{"id":20198,"date":"2024-11-27T10:32:21","date_gmt":"2024-11-27T09:32:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/01239-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:32:22","modified_gmt":"2024-11-27T09:32:22","slug":"01239-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/01239-01\/","title":{"rendered":"Umweltberatung im Krankenhaus"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Krankenh\u00e4user belasten auf Grund ihrer T\u00e4tigkeiten die Umwelt. Es sollte untersucht werden, wie der Kenntnisstand zu Umweltthemen in Krankenh\u00e4usern ist; welche umweltfreundlichen Ma\u00dfnahmen bereits durchgef\u00fchrt werden; wie es um die Abfalltrennung in Krankenh\u00e4usern bestellt ist; welche Schwierigkeiten bei der Umsetzung von Umweltschutzma\u00dfnahmen auftreten; ob ein Wissenstransfer zwischen den Krankenh\u00e4usern stattfindet; wie ein Wissenstransfer gestaltet werden kann und ob ein Wissenstransfer zwischen Krankenhaus und Hersteller m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie Erfassung des Ist-Zustandes wurde mittels speziell f\u00fcr den Krankenhausbereich angefertigter Checklisten f\u00fcr alle umweltrelevanten Bereiche durchgef\u00fchrt. Diese wurden ausgewertet und in einem Workshop allen Beteiligten vorgestellt. Die Analyse der Checklisten ergab den Handlungsbedarf der einzelnen Krankenh\u00e4user. Der benannte Handlungsbedarf stellte die Grundlage f\u00fcr die Durchf\u00fchrung von Ma\u00dfnahmen dar. Die Umsetzung der Ma\u00dfnahmen wurde begleitet. Als Abschlu\u00df wurden erneut Checklisten erstellt, um zu vergleichen, welche der vorgeschlagenen Ma\u00dfnahmen w\u00e4hrend der Projektlaufzeit umgesetzt wurden. F\u00fcr die Abschlu\u00dfbefragung wurde zus\u00e4tzlich ein Fragebogen erstellt, mit dem die Schwierigkeiten bei der Umsetzung von Umweltschutzma\u00dfnahmen ermittelt werden sollten.<br \/>\nDer Wissenstransfer zwischen den Kliniken, zwischen den Kliniken und dem Institut wurde mittels Workshops (3), Zwischenbericht, Monatsinfo, Quartalsinfo, Abschlu\u00dfbericht; Umweltfibel, der M\u00f6glichkeit f\u00fcr Hospitanten und dem Einsatz von Stipendiaten erreicht.<br \/>\nDie Schwierigkeiten bei der Umsetzung von Umweltschutzma\u00dfnahmen wurden in der sog. Hemmnisanalyse ermittelt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Es besteht nach wie vor ein gro\u00dfes Verbesserungspotential zur Verringerung der Umweltbelastungen in den einzelnen Kliniken. Umweltschutz ist nur sehr selten ein fester Bestandteil der Krankenhauspolitik. Eine systematische und kontinuierliche Arbeit im Umweltbereich findet daher auch nur in Ausnahmef\u00e4llen statt.<br \/>\nMit Hilfe von \u00f6kologischen Ma\u00dfnahmen lassen sich meist auch \u00f6konomische Einsparungen erzielen. Wie das Projekt gezeigt hat, sind gerade in den klassischen Umweltschutzbereichen, wie Abfall, Desinfektion und Reinigung, immer noch &#8211; oft ohne gro\u00dfen Aufwand &#8211; beachtliche Einsparungen zu erzielen.<br \/>\nUmweltschutzma\u00dfnahmen in den Bereichen Abwasser und Energie erfordern meist Investitionen. Wie aber das Beispiel Einf\u00fchrung eines Energiemanagementes im Diakoniekrankenhaus Freiburg zeigt, k\u00f6nnen sich gerade in diesem Bereich selbst hohe Investitionskosten in relativ kurzer Zeit amortisieren.<br \/>\nEs besteht ein gro\u00dfer Informationsbedarf, was die Vorgehensweise bei der Durchf\u00fchrung und Umsetzung von Umweltschutzma\u00dfnahmen anbelangt. Die im Rahmen des Projektes erstellte Umweltfibel soll hier Abhilfe schaffen und bei der Durchf\u00fchrung von Umweltschutzma\u00dfnahmen konkret Hilfestellung leisten.<br \/>\nDie fehlende Informationsvernetzung zwischen den einzelnen Krankenh\u00e4usern bedingt, da\u00df jedes Haus das Rad von Neuem erfinden mu\u00df. Ein Austausch von Erfahrung und Informationen zwischen Kliniken findet so gut wie nicht statt. Abhilfe k\u00f6nnte hier eine unabh\u00e4ngige Informationszentrale schaffen, die ganz gezielt Informationen \u00fcber Umweltschutzma\u00dfnahmen sammelt, in einer Datenbank ablegt und diese dann an Kliniken weiterleitet.<br \/>\nEin weiteres wichtiges Ergebnis dieses Projektes ist, da\u00df bestimmte Voraussetzungen gegeben sein m\u00fcssen, damit Umweltschutzma\u00dfnahmen effektiv und mit Erfolg durchgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen:<br \/>\nEine umweltorientierte Krankenhausf\u00fchrung; Organisatorische Einbindung des Umweltschutzes (Umweltkommission, Umweltschutzbeauftragte\/r); Motivation der Mitarbeiter\/innen; Information\/Kommunikation; Entsprechende technische und bauliche Voraussetzungen<br \/>\nWie die dreij\u00e4hrige Projektarbeit in den Kliniken zeigte, kann schon das Fehlen einer dieser Vorbedingungen gen\u00fcgen, da\u00df Umweltschutzma\u00dfnahmen \u00fcberhaupt nicht oder nur schleppend durchzuf\u00fchren sind.<br \/>\nNeben den Gegebenheiten in den Kliniken vor Ort spielen auch \u00e4u\u00dfere Vorgaben eine wichtige Rolle. So sind z.B. die Ver\u00e4nderungen, die sich durch die Gesundheitsreform f\u00fcr die Krankenh\u00e4user ergeben haben, daf\u00fcr verantwortlich, da\u00df der Umweltschutz mehr noch als fr\u00fcher von \u00f6konomischen Effekten abh\u00e4ngig ist. Umweltschutzma\u00dfnahmen werden erst dann durchgef\u00fchrt, wenn sie neben \u00f6kologischen Effekten auch gleichzeitig zu \u00f6konomischen Effekten, sprich finanziellen Einsparungen, f\u00fchren. Umweltschutz darf nichts kosten, dies gilt mehr denn je f\u00fcr Krankenh\u00e4user, da sie sich zur Zeit in einer angespannten finanziellen Lage befinden. Deshalb ist es wichtig, da\u00df in die Kostenrechnungen von Umweltschutzma\u00dfnahmen alle Kosten eingerechnet werden, wie z.B. Entsorgungskosten, Energie- und Wasserkosten und Personalkosten,&#8230;&#8230;.. da oftmals erst dann die finanziellen Vorteile offensichtlich werden.<br \/>\nIn diesem Zusammenhang sollte die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung daran denken, da\u00df Kosteneinsparungen, die durch umgesetzte Umweltschutzma\u00dfnahmen erzielt wurden, zumindest teilweise wieder in neue Umweltschutzma\u00dfnahmen investiert werden. So k\u00f6nnen eventuell notwendige Investitionskosten neutralisiert werden, bis sie sich amortisieren.<br \/>\nUmweltschutz wird leider immer noch h\u00e4ufig, gerade in den F\u00fchrungsetagen, als ein Hobbybet\u00e4tigungsfeld von gr\u00fcnen Idealisten angesehen, die zwar keinen Schaden anrichten, aber auch nicht ernst genommen werden. Umweltschutz braucht dringend eine bessere Lobby. Hier sind neben Politik und Gesellschaft gerade auch gemeinn\u00fctzige Einrichtungen, wie Krankenh\u00e4user, gefordert.<br \/>\nBis das Thema Umweltschutz als fester Bestandteil in der Krankenhauspolitik verankert wird, ist noch viel Informationsarbeit zu leisten.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Umweltfibel (derzeit noch nicht ver\u00f6ffentlicht)<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Mit dem Projekt wurde deutlich, da\u00df Umweltschutz im Krankenhaus immer noch ein lohnendes Bet\u00e4tigungsfeld darstellt. Es konnte gezeigt werden, da\u00df Umweltschutzma\u00dfnahmen zu Kosteneinsparungen f\u00fchren k\u00f6nnen. Es besteht ein gro\u00dfer Informationsbedarf was die Durchf\u00fchrung von Umweltschutzma\u00dfnahmen angeht. Daraus begr\u00fcndet sich der Aufbau der Umweltfibel f\u00fcr Krankenh\u00e4user. Es fehlt eine Informationsvernetzung zwischen den H\u00e4usern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Krankenh\u00e4user belasten auf Grund ihrer T\u00e4tigkeiten die Umwelt. 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