{"id":20129,"date":"2023-07-13T15:13:09","date_gmt":"2023-07-13T13:13:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/09058-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:13:11","modified_gmt":"2023-07-13T13:13:11","slug":"09058-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/09058-01\/","title":{"rendered":"Durchf\u00fchrung des Umweltbildungsprojekts \u00d6kologische Forschungsstationen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Kinder und Jugendliche untersuchen ihre Umwelt, gestalten die Ergebnisse unter anderem unter Verwendung von Computern, die in einzelnen Forschungsstationen stehen und tauschen sie untereinander aus. Die Umweltuntersuchungen erfolgen dabei mit naturwissenschaftlichen Methoden und k\u00fcnstlerischen Experimenten. Umweltbewu\u00dftes, eigenverantwortliches Handeln aus Einsicht in die Gesetze nat\u00fcrlicher Systeme, ver\u00e4nderndes Handeln, da, wo es notwendig erscheint, um Natur und Umwelt zu erhalten, sind Ziele, die in der Auseinandersetzung mit Flie\u00dfgew\u00e4ssern erreicht werden sollen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenBundesweit wurden Forschungsstationen aufgebaut, zu denen Kinder und Jugendliche Zugang haben. Eine Didaktik der Umweltbildung wurde entwickelt und den Einrichtungen zur Verf\u00fcgung gestellt. Aufbauend auf Gew\u00e4sseruntersuchungen wurden Materialien erstellt, die zur Umsetzung des Ansatzes Interdisziplin\u00e4re Systembildung dienen. Zur Wahrung des Prinzips der Ganzheitlichkeit hat sich die Kombination untersuchender T\u00e4tigkeit (z.B. Gew\u00e4sseruntersuchung) mit Elementen sinnlicher Erkenntnis, \u00e4sthetischer Gestaltung und experimentellen Situationen als sinnvoll erwiesen. Dadurch, da\u00df Gefundenes nicht einfach nur durch die eigene Anschauung aufgenommen, sondern gestaltend wiedergegeben wird, wurden die eigenen Bildungsprozesse der beteiligten Kinder auf ein Ziel gerichtet und damit intensiviert. Seminare zur Qualifizierung der Gruppenleiter und p\u00e4dagogischen Mitarbeiter in den Einrichtungen wurden im Herbst und Winter 97\/98 durchgef\u00fchrt. In zwei Forschercamps im Juli und August 97 bestand die M\u00f6glichkeit f\u00fcr Kinder und Jugendliche, Verfahren und Untersuchungsmethoden  kennenzulernen. Bei der gestalterischern Pr\u00e4sentation von Ergebnissen und deren Austausch spielte die Nutzung von Computern eine wesentliche Rolle. Mit einem Wasserwettbewerb zum Thema Bachrenaturierung und Gew\u00e4sserpatenschaft wurde ein verantwortlicher und nachhaltiger Umgang mit dem Wasser angeregt und hervorragende Beispiele ausgezeichnet.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Durch die F\u00f6rderung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt wurde es m\u00f6glich, den Ansatz Interdisziplin\u00e4re Systembildung in ein didaktisches Konzept der Umweltbildung umzusetzen, zu erproben und die Ergebnisse in verallgemeinerter Form zur Verf\u00fcgung zu stellen. Sie finden sich im  Projektordner Wasser und auf den Internetseiten der Naturfreundejugend Deutschlands (www.naturfreundejugend.de, dort unter UFOS). Daraus abgeleitet wurde ein Fortbildungsangebot f\u00fcr Multiplikatoren in der Umweltbildung, das in acht Einrichtungen angewandt wird.<br \/>\nDurch die schnelle Entwicklung im Bereich Multimedia wurden Modifikationen im Konzept erforderlich: Der Austausch der Stationen untereinander wurde nicht mehr \u00fcber Disketten, sondern durch Pr\u00e4senta-tionen auf Internetseiten und die Nutzung grafisch orientierter Chat-Konferenzen im Internet geleistet.<br \/>\nDie Zahl der urspr\u00fcnglich geplanten Stationen wurde nicht erreicht, in der Folge des Projektes werden aber weitere eingerichtet, soda\u00df eine Fortsetzung gew\u00e4hrleistet ist. Ein wesentlicher Grund ist die Komplexit\u00e4t des Ansatzes, der eine l\u00e4ngere Planungs- und Anlaufzeit n\u00f6tig macht, als bei der Beantragung vorgesehen. Die niedrigere Anzahl der Stationen wurde kompensiert durch die Teilnehmer am Wettbewerb Botschaften vom Bach und durch verschiedene Einzelma\u00dfnahmen, in die das Projekt einbezogen war.<br \/>\nZur Qualifizierung der TeilnehmerInnen wurden wie vorgesehen vier bundesweite Seminare angeboten, die aber nicht von der vorgesehenen Anzahl an TeilnehmerInnen besucht wurde. Durch die Veranstaltung regionaler Seminare wurde die geplante Anzahl dann doch erreicht.<br \/>\nIn der abschlie\u00dfenden Bewertung des Projektes stellte sich heraus, da\u00df die Laufzeit von einem Jahr zu gering war, um eine Umsetzung auf lokaler Ebene in die Entwicklung konkreter Gew\u00e4sserpatenschaften im breiten Ma\u00dfe m\u00f6glich zu machen. Doch ist hier auf die Langzeitwirkung des Projektes zu setzen.<br \/>\nBest\u00e4tigt wurden einige Grundannahmen des Konzeptes:<br \/>\nDer Erwerb \u00f6kologischer Kenntnisse wird durch die Einbeziehung von Handlungs- und Gestaltungsm\u00f6glichkeiten schon in der Phase der Untersuchung von Umweltsituationen erheblich beg\u00fcnstigt. Gleichwohl erw\u00e4chst daraus noch keine Handlungsdisposition.<br \/>\nIn der Bewertung multimedialer Lernwelten ergab sich eine weitere (nicht unerwartete) Erkenntnis: Nicht deren Nutzung, sondern deren Produktion vermittelt nachhaltige Kenntnisse \u00fcber die Zusammenh\u00e4nge in unserer Umwelt. Bei der Entwicklung von Handlungs- und Gestaltungsperspektiven spielen kommu-nikative Aspekte zwischen den TeilnehmerInnen und Interaktionen zwischen ihnen eine gr\u00f6\u00dfere Rolle als beispielweise die Interaktion mit einem Multimediaprogramm. Damit sie aber handlungsrelevant werden k\u00f6nnen, m\u00fcssen den beteiligten Kindern auch reale Handlungsr\u00e4ume er\u00f6ffnet werden. Erst wenn sie erfahren, da\u00df sie auch wirklich etwas ver\u00e4ndern k\u00f6nnen, entwickelt sich ihre Bereitschaft zu handeln.<br \/>\nDas Bed\u00fcrfnis nach Austausch der Ergebnisse entwickelte sich eher zwischen den Jugendlichen desselben Projektes, weniger zwischen verschiedenen Projekten.<br \/>\nNicht der Ansatz bei N\u00fctzlichkeitsaspekten des Wassers, sondern die Gestaltung mit Formen des Wassers schafft Zug\u00e4nge zu komplexeren Zusammenh\u00e4ngen &#8211; vermittelt \u00fcber die Arbeit mit Metaphern.<br \/>\nEs gibt erhebliche Unterschiede in der Arbeitsweise und im Umgang verschiedener Altersgruppen mit den neuen Medien. Erhebliche Unterschiede finden sich auch in Abh\u00e4ngigkeit von den Bildungsvoraussetzungen der TeilnehmerInnen. Wesentliche weitere Rahmenbedingungen sind zu ber\u00fccksichtigen: So spielten die Einbeziehung von Elementen der medialen und kulturellen Erfahrungswelten Jugendlicher eine gro\u00dfe Rolle f\u00fcr die Entwicklung ihres Interesses am UFOS-Konzeptes. Eine Folge war die Umbenennung in Umweltforschungsstationen (kurz: UFOS).<br \/>\nDiese Beobachtungen machen es erforderlich, da\u00df Umweltp\u00e4dagogen zumindest offen f\u00fcr aktuelle jugendkulturelle Str\u00f6mungen sein sollten, nach M\u00f6glichkeit \u00fcber pers\u00f6nliche Zug\u00e4nge verf\u00fcgen sollten, um sie nicht nur passiv, sondern auch aktiv in die<br \/>\nAuseinandersetzung mit der Umwelt einflie\u00dfen lassen zu k\u00f6nnnen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Neben der Pr\u00e4sentation des Projektes auf diversen p\u00e4dagogischen Messen und Veranstaltungen (Spielemarkt Remscheid, Reisepavillon Hannover, MEET-Tagung L\u00fcneburg u.a.) findet die Darstellung  des Projektes wesentlich im Internet auf den Seiten der Naturfreundejugend Deutschlands (s.o.) statt.  Zwei Fernsehbeitr\u00e4ge (f\u00fcr den Tiger-Enten-Club im ARD-Kinderkanal und f\u00fcr die ZDF-Kindernachrichtensendung logo) entstanden im Forschercamp 97. Die verbandseigene Kinderzeitschrift KIPO berichtete \u00fcber das Projekt. Drei Rundbriefe mit wachsender Auflage wurden verschickt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Mit der F\u00f6rderung des UFOS-Projektes durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt wurde ein wichtiger Ansto\u00df zur Ausarbeitung sowohl theoretischer als auch praktischer Ans\u00e4tze zur Umweltbildung gegeben. Aus den eher experimentellen Kinderschuhen ist das Projekt dadurch herausgewachsen. In der Umsetzung zeigte sich allerdings auch, da\u00df die Projektlaufzeit zu kurz war. Gleichwohl ist ein Fundament gelegt worden, auf dem das Projekt UFOS stabil weitergef\u00fchrt werden kann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Kinder und Jugendliche untersuchen ihre Umwelt, gestalten die Ergebnisse unter anderem unter Verwendung von Computern, die in einzelnen Forschungsstationen stehen und tauschen sie untereinander aus. 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