{"id":20250,"date":"2023-07-13T15:11:25","date_gmt":"2023-07-13T13:11:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/06513-29\/"},"modified":"2023-07-13T15:11:28","modified_gmt":"2023-07-13T13:11:28","slug":"06513-29","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/06513-29\/","title":{"rendered":"\u00d6kologische Siedlungsplanung Paul-Gerhardt-Stra\u00dfe in L\u00fcbeck (Programm des Kuratoriums zur \u00f6kologisch orientierten Siedlungsplanung, hier Kategorie MFH\/EFH)"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Zielsetzung ist die Entwicklung und Planung der \u00f6kologischen Siedlung Flintenbreite in L\u00fcbeck f\u00fcr ca. 350 Menschen in einem stadt\u00f6kologisch wertvollen Umfeld. Es ist eine weitgehend autarke Ver- und Entsorgungsstruktur f\u00fcr die Siedlung durch das zentrale und integrierte Energie- und Abwasserkonzept vorgesehen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenAufteilung von Stroffstr\u00f6men auf der Basis des Stoffstrommanagements mit dem Ziel einer ad\u00e4quaten Behandlung und Nutzung von Energie und Inhaltsstoffen (z.B. Trennung in Regenwasser, Grauwasser und Schwarzwasser im Rahmen des Wasser-  und Abwasserkonzepts).<\/p>\n<p>Die Ziele des Projekts konnten nur durch ein sehr hohes Ma\u00df an Kooperation und Teamarbeit zwischen den beteiligten Planern erreicht werden. Beispiele hierf\u00fcr sind die Abstimmung der hochbaulichen Details auf die Erfordernisse des Ver- und Entsorgungskonzepts oder die Nutzung von Synergien, wie z.B. bei der gemeinsamen Verlegung der siedlungseigenen Ver- und Entsorgungsleitungen (Trinkwasser, Grauwasser, Schwarzwasser, Nahw\u00e4rme, Elektro, Telefon etc.) in einer gemeinsamen Leitungstrasse (Au\u00dfenbereich) bzw. einem gemeinsamen Infrastrukturkanal.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die \u00f6konomischen und \u00f6kologischen Vorteile in einem Projekt wie der \u00f6kologischen Wohnsiedlung Flintenbreite lassen sich nur erreichen, wenn alle an dem Planungsproze\u00df Beteiligten zu einem fr\u00fchen Zeitpunkt zusammenarbeiten und ihre Fachplanungen aufeinander abstimmen. Nur hierdurch l\u00e4\u00dft sich ein hohes Ma\u00df an Einsparungspotentialen erreichen und eine Verringerung der Umweltbelastungen durch menschliche Siedlungen erwirken.<br \/>\nDie im Rahmen der Planungen gemachten Absch\u00e4tzungen zeigen ein erhebliches Potential zur Wassereinsparung und N\u00e4hrstoffnutzung. Durch die Stofftrennung im Rahmen des integrierten Wasser- und Abwasserkonzepts lassen sich die N\u00e4hrstoffemissionen in die Gew\u00e4sser um ein Vielfaches reduzieren. N\u00e4hrstoffarmes Grauwasser (aus Dusche, K\u00fcche etc.) kann sehr leicht vor Ort in bewachsenen Bodenfiltern gereinigt werden und in den Wasserkreislauf zur\u00fcckgef\u00fchrt werden. Ebenso das Niederschlagswasser von befestigten Fl\u00e4chen kann durch Versickerung im Siedlungsgebiet r\u00fcckgef\u00fchrt werden. Das n\u00e4hrstoffhaltige Schwarzwasser, das durch den Einsatz von wassersparenden Vakuumtoiletten in sehr geringer Verd\u00fcnnung vorliegt, wird gemeinsam mit dem siedlungseigenen Bioabfall vergoren und der G\u00e4rr\u00fcckstand zur N\u00e4hrstoffnutzung in die Landwirtschaft als D\u00fcnger eingesetzt. Das bei der Verg\u00e4rung entstehende Biogas kann energetisch im siedlungseigenen Blockheizkraftwerk genutzt werden. Das Biogas stellt das Bindeglied zwischen dem Bereich Wasser\/Abwasser und dem Bereich Energieplanung dar und macht die Synergien zwischen den einzelnen Planungsdisziplinen deutlich.<br \/>\nDie weitgehende Nutzung regenerativer Energien (Biogas, thermische Solarnutzung und z.T. Photovoltaik) haben die Verringerung des Einsatzes fossiler Energiequellen zum Ziel. DIeses Ziel l\u00e4\u00dft sich nat\u00fcrlich nur durch die fr\u00fchzeitige Einbindung in die Hochbauplanung erreichen.<br \/>\nAnhand des Projekts l\u00e4\u00dft sich verdeutlichen, da\u00df nicht mehr die Betrachtungsweise der einzelnen  Fachsparten (Hochbau, Tiefbau, Energie, Wasser, Abwasser) erfolgen darf, sondern die integrative Siedlungsplanung unter fr\u00fchzeitiger und gleichzeitiger Ber\u00fccksichtigung aller Planer die Planung und Durchf\u00fchrung solcher komplexen Planungsprozesse erforderlich wird.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die \u00d6ffentlichkeitsarbeit im Rahmen des Projekts erfolgte durch Fachvortr\u00e4ge, Pr\u00e4sentation des Projekts in Medien (Zeitung, H\u00f6rfunk etc.).<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die in der Planungsphase des Projekts gemachten Erfahrungen zeigen, da\u00df neue Formen der Siedlungstechnik durchaus wirtschaftlich sein k\u00f6nnen und zu einer erheblichen Verringerung der Umweltbelastung (N\u00e4hrstoffemissionen, Wasserverbrauch, CO2-Emissionen) f\u00fchren.<br \/>\nHierbei werden zuk\u00fcnftig Stoffstrombetrachtungen im Siedlungsbereich &#8211; insbesondere f\u00fcr den Abwasserbereich &#8211; eine zunehmend wichtigere Rolle spielen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Zielsetzung ist die Entwicklung und Planung der \u00f6kologischen Siedlung Flintenbreite in L\u00fcbeck f\u00fcr ca. 350 Menschen in einem stadt\u00f6kologisch wertvollen Umfeld. 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