{"id":20343,"date":"2023-07-13T15:15:13","date_gmt":"2023-07-13T13:15:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/12316-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:15:17","modified_gmt":"2023-07-13T13:15:17","slug":"12316-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/12316-01\/","title":{"rendered":"Durchf\u00fchrung des Projekts Modell einer Bildung zur Nachhaltigkeit durch Integration von umwelt- und entwicklungspolitischer Bildung"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Aufbau eines Netzwerkes in der Bundesrepublik zu einer Bildung f\u00fcr Nachhaltigkeit im Sinne der Agenda 21 durch Zusammenf\u00fchrung von Einrichtungen aus der Umweltbildung sowie dem Globalen Lernen. Die gegenw\u00e4rtige Diskussion um eine Bildung f\u00fcr Nachhaltigkeit ist in beiden Bildungsbereichen stark gepr\u00e4gt durch eine Orientierung auf die eigenen Inhalte und Methoden; ein Austausch zwischen der Umweltbildung und dem Globalen Lernen findet nur selten &#8211; wenn \u00fcberhaupt &#8211; statt.<br \/>\nZiele des Vorhabens sind somit: Weiterentwicklung von Ans\u00e4tzen einer Bildung f\u00fcr Nachhaltigkeit durch Integration von Umweltbildung und Globalem Lernen unter Orientierung auf Modelle von partizipatorischem Lernen in der Region; Einblick in den gegenw\u00e4rtigen Stand der Umsetzung der Rio-Beschl\u00fcsse in Bildungsarbeit .<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIm Projekt Mobile 21 &#8211; wie das Vorhaben betitelt wurde &#8211; haben sich rund 19 staatliche und nicht-staatliche Einrichtungen aus der Umweltbildung und dem Globalen Lernen zusammengefunden, die Schulen unterst\u00fctzen. Eine Mischung aus Ost-, West-, Nord- und S\u00fcddeutschland war gegeben. Vielen weiteren interessierten Einrichtungen war eine Mitarbeit wegen zu gro\u00dfer Arbeitsbelastung leider nicht m\u00f6glich.<br \/>\nDie beteiligten Einrichtungen haben an einem Besuchsprogramm teilgenommen, das dazu diente, die Arbeit des jeweils anderen Bildungsbereiches intensiver kennenzulernen sowie durch diese Kontakte Anregungen f\u00fcr die eigene Arbeit zu gewinnen und auch zu Kooperationen zu kommen. Jede Einrichtung erhielt einmal Besuch von KollegInnen aus zwei anderen Einrichtungen aus verschiedenen Bundesl\u00e4ndern und besuchte zwei Einrichtungen in anderen Bundesl\u00e4ndern. Die Besuchergruppen waren jeweils unterschiedlich zusammengesetzt, es trafen immer KollegInnen aus der Umweltbildung und dem Globalen Lernen aufeinander.<br \/>\nDie Besuche sowie die Berichte dar\u00fcber folgten einem vorab gemeinsam erarbeiteten Leitfaden, der das Augenmerk vor allem auf folgende Fragen richtete: Wie stellen sich die Rahmenbedingungen der Arbeit mit Schulen dar? Wie wird in den Inhalten auf die Anforderungen der Agenda 21 reagiert, gibt es Ans\u00e4tze zu einer Integration von Umweltthemen und Nord-S\u00fcd-Fragen? Gibt es Ans\u00e4tze und Chancen einer Ver\u00e4nderung schulischer Regelpraxis durch die Arbeit der Einrichtungen? Was sind Beispiele f\u00fcr eine gute Praxis?<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das Projekt war nach Einsch\u00e4tzung aller beteiligten Einrichtungen von besonderer Bedeutung f\u00fcr die Partner. Das Kennenlernen der Ans\u00e4tze und Praxis des jeweils anderen Bildungsbereiches (Umwelt\/Globales Lernen) erbrachte nicht nur neue Erkenntnisse und Ideen, vor allem wurden Gemeinsamkeiten &#8211; trotz unterschiedlicher Traditionen &#8211; auf verschiedenen Ebenen deutlich:<br \/>\nFast alle Einrichtungen sind in Lokale-Agenda-Prozesse eingebunden, wobei die Umweltfragen hier allerdings wesentlich dominater sind als Fragen globaler Gerechtigkeit; es sind intensive \u00dcberlegungen erforderlich, in welcher Weise globale Bez\u00fcge st\u00e4rker eingebracht werden k\u00f6nnen. In diesem Zusammenhang wurde immer wieder die Frage nach der Motivation f\u00fcr ein Engagement f\u00fcr globale Probleme aufgeworfen, &#8211; ein p\u00e4dagogisches Problem, das im Hinblick auf eine Bildung f\u00fcr Nachhaltigkeit weiterer Bearbeitung bedarf.<br \/>\nGemeinsame Schwierigkeiten bestehen in bezug auf die Zusammenarbeit mit Schulen; hier wurde eine kontinuierliche Begleitung von Schulen als sinnvoller erachtet, um zu Ver\u00e4nderungen zu kommen, als sich auf kurzfristig angelegte Angebote zu beschr\u00e4nken. Dies ber\u00fchrt insbesondere die Frage nach der Partizipation der Lernenden sowie auch der \u00d6ffnung von Schulen, da dies strukturelle schulorganisatorische Probleme anspricht und auch die Frage nach dem Rollenverst\u00e4ndnis des Lehrenden aufwirft.<br \/>\nDeutlich wurde durch die Erfahrungen w\u00e4hrend der Besuche, da\u00df die unterschiedlichen inhaltlichen Einstiege durchaus in dieselben L\u00f6sungsans\u00e4tze m\u00fcnden k\u00f6nnen: Ob der Ausgangspunkt nun z.B. die Obststreuwiese ist oder der globale Fr\u00fcchtemarkt, so k\u00f6nnen beide Lernprozesse in die Erkenntnis m\u00fcnden, das eine regionale Kreislaufwirtschaft anstrebenswert ist.<br \/>\nEs ergaben sich im Laufe der Besuche auch eine F\u00fclle an Gelegenheiten, voneinander zu lernen: F\u00fcr Umweltbildner ist eine Einbeziehung von globalen Aspekten in die thematische Aufarbeitung noch recht fremd. Auch besteht das (Vor)urteil, da\u00df hier die bew\u00e4hrte unmittelbare Begegnung mit dem Lerngegenstand nicht m\u00f6glich sei. Die KollegInnen des Globalen Lernens k\u00f6nnen hier eine Vielzahl an methodischen und inhaltichen Anregungen geben. Z.B. mangelt es dem weit verbreiteten Thema Energiesparen an Schulen vielfach an einer Einbettung in Fragen der globalen Klimaver\u00e4nderung und ihrer Konsequenzen f\u00fcr verschiedene Regionen der Erde, oder aber das Thema \u00f6kologisch produzierte Kleidung kann nur mit Blick auf die Herkunftsl\u00e4nder und die dortigen Produktionsbedingungen umfassend und angemessen behandelt werden. Die unmittelbare Begegnung findet hier \u00fcber Objekte und Produkte, \u00fcber kulturelle Ausdrucksformen und Lebensstile statt.<br \/>\nAuf der anderen Seite haben die Umweltp\u00e4dagogen traditionell eine wesentlich st\u00e4rkere Orientierung auf die eigene Region und die dortigen Einflu\u00df- und Handlungsm\u00f6glichkeiten. Dies bedeutet einen Erfahrungsschatz, der f\u00fcr die KollegInnen des Globalen Lernens an Bedeutung gewinnt, je mehr sie sich in die Prozesse der Lokalen Agenda einbringen bzw. Schulen dabei unterst\u00fctzen, sich hier einzubringen.<br \/>\nIn bezug auf Fragen der Partizipation der Lernenden &#8211; insbesondere mit Blick auf eine St\u00e4rkung dieser Anforderung im schulischen Alltag &#8211; haben beide Bildungsbereiche einen erheblichen Entwicklungsbedarf. Au\u00dferhalb der Schule finden sich anregende Modelle einer Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an den Entwicklungsprozessen in einer Region oder Stadt. Diese Modelle auch f\u00fcr Schulen nutzbar zu machen, bedeutet eine Herausforderung f\u00fcr eine Bildung f\u00fcr Nachhaltigkeit und alle die Schule unterst\u00fctzenden Einrichtungen.<br \/>\nAusgehend von diesen Erfahrungen von Gemeinsamkeiten haben sich im Rahmen von Mobile 21 erste Kooperationsprojekte entwickelt: Gegenseitige Fortbildungen, Einbeziehung des jeweils anderen Bildungsbereiches in Veranstaltungen und Seminare, aber auch: Lesetournee mit Autoren aus Drittwelt-L\u00e4ndern durch Umweltzentren oder Kunstprojekt zum Verh\u00e4ltnis Mensch und Umwelt unter Anleitung eines indianischen K\u00fcnstlers u.\u00e4. Hier gilt es weiter zu arbeiten, um Praxisbeispiele zu spezifischen Themen zu entwickeln, die f\u00fcr Schulen und andere Bildungstr\u00e4ger anregende und nutzbare Modelle einer Bildung f\u00fcr Nachhaltigkeit pr\u00e4sentieren.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Der projektinterne Rundbrief MOBILETTER wurde z.T. im Internet pr\u00e4sentiert. Auch der vorliegende Abschlu\u00dfbericht wird hier eingestellt werden (www.mobile 21.de). Eine Pr\u00e4sentation von Mobile 21 auf der Didacta 2000, Sonderschau Globales Lernen, ist in Vorbereitung.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Der Ansatz von Mobile 21, Umweltbildung und Globales Lernen in einen intensiven Kontakt zu bringen, hat sich bew\u00e4hrt. Bereits im Verlauf des einen Jahres haben sich Synergieeffekte angedeutet, die eine weitere Kooperation, als fruchtbar erscheinen lassen. Die Zusammenf\u00fchrung von Einrichtungen der Schulunterst\u00fctzung hat eine Vielfalt an gemeinsamen Schwierigkeiten aufgezeigt denen sich eine Bildung f\u00fcr Nachhaltigkeit, die nicht nur durch zukunftsorientierte Inhalte, sondern auch durch innovativ strukturierte Lernprozesse gekennzeichnet ist, zuwenden mu\u00df.<br \/>\nNun geht es darum, in enger Zusammenarbeit mit den Schulen Projekte, Unterrichtsvorhaben und praxisnahe Modelle einer Bildung f\u00fcr Nachhaltigkeit zu konkretisieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Aufbau eines Netzwerkes in der Bundesrepublik zu einer Bildung f\u00fcr Nachhaltigkeit im Sinne der Agenda 21 durch Zusammenf\u00fchrung von Einrichtungen aus der Umweltbildung sowie dem Globalen Lernen. 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