{"id":20384,"date":"2023-07-13T15:15:21","date_gmt":"2023-07-13T13:15:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/12477-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:15:24","modified_gmt":"2023-07-13T13:15:24","slug":"12477-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/12477-01\/","title":{"rendered":"Polen auf dem Weg in die EU: Umweltinformationszentrum in Wroclaw"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Die Integration Polens in die Europ\u00e4ische Union besch\u00e4ftigt die polnischen Umweltorganisationen im besonderen Ma\u00dfe. Bei ihnen herrscht hohe Unsicherheit \u00fcber das, was das Land (und besonders Polens Umwelt) mit dem Beitritt zu erwarten hat. Welche Verbesserungen, welche Probleme werden auf das Land zukommen? Die allgemein zu erkennende Verunsicherung innerhalb der Bev\u00f6lkerung hat in den letzten Monaten die Zustimmungsquote f\u00fcr einen Beitritt erheblich abnehmen lassen.<br \/>\nZiel des Vorhabens war, Aufkl\u00e4rungsarbeit zu leisten, Informationen aufzubereiten und zur Verf\u00fcgung zu stellen. Es sollte ein Pro\u00f6kologisches Europ\u00e4isches Zentrum aufgebaut werden, das als Anlaufstelle f\u00fcr Umweltverb\u00e4nde, Kommunalvertreter, Journalisten und interessierte Einzelpersonen dienen soll.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIn einem 1. Arbeitsschritt wurden diverse kleinere Arbeitstreffen und Diskussionsveranstaltungen zwischen den deutschen und polnischen Partnern organisiert und durchgef\u00fchrt. Ziel war es, einen \u00dcberblick \u00fcber den Aufbau der EU, Arbeits- und Funktionsweise der einzelnen Organe sowie \u00fcber die wichtigsten politischen Aktionsfelder, besonders in den Bereichen Agrarpolitik, Strukturfonds und Umweltpolitik sowie Vorbeitrittshilfen zu geben und die polnischen Projektpartner entsprechend zu schulen.<br \/>\nIn einem 2. Schritt wurde von den beteiligten polnischen Verb\u00e4nden das genannte Pro\u00f6kologische Europ\u00e4ische Zentrum gegr\u00fcndet. Dieses diente fortan als Anlaufstelle f\u00fcr Fragen \u00fcber die EU, gleichzeitig organisierte es die geplanten 4 gro\u00dfen Lehrg\u00e4nge f\u00fcr insgesamt rund 200 auszubildende Personen.<br \/>\nEine eigene Internetseite wurde aufgebaut, die detaillierte Informationen liefert. Ein gro\u00dfer Teil dieser Informationen besteht aus \u00fcberarbeiteten Materialien, die entweder von Euronatur allein oder gemeinsam mit den polnischen Partnern erarbeitet wurden und die speziell auf polnische Verh\u00e4ltnisse angepasst sind. Die Umweltzeitschrift Kropla berichtete regelm\u00e4\u00dfig \u00fcber Ergebnisse der Veranstaltungen, als auch \u00fcber aktuelle Entwicklungen in der EU und bei den Beitrittsverhandlungen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Arbeit des Pro\u00f6kologischen Europ\u00e4ischen Zentrums ist in der \u00d6ffentlichkeit, bei Umweltverb\u00e4nden und Beh\u00f6rdenvertretern sehr gut angekommen. Die Internetseiten wurden und werden \u00fcberraschend intensiv aufgerufen, das Zentrum hat entscheidend zur Versachlichung der Diskussion \u00fcber die EU (zumindest in der Region Niederschlesien, aber (via Internet) auch dar\u00fcber hinaus) beigetragen.<br \/>\nDie sehr gut besuchten Schulungsveranstaltungen waren jeweils logistisch ausgezeichnet vorbereitet, den Teilnehmern wurden hervorragend aufbereitete Materialien zur Verf\u00fcgung gestellt. Die Referenten sowohl von der polnischen als auch deutschen Seite waren hochkar\u00e4tig. Es gelang beispielsweise auch, Vertreter der Kommission (z. B. DG Env) zu gewinnen, Vortr\u00e4ge in Wroclaw zu halten. Auch Mitglieder des Europaparlaments waren z.T. zugegen, der damalige polnische Vizeumweltminister nahm selbst an drei Veranstaltungen teil.<br \/>\nDie vorgegebenen und diskutierten Arbeitsschritte im Projekt wurden jeweils seri\u00f6s abgearbeitet, die gesteckten Ziele sind weitgehend erreicht. Das Zentrum setzt auch nach Projektende seine Arbeit fort, sodass eine Kontinuit\u00e4t in der Arbeit erreicht wurde.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Mehrere Pressekonferenzen, die Zeitschrift Kropla, erarbeitete und gedruckte Materialien bis hin zu zwei kleinen B\u00fcchern sowie die Internetpr\u00e4sentation sorgten f\u00fcr eine gute \u00d6ffentlichkeitsarbeit und eine recht breite Verteilung der erarbeiteten Materialien. Insgesamt hat das Projekt so nicht nur zur Qualifizie-rung vieler polnischer B\u00fcrger, sondern insgesamt f\u00fcr eine Versachlichung in der Diskussion \u00fcber den Beitritt beigetragen.<br \/>\nDem polnischen Projektpartner gelang es sogar, einen polnischen Verlag zu finden, der das in Deutschland erschienene Buch Bananen f\u00fcr Br\u00fcssel \u00fcbersetzt hat und dass demn\u00e4chst eine polnische Version herausgegeben wird. Die Rechte wurden auf Vermittlung von Euronatur kostenlos an den Verlag \u00fcbertragen, die Autoren (Angres\/ Ribbe\/ Hutter) verzichten auf ein Lizenzhonorar.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Projekt hat seine Ziele eindeutig erreicht.Etwas kritisch muss vielleicht gesehen werden, dass die deutschen Partner bis zur zeitlichen Mitte des Projektes etwas unsicher waren, inwieweit die polnischen Partner \u00fcber das Projekt selbst qualifiziert wer-den, dauerhaft \u00fcber breite Sachgebiete der EU Ausk\u00fcnfte erteilen zu k\u00f6nnen. Es trat eindeutig das Problem auf, dass der polnische Partner mit seinen Mitarbeitern zu Beginn sehr stark damit besch\u00e4ftigt war, die Seminare vorzubereiten, durchzuf\u00fchren und nachzubereiten sowie die Materialien aufzubereiten und zu verbreiten. Der polnische Projektleiter beschr\u00e4nkte sich somit quasi auf eine Vermittlungsfunktion: wir holen als Zentrum die Fachleute heran, und ihr als Zuh\u00f6rer k\u00f6nnt davon partizipieren.<br \/>\nDer deutsche Projektpartner Euronatur hat daraufhin sehr deutlich gemacht, dass es nicht nur darum geht, die 200 teilnehmenden Besucher der Lehrg\u00e4nge zu qualifizieren. Vielmehr w\u00fcrde eine Aufgabe des Projektes darin bestehen, ein Zentrum aufzubauen, das weitgehend autonom, ohne westliche Hilfe in der Lage ist, qualifizierte Antworten auf EU Fragen zu geben.<br \/>\nIn der 2. Projektphase hat sich dann diese Situation entspannt, u. a. nachdem eine Mitarbeiterin, die am Austauschprogramm der Nowicki-Stiftung\/DBU teilgenommen hat, in die Arbeit des Zentrums integriert wurde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Die Integration Polens in die Europ\u00e4ische Union besch\u00e4ftigt die polnischen Umweltorganisationen im besonderen Ma\u00dfe. Bei ihnen herrscht hohe Unsicherheit \u00fcber das, was das Land (und besonders Polens Umwelt) mit dem Beitritt zu erwarten hat. Welche Verbesserungen, welche Probleme werden auf das Land zukommen? 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