{"id":20502,"date":"2023-07-13T15:15:39","date_gmt":"2023-07-13T13:15:39","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/12918-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:15:41","modified_gmt":"2023-07-13T13:15:41","slug":"12918-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/12918-01\/","title":{"rendered":"Aufbaustudiengang Altbauinstandsetzung als Beitrag zu einer umweltgerechten Denkmalpflege und zum Ressourcenschutz"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Zwei Drittel aller Bauma\u00dfnahmen gelten heute der Instandsetzung von Altbauten. Es herrscht ein gro\u00dfer Bedarf an Architekten, Bauingenieuren und anderen verwandten Berufsgruppen mit Hochschulausbildung, die in gen\u00fcgendem Ma\u00dfe \u00fcber die auf diesem Gebiet dringend ben\u00f6tigten besonderen Fachkenntnisse verf\u00fcgen. Die Einrichtung des Aufbaustudiums Altbauinstandsetzung tr\u00e4gt diesem Sachstand Rechnung. Es soll Kenntnisse auf den Gebieten der Bauwerkserkundung, der Zustandsbewertung, der Instandsetzungstechniken, des Baurechts, der Bauabl\u00e4ufe, der Kostenermittlung sowie der bauwirtschaftlichen und insbesondere der \u00f6kologischen Zusammenh\u00e4nge vermitteln. Im Verlauf der Pilotphase von zwei Jahren Dauer soll dieser Studiengang zu einem festen Lehrangebot heranreifen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Pilotphase bestand aus zwei Studienjahrg\u00e4ngen zu je zwei Semestern. Der erste Jahrgang umfasste den Zeitraum vom 13.10.1997 bis zum 31.10.1998, der zweite den vom 13.10.1998 bis zum 12.10.1999. Die Studierenden waren an der Universit\u00e4t Karlsruhe (TH) immatrikuliert und verbrachten jeweils das Wintersemester in Karlsruhe und das anschlie\u00dfende Sommersemester am Weiterbildungszentrum f\u00fcr Denkmalpflege und behutsame Altbauinstandsetzung e.V. in Dresden. Die Methoden des Unterrichtes waren darauf ausgerichtet, die Studierenden auf die besonderen Anforderungen auf dem Gebiet der Altbauinstandsetzung vorzubereiten. Die Lehrinhalte verteilten sich in etwa wie folgt: Kulturgeschichtliche Grundlagen (10%), Bauwerkserkundung (20%), Planungsverfahren (35%), Ausf\u00fchrungsplanung (25%) und Baudurchf\u00fchrung (10%). Der konzeptionelle Umgang mit der Altbausubstanz stand im Mittelpunkt. Im ersten Semester (WS in Karlsruhe) lag das Schwergewicht auf der Vermittlung von Grundlagen und theoretischen Kenntnissen, im zweiten Semester (SS in Dresden) verst\u00e4rkt auf deren Umsetzung und auf der Praxis des Bauens. Um eine gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Praxisn\u00e4he sicherzustellen, waren Referenten auch aus universit\u00e4tsexternen Einrichtungen in das Curriculum einbezogen. Studienbegleitend wurden m\u00fcndliche und schriftliche Pr\u00fcfungen abgenommen. Die beiden Studieng\u00e4nge endeten jeweils mit einer Abschlussarbeit, die im Verlauf von zw\u00f6lf Wochen angefertigt wurde. Nach erfolgreich abgelegter Pr\u00fcfung verlieh die Universit\u00e4t Karlsruhe den Studienteilnehmern ein Zeugnis und eine Urkunde.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Pilotphase haben 35 Teilnehmer ihr Studium abgeschlossen, dies mit sehr gutem Erfolg (1997\/98: 17 TN; 1998\/99 18 TN). Umfragen unter den Studienteilnehmern best\u00e4tigen noch einmal den Bedarf an diesem Studiengang. Die gebotenen Lehrinhalte (Anl. 1: Studienf\u00fchrer 1997\/98 und 1998\/99) und die Organisation fanden gro\u00dfe Zustimmung (Anl. 2: Umfrage). Der Aufenthalt an den beiden ganz unterschiedlichen Studienorten Karlsruhe und Dresden wurde als besonders gewinnbringend angesehen. Die in Karlsruhe und Dresden f\u00fcr die Inhalte und f\u00fcr die Organisation Verantwortlichen trafen sich wiederholt, um Erfahrungen auszutauschen und um geeignete Verbesserungen zu beschlie\u00dfen. Die Ergebnisse und Erfahrungen aus der Pilotphase erf\u00fcllten die Erwartungen so weitgehend, dass die Universit\u00e4t Karlsruhe beschloss, dieses Aufbaustudium mit dem Wintersemester 1999\/ 2000 fortzuf\u00fchren.<br \/>\nEine Fachtagung des Arbeitskreises Theorie und Lehre in der Denkmalpflege e.V. zum Thema Ausbildung und Lehre in der Denkmalpflege  (Universit\u00e4t Bamberg, 16.-20.09.1998) bot am 18.09.1998 die Gelegenheit, den eigenen Studiengang hier vorzustellen und im Vergleich mit den Aufbaustudieng\u00e4ngen anderer Universit\u00e4ten zu \u00fcberpr\u00fcfen. Dabei zeigte es sich, dass das Karlsruhe-Dresdener Modell ein ausgepr\u00e4gt eigenes Profil besitzt und eine sinnvolle Alternative zu den anderen Studienangeboten darstellt.<br \/>\nAuf Wunsch der Deutschen Bundesstiftung Umwelt wurde ein Fachbeirat gebildet, dem als externe Fachleute Frau Prof. Dr.-Ing. U. Hassler (Universit\u00e4t Dortmund), Herr Prof. Dr. A. Hubel (Universit\u00e4t Bamberg) und Herr Prof. Dr. L. Schmidt (Brandenburgische Technische Universit\u00e4t Cottbus) angeh\u00f6rten. Auf Einladung von Herrn Dr. A. Weinmann, DBU, trat dieser Fachbeirat am 19.02.1999 in Osnabr\u00fcck zu einem eingehenden Erfahrungs- und Meinungsaustausch mit den Verantwortlichen des Karlsruhe-Dresdener Studienganges zusammen. Von dieser Seite nahmen teil: Prof. Dr.-Ing. F. Wenzel (Studienleiter der Univ. Karlsruhe und Vorst. Vors. des WBZ, Dresden), Dr.-Ing. R. Hirth (Univ. Karlsruhe) Dr.-Ing. B. Franz (Univ. Karlsruhe), Dipl.-Ing. B. Rudolf (WBZ) und Dr.-Ing. S. Storz (Geschf. Direktor des WBZ).<br \/>\nDie Universit\u00e4t Karlsruhe (TH) bietet der Technischen Universit\u00e4t Dresden (TU-DD) seit 1996 die partnerschaftliche Mitwirkung am Aufbaustudiengang Altbauinstandsetzung an. Nach einer Reihe von Vorgespr\u00e4chen (u.a.: 11.01.1997, 23.07.1998) entschied sich die TU-DD daf\u00fcr, einen Studiengang mit einem eigenen Profil einzuf\u00fchren. Das Angebot der Kooperation wurde jedoch nicht ausgeschlagen, sondern mit dem Vorschlag aufgegriffen, die Zusammenarbeit auf einzelne Unterrichtsbl\u00f6cke zu konzentrieren. Eine gemeinsame Arbeitsgruppe, der Frau Dr.-Ing. K. Voss (TU-DD), Frau Dr.-Ing. B. Franz (Univ. Karlsruhe) und Frau Dipl.-Ing. B. Rudolf (WBZ) angeh\u00f6ren, hat dazu verschiedene Modelle ausgearbei-tet, \u00fcber die am 20.05.1999 und am 28.06.1999 in erweitertem Kreise mit folgenden Teilnehmern beraten wurde: von der TU-DD: Prof. Dr. Ing. J. Roloff (Dekan d. Fak. f. Arch.), Prof. Dr.-Ing. W. J\u00e4ger, Prof. Dr.-Ing. habil. H.-G.Lippert, Prof. Dipl.-Ing. Th. Will, Dr.-Ing. K. Voss; von der Univ. Karlsruhe: Dr.-Ing. B. Franz, Prof.Dr.-Ing. F. Wenzel  (Studienleiter der Univ. Karlsruhe und Vorst. Vors. des WBZ) und vom WBZ: Dipl.-Ing. B. Rudolf, Dr.-Ing. S. Storz. Die TU-DD hat inzwischen die Stelle der ben\u00f6tigten Profes-sur ausgeschrieben.<br \/>\nDer Rektor der TU Dresden, Herr Professor Dr. Mehlhorn, hatte Herrn Prof. Dr.-Ing. Wenzel und Dr.-Ing. S. Storz am 28.03. 2000 zu einem Gespr\u00e4ch mit ihm und dem Kanzler der TU Dresden, Herrn Post, in die Universit\u00e4t eingeladen. Rektor und Kanzler best\u00e4tigten das Interesse der TU Dresden an den Erfahrungen des Karlsruhe-Dresdener Studienganges und an einer Kooperation mit diesem. Sie \u00e4u\u00dferten Genugtuung \u00fcber den Stand der Gespr\u00e4che. Auch kam die besondere Eignung der Villa Salzburg als Ort f\u00fcr die Durchf\u00fchrung gemeinsamer Unterrichtsbl\u00f6cke zur Sprache. Die weitere Pr\u00fcfung dieses Aspektes wurde zugesagt.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das WBZ wirbt mit seiner gesamten \u00d6ffentlichkeitsarbeit f\u00fcr das Aufbaustudium Altbausinstand-Setzung und stellte es bisher auf folgenden Fachmessen vor: denkmal \u00b498 (Leipzig), Haus \u00b499 sowie Haus 2000(Dresden). Die Universit\u00e4t Karlsruhe pr\u00e4sentiert es im Internet.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Aufbaustudium Altbauinstandsetzung konnte w\u00e4hrend der Pilotphase erfolgreich als ein neues Weiterbildungsangebot eingef\u00fchrt und etabliert werden. Es hat sich inzwischen einen guten Ruf erworben. Angesichts dieser Ergebnisse hat die Universit\u00e4t Karlsruhe beschlossen, das Aufbaustudium fortzuf\u00fchren. Die Zusammenarbeit zwischen der Universit\u00e4t Karlsruhe und dem WBZ hat sich bew\u00e4hrt. Die vorbereitenden Gespr\u00e4che f\u00fcr eine bereichsweise Zusammenarbeit mit der TU Dresden sind an einem erfolgversprechenden Punkt. Es besteht konkrete Aussicht, dass sich die Beziehungen zwischen der TU Dresden und dem WBZ weiter verst\u00e4rken und vertiefen werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Zwei Drittel aller Bauma\u00dfnahmen gelten heute der Instandsetzung von Altbauten. Es herrscht ein gro\u00dfer Bedarf an Architekten, Bauingenieuren und anderen verwandten Berufsgruppen mit Hochschulausbildung, die in gen\u00fcgendem Ma\u00dfe \u00fcber die auf diesem Gebiet dringend ben\u00f6tigten besonderen Fachkenntnisse verf\u00fcgen. Die Einrichtung des Aufbaustudiums Altbauinstandsetzung tr\u00e4gt diesem Sachstand Rechnung. Es soll Kenntnisse [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[2425,68,2423],"class_list":["post-20502","projektdatenbank","type-projektdatenbank","status-publish","hentry","tag-kulturgueter","tag-sachsen","tag-umweltkommunikation"],"meta_box":{"dbu_projektdatenbank_az_ges":"12918\/01","dbu_projektdatenbank_medien":"","dbu_projektdatenbank_pdfdatei":"A-12918-ki.pdf","dbu_projektdatenbank_bsumme":"96.838,68","dbu_projektdatenbank_firma":"Weiterbildungszentrum f\u00fcr Denkmalpflege undAltbauinstandsetzung e. V.An-Institut der Technischen Universit\u00e4t DresdenVilla Salzburg","dbu_projektdatenbank_strasse":"Tiergartenstr. 8","dbu_projektdatenbank_plz_str":"01219","dbu_projektdatenbank_ort_str":"Dresden","dbu_projektdatenbank_p_von":"1997-10-13 00:00:00","dbu_projektdatenbank_p_bis":"2000-09-01 00:00:00","dbu_projektdatenbank_laufzeit":"2 Jahre und 11 Monate","dbu_projektdatenbank_telefon":"0351\/476900","dbu_projektdatenbank_inet":"","dbu_projektdatenbank_bundesland":"Sachsen","dbu_projektdatenbank_foerderber":"22","dbu_projektdatenbank_ab_bericht":"","dbu_projektdatenbank_ist_nachbewilligung_von":"","dbu_projektdatenbank_hat_nachbewilligung":"","dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/20502","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/projektdatenbank"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/20502\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":33505,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/20502\/revisions\/33505"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=20502"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=20502"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=20502"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}