{"id":20397,"date":"2023-07-13T15:15:25","date_gmt":"2023-07-13T13:15:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/12541-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:15:26","modified_gmt":"2023-07-13T13:15:26","slug":"12541-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/12541-01\/","title":{"rendered":"F\u00f6rderung des betrieblichen Umweltschutzes durch \u00fcbergreifende Schulungskonzepte im Bereich der Oberfl\u00e4chenlackierung"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>F\u00fcr ein Unternehmen, das seine Bedeutung im \u00f6kologischen Zusammenhang erkannt hat, ist es notwendig, seine umweltrelevanten Vorstellungen und Ziele an seine Mitarbeiter weiterzugeben. Insbesondere, da geforderte Verhaltens\u00e4nderungen in Bezug auf Umweltma\u00dfnahmen nicht unmittelbar einsichtig sind. Aus diesem Grund haben umweltrelevante Inhalte oftmals nicht den n\u00f6tigen Stellenwert. Ohne \u00f6kologisches Bewu\u00dftsein unterliegt das Handeln am Arbeitsplatz einer Zuf\u00e4lligkeit hinsichtlich der Auswirkungen auf die Umwelt. Eingeschliffene Handlungsweisen am Arbeitsplatz lassen sich jedoch nicht beliebig gegen umweltschonendere austauchen. In der Regel steht hinter einem bestimmten Verhalten immer eine \u00dcberzeugung, ein gewohnter Arbeitsstil oder andere Interessen. Das Ziel des Projektes ist es, hier anzusetzen, um im Ergebnis ein umweltgepr\u00e4gtes Verhalten zu erzielen. Mit einem umfassenden integrierten Schulungskonzept soll erreicht werden, dass technische Ma\u00dfnahmen des produktionsintegrierten Umweltschutzes (PIUS) erfolgreich im Betrieb umgesetzt werden. Schwerpunkte der Schulung sind dabei:<br \/>\n&#8211;\ttechnische Aspekte,<br \/>\n&#8211;\t\u00f6kologische Aspekte,<br \/>\n&#8211;\t\u00f6konomische Aspekte,<br \/>\n&#8211;\tarbeitsschutzrelevante Aspekte,<br \/>\n&#8211;\tAspekte der innerbetrieblichen Kommunikation und Organisation<br \/>\n&#8211;\tsowie der \u00fcbergreifende Zusammenhang bzw. die gegenseitige Beeinflussung dieser Aspekte.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Projekt wurde in drei Teilabschnitte unterteilt:<br \/>\nPhase A \tErarbeitung des Schulungskonzeptes<br \/>\nPhase B\tDurchf\u00fchrung der Schulung<br \/>\nPhase C\tEvaluation<br \/>\nDie erste Phase des Projektes umfasste neben der Erarbeitung des Schulungskonzeptes als Schwerpunkt die Akquise kleiner und mittelst\u00e4ndischer Unternehmen. Nach Auswahl der Betriebe wurde eine detaillierte Bestandsaufnahme in den Betrieben durchgef\u00fchrt, um die speziellen Belange der Betriebe f\u00fcr die Schulung zu ber\u00fccksichtigen. Die Schulung selbst wurde in f\u00fcnf Teilabschnitten (Schulungseinheiten) durchgef\u00fchrt. Im Anschluss daran erfolgte eine Evaluierung der Ergebnisse. Dar\u00fcber hinaus wurde ein Abschlussworkshop durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Schulungsinhalte wurden von den teilnehmenden Betriebsangeh\u00f6rigen in der Regel sehr positiv bewertet. Sowohl die einzelnen Inhalte als auch das \u00fcbergreifende Konzept bildeten eine sehr gute Grundlage f\u00fcr die Umstellung auf umweltfreundliche Technologien. Die einzelnen Schulungseinheiten waren so konzipiert, dass notwendige theoretische Inhalte vermittelt wurden, demgegen\u00fcber aber Gruppenarbeiten und praktische Versuche im Technikum soweit als m\u00f6glich im Vordergrund standen. Die praktischen Anteile wurden von den Teilnehmern hoch gesch\u00e4tzt, da hier zum einen ein reger Informationsaustausch untereinander gegeben war. Zum anderen konnte dadurch der praktische Bezug zum eigenen Betrieb sehr gut hergestellt werden. Die Zusammenstellung der Module  bzw. Schulungseinheiten gew\u00e4hrleistete den Teilnehmern einen umfassenden \u00dcberblick \u00fcber die gesamte Umweltproblematik in der Lackiertechnik und zeigte M\u00f6glichkeiten auf, durch einfache, aber auch komplexere Ma\u00dfnahmen anwendungsnahe L\u00f6sungen zu finden. Dabei stand der Aspekt der Wirtschaftlichkeit f\u00fcr die Betriebe zwar im Vordergrund, es konnte aber anhand von zahlreichen Beispielen vermittelt werden, dass ein Gro\u00dfteil der Ma\u00dfnahmen gleichzeitig eine Entlastung f\u00fcr die Umwelt bedeuten. Insgesamt kann davon ausgegangen werden, dass die Schulungsinhalte f\u00fcr diejenigen Unternehmen, die an den verschiede-nen Schulungseinheiten teilgenommen haben, recht zufriedenstellend gewesen ist. Insofern haben sich die einzelnen Teile des Schulungskonzeptes &#8211; jedenfalls im Hinblick auf diejenigen, die an Teilnehmern erprobt werden konnten &#8211; bew\u00e4hrt. Dies kann leider nicht f\u00fcr das Schulungskonzept in G\u00e4nze ausgesagt werden, da die Teilnehmer aufgrund unterschiedlicher betrieblicher Bedingungen Priorit\u00e4ten setzten und eine durchg\u00e4ngige Teilnahme an den Schulungseinheiten nicht m\u00f6glich war. Die verschiedenen Ausgangssituationen der Kooperationsbetriebe schienen &#8211; bei aller Heterogenit\u00e4t &#8211; den geplanten Projektschritten und den dabei zu vermittelnden Inhalten nicht zu widersprechen. Im Projektverlauf stellte sich die Situation anders dar. Vor allem bezog sich diese ver\u00e4nderte Situation insbesondere auf die Freistellung der Mitarbeiter, v. a. der Lackierer f\u00fcr Termine im Rahmen des Projektes. So wurde schon bei der Durchf\u00fchrung des sog. Auftaktworkshops deutlich, dass die Freistellung der Mitarbeiter der operativen Ebene nicht ohne weiteres f\u00fcr die Betriebe zu bewerkstelligen war. Die teilweise recht niedrige Teilnahme an einzelnen Schulungseinheiten und der Ausfall der Workshops zur Begleitung der Umstellungsma\u00dfnahmen betreffen v. a. die Inhalte, die eine m\u00f6glichst konfliktfreie interne Kommunikation im Innovationsprozess zum Ziel hatten. Es sollte damit gew\u00e4hrleistet werden, dass die Innovation mit m\u00f6glichst geringen Reibungsverlusten und ohne eine ablehnende Haltung seitens der Betroffenen vonstatten gehen sollte. Dass dies von den Unternehmen nicht in der gew\u00fcnschten Form angenommen wurde, liegt in unterschiedlichen Ursachen begr\u00fcndet. Diese Ursachen beziehen sich v. a. auf die organisatorische bzw. jeweils aktuelle betriebliche Situation und in deren Folge terminliche Probleme. Einige Kooperationsunternehmen befanden bzw. befinden sich in wirtschaftlich \u00e4u\u00dferst prek\u00e4ren Situationen. Die Auftragssituationen und die gleichzeitige knappe Personalausstattung lie\u00dfen es nicht zu, f\u00fcr alle Schulungseinheiten Mitarbeiter abzustellen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Zum Kennenlernen bzw. zur Verbreitung der Inhalte\/Schulungskonzeption des Projektes ist geplant, regionale Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit den Handelskammern, Handwerkskammern und \u00e4hnlichen Organisationen durchzuf\u00fchren. Die Kontakte der Kammern sollen genutzt werden, um eine breite Masse verschiedener kleiner und mittelst\u00e4ndischer Betriebe zu erreichen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die M\u00f6glichkeit, an \u00fcbergreifenden Schulungen im Bereich der Oberfl\u00e4chenbehandlung teilzunehmen, stie\u00df bei allen Betrieben auf sehr gute Resonanz. Die angebotenen Schulungsinhalte und Vor-Ort-Veranstaltungen wurden von den Betriebsangeh\u00f6rigen sehr positiv bewertet. Sowohl die einzelnen Inhalte, der Praxisbezug als auch das \u00fcbergreifende Konzept bildeten eine optimale Grundlage f\u00fcr die erfolgreiche Umstellung auf umweltfreundliche Technologien. Die Notwendigkeit zur Teilnahme an Schulungen bei betrieblichen Umstellungen zur Einf\u00fchrung umweltfreundlicher, produktionsintegrierter Technologien wird von den Betrieben, den Mitarbeitern und den Vorgesetzen in der Regel erkannt und als sehr hoch eingesch\u00e4tzt. Durch die derzeit wirtschaftlich sehr angespannte Situation besonders der kleinen und mittelst\u00e4ndischen Unternehmen und den damit verbundenen sehr knappen Kapazit\u00e4ten an Zeit und Personal ist die Teilnahme an Schulungen nur schwer zu realisieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens F\u00fcr ein Unternehmen, das seine Bedeutung im \u00f6kologischen Zusammenhang erkannt hat, ist es notwendig, seine umweltrelevanten Vorstellungen und Ziele an seine Mitarbeiter weiterzugeben. Insbesondere, da geforderte Verhaltens\u00e4nderungen in Bezug auf Umweltma\u00dfnahmen nicht unmittelbar einsichtig sind. Aus diesem Grund haben umweltrelevante Inhalte oftmals nicht den n\u00f6tigen Stellenwert. 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