{"id":20404,"date":"2023-07-13T15:15:25","date_gmt":"2023-07-13T13:15:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/12559-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:15:26","modified_gmt":"2023-07-13T13:15:26","slug":"12559-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/12559-01\/","title":{"rendered":"Modellvorhaben: Einhausungen f\u00fcr den Schutz von Klima- und Umweltbelastungen an wertvollen Denkm\u00e4lern aus Natursteinen anhand von Beispielen an den Schl\u00f6ssern Clemenswerth (Niedersachsen) und Weikersheim (Baden-W\u00fcrttemberg)"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ziel des Vorhabens war es, eine leichte, leicht demontierbare, optisch ansprechende und auf Grund der M\u00f6glichkeiten einer low-e-Beschichtung, wirksamere Einhausung von Denkm\u00e4lern im Winter zu entwerfen und auszuf\u00fchren. Es sollten verschiedene Einhausungen gebaut und einen Winter lang ausprobiert werden. Zuvor waren Klimaboxen aufzustellen, an denen unterschiedliche Materialien ausprobiert wer-den konnten. Dabei sollten Klimadaten gewonnen werden, die den Schutzes des Denkmales  nachweisen sollten.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Arbeitsschritte umfassten im Einzelnen:<br \/>\n1.\tRecherche \u00fcber Lieferm\u00f6glichkeiten von Materialien, wobei eine m\u00f6glichst gro\u00dfe Transparenz und  der M\u00f6glichkeiten des Schutzes durch optisch aktive Beschichtungen sowie die Faltbarkeit im Vordergrund stehen sollten.<br \/>\n2.\tMaterialauswahl<br \/>\n3.\tMessung der optischen Eigenschaften des ausgesuchten Materialien im sichtbaren und im infraroten Bereich<br \/>\n4.\tEntwurf der beiden Varianten f\u00fcr die Denkmaleinhausung: Freistehend sowie an der Wand angebracht unter dem Aspekt der Sicherheit,  Montierbarkeit und Funktion<br \/>\n5.\tEntwurf und Bau einer Faltmaschine zum Nachweis der sicheren M\u00f6glichkeit des Zusammenlegens<br \/>\n6.\tBau von Klimaboxen zum Nachweis der Wirksamkeit der Einhausungen mitsamt Instrumentierung und Auswertung der Messdaten<br \/>\n7.\tTheoretische Untersuchungen und Berechnungen zur Wirksamkeit der Beschichtungen<br \/>\n8.\tBau der einen Variante (freistehend) und Bespannung der anderen (an der Wand angebracht) mit den ausgew\u00e4hlten Materialien9.\tInstrumentierung der beiden Varianten und Messung der Klimadaten<br \/>\n10.\tWartung der Instrumentierung<br \/>\n11.\tAuswertung der Messdaten<br \/>\n12.\tBerichterstellung<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>1.\tFaltbarkeit:<br \/>\nHier hat sich am besten ein Silikonbeschichtetes Glasfasergewebe bew\u00e4hrt<br \/>\nAbsolut unbrauchbar waren PTFE-beschichtete Gewebe und Folien.<br \/>\n2.\tSchutzfunktion:<br \/>\nHier zeigte ein THV-beschichtetes Glasfasergewebe mit W\u00e4rmeschutzeigenschaften in der Beschichtung die besten Eigenschaften unter den beschichteten Geweben. Leider hat der Lieferant Konkurs angemeldet.<br \/>\nSehr gute Eigenschaften zeigten beschichtete Folien, deren Anwendung jedoch wegen der Sch\u00e4den beim Falten und wegen der mangelnden Best\u00e4ndigkeit eingeschr\u00e4nkt ist. Bei diesen Folien war auch die Transparenz am gr\u00f6\u00dften.<br \/>\nPTFE w\u00e4re auch wegen seiner Reflektionseigenschaften eine sehr gute Beschichtungsvariante, hat aber Probleme mit der Faltbarkeit.<br \/>\nPVC-beschichtete Gewebe stehen wegen ihrer hohen Absorption im sichtbaren Bereich, die einhergeht mit hoher Aufheizung bei Sonneneinfall, nicht im Vordergrund. Der niedrige Preis ist aber bemerkenswert.<br \/>\n3.\tSicherheit: Hier ist zu bemerken, dass, wendet man die \u00fcblichen Sicherheitsbetrachtungen des Bauwesens an, die freistehenden Konstruktionen sehr massiv werden. Das beeinflusst nat\u00fcrlich auch die Montierbarkeit. Andere Konstruktionsvorschl\u00e4ge w\u00fcrden diesen Sicherheitsbetrachtungen nicht gen\u00fcgen. Es ist zu diskutieren, ob man hier die Sicherheitsbetrachtungen des Bauwesens anwenden sollte oder aber ob man sich mit geringeren Sicherheitsfaktoren zufrieden gibt. Darauf hin wurden die uns bekannten Einhausungen grob untersucht. Auch sie w\u00fcrden den \u00fcblichen Sicherheitsanforderungen nicht entsprechen. Diese Diskussion kann aber hier nicht abschlie\u00dfend gef\u00fchrt werden.<br \/>\n4.\tPreisw\u00fcrdigkeit:<br \/>\nDie Preisw\u00fcrdigkeit der Zelteinhausungen h\u00e4ngt wesentlich von den Sicherheitsanspr\u00fcchen ab. Kann man mit verminderten Anspr\u00fcche rechnen, so sind Zelteinhausungen durchaus konkurrenzf\u00e4hig.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>1.\tZuerst soll eine Abschlussveranstaltung mit den beteiligten Denkmalseignern und den zust\u00e4ndigen Denkmalsch\u00fctzern durchgef\u00fchrt werden. Dort sollen zuk\u00fcnftige Schritte besprochen werden.<br \/>\n2.\tIm Internet werden die hier gewonnenen Ergebnisse nach der Abschlussveranstaltung ver\u00f6ffentlicht werden.<br \/>\n3.\tEbenfalls danach werden wir eine Werbebrosch\u00fcre vorbereiten.<br \/>\n4.\tR. Blum hat einen Vertrag mit dem Verlag Ernst und Sohn \u00fcber ein Handbuch des Membranbaus. Im Rahmen dieses Buches wird ein Kapitel \u00fcber die hier gewonnenen Erkenntnisse enthalten sein.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>1.\tWendet man die \u00fcblichen Sicherheitsfaktoren des Bauwesens an, fallen die Zelteinhausungen schwer und unhandlich aus. Setzt man verminderte Sicherheitsfaktoren an, sind die Zelteinhausungen leicht, elegant und problemlos zu handhaben. Anzumerken bleibt, dass man auch bei den \u00fcblichen Holzeinhausungen keine Sicherheitsbetrachtungen anstellt.<br \/>\n2.\tAls Materialien empfehlen sich silikon-beschichtete Glasfasergewebe und THV-beschichtete Glasfasergewebe mit W\u00e4rmeschutzlack. Die ersteren wegen ihrer sehr guten Falteigenschaften und die zweiten wegen ihrer verbesserten Klimaeigenschaften.<br \/>\n3.\tMit Zelteinhausungen mit den oben genannten Materialien ist die Sichtbarkeit gegen\u00fcber den \u00fcblichen Holzeinhausungen zwar sehr verbessert, aber man die Konturen nur erahnen.<br \/>\n4.\tHandelt es sich um abwickelbare Fl\u00e4chen oder um Einhausungen, die als Ganzes im Sommer gespeichert werden k\u00f6nnen, kann man auch Folien verwenden. Hier sind Transparenz und W\u00e4rmeschutzeigenschaften gleichzeitig vorhanden. Damit kann man auch in anspruchsvollen Situationen eine Sichtbarkeit des Denkmals sichern. Die Folien k\u00f6nnen UV- und witterungsbest\u00e4ndig ausgef\u00fchrt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ziel des Vorhabens war es, eine leichte, leicht demontierbare, optisch ansprechende und auf Grund der M\u00f6glichkeiten einer low-e-Beschichtung, wirksamere Einhausung von Denkm\u00e4lern im Winter zu entwerfen und auszuf\u00fchren. Es sollten verschiedene Einhausungen gebaut und einen Winter lang ausprobiert werden. Zuvor waren Klimaboxen aufzustellen, an denen unterschiedliche Materialien ausprobiert wer-den konnten. 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