{"id":20171,"date":"2023-07-13T15:11:41","date_gmt":"2023-07-13T13:11:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/06872-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:11:43","modified_gmt":"2023-07-13T13:11:43","slug":"06872-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/06872-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung eines festbrennstoffbeheizten W\u00e4rmespeicherofens"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ziel des F\u00f6rdervorhabens ist es, einen feststoffbeheizten W\u00e4rmespeicherofen zu entwickeln, der sich durch die M\u00f6glichkeit einer kontrollierten W\u00e4rmespeicherung und W\u00e4rmeabgabe auszeichnet. Dazu soll um die mit Holz beheizte Brennkammer ein mit mineralischer Feststoffsch\u00fcttung versehener Speicher angeordnet werden. Der Speicher soll direkt \u00fcber die beiden Kammerw\u00e4nde bzw. \u00fcber einen im Abgasstrom der Brennkammer angeordneten W\u00e4rme\u00fcbertrager aufgeladen werden. Der Speicher- und Entladebetrieb soll temperaturabh\u00e4ngig gesteuert werden, um somit nahezu gleichbleibende Raumlufttemperatur gew\u00e4hrleisten zu k\u00f6nnen. Zum kontrollierten Entladebetrieb soll ein elektrisches Gebl\u00e4se eingesetzt werden.<br \/>\nDurch diese Entwicklung soll erm\u00f6glicht werden, die beim Abbrand von St\u00fcckholz verfahrensbedingt kurzfristig freiwerdende hohe W\u00e4rme zu speichern und sp\u00e4ter bedarfsgerecht den Wohnr\u00e4umen zuzuf\u00fchren. Dadurch wird einerseits der Nutzungsgrad der Holzfeuerung erh\u00f6ht, anderseits erm\u00f6glicht, die Holzfeuerung emissionsoptimiert unabh\u00e4ngig von der aktuellen W\u00e4rmeanforderung zu betreiben.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenMit drei unterschiedlichen Versuchsaufbauten wurden zahlreiche Untersuchungen zu den M\u00f6glichkeiten der Beladung von Feststoffw\u00e4rmespeichern durchgef\u00fchrt.<br \/>\nBeim 1. Aufbau wurde der W\u00e4rmespeicher mit integriertem Heizeinsatz und au\u00dfenliegendem W\u00e4rmetauscher installiert, wobei der Speicher mit \u00fcblichen Speichersteinen von Elektro-Speicherheizger\u00e4ten beschickt war. Um einen besseren W\u00e4rme\u00fcbergang zu erzielen, wurden anschlie\u00dfend die quaderf\u00f6rmigen Speichersteine durch eine Kugelsch\u00fcttung ersetzt. Die W\u00e4rme aus dem Speicher wurde \u00fcber Luftkan\u00e4le an die Kachel-Au\u00dfenwand geleitet. Das Umschalten von Direkt- auf Speicherheizung erfolgte \u00fcber ein 3-Wegeventil. Das Entladen des Speichers auf die Kachelfl\u00e4che ergab jedoch eine zu geringe Temperaturerh\u00f6hung der Kachelfl\u00e4che von nur ca. 5 K.<br \/>\nBeim 2. Versuchsaufbau wurde die Kachelfl\u00e4che nur w\u00e4hrend der Befeuerung \u00fcber die W\u00e4rmeabgabe des Heizeinsatzes erw\u00e4rmt. Die Restw\u00e4rme der Heizgase wurde gespeichert und sp\u00e4ter als Warmluft dem Raum zugef\u00fchrt. Dabei wurden die Abgasverluste wesentlich und die Abgastemperaturen auf ca. 160 \u00b0C reduziert. Die gespeicherte W\u00e4rmemenge konnte nicht deutlich erh\u00f6ht werden.<br \/>\nDer 3. Aufbau unterschied sich vom vorgenannten insofern, als da\u00df vorhandene Anlagenkomponenten, wie Ventilatoren und Nachheizkasten, Verwendung fanden.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die gespeicherte W\u00e4rmemenge reicht zur Beheizung eines sogenannten Niedrigenergie-Hauses aus.<br \/>\nBei einem Projektgespr\u00e4ch mit potentiellen Kachelofenbauern zeigten sich diese im Hinblick auf die energetische Betrachtung durchaus zufrieden. Jedoch m\u00fc\u00dfte vor Aufnahme der Serienproduktion noch in praktischen Versuchen vor Ort (z. B. Musteranlagen in 2 oder 3 H\u00e4usern) die Anwendbarkeit \u00fcberpr\u00fcft bzw. best\u00e4tigt werden.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die Ergebnisse zeigten, da\u00df die Grundidee (Umweltentlastung und Speicherung von aus Festbrennstoffen resultierender W\u00e4rme mit gezielter W\u00e4rmefreigabe) durchaus in die Praxis umgesetzt werden k\u00f6nnte.<br \/>\nDar\u00fcber hinaus ergaben sich bei den zahlreichen Versuchen noch weitere, wertvolle Daten, die bei anderen Heizger\u00e4ten einflie\u00dfen werden. <\/p>\n<p>Trotz der grunds\u00e4tzlich positiven Ergebnisse wurde im Licht des noch bestehenden Entwicklungsbedarfes von einer Weiterverfolgung des Vorhabens abgesehen. Dies wird mit einem Markteinbruch w\u00e4hrend der Projektlaufzeit begr\u00fcndet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ziel des F\u00f6rdervorhabens ist es, einen feststoffbeheizten W\u00e4rmespeicherofen zu entwickeln, der sich durch die M\u00f6glichkeit einer kontrollierten W\u00e4rmespeicherung und W\u00e4rmeabgabe auszeichnet. Dazu soll um die mit Holz beheizte Brennkammer ein mit mineralischer Feststoffsch\u00fcttung versehener Speicher angeordnet werden. 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