{"id":20047,"date":"2023-07-13T15:11:25","date_gmt":"2023-07-13T13:11:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/06513-17\/"},"modified":"2023-07-13T15:11:28","modified_gmt":"2023-07-13T13:11:28","slug":"06513-17","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/06513-17\/","title":{"rendered":"Bauausstellung \u00d6ko-Siedlung in der Gemeinde L\u00fctzschena-Stahmeln (Programm des Kuratoriums zur \u00f6kologisch orientierten Siedlungsplanung, hier Kategorie \u00d6kosiedlung)"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Trotz unverkennbarer Bestrebungen, beim Bau von Eigenheimen \u00f6kologische Aspekte wie die Nutzung alternativer Energien, Unterschreitung der von der W\u00e4rmeschutzverordnung vorgegebenen Werte f\u00fcr den Heizw\u00e4rmebedarf und anderer, wird das vorhandene Potential l\u00e4ngst nicht ausgesch\u00f6pft.<br \/>\nDaher bestand das Ziel des Vorhabens darin, am Beispiel der Planung einer Siedlung alle bei der Planung und beim Bau zu beachtenden \u00f6kologischen Aspekte von der Energieeinsparung bis zur Dachbegr\u00fcnung in die Planung der Anlage und der Geb\u00e4ude ganzheitlich einzubeziehen.<br \/>\nAnla\u00df des Vorhabens waren diesbez\u00fcgliche Bestrebungen der beteiligten Projektentwicklungsgesellschaft, der Gemeindeverwaltung von L\u00fctzschena (CO2-Modellkommune des Freistaates Sachsen) sowie mehrerer \u00f6kologisch orientierter Ingenieurb\u00fcros und Institutionen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenEin Siedlungsgebiet wurde bereitgestellt und in 40 Parzellen aufgeteilt. Einer gr\u00f6\u00dferen Anzahl von Planern und Architekten wurde die M\u00f6glichkeit geboten, ihre Entw\u00fcrfe f\u00fcr die Siedlungsanlage und die einzelnen Geb\u00e4ude unter \u00f6kologischen Gesichtspunkten vorzulegen. Die eingereichten Entw\u00fcrfe sollten unter der wissenschaftlichen Begleitplanung von Prof. Meyer-Miethke bearbeitet und auf EDV-Datentr\u00e4ger \u00fcbertragen werden, um eine Bewertung zu erm\u00f6glichen. Zur Erreichung des gesteckten Ziels und zur L\u00f6sung der gestellten Aufgaben wurden mit einer Reihe von \u00f6kologisch orientierten Ingenieurb\u00fcros und Institutionen Vertr\u00e4ge zur Erstellung von spezifischen Konzepten zu gesondert aufgef\u00fchrten \u00f6kologischen Aspekten geschlossen. Sowohl die eingereichten Architektenentw\u00fcrfe als auch die von den Vertragspartnern vorgestellten Konzepte zu den einzelnen \u00f6kologischen Aspekten sollen einer gr\u00f6\u00dferen Runde vorgestellt und dort diskutiert werden, um daraus Schlu\u00dffolgerungen f\u00fcr ein ganzheitliches Siedlungskonzept zu erarbeiten.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>F\u00fcr fast alle Parzellen wurden Architektenentw\u00fcrfe eingereicht. Diese wurden im Vorfeld des \u00d6ko-Checks einer Bewertung unterzogen.<br \/>\nZu folgenden \u00f6kologisch relevanten Aspekten wurden von den beauftragten Kooperationspartnern Konzepte und Berichte vorgelegt:<br \/>\n&#8211; Energiekonzept mit Vorschl\u00e4gen f\u00fcr die \u00f6kologisch und \u00f6konomisch g\u00fcnstigste Variante,<br \/>\n&#8211; geb\u00e4udespezifische Vorschl\u00e4ge (A\/V-Verh\u00e4ltnis, M\u00f6glichkeiten der passiven Solarnutzung usw.),<br \/>\n&#8211; Konzept f\u00fcr Emissionsbeeinflussung,<br \/>\n&#8211; Konzept f\u00fcr Verkehrsmittelnutzung und Gr\u00fcnwegevernetzung,<br \/>\n&#8211; Konzept f\u00fcr Regenwassernutzung,<br \/>\n&#8211; Konzept f\u00fcr Garten- und Spielplatzgestaltung,<br \/>\n&#8211; M\u00fcllreduktionskonzept,<br \/>\n&#8211; soziologische Begleitstudie,<br \/>\n&#8211; Studie zur Anwendung der Informationstechnik zur F\u00f6rderung nachhaltiger Lebensbedingungen,<br \/>\n&#8211; \u00d6ko-Check.<br \/>\n\u00dcber die urspr\u00fcnglich vorgesehenen und verteilten Aufgaben hinaus wurde eine Studie erstellt, die aufzeigt, da\u00df und wie durch ein Energiemanagement die M\u00f6glichkeit geboten wird, einen Beitrag zur Energieeinsparung zu leisten, ohne da\u00df daf\u00fcr &#8211; \u00fcber das Datennetz hinaus &#8211; Aufwendungen technischer Art (W\u00e4rmed\u00e4mmung, Geb\u00e4udetechnik, alternative Energien und dergleichen) erforderlich sind. Ferner wurde ein \u00d6ko-Check erarbeitet, der erm\u00f6glichen soll, alle eingereichten Architektenentw\u00fcrfe hinsichtlich der Einhaltung der vorgegebenen Anforderungen und des Grades der Erf\u00fcllung \u00f6kologischer Anspr\u00fcche einheitlich und nachvollziehbar zu bewerten.<br \/>\nDas vorgelegte Energiekonzept untersucht und vergleicht vier verschiedene Varianten zur Heizw\u00e4rme- und Warmwasserversorgung anhand \u00f6kologischer und \u00f6konomischer Kenngr\u00f6\u00dfen und zeigt auf, welche der Varianten unter \u00f6kologischen und \u00f6konomischen Gesichtspunkten die g\u00fcnstigste ist. Jedes der beteiligten Architekturb\u00fcros sollte bei der Planung dieses Energiekonzept unbedingt ber\u00fccksichtigen.<br \/>\nF\u00fcr die Entw\u00fcrfe, die in der ersten Bauphase verwirklicht werden sollten, wurde anhand der vorhandenen Unterlagen bzw. getroffener Annahmen der Heizw\u00e4rmebedarf berechnet und M\u00f6glichkeiten zu dessen weiteren Senkung aufgezeigt.<br \/>\nDas M\u00fcllreduktionskonzept basiert auf vorbeugenden Ma\u00dfnahmen der M\u00fcll- und Abfallvermeidung w\u00e4hrend der Bauphase und der Nutzungszeit der Siedlung.<br \/>\nDas Konzept zur Verkehrsmittelnutzung und Gr\u00fcnwegevernetzung unterbreitet Vorschl\u00e4ge zur Verminderung des Individualverkehrs und stellt Ma\u00dfnahmen zu deren Durchsetzung vor.<br \/>\nKritik wurde vom Verfasser des Konzeptes f\u00fcr die Freifl\u00e4chen- und Spielfl\u00e4chengestaltung wegen zu sp\u00e4ter Einbeziehung ge\u00fcbt. Dadurch w\u00fcrde eine Optimierung erschwert.<br \/>\nDie soziologische Begleitstudie sollte Beachtung bei der Vermarktung finden, da ihr Inhalt f\u00fcr die Auswahl des in Frage kommenden Personenkreises von Nutzen sein d\u00fcrfte.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Zur Diskussion und weiteren Bearbeitung der eingereichten Entw\u00fcrfe und Konzepte wurden mehrere interne Workshops durchgef\u00fchrt. Es wurde ein Modell der gesamten Siedlung und eines der ersten Bauphase angefertigt und bei verschiedenen Veranstaltungen der HTWK und im Rathaus von L\u00fctzschena-Stahmeln ausgestellt. Die digitalisierten Entw\u00fcrfe erm\u00f6glichen die dreidimensionale Visualisierung mit virtueller Begehung.<br \/>\nGegenw\u00e4rtig werden die Entw\u00fcrfe f\u00fcr die erste Bauphase \u00fcberarbeitet und die zu erwartenden Kosten ermittelt. Sobald die endg\u00fcltigen Bauzeichnungen und die genauen Kosten vorliegen, wird mit diesen konkreten Daten die \u00d6ffentlichkeit informiert.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Modernes und zugleich \u00f6kologisches Bauen mu\u00df nicht mit einem deutlich erh\u00f6hten Mittelaufwand verbunden sein. Voraussetzungen sind das ganzheitliche Herangehen an die Planung und ein straffes Projektmanagement (letzteres hier noch nicht verwirklicht). Die \u00d6ko-Siedlung stellt ein Modell dar, das weiter verfolgt und durch Nutzung der Informationstechnik zur Energieeinsparung erg\u00e4nzt werden sollte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Trotz unverkennbarer Bestrebungen, beim Bau von Eigenheimen \u00f6kologische Aspekte wie die Nutzung alternativer Energien, Unterschreitung der von der W\u00e4rmeschutzverordnung vorgegebenen Werte f\u00fcr den Heizw\u00e4rmebedarf und anderer, wird das vorhandene Potential l\u00e4ngst nicht ausgesch\u00f6pft. 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