{"id":20437,"date":"2023-07-13T15:15:31","date_gmt":"2023-07-13T13:15:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/12655-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:15:31","modified_gmt":"2023-07-13T13:15:31","slug":"12655-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/12655-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung \u00f6kologischer Kommunikationsf\u00e4higkeit in kleinen und mittleren Unternehmen &#8211; Erarbeitung, Erprobung und Verbreitung neuer Instrumente zur \u00f6kologischen Unternehmenspolitik"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Zielsetzung des Projektes ist die Entwicklung umweltschutzbezogener Kommunikationsf\u00e4higkeit in kleinen und mittleren Unternehmen. Dabei sollen neue Instrumente zur \u00f6kologischen Unternehmenspolitik erarbeitet, mit den Kooperationspartnern individuell erprobt und schlie\u00dflich verbreitet werden.<br \/>\nSomit besch\u00e4ftigt sich das Vorhaben sowohl mit der internen wie mit der externen Kommunikation. Hierbei sollen die Gemeinsamkeiten aber auch die Unterschiede zwischen interner und externer Kommunikation herausgestellt werden. Dabei sollen auch die Voraussetzungen f\u00fcr die Entwicklung einer Kommunikationsf\u00e4higkeit mit den Kooperationspartnern erarbeitet werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDieses Vorhaben ist so gestaltet, dass in Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern ein Konzept zur \u00f6kologischen Kommunikationsf\u00e4higkeit erarbeitet und erprobt wird, welches das jeweilige Unternehmen in die Lage versetzt, die eigene umweltschutzbezogene Kommunikationsf\u00e4higkeit auch nach Beendigung des Projekts kontinuierlich zu analysieren und darauf aufbauend weiterentwickeln zu k\u00f6nnen. Im Einzelnen bedeutet dies als erstes die Erstellung einer Analyse der Kommunikation im Umweltschutz. Im weiteren wird dann f\u00fcr jedes Unternehmen ein individuelles Konzept zur Entwicklung der umweltschutzbezogenen Kommunikationsf\u00e4higkeit erstellt.<br \/>\nUm die Kommunikationsf\u00e4higkeit der beteiligten Unternehmen zu entwickeln, werden Methoden aus den verschiedensten Forschungsrichtungen eingesetzt. Beispielsweise sei hier die Konzipierung und Durchf\u00fchrung spezifischer, auf die Bed\u00fcrfnisse der entsprechenden Unternehmen zugeschnittener Trainings- und Schulungsma\u00dfnahmen genannt.<br \/>\nResultierend aus den Analyseergebnissen der beteiligten Unternehmen soll daraufhin ein allgemeines Konzept zur Entwicklung der Kommunikationsf\u00e4higkeit im Umweltschutz f\u00fcr kleine und mittlere Unternehmen erstellt werden.<br \/>\nUm das Projekt einer interessierten \u00d6ffentlichkeit zug\u00e4nglich zu machen, werden in diesem Projekt nicht nur die entsprechenden Ver\u00f6ffentlichungen angestrebt, sondern auch ein Kommunikationsnetzwerk aufgebaut.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Als Ergebnisse des Projektes kristallisierten sich folgende f\u00fcnf Erkenntnisfelder heraus:<br \/>\n1. Die Rolle des Umweltbeauftragten<br \/>\nDie Rolle des Umweltbeauftragten ist oftmals dadurch charakterisiert, dass der Bedarf nach Ver\u00e4nderungen gro\u00df ist, da es &#8211; wie bei anderen Stabstellen auch &#8211; f\u00fcr den UMB nicht einfach ist die richtigen Themen zu finden und die Mitarbeiter zu motivieren. Von daher wurden die Analyse- und Verbesserungsma\u00dfnahmen sehr intensiv begleitet, was f\u00fcr das Gelingen des Projektes ein wesentlicher Baustein war.<br \/>\n2. Die allgemeine Kommunikationsf\u00e4higkeit<br \/>\nZwischen den Themen der allgemeinen Kommunikationsf\u00e4higkeit und der \u00f6kologischen Kommunikationsf\u00e4higkeit l\u00e4sst sich in den seltensten F\u00e4llen eine scharfe Trennlinie ziehen. Das Thema Umwelt spielt normalerweise in den Unternehmen eine relativ untergeordnete Rolle, daher kommt es gerade bei diesem Thema in gesteigertem Ma\u00dfe auf Verst\u00e4ndigung und Goodwill an.<br \/>\nGenerell hat es sich als sehr zentral erwiesen, die Kommunikationsgeschichte des Unternehmens kennen zulernen und in die Vorgehensweise mit einzubeziehen. Festzuhalten ist auch, dass eine \u00f6kologische Kommunikationsf\u00e4higkeit selten losgel\u00f6st von der allgemeinen Kommunikationsf\u00e4higkeit gef\u00f6rdert werden kann, diese aber wiederum auf die \u00f6kologische Kommunikationsf\u00e4higkeit zur\u00fcckwirkt.<br \/>\n3. Der Umweltbeauftragte als Organisationsentwickler<br \/>\nDie Aufgabe des Umweltbeauftragten in diesem Projekt war es, das Projekt nach innen &#8211; in die Firma hinein &#8211; zu vertreten, quasi als interner Projektleiter. Die im Projekt erarbeiteten und durchgef\u00fchrten Ma\u00dfnahmen waren in ihrer Wirkungsweise nicht nur auf das Thema \u00f6kologische Kommunikation beschr\u00e4nkt sondern betrafen nat\u00fcrlich auch andere Bereiche des Unternehmens. Daher wurden durch den Umweltbeauftragten Handlungen initiiert, die \u00fcber das Projekt als solches hinaus gingen.<br \/>\n4. Externe Kommunikation<br \/>\nExterne Kommunikation geht \u00fcber die Bereiche Absatz und Marketing hinaus. Dabei setzt dieses Thema auf der allgemeinen Unternehmenspolitik und dem allgemeinen Unternehmenshandeln an. Im Rahmen des Projektes hat sich gezeigt, dass die wenigsten Unternehmen sich systematisch mit ihren \u00f6kologischen Themen und den angesprochenen Anspruchsgruppen auseinandersetzen. Gleichzeitig wurde aber auch die Unm\u00f6glichkeit einer getrennten Betrachtung von interner und externer Kommunikation deutlich. Eine ausgepr\u00e4gte und systematische interne Kommunikation ist immer die Voraussetzung f\u00fcr eine wirkungsvolle externe Kommunikation.<br \/>\n5. allg. Handlungsempfehlungen<br \/>\nDas Projekt hat insgesamt gezeigt, dass ein Umweltbeauftragter zur Erweiterung der \u00f6kologischen Kommunikationsf\u00e4higkeit vor allem Zeit braucht, vor allem da er auf die Mitarbeit und die Motivation sowohl der Mitarbeiter als auch &#8211; ganz wesentlich &#8211; der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung angewiesen ist.<br \/>\nWesentlich f\u00fcr das Gelingen ist es aber, dass der Umweltbeauftragte eine Strategie hat. Was ist das eigentliche Ziel, welche Ma\u00dfnahmen sollte man durchf\u00fchren, welche Verb\u00fcndete braucht man.<br \/>\nDies sind wesentliche Fragen, die Umweltbeauftragte vorher beantworten sollten.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Ergebnisse des Projektes mit den insgesamt 25 Modulen, die wir im Rahmen dieses Projektes erarbeitet haben, wurden in einem multimedialen Methodenkoffer (auf CD-ROM) zusammengestellt, die dem Umweltbeauftragten helfen sollen, genau diese Fragen zu beantworten.<br \/>\nDieser Koffer wird kosteng\u00fcnstig im Handel angeboten werden. Gleichzeitig wird und wurde das Projekt mit seinen Ergebnissen in verschiedenen Artikeln und Vortr\u00e4gen vorgestellt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Zusammenfassend l\u00e4sst sich festhalten, dass bei dem Thema der \u00f6kologischen Kommunikationsf\u00e4higkeit auch immer die allgemeine Kommunikationsf\u00e4higkeit mitbetrachtet und gef\u00f6rdert werden muss. Die \u00f6kologische Kommunikationsf\u00e4higkeit bietet sich aber hier als sinnvoller Einstieg an.<br \/>\nGleichzeitig hat das Projekt best\u00e4tigt, dass interne Kommunikation und externe Kommunikation ganz wesentlich miteinander verkn\u00fcpft sind und auch in der Betrachtungsweise nicht getrennt werden sollten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Zielsetzung des Projektes ist die Entwicklung umweltschutzbezogener Kommunikationsf\u00e4higkeit in kleinen und mittleren Unternehmen. Dabei sollen neue Instrumente zur \u00f6kologischen Unternehmenspolitik erarbeitet, mit den Kooperationspartnern individuell erprobt und schlie\u00dflich verbreitet werden. Somit besch\u00e4ftigt sich das Vorhaben sowohl mit der internen wie mit der externen Kommunikation. 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