{"id":20446,"date":"2023-07-13T15:15:31","date_gmt":"2023-07-13T13:15:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/12681-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:15:33","modified_gmt":"2023-07-13T13:15:33","slug":"12681-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/12681-01\/","title":{"rendered":"Realisierung einer Machbarkeitsstudie f\u00fcr die Einrichtung eines Erlebnisbereichs Boden im Museum Natur und Umwelt am Sch\u00f6lerberg in Osnabr\u00fcck"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>In der Machbarkeitsstudie sollte gepr\u00fcft werden, ob und unter welchen Bedingungen in dem Museum am Sch\u00f6lerberg Natur und Umwelt &#8211; Planetarium in Osnabr\u00fcck eine Dauerausstellung mit dem Arbeitstitel Erlebnisbereich Boden errichtet werden kann. Au\u00dferdem sollte ein Konzept f\u00fcr eine solche Ausstellung entwickelt werden, die die besonderen regionalen bodenkundlichen Bedingungen ber\u00fccksichtigt und die Themen der bisherigen Teile der vorhandenen Dauerausstellung integriert und bei der eine zielgruppenorientierte Aufbereitung des Themenkomplexes Boden\/Bodenschutz vorgenommen wird. Ein Kostenplan (Personal und Sachmittel) f\u00fcr die Umsetzung des Konzeptes im Museum in Osnabr\u00fcck sollte erstellt werden. Eine modellhafte Umsetzung eines Teilaspektes der geplanten Ausstellung sollte vorge-nommen werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIn einer Vorabevalution wurden potentielle Besucher befragt, was sie \u00fcber den Boden wissen und was sie gerne wissen m\u00f6chten. Hierzu wurden auch Besucherbeobachtungen und -befragungen w\u00e4hrend der Wanderausstellung des Staatlichen Museums f\u00fcr Naturkunde G\u00f6rlitz Leben im Boden im Museum in Osnabr\u00fcck durchgef\u00fchrt. Studenten am Institut f\u00fcr Naturschutz und Umweltbildung der Hochschule Vechta haben in Seminaren Inhalte des Konzeptes wie Spiele und Experimente erarbeitet. In moderierten Kreativtreffen mit internen und externen Experten sowie Laien wurden W\u00fcnsche an die Ausstellung und an das didaktische Konzept formuliert.<\/p>\n<p>Die Planungen des Ausstellungskonzeptes wurden an die r\u00e4umlichen Gegebenheiten im Museum angepa\u00dft und mit dem Architekten und dem Hochbauamt der Stadt Osnabr\u00fcck bauliche Ver\u00e4nderungen diskutiert und abgestimmt.<br \/>\nF\u00fcr die modellhafte Umsetzung eines Teilaspektes wurde ein Ausschnitt aus dem Ausstellungsbereich Bodenh\u00f6hle gew\u00e4hlt, in dem der Eingangsbereich der Bodenh\u00f6hle fertig gestellt wurde. Eine Sponsorenbrosch\u00fcre mit dem Titel Was hat ein Teebeutel mit Erdboden zu tun? wurde erstellt, um Gelder f\u00fcr die Realisierung der Machbarkeitsstudie einzuwerben.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Im M\u00e4rz 1999 wurde die Machbarkeitsstudie (309 Seiten) in der letzten Fassung und der fertiggestellte Eingangsbereich der Bodenh\u00f6hle vorgestellt und \u00fcbergeben. Kern der Machbarkeitsstudie ist das Konzept der Ausstellung Erlebnisbereich Boden. Als besucherorientierte Erlebnisausstellung angelegt, wird der Besucher emotional ber\u00fchrt und spielerisch entdeckend in die Welt des Bodens eingef\u00fchrt. Au\u00dferdem soll die Ausstellung soziale Interaktionen der Besucher untereinander anregen. Im Zentrum der Ausstellung steht der Bereich Bodenh\u00f6hlen, der die Besucher in die unbekannte Welt der Bodenlebewesen einf\u00fchrt.<br \/>\nDie Ausstellung gliedert sich in acht Bereiche, von denen jeder einen eigenen inhaltlichen Schwerpunkt hat:<br \/>\n1. Einf\u00fchrung: Definitionen des Bodens, Bodenentstehung<br \/>\n2. Bodenh\u00f6hlen: Leben im Boden aus der Sicht eines Bodentieres<br \/>\n3. Wald: Bodenorganismen, Stoffkreisl\u00e4ufe<br \/>\n4. Wiese: Grundwasser, Regenw\u00fcrmer<br \/>\n5. Acker: Bodengef\u00e4hrdungen, Boden als Umweltressource<br \/>\n6. Stadt: Versiegelung<br \/>\n7. Forschungsstation: Selber Boden und Bodenleben untersuchen<br \/>\n8. Kino: Videofilme \u00fcber die Organismenwelt des Bodens<\/p>\n<p>Die Ausstellung soll dazu beitragen, da\u00df Besucher Boden wertsch\u00e4tzen lernen und ein Bewu\u00dftsein f\u00fcr einen nachhaltigen Umgang mit der begrenzten Umweltressource Boden entwickeln.<br \/>\nDie Formulierung dieser Ziele allein ergibt noch keine Anhaltspunkte daf\u00fcr, wie eine Ausstellung gestaltet werden kann. Als Hilfestellung dazu soll die Formulierung von Botschaften dienen, d. h. von Grunds\u00e4tzen, die die Besucher aus der Ausstellung mitnehmen sollen. Botschaften \u00fcbersetzen die \u00fcbergeordneten Ziele in konkretere Aussagen.<\/p>\n<p>Die Botschaften, die die Ausstellung Erlebnisbereich Boden transportieren soll, sind nachfolgend entsprechend ihrer Gewichtung aufgelistet:<br \/>\n1. Boden ist Lebensraum<br \/>\n2. Boden ist eine d\u00fcnne, verletzliche Haut, die gesch\u00e4digt und zerst\u00f6rt werden kann<br \/>\n3. Boden ist lebenswichtige Umweltressource<br \/>\n4. Im Boden finden wesentliche Teile der Stoffkreisl\u00e4ufe statt<br \/>\n5. Boden entwickelt sich w\u00e4hrend sehr langer Zeitr\u00e4ume<br \/>\n6. Boden wirkt als Filter und Puffer<br \/>\n7. Boden ist Archiv der Kultur- und Naturgeschichte<br \/>\n8. Boden ist mir wichtig \/ macht Spa\u00df \/ ist attraktiv<br \/>\nEin besonders starkes Gewicht hat die letzte Botschaft, die einzige mit affektivemotionaler Dimension: Darin dr\u00fcckt sich das \u00fcbergeordnete Ziel, Wertsch\u00e4tzen des Bodens anzuregen, aus. <\/p>\n<p>Das Hauptziel der Ausstellung ist, den Besucher f\u00fcr das Umweltmedium Boden, seine Bedeutung als Lebensgrundlage in allen terrestrischen Lebensr\u00e4umen und seine Gef\u00e4hrdung zu sensibilisieren und ihn anzuregen, eigenverantwortlich in seinem eigenen Wirkungskreis nach M\u00f6glichkeiten zu suchen, dem Ziel einer nachhaltigen Bodenbewirtschaftung n\u00e4her zu kommen.<\/p>\n<p>Den Besuchern werden die Informationen mittels eines breiten Spektrums verschiedenartiger Medien und Umsetzungsformen angeboten. Auf diese Weise wird das Interesse wach gehalten und den unterschiedlichen Vorlieben der Besucher Rechnung getragen. Gleichzeitig werden die aktive Auseinandersetzung mit der Ausstellung und die Kommunikation der Besucher untereinander angeregt.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Beckmann, M. &#038; M. Weyer (1999): Interdisziplin\u00e4re Planung einer Museumsausstellung zum Boden. In: Koehler, H., K. Mathes, B. Breckling (Hrsg.): Boden\u00f6kologie interdisziplin\u00e4r. Springer, Berlin, etc.: 225-235.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Auf der Grundlage der Machbarkeitsstudie hat das Museum am Sch\u00f6lerberg, Natur und Umwelt &#8211; Planetarium der Stadt Osnabr\u00fcck am 16.06.1999 bei der Deutschen Bundesstiftung in Osnabr\u00fcck einen Antrag auf F\u00f6rderung der Dauerausstellung Einrichtung eines Erlebnisbereiches Boden gestellt. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 2.329.200 DM, die beantragten F\u00f6rdermittel auf 1.040.000 DM. Die Umbauarbeiten im Innenbereich des Museums wurden im Fr\u00fchjahr 2000 begonnen und ein Grundstein f\u00fcr die Ausstellung gelegt. Die endg\u00fcltige Fertigstellung ist f\u00fcr Ende 2001 geplant.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens In der Machbarkeitsstudie sollte gepr\u00fcft werden, ob und unter welchen Bedingungen in dem Museum am Sch\u00f6lerberg Natur und Umwelt &#8211; Planetarium in Osnabr\u00fcck eine Dauerausstellung mit dem Arbeitstitel Erlebnisbereich Boden errichtet werden kann. 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