{"id":20447,"date":"2023-07-13T15:15:31","date_gmt":"2023-07-13T13:15:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/12696-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:15:34","modified_gmt":"2023-07-13T13:15:34","slug":"12696-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/12696-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung und Erprobung eines neuartigen Abgasr\u00fcckf\u00fchrungs-Ventils f\u00fcr Fahrzeugmotoren"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Absenkung der Schadstoffemissionen ist eines der wichtigsten Ziele heutiger Dieselmotorenentwicklung. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei den NOx- und den Partikelemissionen. Ein bedeutendes Hilfsmittel f\u00fcr die NOx-Absenkung ist die Abgasr\u00fcckf\u00fchrung, die aber durch ihre ung\u00fcnstige Wirkung auf die Partikelemissionen in ihrer Anwendung limitiert ist. Um ihr Potenzial optimal f\u00fcr die NOx-Emission auszunutzen, ohne die Partikelemissionen zu verschlechtern, ist ein schnell einstellbares Abgasr\u00fcckf\u00fchrungsventil mit optimiertem Regelverhalten Zielsetzung des Vorhabens. Es wird eine partikel- und verbrauchsneutrale Absenkung der NOx-Emission um 30 % angestrebt.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenArbeitspaket 1 des Projektes dauerte 4 Monate und umfasste Konstruktion und Bau eines Komponentenpr\u00fcfstandes sowie von 3 Prototypen des neuen AGR-Ventils, Auswahl des erfolgversprechendsten und erste Untersuchungen am Motor und im Fahrzeug.<br \/>\nIm 2. Arbeitspaket (3,5 Monate) wurde das ausgew\u00e4hlte System f\u00fcr den problemlosen Einbau ins Fahrzeug umgestaltet und der Komponentenpr\u00fcfstand drastisch auf die tats\u00e4chlich ben\u00f6tigten Elemente vereinfacht. Damit wurden weitere Komponentenerprobungen, Funktionsverbesserungen und vor allem Verschmutzungsuntersuchungen durchgef\u00fchrt.<br \/>\nLetztere f\u00fchrten zu Beginn des 3. Arbeitspaketes (14,5 Monate) zu konstruktiven Verbesserungen, so dass zun\u00e4chst keine Einschr\u00e4nkungen der Funktionen durch Verschmutzung mehr in Kauf genommen werden mussten. Dar\u00fcber hinaus wurden w\u00e4hrend dieses Pakets, das Ende Januar 2000 zu Ende ging, mit einem einfachen Steuerger\u00e4t Emissionsmessungen auf dem Fahrzeugrollenpr\u00fcfstand durchgef\u00fchrt, die aber noch nicht den gew\u00fcnschten Erfolg brachten. Sie zeigten aber gemeinsam mit Motorenpr\u00fcfstandsuntersuchungen, dass Verfeinerungen des Ventils in den Bereichen Hysterese, Ventil-Durchmesser\/Kompensationskolben-Durchmesser, Druckplattengestaltung und Magnet\/Feder notwendig sind, die haupts\u00e4chlich im 4. Arbeitspaket (33 Monate) durchgef\u00fchrt wurden.<br \/>\nDar\u00fcber hinaus wurden Verklebungsuntersuchungen bei tiefen Temperaturen (-15\u00b0) und niedrigsten Fahrleistungen auch vor allem in dieser letzten Projektzeit gemacht. Dabei traten die f\u00fcr die Verklebung typischen Niederschl\u00e4ge auf und z. T. betr\u00e4chtliche Verschmutzungen. Die Verschmutzungen f\u00fchrten verschiedentlich zu Funktionsausf\u00e4llen nicht jedoch die Verklebungen. Wir hoffen, jetzt beides im Griff zu haben, bekamen es aber von der Autoindustrie noch nicht best\u00e4tigt.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Bislang haben wir unser Projekt in sechs Pr\u00e4sentationen Vertretern der Automobilindustrie vorgestellt, und es dreimal mit Vertretern der Umweltstiftung bzw. des Umweltbundesamtes diskutiert, einmal davon in Anwesenheit von Vertretern der TU Hannover. Ver\u00f6ffentlichungen wurden noch nicht durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die physikalische Idee unseres Abgasr\u00fcckf\u00fchrungsventils mit doppelter Druckkompensation ist technisch realisiert. Naturgem\u00e4\u00df sind unerwartete Probleme im Verlauf der Arbeit aufgetaucht. Sie sind weitgehend gel\u00f6st bis auf das Schlie\u00dfzeitproblem. Unsicher sind wir immer noch bei dem Problemkomplex Verschmutzung\/Verklebung. Wir glauben hier zwar \u00fcberzeugende L\u00f6sungen gefunden zu haben. Die Best\u00e4tigung steht aber so lange aus, wie die Autoindustrie, die allein \u00fcber die entsprechenden Untersuchungsm\u00f6glichkeiten verf\u00fcgt, sich nicht voll engagiert.<br \/>\nW\u00e4hrend der Entwicklungszeit sind die Abgas- und Funktionsanforderungen der Beh\u00f6rden und der Automobilhersteller fortw\u00e4hrend gestiegen, so dass laufend Nachbesserungen an unserem Ventil notwendig wurden.<br \/>\nDiskussionen mit der Autoindustrie zeigten auf, dass die zu erwartenden Herstellkosten im Zielbereich liegen, so dass die Realisierung unseres Ventils gute Chancen haben m\u00fcsste. Um die zu verbessern, werden wir jetzt unser Ventil der Allgemeinheit und damit allen Automobilfirmen vorstellen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Absenkung der Schadstoffemissionen ist eines der wichtigsten Ziele heutiger Dieselmotorenentwicklung. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei den NOx- und den Partikelemissionen. 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