{"id":20261,"date":"2023-07-13T15:09:37","date_gmt":"2023-07-13T13:09:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/03812-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:09:40","modified_gmt":"2023-07-13T13:09:40","slug":"03812-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/03812-01\/","title":{"rendered":"Optimierung eines Pyrolyseverfahrens"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>F\u00fcr die stoffliche Nutzung des Aluminiums im Abfallmaterial mit vorwiegend organischen Begleitstoffen ist die Pyrolyse nach dem PKA-Verfahren besonders geeignet, wenn es gelingt, den Aluminiumanteil des Pyrolysereststoffes vom Koksanteil m\u00f6glichst vollst\u00e4ndig abzutrennen.<br \/>\nIm Rahmen des Vorhabens sind Untersuchungen zur Optimierung des Pyrolyseverfahrens und zur Trennung des Pyrolysereststoffes in den Aluminiumanteil und den Pyrolysekoksanteil durchzuf\u00fchren. Die Ergebnisse dienen als Grundlage f\u00fcr die Projektierung von Betriebsanlagen zur Verwertung aluminiumhaltiger Abf\u00e4lle.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIn der Forschungs-Pyrolyseanlage der DBI Rohstoff- und Anlagentechnik GmbH in Freiberg wurde ein Bilanzversuch mit aluminiumhaltigem Abfallmaterial durchgef\u00fchrt. Dabei werden das Gesamtverfahren und die einzelnen Teilbereiche<br \/>\n\t&#8211; Pyrolyse<br \/>\n\t&#8211; Gascrackung<br \/>\n\t&#8211; Gasreinigung<\/p>\n<p>durch ein umfassendes Me\u00df- und Analysenprogramm untersucht und bilanziert.<br \/>\nZur Trennung des Pyrolysereststoffes in den Aluminium- und Pyrolysekoksanteil wurden kleintechnische Versuche durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>In der Forschungs-Pyrolyseanlage der DBI R.u.A. GmbH wurde ein Bilanzversuch mit aluminiumhaltigem Verbundmaterial als Einsatzstoff mit folgenden Zielstellungen durchgef\u00fchrt:<br \/>\n  &#8211; Umfassende analytische Charakterisierung der in das Pyrolyseverfahren ein- und ausgehenden Produkte<br \/>\n  &#8211; Aufstellen von Massen-, Elemente- und Energiebilanzen<br \/>\n  &#8211; Gewinnung des Aluminiumanteiles aus dem Pyrolysereststoff als Einsatzmaterial f\u00fcr ein Sekund\u00e4raluminiumschmelzwerk.<br \/>\nIm Bilanzzeitraum wurden durchschnittlich 207,3 kg\/h aluminiumhaltiges Verbundmaterial mit einem Wassergehalt von 22,3 % in der Pyrolysetrommel bei 440 \u00b0C pyrolysiert. F\u00fcr dieses Einsatzmaterial betrug der W\u00e4rmebedarf f\u00fcr die indirekte Beheizung der Pyrolysetrommel mit gereinigtem Spaltgas 553 MJ\/h (2670 kJ\/kg Einsatzgut).<br \/>\nAus diesem Einsatzmaterial entstanden 82,6 kg\/h Pyrolyserohgas und 167,6 kg\/h Pyrolysereststoff. Die Aluminiumausbeute betrug 75 kg\/h.<br \/>\nF\u00fcr die thermische Crackung des Pyrolyserohgases im Gaswandler bei ca. 1100 \u00b0C wurden 85 kg\/h Steinkohlenkoks und 325 kg\/h Luft ben\u00f6tigt und daraus 521 kg\/h Spaltgas erzeugt.<br \/>\nDer energetische Gesamtwirkungsgrad betrug 80 %.<br \/>\nDurch eine Behandlung des Pyrolysereststoffes in einer Kugelm\u00fchle, anschlie\u00dfende Absiebung und Schwachfeldmagnetscheidung lassen sich ca. 85 % des Aluminiums abtrennen.<br \/>\nDie Ergebnisse des Bilanzversuches haben auch gezeigt, da\u00df die Pyrolysegaszuf\u00fchrung zum Gaswandler, die Staubabscheidung aus dem Pyrolysegas und die Gascrackung nicht optimal verlaufen. So wurden in einem weiteren Arbeitsschritt die Grundlagen f\u00fcr Ver\u00e4nderungen dieser Verfahrensschritte erarbeitet.<br \/>\nDie Verl\u00e4ngerung der Laufzeit des Vorhabens erfolgte ohne Erh\u00f6hung des Mittelbedarfs.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Das PKA-Pyrolyseverfahren wird in Fachvortr\u00e4gen des VDI, in Kolloquien der TU Bergakademie Freiberg und auf Messen (z.B. IFAT M\u00fcnchen) pr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Ergebnisse des F\u00f6rderprojektes zeigen, da\u00df mit dem PKA-Pyrolyseverfahren aus aluminiumhaltigem Verbundmaterial der Aluminiumanteil zur stofflichen Verwertung zu Sekund\u00e4raluminium gewonnen werden kann. Es wurden Erkenntnisse zur Optimierung der Pyrolysegaszuf\u00fchrung, zur Staubabscheidung und zur Gascrackung gewonnen und bearbeitet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens F\u00fcr die stoffliche Nutzung des Aluminiums im Abfallmaterial mit vorwiegend organischen Begleitstoffen ist die Pyrolyse nach dem PKA-Verfahren besonders geeignet, wenn es gelingt, den Aluminiumanteil des Pyrolysereststoffes vom Koksanteil m\u00f6glichst vollst\u00e4ndig abzutrennen. 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