{"id":20436,"date":"2023-07-13T15:14:56","date_gmt":"2023-07-13T13:14:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/11932-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:14:59","modified_gmt":"2023-07-13T13:14:59","slug":"11932-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/11932-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung von Bausystemplatten auf Schaumglasbasis mit abgestimmtem Beschichtungssystem"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ziel des Projektes war die Entwicklung eines komplett recyclingf\u00e4higen Fassadensystems, bestehend aus einer Leichtbauplatte auf Basis mineralisch gebundenen Bl\u00e4hglasgranulats und einem rohstoffseitig abgestimmten Beschichtungssystem. Im Projekt sollte durch Einsatz glasverwandter Rohstoffe ein System geschaffen werden, das nach Ablauf seiner Nutzungsdauer demontiert und wieder als Rohstoff f\u00fcr neue Platten eingesetzt werden kann. Das Bl\u00e4hglasgranulat sollte aus Flaschenaltglas hergestellt wer-den, wobei die Aufarbeitung alter, beschichteter Platten m\u00f6glich sein sollte.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenF\u00fcr die zun\u00e4chst entwickelte Bau-System-Platte aus wasserglasgebundenem Bl\u00e4hglasgranulat musste ein Verfahren zur gro\u00dftechnischen Produktion entwickelt werden. Zu diesem Zweck wurden zwei Verfahren gepr\u00fcft. Das erste ging von einer Produktion eines Blocks aus, welcher dann in Platten aufges\u00e4gt wurde, das zweite beruhte auf einer kontinuierlichen Plattenproduktion.<br \/>\nAuf der Basis der Bauplatte wurde dann ein Beschichtungssystem aus Armierungsmasse, Putz und Far-be entwickelt, das soweit wie m\u00f6glich die Rohstoffbasis der Bauplatte enthielt. Hier kamen vorwiegend silikatische F\u00fcllstoffe zum Einsatz, organische Rezepturbestandteile wurden auf die minimal erforderliche Menge reduziert. Als Hauptbindemittel wurde auch hier Wasserglas verwendet.<br \/>\nDie Entwicklung eines Bl\u00e4hglasgranulats erfolgte im Hinblick auf das Recycling ausgedienter Bauplatten. Diese sollten neben dem Hauptrohstoff Flaschenaltglas als Zumahlung zu einem Granulat gleicher G\u00fcte im Prozess aufgearbeitet werden k\u00f6nnen. Die Einsatzgebiete des Bl\u00e4hglasgranulats sollten neben dem Fassadensystem auch noch in diversen anderen Produkten gefunden werden. Die Produktionsanlage wurde daher f\u00fcr die Herstellung verschiedener Qualit\u00e4ten bez\u00fcglich Farbe, Sch\u00fcttgewicht und chemi-scher Best\u00e4ndigkeit des Granulats ausgelegt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die geplante Entwicklung eines vollst\u00e4ndig recyclingf\u00e4higen Fassadensystems konnte im Verlaufe des Projekts weitestgehend technisch gel\u00f6st werden.<br \/>\nEs ist technisch gelungen, eine vollst\u00e4ndig zu Bl\u00e4hglasgranulat wiederverwertbare Bauplatte zu konzipieren. Um die f\u00fcr die Anwendung in vorgeh\u00e4ngten Fassadenkonstruktionen erforderliche Festigkeit zu erreichen, war jedoch die Einbindung von Glasfasergeweben erforderlich. Dieser Schritt hat das Gesamtverfahren so wesentlich verteuert, dass eine technische Produktion der Platte f\u00fcr diesen Anwendungsfall nicht wirtschaftlich w\u00e4re.<br \/>\nDennoch wurde f\u00fcr das Fassadensystem ein Beschichtungssystem entwickelt, welches sich ebenfalls vollst\u00e4ndig wiederverwerten lie\u00dfe. Die neue einkomponentige Reinsilikatfarbe wird unabh\u00e4ngig von dem Fassadensystem zur Markteinf\u00fchrung gebracht. Die Formulierung auf rein mineralischer Basis hat nach unserer Einsch\u00e4tzung ein Marktpotential in der Sanierung von historischen Bauwerken.<br \/>\nDas Armierungssystem hat sich leider nicht zur Marktreife entwickeln lassen. Hier findet sich sicherlich ein Schwachpunkt im System, da kein wirklich praxisgeeigneter L\u00f6sungsansatz gefunden wurde.<br \/>\nDie Bauplatte wird ohne Armierungsgewebe als nichtbrennbare Tr\u00e4gerplatte f\u00fcr Akustiksysteme und als Sanierputzplatte in die Serienfertigung gehen. Eine kommerzielle Vermarktung wird im Fr\u00fchjahr 2001 beginnen. F\u00fcr diese beiden Anwendungsgebiete k\u00f6nnen die wesentlichen Vorteile der Platte &#8211; Nichtbrennbarkeit und Recyclingf\u00e4higkeit &#8211; ausgezeichnet vermarktet werden.<br \/>\nAuch die Entwicklung einer eigenen Bl\u00e4hglastechnologie wird neben dem Einsatz f\u00fcr die Platten dazu f\u00fchren, dass ein wesentlicher Teil bisher verwendeter F\u00fcllstoffe gegen das Abfallprodukt Altglas substituiert werden kann. Weitere voll recyclingf\u00e4hige Systeme sind bereits auf dieser Basis in Planung.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die entwickelte Platte sowie die Reinsilikatfarbe werden auf der BAU 2001 vorgestellt. Dar\u00fcber hinaus sind einige Ver\u00f6ffentlichungen in Fachzeitschriften in Planung.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die wesentlichen Anforderungen des Projektes konnten technisch gel\u00f6st werden. Das insgesamt geplante Fassadensystem l\u00e4sst sich im derzeitigen wirtschaftlichen Umfeld leider noch nicht realisieren. Teile des Systems werden jedoch f\u00fcr andere Einsatzgebiete kommerziell verf\u00fcgbar gemacht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ziel des Projektes war die Entwicklung eines komplett recyclingf\u00e4higen Fassadensystems, bestehend aus einer Leichtbauplatte auf Basis mineralisch gebundenen Bl\u00e4hglasgranulats und einem rohstoffseitig abgestimmten Beschichtungssystem. 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