{"id":20286,"date":"2023-07-13T15:15:05","date_gmt":"2023-07-13T13:15:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/12067-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:15:07","modified_gmt":"2023-07-13T13:15:07","slug":"12067-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/12067-01\/","title":{"rendered":"Evaluierung von Projekten der nachhaltigen Regionalentwicklung, untersucht an Beispielen in der BRD"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Im Sinne der nachhaltigen Regionalentwicklung sind zahlreiche Projekte durchgef\u00fchrt worden mit dem Ziel, innovative Handlungsans\u00e4tze zu erproben und langfristig auf der regionalen Ebene zu verankern. Neben neuen Produkten oder Verfahrensweisen steht dabei in der Regel die Etablierung einer neuen Entwicklungskultur und neuer Kooperationsformen zwischen den Akteuren vor Ort im Mittelpunkt der Projektarbeit. Bisher ist aber kaum untersucht, ob durch zeitlich begrenzte Projekte eine Verankerung innovativer Ideen und Handlungsweisen erreicht werden kann und ob diese zu einem selbsttragenden Entwicklungsproze\u00df f\u00fchren.<br \/>\nZiel der Arbeit ist, einen methodischen Ansatz zu entwickeln, mit dem an zwei Fallstudien untersucht wird, ob durch die durchgef\u00fchrten Projekte innovative Handlungsans\u00e4tze angeregt und etabliert werden konnten und eine neue Kooperations- und Entwicklungskultur angeregt wurde. Weiterhin wird ein Erkl\u00e4rungsansatz abgeleitet, als Beitrag zur Aufkl\u00e4rung von Wirkungszusammenh\u00e4nge und Ursachen im Rahmen derartiger Projekte. Die Erkenntnisse aus den Fallstudien und dem Erkl\u00e4rungsansatz werden zu Empfehlungen zu Aufbau und Ablauf von Projekten zusammengef\u00fchrt, um deren Erfolgschancen zu verbessern.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Untersuchung erfolgt in drei Schritten.<br \/>\nZun\u00e4chst wird aus dem aktuellen Diskussionsstand zu Theorie und Methodik der Evaluierung ein spezifischer Evaluierungsansatz f\u00fcr die Fallbeispiele entwickelt. In diesem Rahmen wird auch auf m\u00f6gliche Wirkungszusammenh\u00e4nge bei der Durchf\u00fchrung von Projekten eingegangen, die aus der Literatur \u00fcber vergleichbare Projekte abgeleitet werden. Die abgeleiteten Ursachen zum Verlauf von Projekten werden zu einem Erkl\u00e4rungsmodell in Form von f\u00f6rdernden und hemmenden Faktoren zusammenfa\u00dft und dienen u.a. zur Bewertung der Projekte.<br \/>\nIm zweiten Schritt erfolgt die Auswahl der Fallbeispiele aus dem Katalog der durch die DBU gef\u00f6rderten Projekte und die Durchf\u00fchrung der Evaluierung.<br \/>\nAbschlie\u00dfend werden die Ergebnisse zusammengefa\u00dft und zu einem Projektmodell weiterentwickelt. Das Modell gliedert sich in drei Arbeitsphasen zu Planung und Durchf\u00fchrung von Projekten, in dem Faktoren, die als wichtig f\u00fcr den erfolgreichen Verlauf von Projekten erkannt wurden, in Form von Arbeitsschritten dargestellt sind.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Wesentliches Ergebnis der Evaluierung ist, da\u00df die untersuchten Fallbeispiele nur als teilweise erfolgreich angesehen werden k\u00f6nnen.<br \/>\nDiese Einsch\u00e4tzung basiert in erster Linie auf der Einsch\u00e4tzung der Projektteilnehmer, die im Rahmen der Evaluierung befragt wurden. Die Unzufriedenheit bezieht sich haupts\u00e4chlich darauf, da\u00df nach Beendigung der F\u00f6rderzeit die Unterst\u00fctzung durch Berater f\u00fcr die Akteure vor Ort weggefallen sind und seitdem die weitere Umsetzung oder Weiterentwicklung der Projektans\u00e4tze ins Stocken geraten ist.<br \/>\nVor dem Hintergrund des Erkl\u00e4rungsansatzes betrachtet wird deutlich, da\u00df das nur teilweise befriedigende Ergebnis auf den Projektaufbau und die Durchf\u00fchrung zur\u00fcckzuf\u00fchren sind. In beiden Projekten sind die vorhanden Sozial- und Machtstrukturen nicht gen\u00fcgend ber\u00fccksichtigt worden. In der Folge konnten sich innovative Entscheidungs- und Verantwortungsstrukturen nicht dauerhaft vor Ort etablieren.<br \/>\nAls ein weiteres Manko ist die relativ kurze Laufzeit der Projekte zu sehen, die kaum ausreichend erscheint, um lokale oder gar regionale Vernetzungen aufzubauen und in dauerhafte Formen zu \u00fcberf\u00fchren.<br \/>\nAber es sind auch positive Wirkungen von den Projekten ausgegangen, die als ein Beitrag zur nachhaltigen Regionalentwicklung interpretiert werden k\u00f6nnen. In beiden Fallstudien sind neue Handlungsans\u00e4tze unter Beteiligung der Akteure vor Ort entwickelt und zumindest in Teilen auch realisiert worden. Die gemeinsame Arbeit der Akteure hat stets einen Ansto\u00df zu neuen Kooperationen gegeben, entweder zwischen verschiedenen Gruppierungen oder \u00fcber ein sonst enger begrenzten Raum hinaus. Diese Aspekte wurden auch von den Akteuren als positives Erlebnis herausgestellt, so da\u00df der Projektansatz als grunds\u00e4tzlich wichtiger Schritt im Rahmen einer nachhaltigen Regionalentwicklung bewertet werden kann.<\/p>\n<p>Aus den Erkenntnissen der Fallstudien und der Anwendung des Erkl\u00e4rungsansatzes lassen sich Ansatzpunkte f\u00fcr eine Weiterentwicklung der Umsetzung von nachhaltiger Regionalentwicklung ableiten. Hinweise zur Optimierung von Aufbau und Durchf\u00fchrung von Projekten sind in einem Projektmodell zusammengefa\u00dft, in dem in drei Phasen Arbeitsschritte und -ziele benannt werden als Meilensteine eines positiven Projektverlaufs.<br \/>\nWeiterentwicklungsm\u00f6glichkeiten des Projektansatzes liegen in der Vernetzung und Ausbreitung von innovativen Handlungsans\u00e4tzen \u00fcber die lokale Ebene hinaus unter der st\u00e4rkerer Einbeziehung aller Wirtschaftszweige und Handlungsfelder des Raums. Dazu sind allerdings \u00dcberlegungen f\u00fcr l\u00e4ngerfristige F\u00f6rdermodelle notwendig.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Projekte der nachhaltigen Regionalentwicklung k\u00f6nnen Impulse f\u00fcr eine innovative Handlungskultur geben. Um diese zu erreichen, sollten aber bereits bei der Projektplanung und der Durchf\u00fchrung vor allem die gesellschaftlichen Gegebenheiten vor Ort st\u00e4rker als bisher ber\u00fccksichtigt werden.<br \/>\nVon der Basis einer etablierten innovativen Handlungskultur ausgehend k\u00f6nnen dann auch \u00f6konomische und \u00f6kologische Effekte erwartet werden, die wahrscheinlich aber erst mittel- bis langfristig nachweisbar sind. <\/p>\n<p>Im Sinne einer Optimierung der Projektdurchf\u00fchrung k\u00f6nnte zuk\u00fcnftig eine projektbegleitende Evaluierung installiert werden, die u.a. Korrekturen an der Zielsetzung und Durchf\u00fchrung des jeweiligen Projekts erleichtert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Im Sinne der nachhaltigen Regionalentwicklung sind zahlreiche Projekte durchgef\u00fchrt worden mit dem Ziel, innovative Handlungsans\u00e4tze zu erproben und langfristig auf der regionalen Ebene zu verankern. 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