{"id":20111,"date":"2023-07-13T15:12:16","date_gmt":"2023-07-13T13:12:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/07863-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:12:19","modified_gmt":"2023-07-13T13:12:19","slug":"07863-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/07863-01\/","title":{"rendered":"Umweltvertr\u00e4gliche Schnell- und Kurztransporte in Gro\u00dfst\u00e4dten"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>\u00b7 Innerst\u00e4dtischer Warentransport ohne Verbrennungsmotor<br \/>\n\u00b7 Lieferdienste zur Vermeidung von Individual-Einkaufsverkehr<br \/>\n\u00b7 Anregung der ortsans\u00e4ssigen Gewerbebetriebe der kommunalen Verwaltung u.a. zur Nutzung von Lastr\u00e4dern<br \/>\n\u00b7 Erstellung eines Leitfadens f\u00fcr zuk\u00fcnftige potentielle Nutzer<br \/>\n\u00b7 Erhebung \u00f6kologischer, \u00f6konomischer und verkehrsbezogener Daten<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenEinsatz von 2 Lastr\u00e4dern. Eins durch zentrale Vermittlung (Fahrradkurier), das andere zur dezentralen Nutzung durch verschiedene Anbieter.<br \/>\nMonatliche Erhebung des Fahrtenaufkommens, der Kilometerleistung, der Arbeitszeit, sowie sonstiger Kosten um betriebswirtschaftliche Faktoren des Lastradbetriebes zu erarbeiten. Durch Befragung der Kunden und Betreiber (zweimalig) die Akzeptanz bzw. Irritation durch den Lastradbetrieb festzustellen. Erfassung sonstiger Einsatzm\u00f6glichkeiten, z. B. Vermietung, Einbindung in das City-Logistik-System.<br \/>\n\u00d6ffentlichkeitsarbeit in Printmedien und Teilnahme an themabezogenen Veranstaltungen. Durch pers\u00f6nliche Ansprache und Vorstellung des Projekts sollen weitere H\u00e4ndler\/Dienstleister zum Einsatz von Lastr\u00e4dern motiviert werden, wof\u00fcr auch eine Kooperation der Stadt Bonn und der IHK Bonn zugesagt ist. Betrieb eines Infotelefons.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Personal<br \/>\nEs zeigten sich Schwierigkeiten  Personal zu finden, da\u00df das Lastrad f\u00e4hrt, obwohl es keiner besonderen k\u00f6rperlichen Voraussetzungen erfordert. Witterungsbedingungen sind ein Grund, Fahrradkuriere beanstanden die Tr\u00e4gheit und  Langsamkeit  des Lastrades, also mangelnde Sportivit\u00e4t, die gerade beim st\u00e4dtischen Fahrradkurier auch eine Imagefrage ist.<br \/>\nLetztlich wurde das Lastrad von einer Reihe von Frauen bewegt, so da\u00df das Argument, ein Lastrad ist scher zu bewegen, dadurch widerlegt ist, vielmehr handelt es sich um ein Art Schwellenangst bei der Ansicht eines derart gro\u00df dimensionierten Fahrzeuges wie das 200 Kilogramm Lastrad.<br \/>\nFazit: Da also weder k\u00f6rperliche noch finanzielle Faktoren entscheidend sind, bedeutet dies, da\u00df beim Einsatz eines Lastrades das entsprechende Fahrpersonal zielgenau angeworben werden mu\u00df, da der tats\u00e4chliche Einsatz eines Lastrades vom Vorhandensein von motiviertem Personal abh\u00e4ngig ist.<br \/>\nKosten<br \/>\nDer Anschaffungspreis eines Lastrades mit 200 Kilogramm Traglast liegt bei ca. 5000 DM, Post- oder B\u00e4ckerfahrr\u00e4der liegen im Preis zwischen 1200 und 1600 DM.<br \/>\nDie Lebenserwartung eines Lastrades betr\u00e4gt etwa 10 Jahre, es entstehen keine Fixkosten. Bei normaler Beanspruchung und sachgem\u00e4\u00dfer Behandlung (nach Beseitigung der anfangs<br \/>\nBestehenden Kinderkrankheiten, z.B. Reifen) liegen die monatlichen Wartungskosten bei ca. 50 DM. Hierin ist ein Satz Reifen pro Jahr, Bremswechsel und Arbeitslohn f\u00fcr Reparaturen enthalten, pro Jahr also ca. 600 DM insgesamt. Alternativ sind die Mietkosten f\u00fcr Selbstfahrer sehr g\u00fcnstig. Sie betragen f\u00fcr 4 Stunden 45 DM, f\u00fcr jede weitere Stunde 5 DM bzw. im Durchschnitt 10 DM pro Stunde.<br \/>\nFazit: bei sachgem\u00e4\u00dfem Gebrauch ist ein Lastrad robust und g\u00fcnstig in der Wartung, die Anschaffungskosten sind gering bei langer Lebensdauer, das \u00f6konomische Risiko also gering und ein Werbeeffekt ist in jedem Fall zu erzielen.<br \/>\nStra\u00dfenverkehr<br \/>\nDer Betrieb eines Lastrades ist sowohl auf Fahrradwegen als auch auf den Autostra\u00dfen erlaubt. Andere Verkehrsteilnehmer reagierten neugierig und gelassen, d.h. es gab keine Stre\u00dfsituationen f\u00fcr Fahrer und Lastrad w\u00e4hrend des Einsatzes. Autofahrer machten respektvoll einen Bogen um das Lastrad.<br \/>\n\u00d6konomie<br \/>\nDie Preiskalkulationen gegen\u00fcber einem PKW-Kurier im innerst\u00e4dtischen Bereich zeigen, da\u00df bei Einzel- bzw. Direktfahrten z.Z. PKW-Kuriere kosteng\u00fcnstiger f\u00fcr den Kunden sind.<br \/>\nEs ergibt sich, im Transportradius des Lastrades von 3-5 Kilometern bei ebener Strecke, da\u00df zwei Fahrradkuriere einen Autokurier ersetzen k\u00f6nnen.<br \/>\nDas Preisverh\u00e4ltnis \u00e4ndert bereits bei einer Sammelfahrt von mehreren Touren im geeigneten Einsatzradius von 3-5 Kilometern.<br \/>\nKooperation mit der Kommune Bonn<br \/>\nLetztlich war die Stadt nicht bereit, dem Lastradprojekt einen eigenen Stellenwert zu geben und hier im Rahmen der \u00d6ffentlichkeitsarbeit Unterst\u00fctzung zu leisten. Lediglich im Rahmen gr\u00f6\u00dferer Veranstaltungen zum Thema Umweltverbund und fahrradfreundliche Stadt war Lastrad gern gesehener Gast. Man mu\u00df hier die Tatsache ber\u00fccksichtigen, da\u00df die Position des Fahrradbeauftragten der Stadt Bonn \u00fcber die gesamte Dauer des Projektes unbesetzt war.<br \/>\nCity-Logistik\/Stadtlogistik Studie der Stadt Bonn in Zusammenarbeit mit dem Land und der Universit\u00e4t Bonn. Das Amt f\u00fcr Wirtschaftsf\u00f6rderung und Tourismus der Stadt Bonn gab am geographischen Institut der Universit\u00e4t Bonn eine Studie zum Thema: Potentieller Zustellservice in der Bonner Innenstadt in Auftrag, deren Ergebnisse im Januar 1998, noch vor Beginn des Projektes also, vorlagen.<br \/>\nDie Empfehlungen der Studie w\u00e4ren eine gute Grundlage zur Anwendung des Lastradprojektes gewesen.<br \/>\nF\u00fcr die Projektbetreiber bleibt es r\u00e4tselhaft, warum die Stadt Bonn das Lastradprojekt nicht als Grundlage zur Umsetzung der Empfehlungen der o.a. Studie genutzt hat, um hier doppelte Dividende zu erhalten: Erfahrungen im Bereich Fahrradfreundliche St\u00e4dte und im Bereich des Projektes City-Logistik\/Stadtlogistik des Landes NRW.<br \/>\nDen Projektbetreibern wurde die Studie zu sp\u00e4t bekannt, so da\u00df sie die naheliegende Verbindung von Projekt und Studie leider nicht selbst herstellen konnten.<br \/>\nAls Fazit l\u00e4\u00dft sich festhalten, da\u00df die Idee des Einsatzes von Lastr\u00e4dern zum Lastentransport im Endeffekt ihrer Zeit voraus ist und die empirisch im Laufe der F\u00f6rderzeit gewonnenen Erkenntnisse bereits die in der Einsch\u00e4tzung des Gutachters aus dem Oktober 1996 best\u00e4tigen: Die Umweltentlastungswirkung des Lastradeinsatzes ist begrenzt, da es sich um einen kleinteilig angelegten Baustein im Rahmen eines n\u00f6tigen Gesamt-Logistikkonzeptes handelt.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Vor Beginn des Projektes wurde eine Corporate Identity bestehend aus Briefpapier, Visitenkarten, Aufkleber und eine Infobrosch\u00fcre erstellt. Alle Materialien enthielten den Hinweis: gef\u00f6rdert durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt.<br \/>\nOffizieller Startermin des Projektes war der 9. Mai 1998, im Rahmen des 4. Bonner-Fahrrad-Festival auf einem zentralen Platz in der Bonner Innenstadt wurde das Lastrad der \u00d6ffentlichkeit erstmals vorgestellt.<br \/>\nDas Lastrad hatte einen eigenen Pr\u00e4sentationsstand mit Informationsmaterial, Ausstellung des Lastrades mit Vorf\u00fchrung und der M\u00f6glichkeit zur Probefahrt. Das Lastrad war ganzfl\u00e4chig mit Eigenwerbung f\u00fcr das Projekt versehen. Das Ganze wurde fotographisch dokumentiert. Am folgenden Montag berichteten die Bonner Tageszeitungen zum ersten Mal vom Lastrad in Bonn.<br \/>\nDie Betreiber waren au\u00dferdem aktiv an der Erstellung eines Videos \u00fcber das Thema Lastrad mit dem Titel Alternativ oder Alternative? beteiligt. Es handelte sich  um eine Diplomarbeit an der Universit\u00e4t Tillburg.<br \/>\nAm 6.6. 1998 war das Lastradprojekt Gast bei der Konferenz autofrei leben in der Bad Godesberger Stadthalle. Obwohl das Lastrad kein Thema der Konferenz war, erhielt es hohe Aufmerksamkeit von den anwesenden Multiplikatoren.<br \/>\nVom 13.-20.6.1999 fand die 4. Bonner Fahrradwoche statt. Hier pr\u00e4sentierte sich das Lastrad Bonn  Projekt am 19.6.1999 mit einem eigenen Stand der Bonner \u00d6ffentlichkeit auf einem zentralen Platz in der Innenstadt, werbewirksam fuhr die Oberb\u00fcrgermeisterin eine Runde.<br \/>\nAm 16. und 17.6.1999 pr\u00e4sentierten die Projektbetreiber das Lastrad mit Vorf\u00fchrung des Videos auf einem Fahrradkongress vor Fachpublikum im Bonner Wissenschaftszentrum.<br \/>\nEs erfolgte die Schaltung kommerzieller Anzeigen in den Bonner Stadtmagazinen, der Eintrag in eine Sonderausgabe eines Stadtmagazins mit dem Titel \u00f6ko-spezial, regelm\u00e4\u00dfige Eintr\u00e4ge im Branchenbuch eines Stadtmagazins unter der Rubrik Transporte, sowie regelm\u00e4\u00dfige Anzeigen in der Naturkost-, Fahrrad und Universit\u00e4ts-Fachpresse.<br \/>\nIm Laufe des Projektes erschienen laufend redaktionelle Beitr\u00e4ge in der Bonner Presselandschaft, Fahrrad- und Naturkost-Fachpresse, z.T. wurden diese von den Projektbetreibern selbst verfa\u00dft und lanciert.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>: Da also weder k\u00f6rperliche noch finanzielle Faktoren entscheidend sind, bedeutet dies, da\u00df beim Einsatz eines Lastrades das entsprechende Fahrpersonal zielgenau angeworben werden mu\u00df, da der tats\u00e4chliche Einsatz eines Lastrades vom Vorhandensein von motiviertem Personal abh\u00e4ngig ist.<br \/>\nKosten<br \/>\nDer Anschaffungspreis eines Lastrades mit 200 Kilogramm Traglast liegt bei ca. 5000 DM, Post- oder B\u00e4ckerfahrr\u00e4der liegen im Preis zwischen 1200 und 1600 DM.<br \/>\nDie Lebenserwartung eines Lastrades betr\u00e4gt etwa 10 Jahre, es entstehen keine Fixkosten. Bei normaler Beanspruchung und sachgem\u00e4\u00dfer Behandlung (nach Beseitigung der anfangs<br \/>\nBestehenden Kinderkrankheiten, z.B. Reifen) liegen die monatlichen Wartungskosten bei ca. 50 DM. Hierin ist ein Satz Reifen pro Jahr, Bremswechsel und Arbeitslohn f\u00fcr Reparaturen enthalten, pro Jahr also ca. 600 DM insgesamt. Alternativ sind die Mietkosten f\u00fcr Selbstfahrer sehr g\u00fcnstig. Sie betragen f\u00fcr 4 Stunden 45 DM, f\u00fcr jede weitere Stunde 5 DM bzw. im Durchschnitt 10 DM pro Stunde.<br \/>\nFazit: bei sachgem\u00e4\u00dfem Gebrauch ist ein Lastrad robust und g\u00fcnstig in der Wartung, die Anschaffungskosten sind gering bei langer Lebensdauer, das \u00f6konomische Risiko also gering und ein Werbeeffekt ist in jedem Fall zu erzielen.<br \/>\nStra\u00dfenverkehr<br \/>\nDer Betrieb eines Lastrades ist sowohl auf Fahrradwegen als auch auf den Autostra\u00dfen erlaubt. Andere Verkehrsteilnehmer reagierten neugierig und gelassen, d.h. es gab keine Stre\u00dfsituationen f\u00fcr Fahrer und Lastrad w\u00e4hrend des Einsatzes. Autofahrer machten respektvoll einen Bogen um das Lastrad.<br \/>\n\u00d6konomie<br \/>\nDie Preiskalkulationen gegen\u00fcber einem PKW-Kurier im innerst\u00e4dtischen Bereich zeigen, da\u00df bei Einzel- bzw. Direktfahrten z.Z. PKW-Kuriere kosteng\u00fcnstiger f\u00fcr den Kunden sind.<br \/>\nEs ergibt sich, im Transportradius des Lastrades von 3-5 Kilometern bei ebener Strecke, da\u00df zwei Fahrradkuriere einen Autokurier ersetzen k\u00f6nnen.<br \/>\nDas Preisverh\u00e4ltnis \u00e4ndert bereits bei einer Sammelfahrt von mehreren Touren im geeigneten Einsatzradius von 3-5 Kilometern.<br \/>\nKooperation mit der Kommune Bonn<br \/>\nLetztlich war die Stadt nicht bereit, dem Lastradprojekt einen eigenen Stellenwert zu geben und hier im Rahmen der \u00d6ffentlichkeitsarbeit Unterst\u00fctzung zu leisten. Lediglich im Rahmen gr\u00f6\u00dferer Veranstaltungen zum Thema Umweltverbund und fahrradfreundliche Stadt war Lastrad gern gesehener Gast. Man mu\u00df hier die Tatsache ber\u00fccksichtigen, da\u00df die Position des Fahrradbeauftragten der Stadt Bonn \u00fcber die gesamte Dauer des Projektes unbesetzt war.<br \/>\nCity-Logistik\/Stadtlogistik Studie der Stadt Bonn in Zusammenarbeit mit dem Land und der Universit\u00e4t Bonn. Das &#8220;Amt f\u00fcr Wirtschaftsf\u00f6rderung und Tourismus der Stadt Bonn&#8221; gab am geographischen Institut der Universit\u00e4t Bonn eine Studie zum Thema: &#8220;Potentieller Zustellservice in der Bonner Innenstadt&#8221; in Auftrag, deren Ergebnisse im Januar 1998, noch vor Beginn des Projektes also, vorlagen.<br \/>\nDie Empfehlungen der Studie w\u00e4ren eine gute Grundlage zur Anwendung des Lastradprojektes gewesen.<br \/>\nF\u00fcr die Projektbetreiber bleibt es r\u00e4tselhaft, warum die Stadt Bonn das Lastradprojekt nicht als Grundlage zur Umsetzung der Empfehlungen der o.a. Studie genutzt hat, um hier doppelte Dividende zu erhalten: Erfahrungen im Bereich &#8220;Fahrradfreundliche St\u00e4dte&#8221; und im Bereich des Projektes &#8220;City-Logistik\/Stadtlogistik&#8221; des Landes NRW.<br \/>\nDen Projektbetreibern wurde die Studie zu sp\u00e4t bekannt, so da\u00df sie die naheliegende Verbindung von Projekt und Studie leider nicht selbst herstellen konnten.<br \/>\nAls Fazit l\u00e4\u00dft sich festhalten, da\u00df die Idee des Einsatzes von Lastr\u00e4dern zum Lastentransport im Endeffekt ihrer Zeit voraus ist und die empirisch im Laufe der F\u00f6rderzeit gewonnenen Erkenntnisse bereits die in der Einsch\u00e4tzung des Gutachters aus dem Oktober 1996 best\u00e4tigen: &#8220;Die Umweltentlastungswirkung des Lastradeinsatzes ist begrenzt, da es sich um einen kleinteilig angelegten Baustein im Rahmen eines n\u00f6tigen Gesamt-Logistikkonzeptes handelt.&#8221;<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Vor Beginn des Projektes wurde eine Corporate Identity bestehend aus Briefpapier, Visitenkarten, Aufkleber und eine Infobrosch\u00fcre erstellt. Alle Materialien enthielten den Hinweis: &#8220;gef\u00f6rdert durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt&#8221;.<br \/>\nOffizieller Startermin des Projektes war der 9. Mai 1998, im Rahmen des 4. Bonner-Fahrrad-Festival auf einem zentralen Platz in der Bonner Innenstadt wurde das Lastrad der \u00d6ffentlichkeit erstmals vorgestellt.<br \/>\nDas Lastrad hatte einen eigenen Pr\u00e4sentationsstand mit Informationsmaterial, Ausstellung des Lastrades mit Vorf\u00fchrung und der M\u00f6glichkeit zur Probefahrt. Das Lastrad war ganzfl\u00e4chig mit Eigenwerbung f\u00fcr das Projekt versehen. Das Ganze wurde fotographisch dokumentiert. Am folgenden Montag berichteten die Bonner Tageszeitungen zum ersten Mal vom Lastrad in Bonn.<br \/>\nDie Betreiber waren au\u00dferdem aktiv an der Erstellung eines Videos \u00fcber das Thema Lastrad mit dem Titel &#8220;Alternativ oder Alternative?&#8221; beteiligt. Es handelte sich  um eine Diplomarbeit an der Universit\u00e4t Tillburg.<br \/>\nAm 6.6. 1998 war das Lastradprojekt Gast bei der Konferenz &#8220;autofrei leben&#8221; in der Bad Godesberger Stadthalle. Obwohl das Lastrad kein Thema der Konferenz war, erhielt es hohe Aufmerksamkeit von den anwesenden Multiplikatoren.<br \/>\nVom 13.-20.6.1999 fand die 4. Bonner Fahrradwoche statt. Hier pr\u00e4sentierte sich das Lastrad Bonn  Projekt am 19.6.1999 mit einem eigenen Stand der Bonner \u00d6ffentlichkeit auf einem zentralen Platz in der Innenstadt, werbewirksam fuhr die Oberb\u00fcrgermeisterin eine Runde.<br \/>\nAm 16. und 17.6.1999 pr\u00e4sentierten die Projektbetreiber das Lastrad mit Vorf\u00fchrung des Videos auf einem Fahrradkongress vor Fachpublikum im Bonner Wissenschaftszentrum.<br \/>\nEs erfolgte die Schaltung kommerzieller Anzeigen in den Bonner Stadtmagazinen, der Eintrag in eine Sonderausgabe eines Stadtmagazins mit dem Titel &#8220;\u00f6ko-spezial&#8221;, regelm\u00e4\u00dfige Eintr\u00e4ge im Branchenbuch eines Stadtmagazins unter der Rubrik &#8220;Transporte&#8221;, sowie regelm\u00e4\u00dfige Anzeigen in der Naturkost-, Fahrrad und Universit\u00e4ts-Fachpresse.<br \/>\nIm Laufe des Projektes erschienen laufend redaktionelle Beitr\u00e4ge in der Bonner Presselandschaft, Fahrrad- und Naturkost-Fachpresse, z.T. wurden diese von den Projektbetreibern selbst verfa\u00dft und lanciert.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>In der Projektlaufzeit sind die entsprechenden Rahmenbedingungen f\u00fcr ein City-Logistik-System am Standort Bonn nicht etabliert gewesen, so da\u00df der Einsatz eines Lastrades in einem Logistiksystem nicht umsetzbar war. Die gewonnene Daten sprechen jedoch eindeutig f\u00fcr das Lastrad als Baustein f\u00fcr ein City-Logistik-System.<br \/>\nInsgesamt fehlt eine Initiativz\u00fcndung, wie beispielsweise die Schaffung verkehrstechnischer Vorgaben (etwa Sperrung der Innenst\u00e4dte f\u00fcr Motorfahrzeuge, zunehmender Verkehrskollaps oder der Einsatz von City-Logistik-Systeme) und eine breit angelegte Kampagne zur \u00d6ffentlichkeitsarbeit, so da\u00df auf Kundenseite diese Dienstleistung nachgefragt wird, denn das Kundeninteresse ist potentiell hoch einzusch\u00e4tzen .<br \/>\nIn der abschlie\u00dfenden Beurteilung kommen die Projektbetreiber zu dem Ergebnis, da\u00df sich der Einsatz eines Lastrades unter den beschriebenen Bedingungen \u00f6konomisch positiv auswirkt, was aufgrund der Datenlage ausgew\u00e4hlter Gewerbetreibender dokumentiert wurde, so da\u00df an der weiteren Verbreitung vom Grundsatz her nicht gezweifelt wird. Dies vor allem, da sich das Einsatzspektrum eines  Lastrades dadurch positiv auswirkt, da\u00df auf verschiedenste Typen und Gr\u00f6\u00dfen f\u00fcr jeden Bedarf zur\u00fcckgegriffen werden kann.<br \/>\nDie finanziellen und verkehrspolitischen Rahmenbedingungen, sowie das Bewu\u00dftsein vieler Arbeitnehmer, die lieber mit dem Auto zum Fitnesscenter fahren als dienstlich mit dem Lastrad, haben zur Zeit hohen Einflu\u00df auf den Kaufverzicht eines motorlosen Transportfahrzeuges. Dies kann sich z.B. durch die j\u00e4hrliche Erh\u00f6hung der Mineral\u00f6lsteuer im Rahmen der \u00d6kologischen Steuerreform oder andere politische bzw. gesellschaftliche Rahmenbedingungen \u00e4ndern. Letztlich ist eine Nutzung von Lastfahrr\u00e4dern als innerst\u00e4dtisches Transportmittel nur \u00fcber Marktmechanismen steuerbar und ohne solche h\u00e4ngt der Einsatz eines Transportrades von der individuellen Betriebsphilosophie ab.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens \u00b7 Innerst\u00e4dtischer Warentransport ohne Verbrennungsmotor \u00b7 Lieferdienste zur Vermeidung von Individual-Einkaufsverkehr \u00b7 Anregung der ortsans\u00e4ssigen Gewerbebetriebe der kommunalen Verwaltung u.a. zur Nutzung von Lastr\u00e4dern \u00b7 Erstellung eines Leitfadens f\u00fcr zuk\u00fcnftige potentielle Nutzer \u00b7 Erhebung \u00f6kologischer, \u00f6konomischer und verkehrsbezogener Daten Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenEinsatz von 2 Lastr\u00e4dern. Eins [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"template":"","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[47,65,52,2423,53],"class_list":["post-20111","projektdatenbank","type-projektdatenbank","status-publish","hentry","tag-klimaschutz","tag-nordrhein-westfalen","tag-umweltforschung","tag-umweltkommunikation","tag-umwelttechnik"],"meta_box":{"dbu_projektdatenbank_az_ges":"07863\/01","dbu_projektdatenbank_medien":"","dbu_projektdatenbank_pdfdatei":"A-07863.pdf","dbu_projektdatenbank_bsumme":"32.001,76","dbu_projektdatenbank_firma":"Firma Recycle","dbu_projektdatenbank_strasse":"R\u00f6merstr. 42","dbu_projektdatenbank_plz_str":"53111","dbu_projektdatenbank_ort_str":"Bonn","dbu_projektdatenbank_p_von":"1998-03-01 00:00:00","dbu_projektdatenbank_p_bis":"2000-06-14 00:00:00","dbu_projektdatenbank_laufzeit":"2 Jahre und 3 Monate","dbu_projektdatenbank_telefon":"0228\/696169","dbu_projektdatenbank_inet":"","dbu_projektdatenbank_bundesland":"Nordrhein-Westfalen","dbu_projektdatenbank_foerderber":"14","dbu_projektdatenbank_ab_bericht":"","dbu_projektdatenbank_ist_nachbewilligung_von":"","dbu_projektdatenbank_hat_nachbewilligung":"","dbu_headerimage_cover":"","dbu_submenu":"","dbu_submenu_position":"","dbu_submenu_entry":[]},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/20111","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/projektdatenbank"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/20111\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":33114,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/projektdatenbank\/20111\/revisions\/33114"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=20111"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=20111"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=20111"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}