{"id":20279,"date":"2023-07-13T15:15:05","date_gmt":"2023-07-13T13:15:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/12036-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:15:06","modified_gmt":"2023-07-13T13:15:06","slug":"12036-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/12036-01\/","title":{"rendered":"Gestaltung eines \u00f6kologischen Spielplatzes auf dem Gel\u00e4nde des ehemaligen Volksbades Annah\u00fctte"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Das industrielle Gesicht von Annah\u00fctte und Umgebung wurde bis nach der wende durch Konzentration extrem umweltbelastender Industriezweige gepr\u00e4gt. Die Betriebe wurden stillgelegt, die Altlasten sind bis heute existent. Dadurch leiden die ortsans\u00e4ssigen Kinder unter chronischen Atemwegserkankungen, allergischen Hautekzemen, erh\u00f6hter Infektanf\u00e4lligkeit, Konzentrationsschw\u00e4che und Schlafst\u00f6rungen. Erlebnisbereiche und Spielm\u00f6glichkeiten vor Ort sind nicht vorhanden. Die Kinder spielen z.T. auf kontaminierten Brachfl\u00e4chen eines ehemaligen Bleiglaswerkes. Durch die Schaffung eines naturnahen, \u00f6kologischen Spielplatzes sollen die Kinder von den kontaminierten Brachfl\u00e4chen ferngehalten werden.<br \/>\nZielsetzung des Spielplatzes ist:<br \/>\nDie Identifikation der jungen Menschen mit dem Spielplatz und damit \u00dcbernahme von Verantwortung f\u00fcr Pflege und Betreuung f\u00fcr lange Zeit; der modellhafte Charakter des \u00d6ko-Spielplatzes in einer extrem umwelbelasteten Region und damit die \u00dcbertragbarkeit auf andere Objekte in \u00e4hnlich belasteten Gebieten S\u00fcdbrandenburgs.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten Methoden1. Planungs- bzw. Vorbereitungsphase: Pr\u00e4zisierung und Detailbeschreibung des Projektes mit den Kooperationspartnern \/ Pr\u00e4zisierung der einzelnen Leistungsschritte der einzelnen Kooperationspartner \/ Netzplanung f\u00fcr die Projektlaufzeit \/ Projektablaufmanagement \/ Entwicklung eines Ma\u00dfnahmenkataloges zur Warming up Phase \/ Pr\u00e4zisierung des Kostenplanes<br \/>\n2. Durchf\u00fchrungsphase: Errichtung einzelner Teilprojekte, z.B. Einsch\u00fcttung und Nutzung des alten Schwimmbeckens \/Errichtung eines Feuchtbiotops anstelle des vorhandenen Planschbeckens \/ Naturspielecken (Weidenh\u00e4user, Kriechtunnel) usw.<br \/>\n3. Wissenschaftliche Begleitung und Dokumentation des Projektes:<br \/>\nZ.B. Ausarbeitung des Designs \/ Entwicklung und Erprobung der Evaluationsinstrumente \/ erstellen des Abschlu\u00dfberichtes<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die durchgef\u00fchrte Aufsuchende Befragung  zum Freizeitverhalten (ABF) erbrachte ein hohes  Interesse der \u00f6rtlichen Bev\u00f6lkerung am Projekt. Besonders hervorzuheben ist die sehr hohe Anzahl von im Fragebogen angegebener Adressen von Personen, die sich am Bau und bei der Betreuung des Zentrums beteiligen wollen. Weiterhin sprachen sich die Befragten daf\u00fcr aus, da\u00df das \u00d6JFA f\u00fcr alle Altersgruppen und Personen aus verschiedenen Regionen zug\u00e4nglich sein soll, eine Betreuung und Aufsicht gew\u00e4hrleistet sein mu\u00df und da\u00df geregelte \u00d6ffnungszeiten sind erw\u00fcnscht.<br \/>\nDie durchgef\u00fchrten Multiplikatorenschulungen mit Jugendlichen und Betreuern vom Ort liefen sehr erfolgreich ab, es wurde ein sehr gro\u00dfes Interesse gegen\u00fcber dem Projekt sowie der Methodik (Erlebnisp\u00e4dagogik, \u00f6kologisches Lernen) gezeigt. Einige Kinder und Jugendliche sowie Kindergartengruppen, Schulklassen und Vereine nutzen den Platz trotz fortlaufenden Bauma\u00dfnahmen schon sehr intensiv.<br \/>\nEine Jugendliche aus der Umgebung war inzwischen als Praktikantin bei einem der Kooperationspartner eingestellt und leitet nun vor Ort selbst\u00e4ndig verschiedene \u00f6kologische und erlebnisp\u00e4dagogische Projekte und Aktivit\u00e4ten an.<br \/>\nBei allen Veranstaltungen am Ort war sehr viel interessiertes und aufgeschlossenes Publikum zugegen, welches sich sehr interessiert und aufgeschlossen zeigte.<br \/>\nIn Eigenarbeit wurden auf dem Gel\u00e4nde verschiedene kleinere \u00f6kologische und erlebnisp\u00e4dagogische Elemente installiert und gebaut, die inzwischen regelm\u00e4\u00dfig genutzt werden.<br \/>\nSobald die erforderlichen Genehmigungen der entsprechenden Beh\u00f6rden vorliegen, kann unverz\u00fcglich mit der Umgestaltung bzw. Bau der Gro\u00dfelemente (Lehmh\u00fctte, Pflanzenkl\u00e4ranlage, Kletterturm) begonnen werden.<br \/>\nMit Mitarbeitern aus dem Freiwilligen \u00d6kologischen Jahr (F\u00d6J) sollen nun auf dem Gel\u00e4nde weitere \u00f6kologische Elemente installiert werden (z.B. Insektenhaus) und auch neben dem Gel\u00e4nde in Zusammenarbeit mit der Forstverwaltung ein Erlebnispfad entstehen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Als erstes wurden verschiedene Multiplikatorenschulungen mit Jugendlichen und Betreuern vom Ort durchgef\u00fchrt, welche den anderen Gemeindekollegen Auskunft geben konnten.<br \/>\nDurch die durchgef\u00fchrte Aufsuchende Befragung  zum Freizeitverhalten (ABF) wurden alle Gemeindemitglieder sowie B\u00fcrger der benachbarten  Ortschaften auf das Projekt aufmerksam gemacht.<br \/>\nWeiterhin wurden verschiedene bereits in der Gemeinde etablierten Feste auf dem Gel\u00e4nde durchgef\u00fchrt, um der Bev\u00f6lkerung die Absicht und Aufgaben des Projekts nahezubringen. Hierbei stattete sogar der Ministerpr\u00e4sident des Landes Brandenburg, Manfred Stolpe dem Projekt einen Besuch ab, das den B\u00fcrgern die Bedeutung des Projekts verdeutlichte und ein gro\u00dfes Presseecho fand.<br \/>\nDurch Einbindung des Projekts in verschiedene Freizeit- und Naherholungskonzepte sollen die \u00f6kologischen und erlebnisp\u00e4dagogischen Ziele des Projekts auch \u00fcber das Gemeindegebiet hinaus getragen werden.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Interesse und Engagement der Bev\u00f6lkerung in \u00f6kologisch benachteiligten Regionen an \u00f6kologischen und erlebnisp\u00e4dagogischen Aktivit\u00e4ten k\u00f6nnen durch relativ wenig aufwendige Aktionen geweckt sowie durch weitere Aktionen nachhaltig verst\u00e4rkt werden.<br \/>\nDer im Projekt benutzte Ansatz der Aufsuchenden Befragung hat sich &#8211; in enger Zusammenarbeit mit verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen aus dem Ort &#8211; f\u00fcr solche Projekte als erfolgreicher Ansatz bewiesen.<br \/>\nEr sollte deshalb ebenso wie das \u00d6kologische Jugend- und Familienerlebniszentrum Annah\u00fctte als Modell f\u00fcr \u00e4hnliche Projekte im Bereich Umweltbildung und B\u00fcrgerengagement pr\u00e4sentiert werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Das industrielle Gesicht von Annah\u00fctte und Umgebung wurde bis nach der wende durch Konzentration extrem umweltbelastender Industriezweige gepr\u00e4gt. 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