{"id":20469,"date":"2023-07-13T15:15:35","date_gmt":"2023-07-13T13:15:35","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/12763-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:15:37","modified_gmt":"2023-07-13T13:15:37","slug":"12763-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/12763-01\/","title":{"rendered":"Kreislauff\u00fchrung von Waschwasser"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das Projekt zielte auf die Entwicklung und Demonstration eines Verfahrens, mit dem in W\u00e4schereien mindestens 85 % des beim Waschen anfallenden Abwassers, der \u00fcberwiegende Teil der Waschmittelchemikalien und an das Abwasser gebundene W\u00e4rme im Kreislauf gef\u00fchrt, sowie die Abprodukte in feuerfeste Keramikbauteile gewandelt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden\u00d8 Kl\u00e4rung kreislaufbezogener waschmittelchemischer Fragen durch theoretische chemische Modellierung des Wasch- und Recycling-systems; laborm\u00e4\u00dfige Entwicklung eines membrang\u00e4ngigen Waschmittels.<\/p>\n<p>\u00d8 Kl\u00e4rung der g\u00fcnstigsten Aufbereitungsvariante durch kleintechnische Versuche zur Mikrocrossfiltration und Umkehrosmose; halbtechnische Versuche zur Kombination beider Verfahrensstufen.<\/p>\n<p>\u00d8 Vorarbeiten f\u00fcr die Errichtung der Demonstrationsanlage durch halbtechnische Versuche in einer W\u00e4scherei.<\/p>\n<p>\u00d8 Kl\u00e4rung der Teilprozesse W\u00e4rme- und R\u00fcckstandsbehandlung durch labortechnische Arbeiten zum Abtrennen, Trocknen und Keramisieren der Reststoffe. <\/p>\n<p>\u00d8 halbtechnische Waschversuche und Anpassung des Waschmittels; <\/p>\n<p>\u00d8 Praktische Umsetzung in einem System zur Behandlung von 0,5 bis 1 m3 Abwasser pro Tag und Gewinnung neuer Partner f\u00fcr den Dauertest.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Als Ergebnis der kreislaufbezogenen waschmittelchemischen Fragen wurde das auf das Verfahren zugeschnittene Waschmittel CCMO4 entwickelt. Seine Waschwirkung ist mit farbmetrischen Wei\u00dfbewertungen Krefelder Kontrollstreifen belegt. <\/p>\n<p>Eine Kombination aus Bogensieb f\u00fcr die Vorreinigung, gefolgt von Polypropylen-Rohrmembranen f\u00fcr die Filterstufe und von Seewassermembranen f\u00fcr die Umkehrosmose erscheint als geeignete Verfahrenstechnik. Mit Abw\u00e4ssern, die aus dem Waschen mit CCMO4 stammen, wird die Aufbereitungsrate von 85% sicher erreicht, mit W\u00e4ssern anderer membrang\u00e4ngiger Waschmittel wie z.B. Osmac RO 01 k\u00f6nnen 70 % des Inputs mit Sp\u00fclwasserqualit\u00e4t bereitgestellt werden. Es konnten die Grundlagen f\u00fcr das Behandeln des auszuschleusenden Schmutzes gelegt werden. Verarbeitet werden Flusen und das Konzentrat der Filterstufe. Als F\u00e4llungs- und Zuschlagsstoffe dienen Aluminiumverbindungen. Am Ende des Teilprozesses stehen feuerfeste Teile f\u00fcr z.B. den Ofenbau. Vertieft wurden die Kenntnisse zum Aufarbeiten von Eluat zu Waschlauge.<\/p>\n<p>Das Verfahren ist geeignet f\u00fcr W\u00e4schereien mit Waschschleudermaschinen und einem Abwasseranfall von vorerst >10 und <20 m3\/d. Die Versuchsanlage wurde so ausgebaut, dass mit ihr in einer Wohngebiets-W\u00e4scherei eine Kreislauff\u00fchrung mit CCMO4 in der Gr\u00f6\u00dfenordnung von 0,5 bis 1 m3\/d. praktiziert werden kann.\n\n\n\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation\n\nDie Offenlegung des Kreislaufsystems wird nach der Gebrauchsmusteranmeldung erfolgen.\n\n\nFazit\n\nDas Projektziel, prinzipiell zu demonstrieren, dass W\u00e4schereien zu geschlossenen Wasser-, W\u00e4rme- und Waschmittel-Kreisl\u00e4ufen \u00fcbergehen k\u00f6nnen, ist erreicht. Die Erwartung an Amortisationszeiten von kleiner\/gleich drei Jahren kann das vorgestellte System weitestgehend erf\u00fcllen.\n\n\u00b7 das Verfahren auf das weitestgehende Schlie\u00dfen des Wasserkreislaufes in W\u00e4schereien auszurichten;\n\n\u00b7 durch Verzahnung der Waschprozesse, der Abwasserbehandlung und der Wasser- und W\u00e4rmebereitstellung eine komplexe technische L\u00f6sung anzubieten; \n\n\u00b7 die Ausschleusung von Schmutz und verbrauchten Waschmittelchemikalien ohne Inanspruchnahme von Deponieraum und ohne Belastung der Vorflut zu erm\u00f6glichen;\n\n\u00b7 durch Nachr\u00fcstung bestehender Anlagen Entwicklungen auf dem Gebiet der Membrantechnologien umweltrelevant und betriebskostensenkend wirksam machen zu k\u00f6nnen.\n<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das Projekt zielte auf die Entwicklung und Demonstration eines Verfahrens, mit dem in W\u00e4schereien mindestens 85 % des beim Waschen anfallenden Abwassers, der \u00fcberwiegende Teil der Waschmittelchemikalien und an das Abwasser gebundene W\u00e4rme im Kreislauf gef\u00fchrt, sowie die Abprodukte in feuerfeste Keramikbauteile gewandelt werden k\u00f6nnen. 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