{"id":20087,"date":"2023-07-13T15:14:03","date_gmt":"2023-07-13T13:14:03","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/10619-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:14:05","modified_gmt":"2023-07-13T13:14:05","slug":"10619-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/10619-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung von recyclebaren Baukonstruktionen"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Entwicklung von Regeldetails f\u00fcr den Bereich des Hochbaues unter Ber\u00fccksichtigung von \u00f6kologischen Aspekten im Sinne der Wiederverwendung von Baustoffen und der Ausbauf\u00e4higkeit von Baumaterialien und Bauteilen. Diese Untersuchungen werden von einer Arbeitsgruppe durchgef\u00fchrt, die sich aus Vertretern des Handwerks und der Industrie sowie Berufsschullehrern aus den gewerblich-technischen Abteilungen der Berufsbildenden Schulen Papenburg zusammensetzt.<br \/>\nBei der Projektarbeit sollen Erfahrungen und Erkenntnisse mit einflie\u00dfen, die bei der Mitarbeit an dem Projekt Modellhafter Abbruch eines Verwaltungsgeb\u00e4udes in Papenburg gewonnen wurden, und zwar mit der Zielsetzung, dass Regeldetails konstruiert werden, die einen sp\u00e4teren Ausbau von Bauteilen erleichtern oder \u00fcberhaupt erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenInnerhalb des neu gegr\u00fcndeten F\u00f6rdervereins an den Berufsbildenden Schulen Papenburg &#8211; Gewerbliche und Kaufm\u00e4nnische Fachrichtungen &#8211; wurde mit dem Datum vom 18.12.1995 ein Arbeitskreis gegr\u00fcndet, der sich vorwiegend mit dem Thema \u00d6kologisches Bauen auseinandersetzen sollte.<br \/>\nDie Arbeitsgruppe bot die M\u00f6glichkeit zur kooperativen Zusammenarbeit zwischen Handwerk, Industrie und den berufsbildenden Schulen. Die Gruppe setzt sich ausschlie\u00dflich aus Technikern zusammen; daher wurden auch technische L\u00f6sungen angestrebt, die sich jedoch an \u00f6kologischen Gesichtspunkten orientieren. Weniger  konzeptionelle und theoretische \u00dcberlegungen sollten im Vordergrund stehen, sondern mehr die handlungsorientierte Umsetzung der genannten Zielsetzung mit konkreten technischen L\u00f6sungen.<br \/>\nArbeitsschritte:<br \/>\n1.\tFestsetzung der Detailpunkte<br \/>\n2.\tErarbeiten der Grundlagen und der Rahmenbedingungen<br \/>\n3.\tEntwicklung der Detailpunkte<br \/>\n4.\tZeichnerische Erstellung der Detailpunkte mit Beschreibung<br \/>\n5.\tErstellung der Abschlussdokumentation<br \/>\n6.\tErstellung von Unterrichtsmaterialien<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Zusammenfassend bleibt festzustellen, dass das geplante Unterrichtsprojekt g\u00fcnstige Voraussetzungen bot, um Lerninhalte auf der Grundlage der Richtlinien unter Einbeziehung \u00f6kologischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Ans\u00e4tze zu vermitteln. Die aufgef\u00fchrten Lernziele wurden \u00fcberwiegend erreicht. Die Sch\u00fcler\/innen haben in der konkreten Mitarbeit an diesem Projekt durchaus erkannt, dass Bauteile, die nicht mehr ben\u00f6tigt werden, ausgebaut, wiederverwertet und, einer sinnvollen Nutzung zugef\u00fchrt werden k\u00f6nnen. Umwelterziehung ist f\u00fcr die Berufsbildung von gro\u00dfer Bedeutung, weil sie nicht nur die Entwicklung von Umweltbewusstsein zum Ziel hat, sondern auch umweltspezifische Fachkenntnisse vermittelt, die den Berufssch\u00fcler\/in in die Lage versetzt, im Rahmen seiner\/ihrer sp\u00e4teren beruflichen T\u00e4tigkeit umweltverantwortlich zu handeln.<br \/>\nInsgesamt kann festgestellt werden, dass dieses Recyclingprojekt ein gutes Lern- und Handlungsfeld bietet, um die berufliche Qualifikation Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern aus dem Berufsfeld Bautechnik zu verbessern.  Die Detailpunkte wurden auf der Grundlage der handlungsorientierten Unterrichtsmethode und unter Ber\u00fccksichtigung der vorgegebenen Lerninhalten in Zusammenarbeit mit den Sch\u00fclern festgesetzt.<br \/>\nDer Begriff Detail wurde von den Sch\u00fclern nicht immer eng im Sinne eines Konstruktionseinzelteils gesehen, sondern auch teilweise als Vorschlag und Beispiel f\u00fcr ausbauf\u00e4hige Bauprodukte. Die Baufachleute haben korrigiert, Vorschl\u00e4ge unterbreitet und den Schwerpunkt immer wieder auf die Ausbauf\u00e4higkeit von Baustoffen und Bauteilen gelegt<br \/>\nDabei zeigt sich, dass die heute in dieser Region g\u00e4ngigen Dachkonstruktionen f\u00fcr den Wohnungsbau gute Ansatzpunkte f\u00fcr recyclebare Baukonstruktionen bieten, wenn einfach l\u00f6sbare Verbindungen eingesetzt werden (Detailpunkte 11 und 12). Es sind auch heute noch die alten zimmermannsm\u00e4\u00dfigen Holz-verbindungen, die eine Demontage  erm\u00f6glichen. Industriell vorgefertigte Gro\u00dfbausysteme und geschosshohe Wandtafeln (Detailpunkte 2 und 3) bilden Beispiele f\u00fcr die Vermeidung von Baustellenabfall (Reststoffvermeidung). Eine umweltfreundliche Bauweise muss die Abfallvermeidung vor die Abfallverwertung stellen. Industriell vorgefertigte Gro\u00dfbausysteme und geschosshohe Wandtafeln (Detailpunkte 2 und 3) bilden Beispiele f\u00fcr die Vermeidung von Baustellenabfall (Reststoffvermeidung). Eine umweltfreundliche Bauweise muss die Abfallvermeidung vor die Abfallverwertung stellen.<br \/>\nDie Entwicklung von Konzepten zur Verminderung der Abfallmenge in der Bauwirtschaft sowie die abfallarme Bauproduktion werden neue Schwerpunkte innerhalb des \u00f6kologischen Bauens bilden. Dabei sprechen nicht nur \u00f6kologische, sondern auch \u00f6konomische Gesichtspunkte eine Rolle, denn die Deponierungskosten von Bauabf\u00e4llen sind in den letzten Jahren st\u00e4ndig gestiegen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>1.\tVer\u00f6ffentlichungen \u00fcber Verlauf und Ergebnisse in den regionalen Printmedien zu bestimmten Projektabschnitten<br \/>\n2.\tVer\u00f6ffentlichung in der Ems-Zeitung unter Zeitung in der Schule<br \/>\n3.\tFachvortr\u00e4ge auf Fach- und Gesamtkonferenzen<br \/>\n4.\tProjektinformationen<br \/>\n5.\tLehrerfortbildungsveranstaltung<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Die bei der Mitarbeit an dem Projekt Modellhafter Abbruch eines Verwaltungsgeb\u00e4udes gewonnenen Erfahrungen wurden in Teil- bereichen mit ber\u00fccksichtigt. Die urspr\u00fcnglich geplanten regelm\u00e4\u00dfigen Gruppenbesprechungen mit den Vertretern des Handwerks konnten \u00fcber diesen langen Arbeitszeitraum nicht durchgef\u00fchrt werden. In der konkreten Erarbeitungsphase waren die Hilfestellung und die Beratung von Seiten des Handwerks jedoch gegeben. Die Zusammenarbeit zwischen den Berufsschullehrern aus den verschiedenen gewerblichen Abteilungen war immer gew\u00e4hrleistet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Entwicklung von Regeldetails f\u00fcr den Bereich des Hochbaues unter Ber\u00fccksichtigung von \u00f6kologischen Aspekten im Sinne der Wiederverwendung von Baustoffen und der Ausbauf\u00e4higkeit von Baumaterialien und Bauteilen. 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