{"id":20152,"date":"2023-07-13T15:10:33","date_gmt":"2023-07-13T13:10:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/05084-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:10:34","modified_gmt":"2023-07-13T13:10:34","slug":"05084-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/05084-01\/","title":{"rendered":"\u00dcberf\u00fchrung der Biofiltromat-Technologie f\u00fcr die biologische Wasseraufbereitung zur Praxisreife durch Versuche auf der Kl\u00e4ranlage in Querfurth unter wissenschaftlicher Begleitung"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Zielsetzung und Anla\u00df des Vorhabens war die Weiterentwicklung der sogenannten Biofiltromat-Technologie f\u00fcr Kl\u00e4ranlagen bis zu einer Gr\u00f6\u00dfe von bis zu 5.000 Einwohnergleichwerten. Dazu wurden auf der Kl\u00e4ranlage Querfurt in Th\u00fcringen mit einer Pilotanlage gro\u00dftechnische Untersuchungen durchgef\u00fchrt.<br \/>\nDie Pilotanlage zur Abwasserreinigung bestand aus einem Drucktropfk\u00f6rper, vier nachgeschalteten biologisch intensivierten Filtern sowie einem Schlammabsetzbeh\u00e4lter. Die Anlage stand w\u00e4hrend des Betriebes unter \u00dcberdruck (R\u00fcberdruck= 2-3 bar) und wurde mit Reinsauerstoff oder sauerstoffangereichterter Luft begast. Die Kombination aus Druckbiologie und konzentrierter Sauerstoffbegasung erm\u00f6glicht erst die effiziente Ausnutzung des vorhandenen Anlagenvolmens zum biologischen Kohlenstoff- und Ammoniumabbau.<br \/>\nMit den technischen Untersuchungen sollte die Funktions- und Leistungsf\u00e4higkeit der neuen Technologie unter Beweis gestellt werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie von KMA bereitgestellte und montierte Anlage wurde unter technisch-wissenschaftlicher Betreuung  des Instituts f\u00fcr Siedlungswasserwirtschaft der RWTH Aachen an- und eingefahren. <\/p>\n<p>Die zu untersuchenden Parameter w\u00e4hrend der Versuchsphase waren:<br \/>\n\u00b7   w\u00f6chentliche Analytik des Zu- und Ablaufs der Anlage hinsichtlich Feststoff- (AFS), Kohlenstoff- (BSB5, CSB), Stickstoff- Nges, NH4-N, NO3-N, NO2-N) sowie Phosphorbelastung (Pges, oPO4-P durch das ISA;<br \/>\n\u00b7    mehrmals w\u00f6chentliche Analytik des Zu- und Ablaufs durch die KMA;<br \/>\n\u00b7    \u00dcberpr\u00fcfung der Auslegung, Ermittlung der Leistungsf\u00e4higkeit der Anlage; Ermittlung der Schlammbelastung und  -zusammensetzung sowie des ben\u00f6tigten Filtersp\u00fclwasservolumens.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Ein zusammenh\u00e4ngender und zusammenfassender Projektbericht der Firma KMA \u00fcber den Verlauf des Projektes und die erreichten Ergebnisse liegt der Umweltstiftung aufgrund des zwischenzeitlich eingetretenen Konkurses der Firma KMA nicht vor.<\/p>\n<p>1995 wurde eine technische Pilotanlage der sogenannten Biofiltromat-Anlage zur Behandlung kommunaler Abw\u00e4sser kleiner Ortschaften auf der Kl\u00e4ranlage Querfurt erprobt. Sie wurde sp\u00e4ter nochmals von Mai bis Oktober 1996 dort aufgestellt. Dort zeigten sich im Versuchsbetrieb erhebliche M\u00e4ngel baulicher und verfahrenstechnischer Natur und gravierender Optimierungsbedarf. Auf Anregung des ISA wurde die Versuchsanlage daraufhin durch die KMA GmbH um einige Komponenten erweitert.<\/p>\n<p>Es zeigte sich aber, da\u00df die KA Querfurt f\u00fcr die spezifischen Optimierungsarbeiten nicht die ben\u00f6tigte Infrastruktur bieten konnte und da\u00df dort von der Abwasserzusammensetzung her keine geeignete Zuflu\u00dfcharakteristik vorhanden war. Daraufhin baute die KMA GmbH ab April 1996 ein sogenanntes \u0082Funktionsmodell mit einem Durchsatz von 20 l\/h. Zudem verlegten die Kooperationspartner den weiteren Versuchsbetrieb im durch die Umweltstiftung gef\u00f6rderten Projekt ab September 1996 auf das Gel\u00e4nde der Kl\u00e4ranlage Aachen-Soers, um eine engere und kontinuierliche Betreuung durch das Institut ISA zu gew\u00e4hrleisten. Mitte Dezember 1996 wurden die Modellversuche aufgrund von wiederholt auftretenden verfahrenstechnischen Fehlern abgebrochen.<\/p>\n<p>Im Januar 1997 baute die KMA GmbH daraufhin ein sogenanntes \u0082Funktionsmuster f\u00fcr etwa 160 bis 200 Einwohnergleichwerte. Das Funktionsmuster wurde vom ISA in Aachen von August bis Oktober 1997 erprobt.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Kontaktadresse:<br \/>\nRWTH Aachen, ISA Institut f\u00fcr Siedlungswasserwirtschaft, Mies-van-der-Rohe-Stra\u00dfe 1, 52074 Aachen, Ansprechpartner: Herr Dr. Dorgeloh, Tel. 0241\/80 52 07, Fax \/8888 285.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Im Mai 1998 teilte die Unternehmensmutter, die Firma S\u00dcDMO Schleicher AG, der Umweltstiftung mit, da\u00df sie die weitere Bearbeitung des Projektes durch ihre Zweigniederlassung, die Firma KMA GmbH in Artern als Bewilligungsempf\u00e4nger, einstellt. Daraufhin meldete die Deutsche Bundesstiftung Umwelt ihre Forderung gegen die Gemeinschuldnerin in H\u00f6he von 60 TDM zur Konkurstabelle an. Eine Quote auf Konkursforderungen gab es jedoch nicht.<br \/>\nVon der Gesch\u00e4ftsstelle wurde nach dem Projektabbruch aufgrund verschiedener Hinweise noch gepr\u00fcft, ob eventuell eine Doppelf\u00f6rderung mit einem durch das Th\u00fcringer Ministerium f\u00fcr Soziales und Gesundheit gef\u00f6rderten Projekt der Firma KMA im Zeitraum vom 01.04.1995 bis zum 31.12.1997 vorlag. Das Th\u00fcringer Ministerium teilte nach Pr\u00fcfung und Abgleich beider Projekte mit, da\u00df keine \u00dcberschneidung vorliegt.<\/p>\n<p>F\u00fcr die auf dem Gel\u00e4nde der Kl\u00e4ranlage Aachen-Soers verbliebene Versuchsanlage hat sich kein weiterer Interessent gefunden. Noch brauchbare Anlagenteile verwertet das ISA nun in anderen Forschungsprojekten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Zielsetzung und Anla\u00df des Vorhabens war die Weiterentwicklung der sogenannten Biofiltromat-Technologie f\u00fcr Kl\u00e4ranlagen bis zu einer Gr\u00f6\u00dfe von bis zu 5.000 Einwohnergleichwerten. Dazu wurden auf der Kl\u00e4ranlage Querfurt in Th\u00fcringen mit einer Pilotanlage gro\u00dftechnische Untersuchungen durchgef\u00fchrt. 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