{"id":20053,"date":"2023-07-13T15:09:49","date_gmt":"2023-07-13T13:09:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/04038-11\/"},"modified":"2023-07-13T15:09:51","modified_gmt":"2023-07-13T13:09:51","slug":"04038-11","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/04038-11\/","title":{"rendered":"Modellhafte Einbindung einer thermischen Solaranlage, einer Photovoltaikanlage sowie einer Anlage zur Nutzung von Dachablaufwasser in ein \u00f6ffentliches Bauvorhaben"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Im Rahmen des Gesamtvorhabens Energie\u00f6kologische Modellstadt Ostritz &#8211; St. Marienthal soll als ein Baustein die Sonnenenergienutzung zur Strom- und W\u00e4rmeversorgung (photovoltaische und thermische Nutzung der Sonnenenergie) am Beispiel des kommunalen Neubaus des Feuerwehrger\u00e4tehauses beispielhaft demonstriert und mit einem Datenerfassungsprogramm und einer Visualisierungseinheit zur Darstellung einzelner Anlagenschaubilder ausgestattet werden. Ferner ist  eine Regenwasserzisterne zur Trinkwassersubstitution vorgesehen, die gleichfalls in das Konzept der Visualisierung einbezogen wird.<br \/>\nZielsetzung des Vorhabens ist die Demonstration von heute bereits entwickelten und verf\u00fcgbaren leistungsf\u00e4higen Anlagen nach dem Stand der Technik, eine begleitende praxisorientierte Bildungsarbeit, der Abbau von Kenntnisdefiziten bei den bauausf\u00fchrenden Handwerksbetrieben, eine im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitung erfolgende Erfassung und Auswertung einzelner Me\u00dfdaten sowie ein grenz\u00fcberschreitender Wissens- und Technologietransfer in die Nachbarl\u00e4nder.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenDie thermische Solaranlage besteht aus 6 Flachkollektoren des Modells EURO C 18 (Fa. Wagner &#038; Co.) mit einer Kollektorfl\u00e4che von 13 m2 sowie einem Solarwarmwasserbereiter mit 750 l Fassungsverm\u00f6gen. Berechnungen auf Grundlage der durchschnittlichen Sonnenscheindauer in Ostritz-St. Marienthal ergaben einen solaren Deckungsgrad von 59 % bei der Warmwasserbereitung. Die Regelung der Anlage erfolgt \u00fcber konventionelle Technik. Als Zusatzheizung, d. h. bei zu geringer Sonneneinstrahlung, wird der Warmwasserspeicher mit W\u00e4rme aus dem Fernw\u00e4rmenetz versorgt. <\/p>\n<p>An verschiedenen Stellen im System wurden Me\u00dff\u00fchler eingebaut, die einzelne Daten wie z. B. Au\u00dfentemperatur, Absorbertemperatur, Solarstrahlung, Warmwasserspeichertemperaturen sowie Solar- und Zusatzleistung anzeigen.<br \/>\nDie visuelle Darstellung der Anlagenschemata und Me\u00dfwerte erfolgt \u00fcber einen 21-Zoll-Monitor im Eingangsbereich des Feuerwehrhauses. \u00dcber ein auf Windows 3.1.1 basierendem Datenerfassungs-programm werden einzelne Daten kontinuierlich erfa\u00dft. So besteht beispielsweise die M\u00f6glichkeit, Tagesganglinien bzw. Wochen- und Monatsverl\u00e4ufe grafisch darzustellen und \u00fcber eine Ausgabeeinheit ausdrucken zu lassen.<\/p>\n<p>Die realisierte Photovoltaikanlage zur Stromerzeugung besteht als netzgekoppelte Anlage aus 24 Einzelmodulen, Modell BP 275 (monokristalline Siliziumzellen), mit einer Fl\u00e4che von 15 m2 und einer Spitzenleistung pro Einzelmodul von 77 Watt. Die Gesamtnennleistung betr\u00e4gt somit 1,8 kWpeak. \u00dcber ein Netzeinspeiseger\u00e4t (DC\/AC-Wandler) wird der solare Gleichstrom in Netzstrom umgewandelt und \u00fcber eine elektrische Hausverteilung entweder hausintern genutzt (Bedieneinheit Technikraum, Umw\u00e4lzpumpe Warmwasser, Zirkulationspumpe, Hausverbraucher) oder bei einem \u00dcberangebot an Solarstrom in das \u00f6ffentliche Netz zur\u00fcckgespeist und \u00fcber einen Z\u00e4hler erfa\u00dft und abgerechnet. Auch bei der Photovoltaikanlage werden bestimmte Daten, wie die Au\u00dfentemperatur, die Modultemperatur, die Solarstrahlung, die Spannung am Wechselrichter, der Energieertrag auf der Gleichstrom- und Wechselstromseite sowie der Wirkungsgrad \u00fcber einen PC-Monitor dargestellt.<\/p>\n<p>Bei der zur Substitution von Trinkwasser errichteten Regenwassernutzungsanlage wird das Dachablaufwasser in einer Zisterne mit einem Fassungsverm\u00f6gen von 11.000 l gesammelt. Das Regenwasser wird als Brauchwasser in WC- und Urinalanlagen sowie f\u00fcr eine Stiefelwaschanlage genutzt. Ferner dienen 7 Au\u00dfenzapfstellen als Entnahmem\u00f6glichkeit zur Freifl\u00e4chenbew\u00e4sserung des Feuerwehrhauses und der gegen\u00fcberliegenden Sporthalle und k\u00f6nnen in erheblichen Ma\u00dfe den Trinkwasserverbrauch in diesen Bereichen ersetzen. Anlagenparameter, wie etwa der Zisternenf\u00fcllstand, die absolute Wasserentnahme aus der Zisterne sowie die Nachspeisung \u00fcber das Hauswasserwerk k\u00f6nnen gleichfalls wie bei der Photovoltaik- und der solarthermischen Anlage \u00fcber den o. g. PC-Bildschirm sichtbar gemacht und \u00fcber den zentralen Rechner gespeichert werden.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Alle drei Einzelanlagen befinden sich seit Oktober 1996 in Betrieb und werden \u00fcber einen Wartungsvertrag mit der bauausf\u00fchrenden Firma in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden \u00fcberpr\u00fcft. Die Datenerfassung \u00fcber einen Zentralrechner erfolgt kontinuierlich, so da\u00df Mitte 1998 mit ersten Ergebnissen zu rechnen ist und R\u00fcckschl\u00fcsse auf die Leistungsf\u00e4higkeit und Effizienz der Einzelanlagen m\u00f6glich sind. Im Zusammenhang mit der Datenerfassung und -auswertung hat die Hochschule f\u00fcr Technik, Wirtschaft und Sozialwesen Zittau Interesse bekundet, so da\u00df eine erste Zusammenarbeit bereits in Form eines Praktikums erfolgen konnte.<br \/>\nBei der Bauausf\u00fchrung der Regenwasserzisterne kam es anf\u00e4nglich zu Geruchsproblemen, die aber aufgrund des Austausches eines falschen Feinfiltersystems nach kurzer Zeit behoben werden konnten. Sowohl die photovoltaische als auch die solarthermische Anlage arbeiten st\u00f6rungsfrei. Mit einer ersten Auswertung und Darstellung der kontinuierlich erfa\u00dften Anlagendaten ist ca. Mitte 98 zu rechnen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Pr\u00e4sentation der Anlagen erfolgt einerseits vor Ort \u00fcber einen Computerbildschirm, auf dem die Einzelanlagen visualisiert werden. \u00dcber das Datenerfassungsprogramm k\u00f6nnen kontinuierlich bestimmte Me\u00dfwerte erfa\u00dft und dargestellt werden. Ferner ist am Standort eine Schautafel installiert, die alle Einzelanlagen beschreibt.<br \/>\nDurch die unmittelbare N\u00e4he dieser Anlage zur Mittelschule in Ostritz und zum Internationalen Begegnungszentrum St. Marienthal (IBZ) bieten sich zudem ausgezeichnete M\u00f6glichkeiten der Demonstration und Bildung, die bereits von Schulklassen, Studenten und G\u00e4sten des IBZ genutzt wurden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Im Rahmen des Gesamtvorhabens Energie\u00f6kologische Modellstadt Ostritz &#8211; St. Marienthal soll als ein Baustein die Sonnenenergienutzung zur Strom- und W\u00e4rmeversorgung (photovoltaische und thermische Nutzung der Sonnenenergie) am Beispiel des kommunalen Neubaus des Feuerwehrger\u00e4tehauses beispielhaft demonstriert und mit einem Datenerfassungsprogramm und einer Visualisierungseinheit zur Darstellung einzelner Anlagenschaubilder ausgestattet werden. 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