{"id":20154,"date":"2024-11-27T10:34:14","date_gmt":"2024-11-27T09:34:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/11110-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:34:16","modified_gmt":"2024-11-27T09:34:16","slug":"11110-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/11110-01\/","title":{"rendered":"F\u00f6rderschwerpunkt Holz: Entwicklung eines Verfahrens zur Umlaufwasserbehandlung durch ein geeignetes Filtrationsverfahren und Bau einer modellhaften Anlage"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Eine fehlerhafte Konzeptionierung der Rauchgaswaschwasserbehandlungsanlage im betriebseigenen Kraftwerk verursachte gravierende St\u00f6rungen im Wasserkreislauf, die einen hohen Personal- und Entsorgungsaufwand bedeuteten, allein um den Betrieb der Rauchgasreinigung aufrecht zu erhalten. Vom Institut f\u00fcr Siedlungswasserwirtschaft und Abfalltechnik der Universit\u00e4t Hannover wurde ein alternatives Konzept entwickelt, das in umfangreichen Vorversuchen getestet wurde.<br \/>\nIm Projekt wurde die Inbetriebnahme der Waschwasserreinigungsanlage wissenschaftlich begleitet, um die Umsetzung des Kon-zepts zu pr\u00fcfen und Schwachstellen zu lokalisieren. Mit den Ergebnissen der Inbetriebnahmebegleitung sollten Empfehlungen f\u00fcr den weiteren Betrieb der Anlage gegeben werden.<br \/>\nDas neuartige Waschwasserreinigungsverfahren sollte \u00fcber die Verfahrensstufen Vakuumdrehtrommelfiltration und Membranfiltration eine Kreislauff\u00fchrung des Waschwassers erm\u00f6glichen. Reststoffe des Vakuumdrehtrommelfilters w\u00fcrden im Kraftwerk entsorgt, das Konzentrat der Membranfiltration w\u00fcrde in der Sp\u00e4netrocknung als Zuschlagstoff zur Unterst\u00fctzung der Leimh\u00e4rtung eingesetzt. Das Verfahren sollte vollkommen abwasser- und abfallfrei arbeiten, lediglich verdampfendes Wasser m\u00fcsste nachgespeist werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenUm die Richtigkeit des neuartigen Konzeptes zu \u00fcberpr\u00fcfen, wurden verschiedene Waschwasserinhaltsstoffe und Leitparameter hinsichtlich ihrer Konzentrationen \u00fcber die gesamte Projektdauer gemessen. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf die als f\u00fcr den Anlagenbetrieb problematisch erkannten Substanzen Sulfat, Chlorid, Calcium und gel\u00f6ste Organik (gemessen als chemischer Sauerstoffbedarf) gelegt. Die Summe gel\u00f6ster Inhaltsstoffe wurde als Leitf\u00e4higkeit bestimmt. Der Anlagenbetrieb selbst wurde dokumentiert und qualitativ bewertet. Bei auftauchenden Problemen wurden erg\u00e4nzende Spezialuntersuchungen durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Inbetriebnahmebegleitung traten h\u00e4ufig St\u00f6rungen im Betrieb der Anlage bzw. von Anlagenteilen auf. Die St\u00f6rungen waren in der Regel technischer Natur (Ausfall von Pumpen, Sensoren, Ventilen) oder r\u00fchrten von Unf\u00e4llen her (Defekte in der Rauchgasreinigung oder Eintrag gr\u00f6\u00dferer Mengen von Sp\u00e4nen in den Wasserkreislauf). Bei diesen Ereignissen musste die Anlage grunds\u00e4tzlich au\u00dfer Betrieb genommen werden.<br \/>\nEs zeigte sich jedoch, da\u00df bei einem st\u00f6rungsfreien Betrieb die Kombinationsanlage in der Lage ist, den Gehalt an Verschmutzungen im Waschwassersystem kontinuierlich zu senken und schlie\u00dflich auf einem akzeptablen Niveau zu halten.<\/p>\n<p>Das Funktionieren des Konzepts h\u00e4ngt generell von vielen Faktoren ab, die gleichzeitig ineinander greifen m\u00fcssen, um eine befriedigende Reinigungsleistung zu erzielen. Nicht zuletzt musste das Konzept der Konzentrateinbindung in die Produktion \u00fcberpr\u00fcft werden, da die abgenommene Menge an Konzentraten aus der Membrananlage von der Eingangsfeuchte der Sp\u00e4ne abh\u00e4ngig ist. Bei l\u00e4ngeren Niederschlagsperioden kann kein Konzentrat abgenommen werden und eine Abreinigung nicht stattfinden, da die Konzentrate in das System zur\u00fcckgef\u00fchrt werden. Hier mussten alternative Entsorgungskonzepte entworfen werden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Kontaktadressen: Firma Wilhelm Mende GmbH &#038; Co., 37534 Gittelde, OT Teichh\u00fctte, Ansprechpartner: Herr Mayer, Tel. 05327\/59-266, Fax -255;<br \/>\nISAH Institut f\u00fcr Siedlungswasserwirtschaft und Abfalltechnik der Universit\u00e4t Hannover, Welfengarten 1, 30167 Hannover, Ansprechpartner: Herr Nagy, Tel. 0511\/762-2899, Fax -2881.<br \/>\nVerbreitungsma\u00dfnahmen:<br \/>\nVortrag auf der 6. Hannoverschen Industrieabwasser-Tagung; ver\u00f6ffentlicht in: Nagy, Rosenwinkel, Baumgarten, M\u00fcller; Membranunterst\u00fctztes Verfahren zur Reinigung von Waschw\u00e4ssern aus Rauchgasreinigungsanlagen; Schriftenreihe des Instituts f\u00fcr Siedlungswasserwirtschaft und Abfalltechnik der Universit\u00e4t Hannover; Heft 103; Hannover; 1997.<br \/>\nVortrag auf dem Fachseminar Filtrationstechnik; 10. &#8211; 11.11.1998 in Freiberg\/ Sachsen; nicht ver\u00f6ffentlicht.<br \/>\nPoster auf der 2. Aachener Tagung Siedlungswasserwirtschaft und Verfahrenstechnik, 15. &#8211; 16.9. 1998;<br \/>\nVortrag auf dem ATV-Workshop Membrantechnik anl\u00e4\u00dflich der IFAT 99;<br \/>\nEine Ver\u00f6ffentlichung in der Fachzeitschrift der ATV \u0082KORRESPONDENZ ABWASSER ist noch geplant.<br \/>\nEine Kurzbeschreibung des Vorhabens wurde w\u00e4hrend des \u0082Tags der Forschung der Universit\u00e4t Hannover am 18.10.98 ausgestellt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die in dem Projekt erzielten Ergebnisse zeigen, da\u00df das Konzept des entwickelten Kombinationsverfahrens richtig ist. Problematisch sind die geringe Redundanz der Anlagenteile sowie die witterungsabh\u00e4ngige Konzentratentsorgung. Zum zweiten Punkt wird seitens des ISAH an Vorschl\u00e4gen gearbeitet, um alternative Entsorgungswege zu finden. Eine Erh\u00f6hung der Redundanz wird als nicht sinnvoll angesehen, da sie nach Einsch\u00e4tzung der Projektpartner zu einem Kosten- und technischen Aufwand f\u00fchren w\u00fcrde, der \u00f6kologisch und \u00f6konomisch nicht mehr zu rechtfertigen ist. Insgesamt wurde das Projekt erfolgreich abgeschlossen.  <\/p>\n<p>Das Projekt der Firma Mende war eines der umwelttechnischen F\u00f6rderprojekte der Umweltstiftung, das im Rahmen des Projektes Az 12200 Evaluation DBU-gef\u00f6rderter Projekte in der Region Harz &#8211; u.a. unter der Fragestellung einer nachhaltigen Regionalentwicklung mit betrachtet wurde; das Evaluationsprojekt wurde von Referat 34\/2 (Herrn Dr. Stock) betreut. Das Projekt der Firma Mende schnitt fachlich insgesamt positiv ab, eine nachhaltige Entwicklung in der Region Harz konnte dem\/ den umwelttechnischen Projekt\/en jedoch nicht beigemessen werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Eine fehlerhafte Konzeptionierung der Rauchgaswaschwasserbehandlungsanlage im betriebseigenen Kraftwerk verursachte gravierende St\u00f6rungen im Wasserkreislauf, die einen hohen Personal- und Entsorgungsaufwand bedeuteten, allein um den Betrieb der Rauchgasreinigung aufrecht zu erhalten. Vom Institut f\u00fcr Siedlungswasserwirtschaft und Abfalltechnik der Universit\u00e4t Hannover wurde ein alternatives Konzept entwickelt, das in umfangreichen Vorversuchen getestet wurde. 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