingesetzten Filterhilfs- und Stabilisierungsmittel als auch die anfallenden Prozessstr\u00f6me regeneriert und wiederverwendet werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden1.)\tKonfigurieren geeigneter Filterhilfsmittel- bzw. Stabilisierungsmittelmischungen. (Untersuchung der partikul\u00e4ren Bierinhaltsstoffe und der Partikelverteilung der Filterhilfsmittel durch das Institut f\u00fcr Lebensmitteltechnologie &#8211; Universit\u00e4t Hohenheim):<br \/>\n2.)\tEntwicklung geeigneter Verfahren zur Bierfiltration mit der Regeneration der eingesetzten Filterhilfs- und Stabilisierungsmittel (Pall SeitzSchenk).<br \/>\n3.)\tAdaption der Filterhilfs- und Stabilisierungsmittel an die Filtrationsaufgabe und Regenerierbarkeit der Filterhilfsmittel (Pall SeitzSchenk und Universit\u00e4t Hohenheim)<br \/>\n4.)\tValidierung der Gesamtverfahren im Produktionsma\u00dfstab mit Umweltbilanz (Pall SeitzSchenk, Universit\u00e4t Hohenheim und Altenburger Brauerei).<br \/>\n5.)\tBeurteilung der Gesamtverfahren im Produktionsma\u00dfstab mittels Umweltbilanz und Wirtschaftlichkeitsbetrachtung der unterschiedliche Szenarien (BIfA).<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die erste Bierfiltration wurde am 20. Juli 2004 durchgef\u00fchrt. Seitdem wurden 60 Bierfiltrationen durchgef\u00fchrt, ca. 66 % mit regenerierbaren Filterhilfsmitteln. Insgesamt wurden auf der neuen Filteranlage ca. 90.000 hl Altenburger Bier filtriert.Die Gesamtmenge von ca. 90.000 hl Altenburger Bier wurde zu 100 % zum Verkauf freigegeben.<br \/>\nBei der Regeneration von Filterhilfsmittel kommen drei Regenerationsvarianten zum Einsatz:<br \/>\n&#8211;\tChemisches Regenerationsverfahren<br \/>\n&#8211;\tEnzymatisches Regenerationsverfahren<br \/>\n&#8211;\tKombiniertes Regenerationsverfahren (chemisch und enzymatisch)<br \/>\nInsgesamt wurden 39 Filtrationen mit Regeneratgur in den letzten Monaten durchgef\u00fchrt.<br \/>\nIn 14 Filtrationsserien mit regenerierter Kieselgur und Altenburger Bier konnten bis zu f\u00fcnf Filtrationen in einer Versuchserie mit derselben Kieselgur unter vergleichbaren Filtrationsbedingungen hinsichtlich Druckverh\u00e4ltnisse und Tr\u00fcbungen mit der neuen Filterlinie gefahren werden, wenn die nachgesch\u00e4rfte Kieselgur in Form einer neuen Kieselgur f\u00fcr die Voranschwemmung zum Einsatz kam.<br \/>\nBei der \u00dcbertragbarkeit der Ergebnisse muss beachtet werden, dass Umweltbilanz und Wirtschaftlichkeit sowohl von standortabh\u00e4ngigen als auch von Standort unabh\u00e4ngigen Faktoren beeinflusst sein k\u00f6nnen. Liegen die eingesetzten Mengen und die Betriebsmittelpreise in vergleichbaren Gr\u00f6\u00dfenordnungen, kann von relativer Standortunabh\u00e4ngigkeit ausgegangen werden, bei stark unterschiedlichen Werten spielen eher standortspezifische Faktoren eine Rolle. Das Deutsche Reinheitsgebot wird durch die in diesem Projekt praktizierte Methodik der enzymatischen Regeneration nicht verletzt.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Ver\u00f6ffentlichung in der Brauwelt Nr. 23-24\/2000 Seite 953-957<br \/>\nTitel: Innovation f\u00fcr die Anschwemmfiltration<br \/>\nValidierung der neuen Anschwemmunterlage Durafil f\u00fcr Zentrifugal-Horizontalfilter<br \/>\ngeplante Ver\u00f6ffentlichungen:<br \/>\n1.)\tBrauwelt Ausgabe 12\/13 (Ende M\u00e4rz); Teil 1: Allgemeine Apparatetechnik zur Filtration mit regenerierten Filterhilfsmitteln &#8211; Kooperationspartner<br \/>\n2.)\tBrauwelt (Mai\/Juni); Teil 2: Projektergebnisse &#8211; Kooperationspartner<br \/>\n3.)\tBioPerspectives 10.-12.05.2005: Poster Prof. Fischer, Lehrstuhl Biotechnologie<br \/>\n4.)\tEBC Kongress 14.-19.05.2005: Prag Vortrag: Herr Dr. Schmid; Pall SeitzSchenk<br \/>\n5.)\tEvent in Altenburg: 30.06.2005<br \/>\n6.)\tDrinktec 12.-17.09.2005; Vortrag; Messestand usw.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das F\u00f6rderprojekt Umweltschonendes Verfahren zur Filtration von Bier (AZ 13002) der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) befasste sich mit der Technologie zur Regeneration von Einweg Filterhilfsmitteln (z. B. Kieselgur) f\u00fcr die Mehrfachverwendung bei der Bierfiltration. Das Gesamtverfahren wurde erstmals erfolgreich im Produktionsma\u00dfstab in der Altenburger Brauerei validiert. Neben der Implementierung und Validierung wurden projektbegleitend eine umfassende Wirtschaftlichkeitsbetrachtung und Umweltbilanz erstellt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das Bier durchl\u00e4uft beim Filtrationsprozess die Filtrationsstufen Vorfiltration, Stabilisierung und Nachfiltration. H\u00e4ufig wird der Vorfiltration noch eine Zentrifugation vorgeschaltet. Die Vorfiltration wird in der Regel in Anschwemmfiltern, wie z. B. Zentrifugal-Horizontalfilter (Primus III) oder Kerzenfilter (Ecoflux), durchgef\u00fchrt. Das verwendete Filterhilfsmittel muss nach der Filtration entsorgt werden. 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