{"id":20042,"date":"2023-07-13T15:14:11","date_gmt":"2023-07-13T13:14:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/10680-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:14:12","modified_gmt":"2023-07-13T13:14:12","slug":"10680-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/10680-01\/","title":{"rendered":"Betrieblichen Umweltschutz in kleinen und  mittleren Transportunternehmen aktiv gestalten"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Um eine umweltbewusste Unternehmensorganisation voranzutreiben, sind viele kleine, kontinuierliche Schritte notwendig, die sich jedoch nicht \u00fcber Nacht umsetzen lassen. Vor diesem Hintergrund beabsichtigt das IVT Heilbronn mit ausgew\u00e4hlten Speditions- und Transportbetrieben Workshops zum praktizierten Umweltschutz zu initiieren. Die Workshops sollen alle Funktionsbereiche der Unternehmen umfassen. Wichtig ist hierbei der Informationsaustausch sowie die gemeinsame Suche nach L\u00f6sungen, die mit allen betrieblichen Akteuren abgestimmt sind.<br \/>\nIm Mittelpunkt des Vorhabens steht neben der Bewusstseinsbildung f\u00fcr den betrieblichen Umweltschutz insbesondere die Umsetzung konkreter betriebsspezifischer Ma\u00dfnahmen. Mit diesem Vorhaben soll der Nachweis erbracht werden, dass der betriebliche Umweltschutz in kleinen und mittelst\u00e4ndischen Transportunternehmen ein wichtiges Aufgabenfeld darstellt und diese Unternehmen auch unter \u00f6konomischen Aspekten erhebliche Kosteneinsparungseffekte erreichen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenGemeinsam mit den ausgew\u00e4hlten Betrieben sollen in kontinuierlichen Rhythmen Workshops zum betrieblichen Umweltschutz durchgef\u00fchrt werden. Grundlage dieser Workshops bildet das vom IVT Heilbronn erarbeitete Handbuch M\u00e4rkte gewinnen im Transportgesch\u00e4ft &#8211; Mit \u00f6kologieorientiertem Management Kosten senken &#038; Umsatz steigern. Es ist vorgesehen, sowohl innerbetriebliche als auch \u00fcberbetriebliche Workshops durchzuf\u00fchren. Der Zeitraum zwischen den jeweiligen Veranstaltungen dient der Umsetzung von betrieblichen Ma\u00dfnahmen zum Umweltschutz.<br \/>\nIn enger Zusammenarbeit mit den beteiligten Unternehmen werden die verschiedenen Ansatzpunkte zum betrieblichen Umweltschutz intensiv er\u00f6rtert. Ziel ist hierbei, die Mitarbeiter auf allen betrieblichen Ebenen f\u00fcr Aktivit\u00e4ten im Umweltschutz zu sensibilisieren, sozusagen Betroffene zu Beteiligten machen, und verschiedene Ma\u00dfnahmen umzusetzen. Dazu ist es auch notwendig, die logistischen Strukturen in den Betrieben zu analysieren und Ans\u00e4tze f\u00fcr optimierte L\u00f6sungen unter Ber\u00fccksichtigung \u00f6kologischer und \u00f6konomischer Rahmenbedingungen zu suchen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Gemeinsam mit den Kooperationspartnern wurden in den Jahren 1999 und 2000 f\u00fcnf \u00fcberbetriebliche Workshops sowie 85 innerbetriebliche Veranstaltungen bzw. Gespr\u00e4che durchgef\u00fchrt. Im Rahmen der \u00fcberbetrieblichen Workshops wurden die verschiedenen Ansatzpunkte zum betrieblichen Umweltschutz intensiv er\u00f6rtert. Grundlage waren jeweils auf den einzelnen Betrieb zugeschnittene Projektskizzen, die gemeinsam mit den Unternehmensvertretern erarbeitet wurden und diesen als Orientierungshilfe dienten.<br \/>\nDie Arbeiten haben gezeigt, dass die wichtigste Voraussetzung f\u00fcr den Einstieg in eine umweltorientierte Unternehmensf\u00fchrung die Verankerung des Umweltschutzes als Unternehmensziel ist (Grundsatz: Pr\u00e4vention vor Reaktion). Handelt die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung eines Unternehmens nicht danach, so ist es schwierig, zielgerichtete Ideen bzw. Aktivit\u00e4ten zum betrieblichen Umweltschutz zu entfalten, es sei denn, die Unternehmen m\u00fcssen auf Anforderung ihrer Kunden den Nachweis entsprechender umweltorientierter Aktivit\u00e4ten sozusagen als Reaktion erbringen. In diesem Falle spielt jedoch der eigentliche Ansatz, Umweltschutz zielorientiert im Betrieb anzugehen und umzusetzen, eine eher untergeordnete Rolle. Hier wird allein nach \u00f6konomischen Kriterien agiert.<br \/>\nIm Rahmen des Vorhabens wurde von 12 Kooperationspartnern deren Umweltengagement in schriftlicher Form dokumentiert, sei es im Rahmen eines betrieblichen Leitfadens oder eines Umwelthandbuches. Andere Aktivit\u00e4ten betrafen konkrete Ma\u00dfnahmen in bezug auf die Verlagerung von Stra\u00dfentransporten auf die Schiene, Tests mit Biodiesel, Ber\u00fccksichtigung \u00f6kologischer Aspekte bei Hallenneubauten etc..<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Gemeinsam mit den Kooperationspartnern wurden in den Jahren 1999 und 2000 f\u00fcnf \u00fcberbetriebliche Workshops sowie 85 innerbetriebliche Veranstaltungen bzw. Gespr\u00e4che durchgef\u00fchrt. Im Rahmen der \u00fcberbetrieblichen Workshops wurden die verschiedenen Ansatzpunkte zum betrieblichen Umweltschutz intensiv er\u00f6rtert. Grundlage waren jeweils auf den einzelnen Betrieb zugeschnittene Projektskizzen, die gemeinsam mit den Unternehmensvertretern erarbeitet wurden und diesen als Orientierungshilfe dienten.<br \/>\nDie Arbeiten haben gezeigt, dass die wichtigste Voraussetzung f\u00fcr den Einstieg in eine umweltorientierte Unternehmensf\u00fchrung die Verankerung des Umweltschutzes als Unternehmensziel ist (Grundsatz: Pr\u00e4vention vor Reaktion). Handelt die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung eines Unternehmens nicht danach, so ist es schwierig, zielgerichtete Ideen bzw. Aktivit\u00e4ten zum betrieblichen Umweltschutz zu entfalten, es sei denn, die Unternehmen m\u00fcssen auf Anforderung ihrer Kunden den Nachweis entsprechender umweltorientierter Aktivit\u00e4ten sozusagen als Reaktion erbringen. In diesem Falle spielt jedoch der eigentliche Ansatz, Umweltschutz zielorientiert im Betrieb anzugehen und umzusetzen, eine eher untergeordnete Rolle. Hier wird allein nach \u00f6konomischen Kriterien agiert.Im Rahmen des Vorhabens wurde von 12 Kooperationspartnern deren Umweltengagement in schriftlicher Form dokumentiert, sei es im Rahmen eines betrieblichen Leitfadens oder eines Umwelthandbuches. Andere Aktivit\u00e4ten betrafen konkrete Ma\u00dfnahmen in bezug auf die Verlagerung von Stra\u00dfentransporten auf die Schiene, Tests mit Biodiesel, Ber\u00fccksichtigung \u00f6kologischer Aspekte bei Hallenneubauten etc..<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das Umsetzungsvorhaben hat gezeigt, dass sich eine Reihe von Betrieben inzwischen auf die Umweltanforderungen ihrer Auftraggeber einstellen muss. Sei es, dass die Betriebe aufgefordert werden, spezielle Fragebogen zum Thema Umweltschutz zu beantworten oder genaue Auskunft zu den Auswirkungen ihres betrieblichen Handelns auf die Umwelt, etwa zum Energie- und Kraftstoffverbrauch zu erteilen. Auch befassen sich die Fragen mit dem Aspekt der logistischen Dienstleistungserstellung unter Ber\u00fccksichtigung von Umweltschutzaspekten.<br \/>\nObwohl die Anforderungen an die Transportunternehmen in bezug auf die Etablierung des betrieblichen Umweltschutzes kontinuierlich steigen, musste zun\u00e4chst festgestellt werden, dass die Kooperationspartner zu Projektbeginn eher skeptisch waren, dass die geplanten Aktivit\u00e4ten tats\u00e4chlich erfolgreich werden k\u00f6nnten. Diese Vorbehalte konnten jedoch durch intensive Betreuung sukzessive abgebaut werden, so dass nach Durchf\u00fchrung des ersten \u00fcberbetrieblichen Workshops im Sommer 1999 die Bereitschaft und das Interesse bei den Unternehmensvertretern, sich aktiv an diesem Umsetzungsvorhaben zu beteiligen, deutlich zum Ausdruck gekommen ist. Erwiesen hat sich aber auch, dass bei den Betrieben die externe fachliche Unterst\u00fctzung eine wichtige Rolle bei der Umsetzung von Ma\u00dfnahmen spielt. In der Mehrzahl der beteiligten Unternehmen erm\u00f6glicht diese Form der Unterst\u00fctzung \u00fcberhaupt erst den Einstieg in diese Thematik. Dieser Sachverhalt wurde von mehr als der H\u00e4lfte der Unternehmensvertretern artikuliert. Ohne Unterst\u00fctzung von au\u00dfen sehen sich diese Betriebe nicht oder nur bedingt in der Lage, eigenst\u00e4n-dig den betrieblichen Umweltschutz in ihrem Unternehmen aufzubauen und langfristig zu etablieren.<br \/>\nDie wichtigste Voraussetzung f\u00fcr den Einstieg in eine umweltorientierte Unternehmensf\u00fchrung ist die Verankerung des Umweltschutzes als Unternehmensziel. Betrieblicher Umweltschutz kann nur dann erfolgreich praktiziert werden, wenn allen Mitarbeitern im Betrieb die Notwendigkeit und Wichtigkeit von Ma\u00dfnahmen zum Umweltschutz vermittelt wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Um eine umweltbewusste Unternehmensorganisation voranzutreiben, sind viele kleine, kontinuierliche Schritte notwendig, die sich jedoch nicht \u00fcber Nacht umsetzen lassen. Vor diesem Hintergrund beabsichtigt das IVT Heilbronn mit ausgew\u00e4hlten Speditions- und Transportbetrieben Workshops zum praktizierten Umweltschutz zu initiieren. Die Workshops sollen alle Funktionsbereiche der Unternehmen umfassen. 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