{"id":20345,"date":"2024-11-29T10:32:27","date_gmt":"2024-11-29T09:32:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/12324-01\/"},"modified":"2024-11-29T10:32:28","modified_gmt":"2024-11-29T09:32:28","slug":"12324-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/12324-01\/","title":{"rendered":"Durchf\u00fchrung des Modellprojekts Qualifizierung zum Agenda-Moderator"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Lokale Agenda 21-Projekte setzen Kommunikationsprozesse voraus, die Akteure aus verschiedenen Lebensbereichen zusammenbringen und zur Kooperation bef\u00e4higen. Agenda-Moderatoren sind dar\u00fcber hinaus auch Multiplikatoren, die den Agenda-Proze\u00df, der in Deutschland auch quantitativ noch unter-entwickelt ist, weitertragen und fl\u00e4chendeckend in Gang setzten k\u00f6nnen. F\u00fcr die Moderation solcher Prozesse sind spezielle Qualifikationen erforderlich, die derzeit nirgendwo einfach abrufbar sind. Das gef\u00f6rderte Vorhaben soll ein Lehrgangsmodell entwickeln, das diesen Qualifikationsbedarf abdeckt. Das Lehrgangsmodell soll in einem Pilot-Lehrgang getestet werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden1. Entwicklung des Lehrgangskonzepts zur Qualifikation von Agenda-Moderatoren: Einsatz eines Beratungsinstruments zur Feststellung von Verhaltenspr\u00e4ferenzen &#8211; Curriculare Konzeption des Lehrgangs &#8211; Methodisch-didaktische Instrumentarien &#8211; Erarbeitung eines Lehrgangshandbuchs (Readers)<\/p>\n<p>2. Erstellung von Werbemitteln, bundesweite Werbung f\u00fcr den Pilotlehrgang<\/p>\n<p>3. Durchf\u00fchrung des Pilotlehrgangs: 4 dreit\u00e4gige Bl\u00f6cke in vier Monaten (96 Unterrichtseinheiten)<\/p>\n<p>4. Supervisionsphase: 8 Supervisions-Tage innerhalb von zwei Jahren, Herausgabe eines Newsletters f\u00fcr den Informations- und Erfahrungsaustausch, Aufbau einer Datenbank zur Praxis von Agenda-Prozessen<\/p>\n<p>5. Auswertung und Dokumentation<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Ziel des neuen Lehrgangskonzepts zur Qualifikation von Agenda-Moderatoren sollte die Verkn\u00fcpfung der Methodik (Moderation, Proze\u00dfbegleitung, \u00d6ffentlichkeitsarbeit, Kommunikation, Kreativit\u00e4t etc.) mit den Spezifika der (lokalen) Agenda 21 sein.<br \/>\nUm f\u00fcr diese Verkn\u00fcpfung eine gemeinsame Wissensbasis zu erstellen, haben die Lehrgangsentwickler (und sp\u00e4teren Leiter der Pilotlehrg\u00e4nge) einen Reader geschrieben, der als Lernmaterial den Lehrgangsteilnehmern vorab zur Verf\u00fcgung gestellt wurde. Durch ein finanzieller Engagement des Wissenschaftsladens Bonn e.V. war es m\u00f6glich, den Reader unter dem Titel Lokale Agenda 21 &#8211; Zukunft braucht Beteiligung. Wie man Agenda-Prozesse initiiert, organisiert und moderiert in Buchform drucken zu lassen (ISBN 3-9802020-8-9).<br \/>\nZwischen Januar und Mai 1999 fanden die beiden Pilotlehrg\u00e4nge statt. Einer der Lehrg\u00e4nge war als Wochend- der andere als Tageslehrgang konzipiert. Beide Lehrg\u00e4nge umfa\u00dften jeweils vier Bl\u00f6cke zu zwei ganzen Tagen. (Beim Wochenendlehrgang verteilten sich die beiden Lehrgangstage auf den Zeitraum zwischen Freitagabend und Sonntagmittag). Jeder der beiden Lehrg\u00e4nge hatte 15 Teilnehmer. Da es m\u00f6glich war, zwischen den beiden Lehrg\u00e4ngen auch zu wechseln, konnten bis auf zwei Ausnahmen alle Interessenten tats\u00e4chlich alle vier Bl\u00f6cke absolvieren. Vier F\u00fcnftel der Lehrgangsteilnehmer hatten &#8211; als Mitarbeiter der Kommunalverwaltung (es waren sogar zwei amtierende B\u00fcrgermeister unter ihnen), Mitarbeiter in Beratungsb\u00fcros, aktive Mitglieder von Agenda-Initiativen oder als Umweltbildner &#8211; die M\u00f6glichkeit, im Lehrgnag eigene Proze\u00dferfahrungen in der lokalen Agenda 21 zu reflektieren und die im Lehrgang erworbenen neuen F\u00e4higkeiten und Kenntnisse in der eigenen Praxis anzuwenden.<br \/>\nDie beiden Lehrg\u00e4nge sind auf\u00fchrlich dokumentiert. Die Dokumentation erhielten die Lehrgangsteilnehmer jeweils nach Ende eines Lehrgangsblocks als Unterlage zur Nacharbeit. Dieses Angebot wurde gern genutzt, da es auf diese Weise u.a. m\u00f6glich war, ein ausf\u00fchrliches Feedback \u00fcber die \u00dcbungen im Moderation Lab oder zu den \u00dcbungen in \u00d6ffentlichkeits- und Pressearbeit zu erhalten.<br \/>\nDie Dokumentation der beiden Lehrg\u00e4nge erg\u00e4nzt den Lehrgangsreader. Sie soll (au\u00dferhalb des gef\u00f6rderten Projekts) zu einem Methodenhandbuch umgearbeitet werden, um auch f\u00fcr das Selbststudium einsetzbar zu sein. Lehrgangsreader und -dokumentation erlauben es jeder Einrichtung, die Personal mit der n\u00f6tigen trainerischen Basisqualifikation hat, den Lehrgang eigenst\u00e4ndig anzubieten.<br \/>\nUm die Lehrgangsabsolventen weiterhin in der praktischen Agenda-Arbeit zu unterst\u00fctzen, wurde nach Lehrgangsende ein spezieller Informationsdienst eingerichtet &#8211; die ToolBox f\u00fcr Agenda-Moderatoren. Mit einem Umfang von vier bis acht Seiten erscheint die ToolBox monatlich, um methodische Hinweise, Denkanst\u00f6\u00dfe, Termine und Trainingsangebote f\u00fcr Agenda-Moderatoren bereitzustellen. Die ToolBox erscheint seit April 1999; sie wird zusammen mit der TU WAS AGENDA verschickt.<br \/>\nAb September wird es au\u00dferdem ein Supervisionsangebot f\u00fcr die Lehrgangsabsolventen geben. Einmal im Vierteljahr wird eine halbt\u00e4gige Supervision zur Praxis der lokalen Agenda 21 stattfinden. Um den aus dem ganzen Bundesgebiet kommenden Lehrgangsabsolventen entgegenzukommen, finden die Supervisionstermine abswechseln in Bonn, Frankfurt und M\u00fcnchen statt.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das Projekt ist durch den Lehrgangsreader und die ausf\u00fchrliche Dokumentation des Lehrgangs nachvollziehbar pr\u00e4sentiert. Sowohl der Reader wir die Lehrgangsdokumentation wurden den einschl\u00e4gigen Fachjournalisten sowie einem breiteren Interessentenkreis bekannt gemacht.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Projekt hat ein Qualifikationsinstrument zur Moderation lokaler Agenda 21-Prozesse entwickelt, das in seiner Verkn\u00fcpfung der methodischen mit den inhaltlichen Aspekten bislang nicht auf dem Markt war. Dadurch dient es sowohl der qualitativen Verbesserung der Agenda-Prozesse in den Kommunen als auch der Werbung f\u00fcr die lokale Agenda 21, die in dem Ma\u00dfe steigende Chancen hat, ein dauerhaftes Mittel der nachhaltigen Entwicklung zu werden, in dem es gelingt, professionelle Standards ein-zuf\u00fchren und die ben\u00f6tigten personellen Kapazit\u00e4ten auszubilden. Zahlreiche Nachfragen aus St\u00e4dten und Gemeinden haben inzwischen gezeigt, da\u00df ein hohes Interesse daran besteht, Agenda-Mitarbeiter auf der Basis des Lehrgangs zu qualifizieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Lokale Agenda 21-Projekte setzen Kommunikationsprozesse voraus, die Akteure aus verschiedenen Lebensbereichen zusammenbringen und zur Kooperation bef\u00e4higen. 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