{"id":20339,"date":"2023-07-13T15:15:13","date_gmt":"2023-07-13T13:15:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/12281-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:15:16","modified_gmt":"2023-07-13T13:15:16","slug":"12281-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/12281-01\/","title":{"rendered":"Durchf\u00fchrung und Dokumentation eines Klimaschutzpreises f\u00fcr energiebewu\u00dftes Bauen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Im Bereich der Bebauung durch Privatleute oder Unternehmen gibt es derzeit nur sehr wenig Angebote, die Bauherren und planende oder ausf\u00fchrende Unternehmer zum energieeffizienten und damit entscheidend CO2-reduzierenden Bauen anzuregen. Ziel des Projektes ist es, die f\u00fcr die Bebauung verantwortlichen Personen zu erreichen, um eine ernergieeffiziente Bebauung von Ort zu f\u00f6rdern. Beispielgebende Geb\u00e4ude mit handwerklich vorbildlicher Ausf\u00fchrung sollen ausgezeichnet werden, die der geplanten E-nergieeinsparverordnung entsprechen. Die Transparenz und Wiederholbarkeit der Planung und Ausf\u00fchrung f\u00fcr den verringerten CO2-Aussto\u00df steht dabei im Zentrum. Besonders wichtig ist dabei die \u00dcbertragbarkeit des Konzeptes durch seine Nachvollziehbarkeit und Dokumentation. Ziel ist nicht die Planung allein, sondern insbesondere auch der ausgef\u00fchrte Bau und dessen Kosten.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Projekt soll auf zwei Ebenen wirken: 1. Auslobung eines Preises, der ausgef\u00fchrte energieeffiziente Bauten pr\u00e4miert. Pr\u00e4miert werden Geb\u00e4ude, die durch sorgf\u00e4ltig abgestimmte Planung sowohl des Bauk\u00f6rpers als auch der Haustechnik minimale CO2-Emissionen aufweisen, deren Baustoffe und Komponenten unter den Kriterien der Nachhaltigkeit und der Kreislauff\u00e4higkeit ausgew\u00e4hlt wurden. Ausgezeichnet werden sollen grunds\u00e4tzlich Planungsteams, zu denen neben Architekten auch Bauherren und Haustechnik-Fachleute geh\u00f6ren. Dies unterstreicht, dass energetisch optimierte L\u00f6sungen das integrierte Zusammenwirken von gestalterischer und technischer Planungskomponente durch den ganzen Prozess hindurch erfordern. 2. Aufkl\u00e4rungsarbeit f\u00fcr Bauherren, Planer und Eigent\u00fcmer. Diese Aufkl\u00e4rungsarbeit setzt an zwei Erkenntnissen an: a) Viel zu wenig Bauherren und Planer kennen derzeit konkrete M\u00f6glichkeiten des energieeffizienten Bauens. Sie sollen angeregt werden, durch Ausstellung und Publikation kreative Umsetzungen in der Praxis kennen zu lernen. Globale und regionale Zusammenh\u00e4nge werden dabei in Beziehung zueinander gesetzt, um konkrete Handlungsm\u00f6glichkeiten des einzelnen aufzuzeigen. b) Eine breit angelegte \u00d6ffentlichkeitsarbeit soll auch andere Kommunen und Bautr\u00e4ger anregen. Aus diesem Grund wurde eine informative Ausstellung konzipiert, die durch das Bundesgebiet wandern soll. Die organisatorische Betreuung wird durch den kommunalen Tr\u00e4ger, hier das Umweltdezernat der Stadt Osnabr\u00fcck, f\u00fcr den B.A.U. e. V. \u00fcbernommen. In einer begleitenden Buchpublikation werden die Informationen zum CO2-reduzierenden Bauen umfassend vertieft.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Der Klimaschutzpreis f\u00fcr energiebewusstes Bauen hat in der Stadt Osnabr\u00fcck und Umgebung den Stellenwert des Energieaspektes in der Architektur deutlich heben k\u00f6nnen. Dies gilt sowohl f\u00fcr Fachkreise als auch f\u00fcr den gemeinhin fachlich gut informierten Kreis der Bauherren und Bau-Interessierten.<br \/>\nDie anfangs geringe Anzahl eingereichter Arbeiten konnte schon bei der 2. Auslobung deutlich gesteigert werden. Es zeigt sich, dass ein Architektenpreis sich grunds\u00e4tzlich erst etablieren muss. Dies wird durch regelm\u00e4\u00dfige Vergabe erreicht werden k\u00f6nnen.In der Architektenschaft und bei den Ingenieuren zeigt sich das erh\u00f6hte Interesse an Energieaspekten u. a. in zwei gut besuchten Fortbildungsma\u00dfnahmen zum energiesparenden Bauen, die jeweils w\u00e4hrend der Umweltmessen 1999 und 2001 in Osnabr\u00fcck erfolgreich durchgef\u00fchrt wurden. Zwei Solarsymposien &#8211; zum Thema Niedrigenergie- und Passivhaus und zur energetischen Altbausanierung, jeweils mit themenbezogener Ausstellung &#8211; erfreuten sich regen Zuspruchs von Fachleuten und interessierten Laien.<br \/>\nW\u00e4hrend der Projektlaufzeit wurden die ersten Passivh\u00e4user im Osnabr\u00fccker Raum erstellt. Passivhaus-Besichtigungen des Solarenergievereins oder im Rahmen von Symposien oder Seminaren geben Fach-leuten und Nichtfachleuten wiederholt Gelegenheit, das theoretisch Erfahrene zu \u00fcberpr\u00fcfen und mit ei-genen Augen zu erfahren und mit H\u00e4nden zu begreifen. Das Konzept eines regionalen Klimaschutzpreises hat Modellcharakter und kann problemlos auf andere St\u00e4dte und Regionen \u00fcbertragen werden. Das Buch H\u00e4user f\u00fcr das 21. Jahrhundert ist \u00fcberall im Buchhandel erh\u00e4ltlich, und die Ausstellungstafeln stehen zur Benutzung durch andere St\u00e4dte und Gemeinden zur Verf\u00fcgung. Damit ist das Projektziel erreicht: Durch einen lokalen oder regionalen Klima-schutzpreis Architekten, Ingenieure und die Bauherrenschaft \u00f6ffentlich verst\u00e4rkt f\u00fcrs energiebewusste Bauen zu interessieren, das Wissen zu dokumentieren und dieses Konzept anderen Gemeinwesen vorbildhaft zur Verf\u00fcgung zu stellen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Jeweils im Fr\u00fchjahr der Jahre 1997 und 1999 wurde der Klimaschutzpreis gemeinsam vom Runden Tisch CO2 der Stadt Osnabr\u00fcck und Bund Architektur &#038; Umwelt e.V. ausgelobt. 1997 wurde einzig ein Objekt mit 7.500 DM pr\u00e4miert. Die Preisverleihung erfolgte am 8.10.1997 im Friedenssaal des Rathauses von Osnabr\u00fcck. In der Preisrunde 1999 wurden zwei Arbeiten mit je 7 500 DM pr\u00e4miert. Das Preisgeld von 15 000 DM enth\u00e4lt neben den Mitteln der Umweltstiftung auch Spenden der Handwerkskammer Os-nabr\u00fcck-Emsland, der Stadtwerke Osnabr\u00fcck und der Sibo-Gruppe.<br \/>\nDie Verleihung des Klimaschutzpreises an die beiden Preistr\u00e4ger erfolgte am 3.11.1999 im Friedenssaal des Osnabr\u00fccker Rathauses durch Oberb\u00fcrgermeister Hans-J\u00fcrgen Fip. Die Laudatio hielt Architekt Heiko Reinders, als Vorsitzender der Bezirksgruppe Osnabr\u00fcck\/Emsland des Bundes Deutscher Architekten (BDA) und Vertreter der Architektenkammer Osnabr\u00fcck.<br \/>\nAm 12. Januar 2000 wurde die Ausstellung in den R\u00e4umen der Sparkasse Osnabr\u00fcck feierlich er\u00f6ffnet. Das Einf\u00fchrungsreferat hielt Architekt Heiko Reinders.<br \/>\nIm Anschluss wurde sie in sieben weiteren \u00f6ffentlichen Einrichtungen jeweils f\u00fcr mehrere Wochen pr\u00e4-sentiert. Wenn die Ausstellung nicht ausgeliehen ist, wird sie im Stadthaus 1 der Stadtverwaltung Osnabr\u00fcck in der 3. Ebene pr\u00e4sentiert.<br \/>\nParallel zur Ausstellung wurde von einer Arbeitsgruppe unter Federf\u00fchrung des secolo-Verlages die Buchpublikation H\u00e4user f\u00fcr das 21. Jahrhundert erarbeitet.<br \/>\nDas Buch enth\u00e4lt auf  156 Seiten 18 Artikel einschl\u00e4gig fachkompetenter Autoren, erg\u00e4nzt durch einen Anhang mit Adressen und Literatur zum energiesparenden Bauen sowie Hinweise zur F\u00f6rderung Energie sparender Ma\u00dfnahmen am Bau. Es wurde auf der Buchmesse 1999 vorgestellt und wird durch den Buchhandel vertrieben.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Der Klimaschutzpreis f\u00fcr energiebewusstes Bauen hat in der Stadt Osnabr\u00fcck und Umgebung den Stellenwert des Energieaspektes in der Architektur deutlich heben k\u00f6nnen. Dies gilt sowohl f\u00fcr Fachkreise als auch f\u00fcr den gemeinhin fachlich gut informierten Kreis der Bauherren und Bau-Interessierten.<br \/>\nIn der Architektenschaft und bei den Ingenieuren zeigt sich das erh\u00f6hte Interesse an Energieaspekten u. a. in zwei gut besuchten Fortbildungsma\u00dfnahmen zum energiesparenden Bauen, die jeweils w\u00e4hrend der Umweltmessen 1999 und 2001 in Osnabr\u00fcck erfolgreich durchgef\u00fchrt wurden. Zwei Solarsymposien &#8211; zum Thema Niedrigenergie- und Passivhaus und zur energetischen Altbausanierung, jeweils mit the-menbezogener Ausstellung &#8211; erfreuten sich regen Zuspruchs von Fachleuten und interessierten Laien.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Im Bereich der Bebauung durch Privatleute oder Unternehmen gibt es derzeit nur sehr wenig Angebote, die Bauherren und planende oder ausf\u00fchrende Unternehmer zum energieeffizienten und damit entscheidend CO2-reduzierenden Bauen anzuregen. 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