{"id":20172,"date":"2023-07-13T15:11:37","date_gmt":"2023-07-13T13:11:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/06733-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:11:38","modified_gmt":"2023-07-13T13:11:38","slug":"06733-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/06733-01\/","title":{"rendered":"Zustand, Entwicklung und Behandlung von Wald\u00f6kosystemen auf Kippenstandorten des Lausitzer Braunkohlenreviers als Beitrag zur Gestaltung \u00f6kologisch stabiler, multifunktional nutzbarer Bergbaufolgelandschaften"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Untersuchungen in vorwiegend \u00e4lteren Kippenforsten (30 bis 70 Jahre) der Lausitz zur Stabilit\u00e4t, Standorts-, Raum-, Arten-, Alters- und Funktionsstruktur und somit zur Analyse des Istzustandes von Forst-\u00f6kosystemen auf Kippenstandorten. Prim\u00e4re Zielstellung ist die Wertung der seit Beginn der forstlichen Rekultivierung der Referenzfl\u00e4chen abgelaufenen \u00f6kosystemaren Entwicklungsprozesse und die Integration dieser Erkenntnisse in Richtlinien zur Weiterbehandlung der Erstaufforstungen. Besonderes Augenmerk gilt weiterhin der Erarbeitung von Empfehlungen und \u00f6kosystemaren Zielvorstellungen f\u00fcr einen standortgerechten Waldbau im Rahmen der Rekultivierung von Kippen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenGrundlage f\u00fcr die Erfassung der Waldzustandsdaten bildet die Auswahl und dauerhafte Markierung von 126 Referenzfl\u00e4chen in den Oberf\u00f6rstereien Doberlug und Senftenberg des Landes Brandenburg sowie in den Forst\u00e4mtern Hoyerswerda, Wei\u00dfkollm und Wei\u00dfwasser des Freistaates Sachsen. Auf allen Fl\u00e4chen erfolgte bis zum 31.12.1997 die Erfassung der dendrometrischen Parameter (H\u00f6he, Durchmesser). Erg\u00e4nzt wurden diese Untersuchungen durch H\u00f6henwachstums- und Nadel\/Blattanalysen vorrangig an den Baumarten Kiefer und Birke (bis Juni 1998).<br \/>\nDie vegetationskundlichen Erhebungen erfolgen nach dem Verfahren von BRAUN-BLANQUET und der Methode von HOFFMANN (Hoffmannsches H) bis zum August des Jahres 1998.<br \/>\nDie Au\u00dfenaufnahmen zur Beprobung der Humusauflage, des Ah-Horizontes und definierter Substratschichten (0 &#8211; 30 cm, 30 &#8211; 60 cm, 60 &#8211; 100 cm) kamen im ersten Quartal des Jahres 1998 zum Abschlu\u00df.<br \/>\nDie labortechnische Analyse des Humusk\u00f6rpers und der Substrate umfa\u00dft die Bestimmung der Elementgehalte (besonders K, Mg, Ca, P, Ct, Nt, St), der pH-Werte und der Austauschkapazit\u00e4ten. Im Rahmen der analytischen Bearbeitung der Kippsubstrate wurden ebenfalls die Daten zur Textur und Lagerungsdichte erhoben. Methodisch erfolgte eine Anlehnung an die Richtlinie zur Bundesweiten Bodenzustandserhebung im Wald (BZE).<\/p>\n<p>Um die in den Untersuchungsgebieten z. T. erhebliche Beeinflussung der Humusauflage und des Bodens durch Depositionen quantifizieren zu k\u00f6nnen, wurden Messungen zur Bestimmung der magnetischen Suszeptibilit\u00e4t vorgenommen.<br \/>\nZur Charakterisierung des Wuchsverhaltens einer zweiten Waldgeneration auf Kippen und Halden wurden drei Voranbau-Versuchsfl\u00e4chen in den Jahren 1997\/98 angelegt. Unter Ber\u00fccksichtigung vorhandener Referenzfl\u00e4chen zu dieser Thematik konnten insgesamt sechs Umbaufl\u00e4chen f\u00fcr die Auswertung genutzt werden.<br \/>\n\u00dcber die urspr\u00fcngliche Aufgabenstellung hinausgehende Untersuchungen wurden durch die Projektverl\u00e4ngerung um acht Monate m\u00f6glich. Ohne Inanspruchnahme zus\u00e4tzlicher Finanzmittel konnten umfangreiche Stammscheiben- und Blattanalysen an den Baumarten Gemeine Birke, Trauben-\/Roteiche und Europ\u00e4ische L\u00e4rche vorgenommen werden.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>1. Waldwachstumskundliche Analysen<br \/>\n\u00b7 Auf den Kippen und Halden der Lausitz k\u00f6nnen \u00f6kologische Anforderungen an die Rekultivierung mit den naturalwirtschaftlichen Aspekten der Fl\u00e4chennutzung in Einklang gebracht werden, wenn kippenspezifische Sachverhalte Ber\u00fccksichtigung finden.<br \/>\n\u00b7 Die Wuchsleistungen aller untersuchten Baumarten entsprechen mindestens den auf unverritzten Waldstandorten erzielbaren und liegen oftmals sogar dar\u00fcber. Damit ist das Negativ-Image der Kippen als Waldstandort widerlegt.<br \/>\n\u00b7 Die Stammscheibenanalysen zeigen, da\u00df die Erstaufforstungen auf den Kippenstandorten bei der Kiefer drei und bei der Birke zwei Entwicklungsphasen durchlaufen. Nach anf\u00e4nglich depressivem Wachstum und der darauffolgenden progressiven Entwicklungsphase (fehlt bei der Birke) n\u00e4hert sich das Wachstum der Kiefern- und Birkenerstaufforstungen an das der &#8220;Ertragstafel-Best\u00e4nde&#8221; an. Im Verlauf von 25 bis 30 Jahren sind auf den Kippen und Halden des Braunkohlenbergbaues leistungsf\u00e4hige Waldstandorte entstanden.<br \/>\n\u00b7 Das trophische Potential der Kippenb\u00f6den wird vielfach untersch\u00e4tzt. Vermutlich werden aus den Kippsubstraten vor\u00fcbergehend gr\u00f6\u00dfere N\u00e4hrstoffmengen verf\u00fcgbar gemacht als aus den lithofaziell vergleichbaren altdiluvialen Waldb\u00f6den.<br \/>\n\u00b7 Kohlige Beimengungen werten die Kippenstandorte auf, da sie das N\u00e4hrstoff- und Wasserspeicherungsverm\u00f6gen der Kippenb\u00f6den verbessern. Zudem werden aus den kohligen Substanzen gr\u00f6\u00dfere N-Mengen freigesetzt.<br \/>\n\u00b7 Das bisherige Baumartenspektrum der forstlichen Rekultivierung (GKI, GBI, REI, PA, ROB) kann durch Traubeneiche, Winterlinde, Hainbuche und L\u00e4rche erg\u00e4nzt werden.<br \/>\n\u00b7 Mischbest\u00e4nde aus Baumarten mit bodenverbessernder Wirkung (RER, WLI, HBU, ROB) und naturalwirtschaftlichen Vorz\u00fcgen (GKI, TEI, ELA, RBU) f\u00fchren zur Optimierung der von den Erstaufforstungen zu erf\u00fcllenden Waldfunktionen (Erholungs-, Produktions-, Lebensraum- und Speicherungsfunktion).<br \/>\n\u00b7 Die waldbaulichen Schwerpunktaufgaben sind die Pflege der jungen Kiefern-, Eichen- und L\u00e4rchenbest\u00e4nde (bis ca. 40 Jahre) sowie der Voranbau in den \u00e4lteren Birken- und Pappelreinbest\u00e4nden (GBI ab 50 Jahre, PA ab 30 Jahre). Die Umbauma\u00dfnahmen sind rechtzeitig einzuleiten, denn die Altersstruktur der Kippenforsten l\u00e4\u00dft f\u00fcr die kommenden 10 bis 20 Jahre ein sehr hohes Umbaupotential erwarten.<\/p>\n<p>2. Humus- und Bodenentwicklung<br \/>\n\u00b7 Der Aufbau eines Humusk\u00f6rpers durch Streufall, die Akkumulation von N\u00e4hrstoffen in der organischen Bodensubstanz und die Bildung von Humusstoffen sind f\u00fcr die Etablierung \u00f6kosystemarer Stoffkeisk\u00e4ufe von zentraler Bedeutung.<br \/>\n\u00b7 Die M\u00e4chtigkeit der Humusauflageschichten nimmt in den GKI- und GBI-Forst\u00f6kosystemen mit dem Bestandesalter zu und betr\u00e4gt im Alter > 60 Jahre rund 9 cm.<br \/>\n\u00b7 Die mittlere j\u00e4hrliche Akkumulationsrate an organischer Substanz in der Humusauflage schwankt zwischen 2,8 und 0,6 t \u00b7 ha-1. a-1 und f\u00e4llt in der Reihenfolge der Baumarten: GKI = GBI > REI > ROB > EL\u00c4 > TEI > PA > RER > WLI.<br \/>\n\u00b7 Die mittleren C\/N-Verh\u00e4ltnisse der Humusauflage (L + Of + Oh) werden sowohl von den anthropogen bedingten Stoffeintr\u00e4gen als auch von den Baumarten beeinflu\u00dft. Sie liegen zwischen 16,5 und 28,4 und werden in der Reihenfolge der Baumarten enger: GKI > GBI > REI > EL\u00c4 > PA >TEI > RER > WLI = ROB.<br \/>\n\u00b7 In den Humusauflagen der Kippen-Erstaufforstungen werden beachtliche N\u00e4hrstoffmengen gespeichert, die bei Mineralisierung der organischen Substanzen als langsamflie\u00dfende N\u00e4hrstoffquelle den Pflanzen zur Verf\u00fcgung stehen.<br \/>\n\u00b7 In den Untersuchungsgebieten sind Humusg\u00fcte und Humusform durch gro\u00dffl\u00e4chige Stickstoffdepositionen und basische (kohlestaubhaltige) Flugstaubsedimente beeinflu\u00dft. Deshalb kommt es zur Ausbildung disharmonischer Humusformen. Ausdruck dessen ist, da\u00df auf 91 % der GKI-Referenzfl\u00e4chen Typischer Moder und Rohhumusartiger Moder bestimmt werden; Rohhumus hat einen Fl\u00e4chenanteil von nur 6 %.<br \/>\n\u00b7 Auf den j\u00fcngeren Kippenstandorten ist der Aufbau des Humusk\u00f6rpers noch nicht abgeschlossen und insbesondere ist der Oh-Horizont nicht voll entwickelt. Dies wiederum kann dazu f\u00fchren, da\u00df die im Aufbau befindlichen Rohhumusdecken als Moder angesprochen und damit in ihrer Humusqualit\u00e4t \u00fcbersch\u00e4tzt werden.<br \/>\n\u00b7 Die Bodenentwicklung wird auf den Kippen und Halden im Anfangsstadium durch die Kippsubstrattypen und bodenmeliorativen Ma\u00dfnahmen (CaO-Gabe, Meliorationsmittel, Meliorationstiefe) und sp\u00e4ter in zunehmendem Ma\u00dfe vom Zeitfaktor (Einwirkungsdauer der Stofftransformations- und Stoffverlagerungsprozesse) beeinflu\u00dft.<br \/>\n\u00b7 Auf den carbonatfreien, kohlefreien und kohlehaltigen Kipp-Sanden, -Lehmsanden und Lehmen entwickeln sich unter Wald nach kurzer Zeitdauer Lockersyroseme (Ai\/ijlC-Profil), die sehr bald in Lockersyrosem-Regosol (Aih\/ijlC-Profil) und nach 20 bis 25 Jahren bei Lehmsanden bzw. 30 bis 35 Jahren bei n\u00e4hrstoffarmen Sanden in Regosole (Ah\/ijlC-Profil) \u00fcbergehen. Auf den Altkippen deuten sich unter Nadelwald im Oberboden kalkfreier Kipp-Sande Podsolierungserscheinungen an und die Herausbildung von Podsol-Regosolen (Ahe, Ahe + Ae\/B(h)s-ijlC, B(S)h-ijlC-Profil) mit einem durch Sesquioxid- und\/oder Humusstoffeinwaschung schwach ausgepr\u00e4gter Illuvialhorizont B(h)s-ijlCS oder B(s)h-ijlC ist angezeigt. Dagegen sind Braunerde-Regosole (Ah\/Bv-ijlC-Profil) nicht zweifelsfrei belegt.<\/p>\n<p>3. Nadel- und Blattspiegelwerte sowie Vitalit\u00e4t der Hauptbaumarten<br \/>\n\u00b7 Bei der Bewertung der Nadel- und Blattspiegelwerte ist von einer (N)PK-Grundd\u00fcngung und meliorativen Asche- bzw. Kalkgaben auf den untersuchten Fl\u00e4chen auszugehen.<br \/>\n\u00b7 Hohe Stickstoffgehalte in den Assimilationsorganen ergeben sich zum einen aus den relativ hohen N-Bodenvorr\u00e4ten und zum anderen aus den Stickstoffeintr\u00e4gen.<br \/>\n\u00b7 Kohlige Bestandteile in den Kippsubstraten beeinflussen die NP-Versorgung der Pflanzen durch die Erh\u00f6hung des langzeitverf\u00fcgbaren Stickstoff- und Phosphorpools positiv. Die P-Nadel- und Blattspiegelwerte steigen tendenziell mit zunehmendem Bestandesalter an.<br \/>\n\u00b7 Die hohen Ca-Gehalte der Nadel- und Blattproben sind als Indiz f\u00fcr den Einflu\u00df bodenmeliorativer Ma\u00dfnahmen und die physiologische Wirksamkeit basischer Stoffeintr\u00e4ge zu werten.<br \/>\n\u00b7 Insgesamt waren die Baumarten Kiefer, Birke und Eiche mit den Elementen Kalzium, Magnesium und Kalium zumeist ausreichend versorgt. Die teilweise vorliegenden Element\u00fcberausstattungen f\u00fchrten nicht zu okular erkennbaren Sch\u00e4den oder Wuchsdepressionen und befinden sich demnach noch im tolerierbaren Bereich.<br \/>\n\u00b7 Die Nadel- und Blattspiegelwerte der untersuchten Best\u00e4nde belegen aus der Sicht der Pflanzenern\u00e4hrung einen guten bis sehr guten Vitalit\u00e4tszustand. Sie ergeben sich aus den Einflu\u00dfgr\u00f6\u00dfen &#8216;substratspezifische Grundversorgung&#8217;, &#8216;Art und Umfang der Grundmelioration&#8217; sowie &#8216;basische Stoffeintr\u00e4ge&#8217;.<\/p>\n<p>4. Zeigerwert der Bodenvegetation<br \/>\n4.1. Variation der Standortparameter<br \/>\n\u00b7 Der Einflu\u00df basischer Immissionen \u00fcberpr\u00e4gt den Einflu\u00df von Standort und Baumart auf die Bodenvegetation.<br \/>\n\u00b7 Mit zunehmendem Immissionseinflu\u00df werden enge C\/N-Verh\u00e4ltnisse seltener.<br \/>\n\u00b7 Mit Hilfe der Basens\u00e4ttigung kann der Datenpool differenziert werden.<br \/>\n 4.2. Eignung der ELLENBERG\u00b4schen Zeigerwerte f\u00fcr Kippenforsten<br \/>\n\u00b7 Die mittlere Reaktionszahl der Waldbodenvegetation weist eine deutliche Beziehung zur S\u00e4ure-Basen-Stufe der Humusform auf.<br \/>\n\u00b7 Eine Beziehung zwischen den mittleren Zeigerwerten der Bodenvegetation f\u00fcr Stickstoffversorgung und der Stickstoff-Stufe des Humus kann nicht nachgewiesen werden.<br \/>\n\u00b7 F\u00fcr Birke und Kiefer sind \u00e4hnliche Tendenzen feststellbar. Unter Kiefer treten basenarme Zust\u00e4nde trotz Immissionseinflu\u00df h\u00e4ufiger auf als unter Birke (Einflu\u00df der Baumart).<br \/>\n\u00b7 Die Ergebnisse sind bezeichnend f\u00fcr den vorliegenden Immissionstyp und unterscheiden sich deutlich von der Situation im Nordostdeutschen Tiefland. <\/p>\n<p>4.3. Artenvielfalt in Kippenforstbest\u00e4nden<br \/>\n\u00b7 Die Artenzahl in der Bodenvegetation nimmt mit steigender Basens\u00e4ttigung zu.<br \/>\n\u00b7 Mit steigender Basens\u00e4ttigung wandern zunehmend walduntypische, vagabundierende Arten ein. Der Anteil sogenannter Nichtwaldarten steigt.<br \/>\n\u00b7 Korreliert hohe Basens\u00e4ttigung mit Immissionseinflu\u00df, ist der Artenzuwachs auch als Resultat steigenden Lichteinflusses durch Auflichtung zu werten.<\/p>\n<p> 4.4. Vegetationstypen unter Kiefernbest\u00e4nden<br \/>\n\u00b7 Es k\u00f6nnen 10 Bodenvegetationstypen unter Kiefernbest\u00e4nden unterschieden werden.<br \/>\n1. Himbeer-Waldzwenken-Typ<br \/>\n2. Brombeer-Waldzwenken-Sandrohr- Typ<br \/>\n3. Schwingel-Waldzwenken- Typ<br \/>\n4. Walderdbeer-Himbeer- Typ<br \/>\n5. Walderdbeer-Schwingel- Typ<br \/>\n6. Himbeer-Brombeer-Drahtschmielen- Typ<br \/>\n7. Brombeer-Drahtschmielen- Typ<br \/>\n8. Blaubeer-Drahtschmielen-Pfeifengras-Kr\u00e4uter-Blaubeer- Typ<br \/>\n9. Blaubeer-Drahtschmielen- Typ<br \/>\n10. Drahtschmielen- Typ<br \/>\n\u00b7 Waldzwenken-Typen treten auf ziemlich basenreichen bis sehr basenreichen Humusformen auf. Basenarme Zust\u00e4nde werden \u00fcberwiegend durch Drahtschmiele charakterisiert.<\/p>\n<p>4.5. Humusamplituden wichtiger Waldbodenpflanzen<br \/>\nDie Humusamplituden von 36 Pflanzenarten der GKI-Kippenforsten wurden mit den Angaben f\u00fcr das Nordostdeutsche Tiefland verglichen.<br \/>\n\u00b7 14 Arten zeigen ein \u00e4hnliches Verhalten,<br \/>\n\u00b7 14 Arten zeigen Abweichungen,<br \/>\n\u00b7 zu 8 Arten der Kippenforsten liegen aus dem Nordostdeutschen Tiefland keine Angaben vor.<\/p>\n<p>5. Umbau von Kiefern- und Birkenreinbest\u00e4nden<br \/>\n\u00b7 Die Anwuchsprozente und H\u00f6henzuw\u00e4chse der Umwandlungsbaumarten entsprechen weitestgehend den Erwartungen. H\u00f6here Pflanzenausf\u00e4lle wurden f\u00fcr TEI (Umbaufl\u00e4che Birke, Laubusch &#8211; 30 %) und RBU (Umbaufl\u00e4che Kiefer, Annah\u00fctte &#8211; 22 %) auf sorptionsschw\u00e4cheren Kippbodenformen beobachtet.<br \/>\n\u00b7 Die Qualit\u00e4t des Pflanzmaterials beeinflu\u00dft in den ersten Jahren das Anwuchs- und Zuwachsverhalten enorm.<br \/>\n\u00b7 Der H\u00f6henzuwachs der Umwandlungsbaumarten f\u00e4llt im Pflanzjahr auf Grund des Anwuchsschocks gering aus. In der zweiten Vegetationsperiode leisteten die Umwandlungsbaumarten gute H\u00f6henzuw\u00e4chse. Am zuwachsfreudigsten zeigten sich Ahorn, Winterlinde und Hainbuche.<br \/>\n\u00b7 Die N\u00e4hrstoffversorgung der angepflanzten Traubeneichen liegt bei allen Makron\u00e4hrstoffen im ausreichenden Bereich und teilweise sogar im Bereich des Luxuskonsums.<br \/>\n\u00b7 Die Blattspiegelwerte von N, P, Mg und K in den Versuchsanlagen auf der Kippe Laubusch verringerten sich von 1997 zu 1998 deutlich. Darin zeigt sich die sehr gute N\u00e4hrstoffversorgung in der Baumschule.<br \/>\n\u00b7 Die Versorgung mit Ca nimmt von 1997 bis 1998 auff\u00e4llig zu. Das k\u00f6nnte eine Folgewirkung der Grundmelioration sein.<br \/>\n\u00b7 Die verwendeten Pflanzensortimente 2\/0, 1\/1 und 1\/2 mit H\u00f6hen zwischen 40 bis 60 cm sind auch auf den Kippenstandorten sehr gut f\u00fcr den Umbau geeignet. Sie gew\u00e4hrleisten, da\u00df in der Regel nach zwei Vegetationsperioden Kulturpflegema\u00dfnahmen \u00fcberfl\u00fcssig werden.<br \/>\n\u00b7 Nach den bisherigen Untersuchungen eignen sich alle verwendeten Baumarten auf den beschriebenen Kippenstandorten. Die Rotbuche sollte aber nur auf den trophisch besseren Standorten Verwendung finden, da sich diese Baumart in der Niederlausitz am Rande ihres Areals befindet.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Ver\u00f6ffentlichungen:<br \/>\nB\u00f6cker, L. u. Katzur, H.-J.<br \/>\nDie Entwicklung und Behandlung von Wald\u00f6kosystemen auf Kippenstandorten im Lausitzer Braunkohlenrevier. In: LAUBAG (Hrsg.): Forstliche Rekultivierung in der Bergbaufolgelandschaft, Jahrestagung der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald 1996, S 12-18<br \/>\nB\u00f6cker, L. u. St\u00e4hr, F.<br \/>\nEntwicklung von Forstbest\u00e4nden auf Kippen und Halden des Lausitzer Braunkohlenreviers. In: Brandenburgische Forstnachrichten, Ausgabe 65\/66(1997), S. 30-33<br \/>\nLutz B\u00f6cker, Falk St\u00e4hr, Joachim Katzur:<br \/>\nWaldwachstum auf Kippenstandorten des Lausitzer Braunkohlenreviers. AFZ\/Der Wald, M\u00fcnchen 53 (1998) 13, S. 691-694<br \/>\nJoachim Katzur, Lutz B\u00f6cker, Falk St\u00e4hr, Christoph-Claudius Mertzig<br \/>\nZu den Auswirkungen der Meliorationstiefe auf das Waldwachstum der Kippen-Erstaufforstungen. Beitr. Forstwirtsch. u. Landsch.\u00f6kol. 32 (1998) 4, S. 170-178<br \/>\nJoachim Katzur, Lutz B\u00f6cker, Dirk Knoche, Christoph-Claudius Mertzig<br \/>\nUntersuchungen zur Optimierung der Meliorationstiefe f\u00fcr die forstliche Rekultivierung schwefelsaurer Kippenb\u00f6den. Beitr. Forstwirtsch. u. Landsch.\u00f6kol. 33 (1999), im Druck<br \/>\nKatzur, J., B\u00f6cker, L., St\u00e4hr, F.<br \/>\nErtragskundliche Untersuchungen auf Rekultivierungsfl\u00e4chen im Lausitzer Braunkohlenrevier. GUG-Schriftenreihe (1999), im Druck<\/p>\n<p>Pr\u00e4sentationen:<br \/>\nBesprechung und Exkursion des Beirates f\u00fcr das Teilprojekt Lausitz am 06.04. 1995 im FA Hoyerswerda (1. Beratung des Projektbeirates)<br \/>\nBesprechung des Beirates f\u00fcr das Gesamtprojekt am 22.06.1995 in Finsterwalde (Vortragsmanuskript)<br \/>\nVortrag Wald\u00f6kosysteme auf Kippenstandorten zur 39. Sitzung des Fachausschusses Kippengestaltung und Rekultivierung des Deutschen Braunkohlen-Industrie-Verein e.V. (DEBRIV) am 19.09.1995 in Frimmersdorf (Revier der Rheinbraun AG)<br \/>\nExkursion Bergbau-Bergbaufolgelandschaft-Kiefernwirtschaft in S\u00e4chsischen Forstamt Wei\u00dfkollm mit Studenten der Fachhochschule Hildesheim\/Holzminden (12.10.1995)<br \/>\n1. Statusseminar zur BMBF-F\u00f6rderma\u00dfnahme, 18. Juni 1996 in Cottbus<br \/>\nBesprechung und Exkursion des Beirates f\u00fcr das Teilprojekt Lausitz am 17.10. 1996 in der Oberf\u00f6rsterei Doberlug (2. Beratung des Projektbeirates)<br \/>\nExkursion am 02.11.1996 zum Thema Forstliche Rekultivierung auf Kippen und Halden als Bestandteil des Besuchsprogrammes einer chinesischen Delegation<br \/>\nExkursion zum II. Referendartag am 20.03.1997 im AfF Doberlug-Kirchhain, Obf. Senftenberg, Thematik Forstliche Kippenrekultivierung und Bewirtschaftung von Kippenw\u00e4ldern in der Niederlausitz<br \/>\nBesprechung und Exkursion des Beirates f\u00fcr das Teilprojekt Lausitz am 30.10. 1997 in der Oberf\u00f6rsterei Senftenberg (3. Beratung des Projektbeirates)<br \/>\n2. Statusseminar zur BMBF-F\u00f6rderma\u00dfnahme, 7. und 8. Oktober 1998 in Cottbus<br \/>\nReferendartag des Jahrganges 1997 im Amt f\u00fcr Forstwirtschaft Doberlug-Kirchhain am 13.10.1998, Schwerpunktthema: Entwicklung und Behandlung von Wald\u00f6kosystemen auf Kippenstandorten im Lausitzer Braunkohlerevier<br \/>\nVortrag Present state development and treatment of forest ecosystems in the Lusatian coal mining area (East Germany) zum internationalen Symposium Ecology of Post-Mining, 15.-19.03.1999 in Cottbus<br \/>\nVortr\u00e4ge Waldwachstum auf Kippenstandorten, Humus- und Bodenentwicklung, Nadel- und Blattspiegelwerte sowie Vitalit\u00e4t der Hauptbaumarten, Zum Zeigerwert der Bodenvegetation auf Kippenstandorten und Erste Ergebnisse zum Umbau von Kiefern- und Birkenreinbest\u00e4nden auf Kippenstandorten zur Fachtagung SDW e.V., Regionalverband Lausitz, Wald\u00f6kosysteme auf Kippenstandorten, 07.05.1999 in Finsterwalde<br \/>\nVortrag Untersuchungen zum Waldwachstum auf den Kippenstandorten des Lausitzer Braunkohlenreviers am Beispiel der Gemeinen Kiefer (Pinus sylvestris L.) und Gemeinen Birke (Betula pendula ROTH) zur wissenschaftlichen Tagung Tagebau-Umwelt-Rekultivierung, 07.-09.06.1999 in Krakow\/Belchatow<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die forstliche Rekultivierung von Kippen und Halden des Braunkohlenbergbaues in der Lausitz soll langfristig zu W\u00e4ldern mit hohem Nutz-, Schutz- und Erholungswert f\u00fchren. Dieses Ziel kann nur auf der Basis einer standortgerechten Waldwirtschaft erreicht werden. Ausgehend von dem bis 1993 recherchierten Kenntnisstand wurde ein von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gef\u00f6rdertes Verbundprojekt mit dem Ziel initiiert, die wissenschaftlichen Grundlagen f\u00fcr eine erste waldbauliche Behandlungsempfehlung der Kippenforsten im Lausitzer Braunkohlenrevier zu schaffen. Im Rahmen der Projektt\u00e4tigkeit wurden 126 Weiserfl\u00e4chen aufgenommen, analysiert und ausgewertet. Die Forschungsarbeiten konzentrieren sich auf boden-, vegetationskundliche, waldern\u00e4hrungsphysiologische und waldwachstumskundliche Untersuchungen.<br \/>\nVon herausragender Bedeutung f\u00fcr die Kippenkomplexe ist die jeweilige Immissionssituation des Standortes. Es konnte nachgewiesen werden, da\u00df im Untersuchungsgebiet Eintr\u00e4ge basischer Flugaschen und Flugst\u00e4ube in sehr unterschiedlichen Quantit\u00e4t stattgefunden haben.<br \/>\nUnter Einbeziehung der Humus- und Bodenmerkmale scheint es m\u00f6glich, das Baumwachstum durch bestimmte Eigenschaften des Substrates und des Auflagehumus weitgehend zu kl\u00e4ren.<br \/>\nDie Nadelanalysen erbrachten die wichtige Information, da\u00df der Ern\u00e4hrungszustand der untersuchten Erstaufforstungsbest\u00e4nde in fast allen F\u00e4llen optimal ist. Dies war insbesondere auf Kipp-Sand- bzw. Kipp-Kohlesandb\u00f6den nicht erwartet worden, korrespondiert aber mit den Bonit\u00e4ten der Best\u00e4nde.<br \/>\nDie bisherigen Erkenntnisse zum Bestandeswachstum sind eine tragende S\u00e4ule der Untersuchungen. Es kann belegt werden, da\u00df die Mehrzahl der Best\u00e4nde, \u00fcber ein breites Substratspektrum betrachtet, gute bis hervorragende Bonit\u00e4ten aufweist. Dies l\u00e4\u00dft den Schlu\u00df zu, da\u00df das bisherige Baumartenspektrum der forstlichen Rekultivierung (GKI, GBI; REI, PA, ROB) durch die Traubeneiche, Winterlinde, Hain-buche und L\u00e4rche erg\u00e4nzt werden kann.<br \/>\nHandlungsbedarf ergibt sich auch bez\u00fcglich der bisherigen Standortkartierung, da das trophische Potential der Kippenb\u00f6den vielfach untersch\u00e4tzt wird. Vermutlich werden aus den unverwitterten Kippsubstraten vor\u00fcbergehend gr\u00f6\u00dfere N\u00e4hrstoffmengen verf\u00fcgbar als auf den lithofaziell vergleichbaren altdiluvialen Waldb\u00f6den. Auch kohlige Beimengungen werten die Kippenstandorte auf, da sie das N\u00e4hrstoff- und Wasserspeichrungsverm\u00f6gen der Kippenb\u00f6den verbessern.<br \/>\nDie waldbaulichen Schwerpunktaufgaben sind die Pflege der jungen Kiefern-, Eichen- und L\u00e4rchenbest\u00e4nde (bis ca. 40 Jahre) sowie der Voranbau in den \u00e4lteren Birken- und Pappelreinbest\u00e4nden (GBI ab 50 Jahre, PA ab 30 Jahre). Die Umbauma\u00dfnahmen sind umgehend einzuleiten, denn die Altersstruktur der Kippenforsten l\u00e4\u00dft f\u00fcr die kommenden 10 bis 20 Jahre ein sehr hohes Umbaupotential erwarten.<br \/>\nReferenzbest\u00e4nde des Waldumbaus er\u00f6ffnen Wege zur Entwicklung horizontal und vertikal strukturierter Wald\u00f6kosysteme mit multifunktionalem Charakter. Standortsgerechte Baumarten (z.B. TEI, WLI, HBU) der 2. Waldgeneration unter Schirmbest\u00e4nden der Kiefer und Birke \u00fcberzeugen durch die Wachstumsparameter Anwuchsprozent und H\u00f6henzuwachs.<br \/>\nDie vegetationskundlichen Untersuchungen lassen erkennen, da\u00df es m\u00f6glich sein wird, Zeigerarten und Artengruppen f\u00fcr wichtige Standortsparameter aufzuzeigen.<br \/>\nNach derzeitigem Kenntnisstand ergeben sich f\u00fcr die weitere Forschungst\u00e4tigkeit \u00fcber das Jahr 1999 hinaus folgende Ansatzpunkte:<\/p>\n<p>\u00de Umbaudringlichkeit der Pappel- und Robinienbest\u00e4nde aus der 1. Kippenwaldgeneration<br \/>\n\u00de M\u00f6glichkeiten zur \u00dcberf\u00fchrung junger Reinbest\u00e4nde in strukturreiche Mischbest\u00e4nde<br \/>\n\u00de Einflu\u00dfnahme von Art und Tiefe der Melioration auf das Bestandeswachstum, auf die bodenchemischen und -genetischen   Prozesse, auf die Kippenflora und -fauna<br \/>\n\u00de Wissenschaftliche Begleitung der Waldumbauversuche<br \/>\n\u00de Wertung des Totholzes in Kippen-Wald\u00f6kosystemen<br \/>\n\u00de Klassifizierung der Kippbodenformen nach dem N\u00e4hrstoffpotential.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Untersuchungen in vorwiegend \u00e4lteren Kippenforsten (30 bis 70 Jahre) der Lausitz zur Stabilit\u00e4t, Standorts-, Raum-, Arten-, Alters- und Funktionsstruktur und somit zur Analyse des Istzustandes von Forst-\u00f6kosystemen auf Kippenstandorten. 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