{"id":20398,"date":"2023-07-13T15:15:25","date_gmt":"2023-07-13T13:15:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/12542-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:15:26","modified_gmt":"2023-07-13T13:15:26","slug":"12542-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/12542-01\/","title":{"rendered":"Umweltbildung f\u00fcr Kinder zur Erhaltung der Streuobstwiesen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Erhalt des Lebensraums Streuobstwiesen durch vertiefende, affektive und kognitive Begegnung und Sensibilisierung von Vorschul- und Grundschulkindern durch das Produkt. F\u00f6rderung von Identifikation f\u00fcr den Lebens- und Erlebnisraum Streuobstwiese und St\u00e4rkung der Akzeptanz f\u00fcr heimische Produkte.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenNach der Erstellung von Materialien zum Thema Wie kommt der Apfel in die Flasche?, die zur Sensibilisierung der Kinder aber auch zur Information der Erzieherinnen, Lehrer und Lehrerinnen sowie der Familien erstellt wurden, wurde in ausgew\u00e4hlten Kinderg\u00e4rten in Modelllandkreisen (l\u00e4ndlich und st\u00e4dtisch orientiert) mit Vor-Ort-Aktionen in Kooperation mit privaten Naturschutzverb\u00e4nden, Obst- und Gartenbauvereinen, Kommunen und Landkreisen mit der Implementation der Materialien und des Themas an sich begonnen. Apfelverkostungen, Geschmackstests, Herstellen von eigenem Saft, Kochen und Backen mit \u00c4pfeln und Birnen als Basis f\u00fcr die Entwicklung eines nat\u00fcrlichen Geschmacksempfindens und Grundvoraussetzung f\u00fcr die Bevorzugung einheimischer Produkte aus Streuobstanbau sind Beispiele f\u00fcr einen Projekteinstieg \u00fcbers Produkt. Danach wurden die Bez\u00fcge zum Lebensraum Streuobstwiese , zum Heimatraum und zum eigenen Verhalten aufgezeigt. Weiterhin wurde in Kooperation mit Vereinen und Kommunen Streuobstpatenschaften initiiert, in denen Kinder auch bei der Pflege der B\u00e4ume, der Obsternte, dem Abliefern des Obstes und der Herstellung des eigenen Saftes involviert waren (learning by doing).<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das Projekt wurde so gew\u00e4hlt, dass bei Einsatz der erprobten Materialien Personen ohne \u00f6kologische Vorbildung spannend, zielorientiert und mit gro\u00dfem Spa\u00dffaktor Streuobstwiesen und deren \u00f6kologischen und landschafts\u00e4sthetischen Wert vorstellen k\u00f6nnen. Der erfolgsversprechenste Ansatz war der Einstieg \u00fcber Produkte aus der Streuobstwiese und ganz praktische Arbeiten in der Streuobstwiese.<br \/>\nBeim Herstellen von eigenem Saft wird dieser Prozess transparent und das Produkt naturtr\u00fcber Apfelsaft gelangt aus der Anonymit\u00e4t der Nahrungsmittelerzeugung heraus, Regionalit\u00e4t und Saisonalit\u00e4t sind hier die Stichworte. Pl\u00f6tzlich bekommt auch das bisher vielleicht vernachl\u00e4ssigte St\u00fcckle einen h\u00f6heren Stellenwert. Fragen der Kinder an die Eltern wie Haben wir auch eigene \u00c4pfel? oder Wo ist unsere Streuobstwiese? sprechen f\u00fcr sich. Beim Probieren verschiedener Apfelsorten und von frisch gepresstem Saft werden Geruchssinn und Geschmackssinn intensiv angesprochen.  \u00dcber diesen t\u00e4tigkeitstheoretischen Ansatz lassen sich dann die natursch\u00fctzerischen Elemente viel leichter vermitteln. So entsteht bei den Kindern ein ganzheitliches Bild dieses sch\u00fctzenswerten Lebensraums mit vielerlei Zugangsm\u00f6glichkeiten und Ankn\u00fcpfungspunkten.<br \/>\nF\u00fcr den Schutz dieses Lebensraums ist diese ganzheitliche Herangehensweise unabdingbar, hat sich doch in den Modelllandkreisen gezeigt, dass vor allem die Kinder im st\u00e4dtisch gepr\u00e4gten Raum mit Obstbaumwiesen gar nichts anfangen konnten und die Kinder aus dem l\u00e4ndlichen Raum auch nur sehr wenig wussten. Auch Eltern und Erzieherinnen bekamen vielfach erste Impulse oder einen neuen Zugang zum Thema, was hoffnungsvoll stimmt. F\u00fcr viele sind solche Projekte auch erste Erkundungen des Heimat-raums, die Identifikation mit diesem schaffen.<br \/>\nWeiterhin wurde vielfach deutlich, dass es grunds\u00e4tzlich am Bewusstsein der Betreuungspersonen mangelte, Naturthemen in den Kindergartenalltag zu integrieren. Hier zeigte sich deutlich, dass solche Themen auch in der Erzieherinnenausbildung nur eine untergeordnete Rolle spielen. So gab das Projekt auch einen Impuls f\u00fcr ein Ausbildungsprojekt an den Fachschulen f\u00fcr Sozialp\u00e4dagogik, das von der Akademie f\u00fcr Natur- und Umweltschutz Baden-W\u00fcrttemberg f\u00fcrs dortige Umweltministerium durchgef\u00fchrt wurde.<br \/>\nErschreckend gering waren auch die Kenntnisse \u00fcber die Verarbeitung der Produkte bei den Erwachsenen. Selbst fr\u00fcheres Alltagswissen wie etwa die Herstellung von Apfelbrei oder Apfelk\u00fcchle war nicht mehr pr\u00e4sent. Aktionen mit den Landfrauen helfen, diese L\u00fccke zu schlie\u00dfen. Innovative oder neu aufle-bende Produkte wie die Herstellung von Apfelchips mit einem solaren Trockner, wie ihn die Universit\u00e4t Hohenheim entwickelt hat, gaben dem Projekt weitere Impulse und sind zukunftsweisend.<br \/>\nDie Einbindung der lokalen und regionalen Saftwirtschaft ins Projekt konnte nur eingeschr\u00e4nkt ausgef\u00fchrt werden, da der Themenschwerpunkt im Bereich Umweltbildung und Vorschulerziehung lag (s. Projekttitel). Unter ganzheitlichen Aspekten muss dieser Aspekt auch in einem Umweltbildungsprojekt eingebunden sein, um bereits den J\u00fcngsten in der Gesellschaft und vor allem den Familien die Zusammenh\u00e4nge zwischen Landschaft &#8211; Wertsch\u00f6pfung aus der Landschaft und Erhaltung von Landschaft und Lebensr\u00e4umen zu verdeutlichen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Vor-Ort-Aktionen in den Modelllandkreisen wurden mit lokaler Pressearbeit begleitet. Die aus dem Projekt entwickelten Materialien kommen in der Umweltbildungsarbeit der Umweltakademie Baden-W\u00fcrttemberg und dar\u00fcber hinaus zum Einsatz. Unter www.suub.de wird das Projekt vorgestellt .<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die in dem Projekt erzielten Ergebnisse zeigen, dass viele Sensibilisierungskampagnen  f\u00fcr gef\u00e4hrdete Lebensr\u00e4ume neue Projektans\u00e4tze brauchen, die die Menschen &#8211; ob Kinder oder Erwachsene &#8211; und deren Alltag viel st\u00e4rker einbeziehen. Der natursch\u00fctzerische Ansatz kann dabei an zweiter Stelle stehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Erhalt des Lebensraums Streuobstwiesen durch vertiefende, affektive und kognitive Begegnung und Sensibilisierung von Vorschul- und Grundschulkindern durch das Produkt. F\u00f6rderung von Identifikation f\u00fcr den Lebens- und Erlebnisraum Streuobstwiese und St\u00e4rkung der Akzeptanz f\u00fcr heimische Produkte. Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenNach der Erstellung von Materialien zum Thema Wie kommt [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[56,50,2423],"class_list":["post-20398","projektdatenbank","type-projektdatenbank","status-publish","hentry","tag-baden-wuerttemberg","tag-naturschutz","tag-umweltkommunikation"],"meta_box":{"dbu_projektdatenbank_az_ges":"12542\/01","dbu_projektdatenbank_medien":"","dbu_projektdatenbank_pdfdatei":"A-12542-ki.pdf","dbu_projektdatenbank_bsumme":"68.421,08","dbu_projektdatenbank_firma":"NatureLife-International","dbu_projektdatenbank_strasse":"Bahnhofstr. 35","dbu_projektdatenbank_plz_str":"71638","dbu_projektdatenbank_ort_str":"Ludwigsburg","dbu_projektdatenbank_p_von":"1998-02-02 00:00:00","dbu_projektdatenbank_p_bis":"2003-06-30 00:00:00","dbu_projektdatenbank_laufzeit":"5 Jahre und 5 Monate","dbu_projektdatenbank_telefon":"","dbu_projektdatenbank_inet":"www.naturelife-international.org","dbu_projektdatenbank_bundesland":"Baden-W\u00fcrttemberg","dbu_projektdatenbank_foerderber":"17","dbu_projektdatenbank_ab_bericht":"","dbu_projektdatenbank_ist_nachbewilligung_von":"","dbu_projektdatenbank_hat_nachbewilligung":"","dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/20398","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/projektdatenbank"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/20398\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":33401,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/20398\/revisions\/33401"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=20398"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=20398"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=20398"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}