{"id":20322,"date":"2023-07-13T15:15:09","date_gmt":"2023-07-13T13:15:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/12200-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:15:12","modified_gmt":"2023-07-13T13:15:12","slug":"12200-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/12200-01\/","title":{"rendered":"Evaluation von DBU-gef\u00f6rderten Projekten im Harz &#8211; u. a. unter der Fragestellung einer nachhaltigen Regionalentwicklung"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Erfassung der regionalen Wirkungen DBU-gef\u00f6rderter Projekte am Beispiel der Region Harz. Im Mittelpunkt stehen die F\u00f6rderung neuer Impulse im Umweltschutz durch die einzelnen Projekte, die Wirkung der Projekte in der Region, der Beitrag der Projekte zur F\u00f6rderung einer nachhaltigen Regionalentwicklung sowie bestehende und potentielle Synergismen zwischen den gef\u00f6rderten Projekten in der Region.<br \/>\nProjektziele sind auch die Erarbeitung von Kriterien f\u00fcr die Bewertung von Projektantr\u00e4gen bzw. die Formulierung von F\u00f6rderbedingungen im Hinblick auf nachhaltige Regionalentwicklung sowie die Erarbeitung von Vorschl\u00e4gen f\u00fcr die Ergebnispr\u00e4sentation gef\u00f6rderter Projekte.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Beschreibung und Beurteilung der DBU-Projekte hinsichtlich ihrer Wirkungen f\u00fcr den Umweltschutz und f\u00fcr eine nachhaltige Regionalentwicklung erfordert eine systematische Erfassung der gef\u00f6rderten Projekte in der Region Harz.<br \/>\nDie Auswertung der Unterlagen zu den einzelnen Projekten (Zwischen- und Abschlu\u00dfberichte) bilden die Basis der Erfassung, weitergehende Informationen werden \u00fcber eine Befragung der Tr\u00e4ger der gef\u00f6rderten Projekte und deren (potentielle) regionale Partner gewonnen.<br \/>\nDie Beurteilung der Projekte hinsichtlich ihres Beitrages zur F\u00f6rderung einer nachhaltigen Regional-entwicklung setzt grunds\u00e4tzliche \u00dcberlegungen voraus; es gilt, das in seinen Grundz\u00fcgen abgesteckte Leitbild f\u00fcr nachhaltige Entwicklung mit der vorliegenden Zielsetzung und den Erfahrungen aus der Erfassung der Projekte abzustimmen und gemeinsam mit den Betroffenen in der Region ein umsetzbares Modell f\u00fcr den Beitrag der Projekte und zur Nutzung von Synergie-Effekten zu entwickeln. F\u00fcr die Zusammenarbeit und Diskussion mit den interessierten Vertretern der F\u00f6rderprojekte und der Region werden Workshops in der Region durchgef\u00fchrt.<br \/>\nIn der zweiten Projektphase werden auf Grundlage der Ergebnisse aus Phase 1 die Handlungsm\u00f6glich-keiten der DBU zur Sicherung und Steigerung des Beitrages DBU-gef\u00f6rderter Projekte zur F\u00f6rderung einer nachhaltigen Regionalentwicklung aufgearbeitet und zusammengestellt. Die Aufbereitung der Handlungsm\u00f6glichkeiten erfolgt in enger Abstimmung mit Mitarbeitern der DBU in mehreren Diskussionsrunden. Ziel sind umsetzbare Empfehlungen an die DBU bez\u00fcglich ihrer F\u00f6rderstrategie, der Betreuung gef\u00f6rderter Projekte in der Antrags- und Durchf\u00fchrungsphase und bez\u00fcglich der Anforderungen an Projekttr\u00e4ger und Projektkonzepte. Die Ergebnisse flie\u00dfen in einen Leitfaden (Entwurf) ein.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die DBU-gef\u00f6rderten Projekte wurden in Phase 1 im Hinblick auf die o.g. Fragestellungen kritisch durchgesehen. Die Ergebnisse der Phase 1 k\u00f6nnen wie folgt zusammengefa\u00dft werden:<br \/>\nEine sp\u00fcrbare Umweltentlastung wurde nur in einzelnen F\u00f6rderprojekten erreicht, v.a. bei Projekten, die konkrete umweltentlastende Ma\u00dfnahmen in den Mittelpunkt stellen (z.B. F\u00f6rderung einer Pflanzenkl\u00e4ranlage). Es \u00fcberwiegen Projekte, die auf indirekte Umweltentlastungen abzielen (u.a. Schaffung von Rahmenbedingungen und Arbeitsgrundlagen f\u00fcr umweltentlastendes Handeln). Die mit diesen Projekten verkn\u00fcpfte Erwartung, da\u00df aus indirekten Effekten direkte Entlastungen folgen, wird nur in wenigen F\u00e4llen erreicht. Zum aktuellen Zeitpunkt k\u00f6nnen meist nur potentielle Effekte festgestellt werden.<br \/>\nEntsprechend gering sind die konkret fa\u00dfbaren Umweltentlastungseffekte der betrachteten Projekte im Harz. Den z.T. bescheidenen \u00f6kologischen Effekten stehen durchaus beachtliche \u00f6konomische und sozio\u00f6konomische Effekte gegen\u00fcber: Im Rahmen der F\u00f6rderprojekte wurde eine Vielzahl von (meist befristeten) Arbeitspl\u00e4tzen geschaffen. In Einzelf\u00e4llen konnten die F\u00f6rderprojekte zur Existenzgr\u00fcndung und Existenzsicherung von Betrieben beitragen. \u00dcber die Projekte ist es gelungen, z.T. namhaftes Know-how in der Region zu binden. Dieser Kow-how-Gewinn erscheint in vielen F\u00e4llen f\u00fcr die Region eher fl\u00fcchtig (Drittmittelforschung, ABM-Vertr\u00e4ge, die nicht verl\u00e4ngert werden). In Einzelf\u00e4llen haben Know-how und erfolgreiche Referenzprojekte Betriebe in der Region qualifiziert. Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnen mit den F\u00f6rderprojekten weitere Effekte verkn\u00fcpft werden, u.a. Unterst\u00fctzung bei der Akzeptanzfindung von Nationalparken, F\u00f6rderung der Zusammenarbeit zwischen regionalen Akteuren etc.<\/p>\n<p>Diese Bewertung gilt auch f\u00fcr die hier besprochene Evaluationsstudie: Direkte Umweltentlastungseffekte werden mit der Evaluationsstudie nicht erreicht &#8211; und auch nicht angestrebt. Die Evaluationsstudie kann aber indirekt zu einer Umweltentlastung f\u00fchren, wenn die Ergebnisse dazu beitragen, da\u00df das Kernziel Umweltentlastung st\u00e4rker ber\u00fccksichtigt wird und die M\u00f6glichkeiten \/ Strategien zur F\u00f6rderung nachhaltiger Regionalentwicklung in gr\u00f6\u00dferem Ma\u00dfe genutzt bzw. ausgesch\u00f6pft werden. Diesem Ziel dient Projektphase 2. Die Ergebnisse k\u00f6nnen wie folgt zusammengefa\u00dft werden:<br \/>\nNachhaltige Regionalentwicklung f\u00fchrt immer noch ein Schattendasein &#8211; die Komplexit\u00e4t und die erzielbaren Effekte sind in der \u00d6ffentlichkeit und bei Entscheidungstr\u00e4gern noch nicht erkannt. Z.T. fehlen noch Handlungsrezepte und erfolgversprechende Strategien. Hier kann und sollte die DBU ihre f\u00f6rdernde Rolle st\u00e4rken und eine F\u00fchrungsrolle \u00fcbernehmen. Die verst\u00e4rkte F\u00f6rderung und Ber\u00fccksichtigung nachhaltiger Aspekte erfordert neues Denken &#8211; bei den Projektr\u00e4gern wie auch bei den Mitarbeitern der DBU. Hier sind neue Formen der Abstimmung und Zusammenarbeit zu entwickeln. Ein in Arbeit befindlicher Leitfaden kann hierbei beiden Seiten Hilfestellung bieten.<\/p>\n<p>Die gesetzten Arbeitsziele konnten mit dem beschrittenen Arbeitsweg erreicht werden. Durch die zahlreichen  pers\u00f6nlichen Gespr\u00e4che und Projekt-Besichtigungen konnte ein hinreichender &#8211; wenn auch nicht exakter und vollst\u00e4ndig abgesicherter &#8211; Eindruck \u00fcber die Erfolge und Effekte der DBU-gef\u00f6rderten Projekte gewonnen werden.<br \/>\nDer Erkenntnisgewinn hinsichtlich der F\u00f6rderung einer nachhaltigen Regionalentwicklung war jedoch etwas geringer als erwartet, da nur wenige F\u00f6rderprojekte einen direkten Bezug zu dieser Themen-stellung aufweisen. Betrachtung der F\u00f6rderprojekte hinsichtlich ihres Beitrages zur F\u00f6rderung einer nachhaltigen Regionalentwicklung macht vor allem deutlich, da\u00df in diesem Denk- und Arbeitsansatz noch erheblicher Lern- und Nachholbedarf besteht: Die Projektbearbeitung war i.d.R. eng auf die vorgegebene (enge) Aufgabenstellung ausgerichtet, die Handlungspotentiale zur Beteiligung der Region, zur Erzielung von Synergie-Effekten und zur Schaffung langfristiger stabiler Strukturen wurden nur in Einzelf\u00e4llen genutzt. Vor diesem Hintergrund besteht ein echter Bedarf nach \u00dcberlegungen, Projekte st\u00e4rker auf m\u00f6gliche Synergie-Effekte zuzuschneiden und zu vernetzen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Teil- und Zwischenergebnisse der Evaluationsstudie wurden bereits w\u00e4hrend der Arbeitsphase 1 in den durchgef\u00fchrten Workshops mit den Vertretern von gef\u00f6rderten und regionalpolitischen Institutionen diskutiert. In Arbeitsphase 2 wurde keine \u00d6ffentlichkeit gesucht; es galt, die Zwischenergebnisse mit Mitarbeitern der DBU abzustimmen. Die Ergebnisse des F\u00f6rderpropjektes flie\u00dfen in einen in Arbeit befindlichen Leitfaden zur Konzeption und Durchf\u00fchrung nachhaltiger Projekte mit ein.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Projekt w\u00e4re nach den aufgestellten Kriterien an nachhaltige Projekte durchgefallen &#8211; konkrete Entlastungseffekte wurden damit nicht erreicht. Das Projekt hat aber die Grundlagen f\u00fcr eine verst\u00e4rkte F\u00f6rderung und eine Effektivierung nachhaltiger Projekte gelegt &#8211; es liegt nun in den H\u00e4nden der DBU, die Ergebnisse und Empfehlungen anzuwenden.<br \/>\nEs mu\u00df jedoch relativiert werden: Der Stein der Weisen wurde nicht gefunden &#8211; die Studie f\u00fchrt weder zu einem Patentrezept f\u00fcr Konzeption und Durchf\u00fchrung nachhaltiger Projekte noch ist absehbar, inwieweit die neuen Anforderungen an die Betreuung nachhaltiger Projekte im Hause der DBU umgesetzt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Erfassung der regionalen Wirkungen DBU-gef\u00f6rderter Projekte am Beispiel der Region Harz. 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