{"id":20098,"date":"2023-07-13T15:10:05","date_gmt":"2023-07-13T13:10:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/04180-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:10:06","modified_gmt":"2023-07-13T13:10:06","slug":"04180-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/04180-01\/","title":{"rendered":"Verfahrensweisen der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung f\u00fcr einen fl\u00e4chendeckenden Gew\u00e4sserschutz"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Der heutige Kenntnisstand \u00fcber die Belastung der Gew\u00e4sser mit Stickstoff, Phosphor und Pflanzenschutzmitteln (PSM), verursacht durch Eintr\u00e4ge aus landwirtschaftlicher Nutzung, ist sehr umfangreich. Alle wissenschaftlichen Erkenntnisse zeigen eindeutig die Notwendigkeit des fl\u00e4chendeckenden Gew\u00e4sserschutzes im Gegensatz zu Wasserschutzgebietskonzepten auf, da nur so das Ziel einer umfassenden Entlastung der Gew\u00e4sser &#8211; wie der Umwelt insgesamt &#8211; bewerkstelligt werden kann. Das Forschungsvorhaben hatte das Ziel, Verfahrensweisen der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung in Hinblick auf einen fl\u00e4chendeckenden Gew\u00e4sserschutz naturwissenschaftlich zu bewerten und die verschiedenen Verfahren in ihrer \u00f6konomischen Wirkung f\u00fcr den landwirtschaftlichen Betrieb zu vergleichen. Das vorliegende Handbuch f\u00fcllt eine wesentliche Informationsl\u00fccke und richtet sich an Fachberater und andere Multiplikatoren des Gew\u00e4sserschutzes.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDas methodische Vorgehen gliederte sich in vier wesentliche Abschnitte: 1.) Feststellung der Emissionen der Landwirtschaft und deren Immissionsbedeutung f\u00fcr Gew\u00e4sser; 2.) Erhebung und Zusammenstellung gew\u00e4sserrelevanter Verfahrensweisen in der Landwirtschaft; 3.) Diskussion der Auswirkungen der Verfahrensweisen in Bezug auf ihre Umweltwirksamkeit sowie auf die Wirtschaftlichkeit der Landwirtschaft; 4.) Erstellung des Handbuches.Die Erarbeitung der naturwissenschaftlichen Grundlagen war f\u00fcr die Laufzeit von Juli 1994 bis Juni 1996 terminiert und nahm zun\u00e4chst den gr\u00f6\u00dften Teil der Arbeiten ein. Die Ermittlung \u00f6konomischer Wirkungen gew\u00e4sserschonender Verfahrensweisen bildete den zweiten Arbeitsschwerpunkt. Dieser Fragenkomplex wurde in einem kooperierenden Forschungsvorhaben, gef\u00f6rdert durch das Umweltbundesamt, an der Universit\u00e4t Hohenheim bearbeitet. Das genannte Vorhaben startete erst am 1.1.1995 und erforderte eine zeitliche Anpassung und bedingte die Verl\u00e4ngerung des Gesamtvorhabens bis zum 31. Juli 1997. Die Ergebnisse der beiden Vorhaben wurden durch zus\u00e4tzliche Anstrengungen der beiden Projektgruppen und des begleitenden Arbeitskreises in dem gemeinsamen Handbuch zusammengef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das Ziel der Zusammenstellung und Bewertung gew\u00e4sserrelevanter Verfahren der landwirtschaftlichen Bewirtschaftung f\u00fcr einen fl\u00e4chendeckenden Gew\u00e4sserschutz wurde in Form des nun vorliegenden Berichtes vollst\u00e4ndig erreicht. Die dort aufgef\u00fchrten Verfahrensweisen stellen den gegenw\u00e4rtigen Wissensstand dar. Sie sind durch die Erg\u00e4nzung entsprechender Empfehlungen und Beispielrechnungen gut geeignet, im Rahmen der landwirtschaftlichen Beratung einen Beitrag zur Reduktion des Stoffaustrages in der Landwirtschaft zu bewirken. Speziell die umfassende Beurteilung der \u00f6konomischen Wirkungen der empfohlenen Verfahrensweisen wird aus Sicht der befragten Klientel, den landwirtschaftlichen Beratern, weit \u00fcber das bisher vorliegende Instrumentarium zum Konsens zwischen dem Gew\u00e4sserschutz und der Landwirtschaft beitragen. Sogar wirtschaftliche Anreize f\u00fcr eine gew\u00e4sserschonende Bewirtschaftung k\u00f6nnen f\u00fcr den Landwirt, der seine Bewirtschaftung auf das Umweltziel \u0084Gew\u00e4sserschutz\u0093 auszurichten plant,  aus den \u00dcbersichtstabellen rechnerisch ermittelt werden.Aufgrund der komplexen Aufgabenstellung und speziell wegen der fachlich au\u00dferordentlich positiv zu bewertenden Arbeitsteilung mit dem Forschungs- und Entwicklungsauftrag des Umweltbundesamtes, die sich erst nach dem Start des \u0084DBU-Vorhabens\u0093, im Herbst 1994 abgezeichnet hatte, wurden der Arbeitszeit- und Kostenplan zweimal in der Laufzeit \u00fcberarbeitet. Den diesbez\u00fcglichen umfassend begr\u00fcndeten Antr\u00e4gen hat die Deutsche Bundesstiftung Umwelt zugestimmt.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Im Verlauf des Vorhabens wurden die Fachinhalte im Rahmen der Presse- und \u00d6ffentlichkeitsarbeit des DVWK einer breiten Fach\u00f6ffentlichkeit zugetragen. Speziell wurden am 18.10.1995, am 5.12.1995 sowie am 13. 08.1996 Pressemeldungen herausgegeben. In den DVWK-Nachrichten wurden Beitr\u00e4ge zum Vorhaben in unregelm\u00e4\u00dfiger Folge aufgenommen und so \u00fcber den Fortgang berichtet. Dar\u00fcber hinaus wurde dem Thema im Forum der Meinungen der Zeitschrift \u0084Wasserwirtschaft\u0093 vom Juli \/  August 1996 ein eigener Beitrag gewidmet. Im DVWK-Jahresbericht 1994 (DVWK-Nachrichten, Juli 1995) bildete das Vorhaben das Titelthema  und im Jahresbericht 1995 (Juli 1996) wurde dem Thema erneut breiter Raum gewidmet. In den Sitzungen der DVWK-Fachaussch\u00fcsse, speziell dem Fachausschu\u00df \u0084Bodennutzung und N\u00e4hrstoffaustrag\u0093, aber auch in den Gremien der L\u00e4nderarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) oder dem Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) wurde regelm\u00e4\u00dfig durch den Leiter des Arbeitskreises, einen benannten Vertreter bzw. durch den Fachreferenten des DVWK, Bericht erstattet \u00fcber den Stand der Diskussion und aktuelle Fragestellungen zum Fortgang der Arbeiten. Es ist vorgesehen, den vorliegenden Bericht in drucktechnisch aufbereiteter Fassung beim ECOMED-Verlag zu ver\u00f6ffentlichen. Dadurch wird die Nutzung und sachgerechte Verbreitung des Handbuches nach Auffassung des begleitenden Arbeitskreises optimal sichergestellt. Die vermittelten Inhalte k\u00f6nnen so ihre gr\u00f6\u00dfte Wirkung bei der geplanten Zielgruppe, den landwirtschaftlichen Beratern, den Landwirten bzw. landwirtschaftlichen Lohnunternehmern, entfalten.Die im F\u00f6rderantrag vorgesehene Abschlu\u00dftagung konnte im zeitlichen Rahmen des Vorhabens und aufgrund von Schwierigkeiten bei der Tagungsfinanzierung nicht durchgef\u00fchrt werden. Die hierf\u00fcr bereitgestellten F\u00f6rdermittel der Deutschen Bundesstiftung Umwelt wurden daher nicht in Anspruch genommen. Es wird vorgesehen, da\u00df zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt die Inhalte des Handbuches im Rahmen geeigneter Veranstaltungen der beteiligten Institutionen sachgerecht dargestellt werden. In den Aufgabenfeldern der mitarbeitenden Organisationen werden die Ergebnisse des Vorhabens aufgegriffen und in Zukunft weiterentwickelt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Insgesamt hat das Vorhaben mit dem vorliegenden Bericht ein gutes Ergebnis geliefert. Die Inhalte geben die gemeinsamen Bem\u00fchungen der Beteiligten in den Projektgruppen und dem begleitenden Arbeitskreis sachgerecht wieder. Als besonderer Erfolg ist zu vermerken, da\u00df Vertreter von Landwirtschaft und Wasserwirtschaft vertretbare L\u00f6sungen f\u00fcr das dr\u00e4ngende Problem des Gew\u00e4sserschutzes kreativ gemeinsam entwickelt haben, und als Resultate der gemeinschaftlichen Arbeit mittragen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Der heutige Kenntnisstand \u00fcber die Belastung der Gew\u00e4sser mit Stickstoff, Phosphor und Pflanzenschutzmitteln (PSM), verursacht durch Eintr\u00e4ge aus landwirtschaftlicher Nutzung, ist sehr umfangreich. 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