{"id":20243,"date":"2023-07-13T15:12:01","date_gmt":"2023-07-13T13:12:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/07382-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:12:03","modified_gmt":"2023-07-13T13:12:03","slug":"07382-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/07382-01\/","title":{"rendered":"Technik zur teilfl\u00e4chenspezifischen D\u00fcngung"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Es sollte eine D\u00fcngungstechnik untersucht werden, die auf mehreren landwirtschaftlichen Betrieben zu installieren ist und sich durch einen besonders kosteng\u00fcnstigen und umweltschonenden Einsatz der D\u00fcngemittel auszeichnet. Die Technik basierte auf dem Prinzip der sogenannten teilfl\u00e4chenspezifischen Bewirtschaftung und erm\u00f6glichte es, bei gleichbleibenden Kornertr\u00e4gen den Aufwand an D\u00fcngemitteln erheblich zu reduzieren, da die Menge je nach N\u00e4hrstoffdefizit der Teilfl\u00e4chen, also bedarfsgerecht, dosiert wurde.<br \/>\nDie Untersuchungen sollten die Effizienz des Systems und der Einzelkomponenten ermitteln. Ziel dabei war auch, sinnvolle Verbesserungen und Erg\u00e4nzungen hinsichtlich Technik und Software aufzuzeigen, die direkt aus der landwirtschaftlichen Anwendung kommen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIn Feldversuchen erfolgte die Praxisumsetzung der teilfl\u00e4chenspezifischen D\u00fcngung. Dabei wurde die Funktion und die Effektivit\u00e4t des Systems \u00fcberpr\u00fcft. Es wurde auf drei landwirtschaftlichen Betrieben jeweils die H\u00e4lfte eines Schlages von ca. 30 ha Gr\u00f6\u00dfe teilfl\u00e4chenspezifisch ged\u00fcngt. Die andere H\u00e4lfte fungierte als Referenz und wurde konstant bzw. betriebs\u00fcblich ged\u00fcngt. Die Stickstoffd\u00fcngung von Weizenbest\u00e4nden erfolgte an vier Terminen jeweils teilfl\u00e4chenspezifisch und konstant.<br \/>\nDie Beerntung der Schl\u00e4ge lieferte die notwendigen Daten \u00fcber den Fl\u00e4chenertrag der Versuchsvarianten. Um die Strategie des Systems mit dem Aufzeigen von Ursache-WirkungsEffekten zu \u00fcberpr\u00fcfen, wurde die Beerntung mit einem GPS-f\u00e4higen Versuchsm\u00e4hdrescher durchgef\u00fchrt, der die Erstellung von Ertragskarten erm\u00f6glichte. Dieses erfolgte aus rein versuchstechnischen Gr\u00fcnden und wird sonst nicht mit dem D\u00fcngungssystem und der Mengenprognose gekoppelt.<br \/>\nDie Verrechnung der Daten gab Auskunft \u00fcber die Effektivit\u00e4t des Gesamtsystems infolge des Einsatzes der neuen Technik. Aufbauend auf diesen Daten wurden betriebswirtschaftliche Effekte dargestellt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die teilfl\u00e4chenspezifische D\u00fcngung bietet die Chance, jede Teilfl\u00e4che eines Schlages gem\u00e4\u00df der jeweiligen Ertragsf\u00e4higkeit zu d\u00fcngen. Dieses Ziel ist in umfangreichen Praxisversuchen mit Weizen und Gerste verfolgt und weitgehend best\u00e4tigt. Gegen\u00fcber der betriebs\u00fcblichen D\u00fcngegabe wurde nach Teilfl\u00e4chen ged\u00fcngt, dar\u00fcber hinaus auf reduziertem Niveau, um das Einsparungspotential zu verdeutlichen. Bei Ertr\u00e4gen um 10t\/ha wurde eine Effizienz von 70-80 kg Korn je kg N erreicht. Die N-Gabe konnte um etwa 50 kg N\/ha reduziert werden.<br \/>\nDie Versuchsanlage hatte N-Varianten in H\u00f6he und Zeitpunkt vorgesehen. Damit hebt sich dieses Vorhaben von denen anderenorts erfreulich ab. Die differenziert je Fahrspur und je Teilfl\u00e4che aufgenommenen Daten erlauben, eine Vielfalt von Einflu\u00dfgr\u00f6\u00dfen zu analysieren: fachliche Ursachen wie me\u00dftechnisch-statistische \u00dcberlegungen.<br \/>\nEntscheidend im Sinne des \u00f6kologischen Ziels &#8211; auch des \u00f6konomischen &#8211; ist die beachtliche Einsparung an Stickstoff. Die Ursache daf\u00fcr besteht in der optimalen Versorgung jeder Teilf\u00e4che: die einzelne Gabe wird zu dem jeweiligen Termin dem speziellen Status des Pflanzenbestands und der erwarteten Entwicklung angepa\u00dft. Die einheitliche Gabe orientiert sich an dem Optimum f\u00fcr den guten Boden, damit wird die weniger gute Teilfl\u00e4che \u00fcberversorgt. Die Teilfl\u00e4chen-Bewirtschaftung vermeidet dies, geht also stets vom optimalen Punkt der spezifischen Ertragskurve aus. Dazu bedarf es ausreichender naturaler Daten zur Ertragsfunktion und Modellierung des N\u00e4hrstoffbedarfs.<br \/>\nDas Projekt hat die Entwicklung in der Computergesteuerten D\u00fcngung forciert. Das trifft zu f\u00fcr die Programme, die Applikationskarte sowie die Technik von Dosierung und Verteilung. Die eigenen Arbeiten initiierten die Entwicklung in den Firmen. Die spezifisch f\u00fcr die Teilfl\u00e4chen durchgef\u00fchrte Ernte schuf wichtige Erfahrungen zu Zuverl\u00e4ssigkeit und St\u00f6rungen in der GPS-Positionierung. Die M\u00e4ngel mu\u00dften und m\u00fcssen in langwieriger Arbeit korrigiert werden. Damit sind umfangreiche Erkenntnisse zu Ertragsdifferenzen auf Schl\u00e4gen und zum Potential der Teilfl\u00e4chen gewonnen sowie Ansatzpunkte, die Teilfl\u00e4chen in Ausma\u00df und Abgrenzung zu definieren.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die \u00d6ffentlichkeitsarbeit lief parallel, um Konzeption und Versuchsanstellung sowie Ergebnisse und Eindr\u00fccke weiterzugeben. Dies geschah und geschieht auf mehreren Ebenen:<br \/>\n\u00b7 wissenschaftliche Ver\u00f6ffentlichungen<br \/>\n\u00b7 Publikationen in praxisnahen Zeitschriften oder Bauernbl\u00e4ttern<br \/>\n\u00b7 Vortr\u00e4ge vor Fachpublikum der Offizialberatung oder der Ringberater sowie vor Firmen. Diese Veranstaltungen erweisen sich angesichts des Erfahrungsaustausches als besonders ergiebig.<br \/>\n\u00b7 Seminare im Bereich der Fakult\u00e4t und Lehre<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Damit hat das Vorhaben die Grundlagen zur Methodik und Beratung geliefert, das Ziel h\u00f6herer N-Verwertung und geringerer N-Gabe zu erreichen. Wege zur Definition der Heterogenit\u00e4t und der Teilfl\u00e4chen sind aufgezeigt. Die Rechner-Programme und die landtechnische L\u00f6sung stehen zur Verf\u00fcgung. Das entspricht dem Ziel h\u00f6herer \u00f6kologischer Effizienz.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Es sollte eine D\u00fcngungstechnik untersucht werden, die auf mehreren landwirtschaftlichen Betrieben zu installieren ist und sich durch einen besonders kosteng\u00fcnstigen und umweltschonenden Einsatz der D\u00fcngemittel auszeichnet. 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