{"id":20207,"date":"2023-07-13T15:08:24","date_gmt":"2023-07-13T13:08:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/01396-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:08:25","modified_gmt":"2023-07-13T13:08:25","slug":"01396-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/01396-01\/","title":{"rendered":"Vorbel\u00fcftung und Vorreinigung von Produktionsabw\u00e4ssern"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ziel des Projekts war eine Verbesserung der Abwasserqualit\u00e4t von Textilbetrieben hinsichtlich ihrer Emission an Schadstoffen. Es sollte eine Verbesserung der betrieblichen Abwasserqualit\u00e4t, eine Verringerung der Schmutzfracht und eine gleichm\u00e4\u00dfige Abgabe an die kommunale Kl\u00e4ranlage bez\u00fcglich des Mengen- und Mischungsverh\u00e4ltnisses \u00fcber 24 Stunden und 7 Tage erreicht werden. Voraussetzung war eine Vermeidung von Geruchsemissionen im innerbetrieblichen Misch- und Ausgleichsbecken. Die CSB-Werte betrugen im Ablauf des Textilbetriebes 1.025 bis 1.340 mg\/l, die BSB5-Werte 340-365 mg\/l. Durch die geplante Abwasservorbehandlung sollte der CSB im Ablauf auf 1\/3 des Zulaufwertes sowie der BSB5 auf 80 mg\/l verringert werden. In der Abwassersatzung der Stadt Emsdetten waren f\u00fcr diese beiden Parameter keine Grenzwerte festgelegt.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas Projekt wurde als Diplomarbeit von zwei Diplomanden der FH M\u00fcnster, Fachbereich Versorgungstechnik, Steinfurt, unter Leitung von Herrn Professor Hepcke durchgef\u00fchrt.<br \/>\nIm Rahmen der ersten Diplomarbeit wurde 1991 mit Hilfe einer Versuchsanlage gepr\u00fcft, ob und inwieweit ob das Misch- und Ausgleichsbecken (MAB) auch als biologische Vorreinigung der Prozessabw\u00e4sser durch einen Tauchtropfk\u00f6rper (TTK) genutzt werden k\u00f6nnte. Der Untersuchungszeitraum belief sich \u00fcber vier Monate. Die f\u00fcr die Untersuchungen ben\u00f6tigten Abwasserproben wurden an zwei Stellen der Versuchseinrichtung entnommen und hinsichtlich folgender Parameter untersucht: CSB, BSB5, Gesamtstickstoff, Gesamtphosphat, Chlorid, pH-Wert, Temperatur, H\u00e4rte, Leitf\u00e4higkeit, Tr\u00fcbung, Farbe und Geruch. Die Untersuchung des angefallenen Schlamms aus dem Absetzbecken richtete sich nach seiner Trockensubstanz und seinem Anteil an organischen Bestandteilen. W\u00e4hrend der gesamten Untersuchungszeit wurde die Versuchsanlage des TTK mit etwa 150 l\/h Abwasser aus dem MAB beschickt.<br \/>\nIm Rahmen der zweiten Diplomarbeit sollte 1992 mit Hilfe eines \u00fcberstauten Festbettreaktors im Versuchsma\u00dfstab mit bis zu 60 l\/h Durchsatz \u00fcber einen Zeitraum von 3 Monaten gepr\u00fcft werden, inwieweit insbesondere eine Geruchseliminierung und eine Verminderung des Verschmutzungsgrades des Produktionsabwassers m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Ergebnisse des Projektes wurden in den beiden Diplomarbeiten Versuche zur Vorreinigung von Textilabwasser mit Hilfe des Tauchtropfk\u00f6rper- Verfahren am Beispiel des Textilveredelungsunternehmens Schmitz-Werke GmbH &#038; Co. in Emsdetten\/ 1991 sowie Versuche zur Vermeidung der Geruchsbildung in einem Misch- und Ausgleichsbecken am Beispiel des Textilwerkes Schmitz in Emsdetten\/ 1992 der FH M\u00fcnster ausf\u00fchrlich beschrieben.<br \/>\nDas von der Stadt Emsdetten geforderte und im Mai 1991 fertiggestellte Misch- und Ausgleichsbecken diente der Kompensation von pH- Wert und Temperatur-Schwankungen. Danach kam es jedoch durch G\u00e4rung des stehenden Abwassers zu Geruchsemissionen. Der alleinige Betrieb einer Bel\u00fcftungsanlage h\u00e4tte jedoch bei den Schmitz-Werken hohe Kosten verursacht. Bei der Suche nach Alternativverfahren kam die erste Diplomarbeit 1991 zu dem Schluss, dass eine biologische (Vor-)Reinigung der Prozessabw\u00e4sser des Textilveredelungsbetriebes im MAB mit einem TTK m\u00f6glich und sinnvoll gewesen w\u00e4re. Um zu stabilen Abbauleistungen zu gelangen, die unter den Grenzwerten der Direkteinleiterbedingungen liegen, h\u00e4tte das Abwasser \u00fcber mehrstufige Kaskaden im TTK und nachgeschaltetem Mikrosieb gef\u00fchrt werden k\u00f6nnen.<br \/>\nAuf Basis der Erkenntnisse der zweiten Diplomarbeit 1992 bot sich ein gro\u00dftechnischer Umbau einer Kammer des vorhandenen MAB zu einem \u00fcberstauten Festbett an. W\u00e4re der CSB bei ansteigenden Schmutzfrachten \u00fcberschritten worden, h\u00e4tte es sich empfohlen, eine zweistufige biologische Anlage zu konzipieren. Hierbei w\u00e4re das Abwasser zuerst in einer separaten Kammer vor dem Reaktor bel\u00fcftet und schlie\u00dflich \u00fcber das Festbett gef\u00fchrt worden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Kontaktadressen:<br \/>\nSchmitz-Werke GmbH + Co., Hansestrasse 87, 48282 Emsdetten, Ansprechpartner: Herr Athmer, Tel. 02572 \/ 92 7- 0, Fax &#8211; 444;<br \/>\nFachhochschule M\u00fcnster, Abteilung Steinfurt, Fachbereich Versorgungstechnik, Stegerwaldstra\u00dfe 39, Steinfurt, Ansprechpartner: Herr Professor Hepcke, Tel. 02551\/ 962197.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Ziel der innerbetrieblichen Abwasserbehandlung lag darin, das Produktionsabwasser der Schmitz-Werke soweit zu reinigen, dass es wie h\u00e4usliches Abwasser entsorgt werden konnte. Demzufolge h\u00e4tten die Abwassergeb\u00fchren ohne Starkverschmutzerzuschlag nur noch nach dem Frischwasserverbrauch be-stimmt werden m\u00fcssen, was f\u00fcr den Textilbetrieb eine erhebliche Kostenreduzierung mit sich gebracht h\u00e4tte. Es zeigte sich, dass eine gute Vorreinigung der Prozessw\u00e4sser der Schmitz-Werke insbesondere einem \u00fcberstauten Festbett h\u00e4tte leicht verwirklicht werden k\u00f6nnen. Der kommunalen Kl\u00e4ranlage Ems-detten h\u00e4tten dann jedoch biologische Abbausubstanz f\u00fcr die Denitrifikation gefehlt. So blieb den Schmitz-Werken die Genehmigung zum Bau der innerbetrieblichen Vorbehandlung der Produktionsabw\u00e4sser versagt. Die Versuchsanlage wurde nach Beendigung des Projektes wieder von der FH abgebaut.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ziel des Projekts war eine Verbesserung der Abwasserqualit\u00e4t von Textilbetrieben hinsichtlich ihrer Emission an Schadstoffen. 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