{"id":20386,"date":"2023-07-13T15:15:21","date_gmt":"2023-07-13T13:15:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/12500-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:15:24","modified_gmt":"2023-07-13T13:15:24","slug":"12500-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/12500-01\/","title":{"rendered":"Workshop: Praktische Anwendung der Geothermie im Wohn- und Gewerbebau"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die klima- und ressourcenschonenden Technologien oberfl\u00e4chennaher Geothermie werden in Deutschland bislang kaum eingesetzt. Erdw\u00e4rmesonden nutzen dabei den Untergrund \u00fcber Bohrungen zum Heizen und K\u00fchlen. Die Bohrungen werden mit einem W\u00e4rmetauschrohr ausgestattet, in dem Fl\u00fcssigkeit zirkuliert. Im Heizfall sind sie an W\u00e4rmepumpen gekoppelt. Zur Klimatisierung wird der Boden zur W\u00e4rmeauskopplung genutzt. K\u00e4ltetechnik kann dabei in der Regel entfallen. Erdber\u00fchrte Betonbauteile k\u00f6nnen in gleicher Weise eingesetzt werden. Bauteile, wie Schlitzw\u00e4nde oder Gr\u00fcndungspf\u00e4hle, die z.B. aus statischen Gr\u00fcnden sowieso errichtet werden m\u00fcssen, werden mit den entsprechenden Rohrregistern ausgestattet. W\u00e4rme- und K\u00e4ltespeicherung im Untergrund stellt eine weniger aufwendige, ressourcenschonende Alternative zu man made-Systemen dar. Saisonal verf\u00fcgbare Energie, z.B. aus gro\u00dfen solarthermischen Kollektoranlagen oder von BHKW-Systemen, kann so f\u00fcr weitere Nutzungsperioden gespeichert werden. Dazu werden mittels Bohrungen geeignete Erdschichten aufgesucht. <\/p>\n<p>Es stehen erhebliche Informationsdefizite einer Marktdurchdringung im Wege. Besonders Anlagen zur Deckung von K\u00fchl- und Klimatisierungsbedarf k\u00f6nnen auch in Deutschland zu wirtschaftlichen Konditionen erstellt werden. In den der Zielgruppen Ingenieur-, Planungs- und Architekturb\u00fcros, Heizungs- und Klimahandwerk, Bau- und Brunnenbauunternehmen fehlt jedoch h\u00e4ufig das Wissen dar\u00fcber. Andererseits k\u00f6nnen sich solche kleineren und mittleren Unternehmen durch den Einsatz neuer Methoden und Techniken und den Zuwachs an Know-how am Markt qualifizieren. Im Mittelpunkt des Seminars standen daher innovative Technologien zum Einsatz von Erdw\u00e4rmesonden und erdber\u00fchrten Betonbauteilen zum Heizen und K\u00fchlen von Wohn-, Gewerbe- und Industriebauten.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDer eint\u00e4gige Workshop wurde am 26.11.1997 im \u00d6ko-Zentrum NRW, Hamm, durchgef\u00fchrt. Namhafte Referenten (vgl. Tagungsband) aus einschl\u00e4gigen wissenschaftlichen Einrichtungen und Unternehmen vermittelten anhand ausgef\u00fchrter Anlagen die Grundlagen der Oberfl\u00e4chen Geothermie insbesondere hinsichtlich der Systemtechnik. Da als Zielgruppe insbesondere Entscheidungstr\u00e4ger und wichtige Multi-plikatoren aus der Bauwirtschaft angesprochen wurden (und hier insbesondere aus KMU) beschr\u00e4nkte sich die Veranstaltung bewu\u00dft nur auf einen Tag. Zur Organisation, Vorbereitung und Durchf\u00fchrung des Workshops wurde das \u00d6ko-Zentrum NRW in Hamm im Rahmen eines Unterauftrages eingebunden.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das Seminar war trotz des kommunalen Klimaschutzkongresses, der einen Tag vorher, also am 25.11.97 in Stuttgart stattfand und sich ausschlie\u00dflich mit dem Thema Geothermie befa\u00dfte, mit 31 Teilnehmern gut besucht. Die Mehrheit der Teilnehmer bewertete die Veranstaltung positiv. Zu den meisten bestehen heute noch entsprechende Kontakte. Die Diskussion zeigte, da\u00df das Thema Geothermie als solches und die Nutzung oberfl\u00e4chennaher Ressourcen im besonderen dem gr\u00f6\u00dften Teil der Zuh\u00f6rer nicht oder nur sehr unvollkommen bekannt war. Stellenweise herrschten abenteuerliche Vorstellungen, die der Veranstalter und die Referenten so in dieser Form nicht erwartet hatten (Erdbebengefahr von Erdw\u00e4rmesonden, Vereisung des Untergrunds usw.), obwohl es sich bei den Teilnehmern im Wesentlichen um Fachleute aus der Branche handelte. Die im Anschlu\u00df an die einzelnen Vortr\u00e4ge angesetzten Gespr\u00e4chszeiten reichten daher nicht aus. <\/p>\n<p>Die f\u00fcr Ende Dezember 1997 geplante Herausgabe des Tagungsbandes verz\u00f6gerte sich um ca. vier Wochen, da einige Referenten ungeeignete oder nicht miteinander kompatible Text- und Bildvorlagen geliefert hatten und die Materialien teilweise neu erstellt werden mu\u00dften.  <\/p>\n<p>Ein offizieller Vertreter des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes (ZDB) nahm an dem Workshop mit der Absicht teil, zu \u00fcberpr\u00fcfen, ob das f\u00fcr Hamm erstellte Tagungs-Programm f\u00fcr Weiterbildungsinitiativen im Bereich des ZDB geeignet ist. Die Bewertung fiel positiv aus, die Notwendigkeit solcher Ma\u00dfnahmen f\u00fcr das Baugewerbe wurde gesehen. Als erste Nachfolge- veranstaltung findet daher in der Bonner Zentrale des ZDB ein eint\u00e4giges Seminar f\u00fcr F\u00fchrungspersonal von Bau- und Planungs- unternehmen statt, das alle wesentlichen Programmpunkte von Hamm enth\u00e4lt und durch weitere Beitr\u00e4ge erg\u00e4nzt ist. Zuk\u00fcnftig ist vorgesehen, die Thematik in den Bildungszentren des Baugewerbes bundesweit zu etablieren. <\/p>\n<p>Die Veranstaltung in Hamm ist auch Anla\u00df f\u00fcr ein Karlsruher Unternehmen, in Zusammenarbeit mit der Geothermischen Vereinigung ein \u00e4hnliches Seminar im Bauzentrum der Neuen Messe M\u00fcnchen durchzuf\u00fchren. Hier sind die Planungen angelaufen. Auch das \u00d6ko-Zentrum NRW \u00fcberlegt, im Herbst einen weiteren Workshop anzubieten.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Im Vorfeld, im Anschlu\u00df an die Veranstaltung und bei Erscheinen des Tagungsbandes, wurde die Fachpresse \u00fcber Pressemitteilun- gen auf dem Postweg auf das Ereignis und die Ergebnisse hingewiesen. Seit Januar 1998 ist die GtV Teilnehmer am Informations- dienst Wissenschaft (IDW). Die ihm angeschlossenen 1500 Journalisten und Redaktionen wurden per e-mail \u00fcber die Veranstaltung und das Erscheinen des Tagungsbandes informiert. Durch die Teilnahme einer Journalistin kam es zu zus\u00e4tzlichen Ver\u00f6ffentlichun- gen besonders zum Thema unterirdische W\u00e4rme- und K\u00e4ltespeicherung am Berliner Reichstag und umliegender Parlamentsbauten.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Der Workshop vom 26.11.97 in Hamm ist aus unserer Sicht bereits jetzt als gelungene Initialz\u00fcndung zu bewerten. Mit ihm wurde ein geeigneter Ansatz zu einer Verbreitung des Themas in der Zielgruppe Baugewerbe, Planungs- und Architekturb\u00fcros und Investoren gefunden. Dazu tragen und trugen auch die entsprechenden Ver\u00f6ffentlichungen \u00fcber diese Veranstaltung bei. Das zeigt nicht zuletzt auch die steigende Nachfrage nach Informationen gerade aus diesem Bereich. Von einigen Unternehmen ist uns inzwischen bekannt, da\u00df sie sich des Themas Nutzung der Erdw\u00e4rme f\u00fcr ihren Gesch\u00e4ftsbereich angenommen haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die klima- und ressourcenschonenden Technologien oberfl\u00e4chennaher Geothermie werden in Deutschland bislang kaum eingesetzt. Erdw\u00e4rmesonden nutzen dabei den Untergrund \u00fcber Bohrungen zum Heizen und K\u00fchlen. Die Bohrungen werden mit einem W\u00e4rmetauschrohr ausgestattet, in dem Fl\u00fcssigkeit zirkuliert. Im Heizfall sind sie an W\u00e4rmepumpen gekoppelt. 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