{"id":20034,"date":"2023-07-13T15:11:29","date_gmt":"2023-07-13T13:11:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/06513-70\/"},"modified":"2023-07-13T15:11:30","modified_gmt":"2023-07-13T13:11:30","slug":"06513-70","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/06513-70\/","title":{"rendered":"Programm des Kuratoriums zur \u00f6kologisch orientierten Siedlungsplanung &#8211; Wohnpark Altstadt in Ostritz"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>\u00d6kologisch orientierter Wohnungsbau im strukturschwachen Raum mit dem Ziel, den Akzeptanzrahmen eines weiten Interessenkreises zu treffen und die \u00f6kologischen Vorteile kosteng\u00fcnstig anzubieten. Innerhalb eines Bebauungsplangebietes sollen 2 Wohngruppen auf Geb\u00e4udeebene modellhaft weiterentwickelt werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenAufstellung und Genehmigung eines Fl\u00e4chennutzungsplanes mit Innenentwicklung der Stadt Ostritz (Verdichtung der vorhandenen Bebauung, Entwicklung von Baufl\u00e4chen in der Ortsstruktur) und Ausweisung des Ortsgebietes.<br \/>\nAusschreibung eines Gutachterverfahrens \u00d6kologisch orientierter Wohnungsbau Wohnpark Altstadt und Festlegung eines Planungsb\u00fcros zur Erarbeitung eines Entwurfes.<br \/>\nEntwicklung des Bebauungsplanes Nr. 2 Wohnpark Altstadt der Stadt Ostritz mit umfangreichen \u00f6kologischen Festsetzungen und mehrfacher Beteiligung der B\u00fcrger zu den Entw\u00fcrfen.<br \/>\n\u00d6kologische Festsetzungen, welche nicht \u00fcber den Bebauungsplan realisiert werden k\u00f6nnen, werden im Vertrag zum Verkauf der Grundst\u00fccke an die Bauwilligen geregelt.<br \/>\nNach Beendigung des Verfahrens zum Bebauungsplan werden spezielle Planungen zu den einzelnen \u00f6kologischen Bereichen durchgef\u00fchrt und die Umsetzung der Bebauung Schritt f\u00fcr Schritt in Baugruppen mit Selbsthilfe realisiert.<br \/>\nDie Vermarktung des Baugebietes soll eventuell \u00fcber Optionsvertr\u00e4ge mit Bautr\u00e4gern f\u00fcr einzelne Abschnitte erfolgen, wobei die Grundst\u00fccke direkt von der Stadt Ostritz an die Bauherren verkauft werden und in den Preisen f\u00fcr die Grundst\u00fccke bereits die Erschlie\u00dfungskosten enthalten sind.<br \/>\nBaugruppen und Selbstbauhilfe sollen bei breiter Akzeptanz ein kosteng\u00fcnstiges \u00f6kologisches Bauen erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Auf Grundlage des Konzeptes zur Entwicklung der Kulturlandschaft f\u00fcr die Stadt Ostritz und das Kloster St. Marienthal wurde nach Ausweisung im Fl\u00e4chennutzungsplan in einem langen Erarbeitungsprozess der Bebauungsplan Wohnpark Altstadt als Demonstrationsobjekt zur \u00f6kologisch orientierten Siedlungsplanung entwickelt.<br \/>\nDurch die fr\u00fchzeitige Untersuchung der naturr\u00e4umlichen Gegebenheiten erfolgte die Auswahl der zur Verdichtung der Wohnbebauung  geeigneten Fl\u00e4che bereits vor Festlegung des Gebiets als \u00f6kologisch orientierten Standort.<br \/>\n\u00dcber zahlreiche Entw\u00fcrfe wurde dann mit Hilfe von F\u00f6rdermitteln ein \u00f6kologisch orientierter Bebauungsplan entwickelt.<br \/>\nDas Baugebiet wird komplett an die Fernw\u00e4rmeversorgung der Stadt Ostritz (aus Biomasse) angeschlossen, die anderen Medien liegen zur Erschlie\u00dfung  des Baugebietes an. Die besonderen \u00f6kologischen Schwerpunkte im Baugebiet wurden in den textlichen Festsetzungen des Bebauungsplanes verankert oder werden privatrechtlich geregelt. Sie beinhalten folgende Umweltbereiche:<br \/>\n\u00b7\tEnergie,<br \/>\n\u00b7\tHochbau,<br \/>\n\u00b7\tWasser\/Abwasser und<br \/>\n\u00b7\tBoden\/Freifl\u00e4che.<br \/>\nTrotz Entwicklung aus dem genehmigten Fl\u00e4chennutzungsplan traten im Bebauungsplanverfahren seitens der Umweltbeh\u00f6rden Schwierigkeiten hinsichtlich der Auswahl des Baugebietes aufgrund eines vermuteten Hochwasser\u00fcberflutungsgebietes auf, die trotz intensiver Gespr\u00e4che und Bem\u00fchungen erst im Jahr 2001 beigelegt werden konnten. Der Bebauungsplan ist seit Dezember 2001 wirksam.<br \/>\nF\u00fcr die Stadt Ostritz ist ein Hochwasserschutz der gesamten Ortslage vorgesehen, der auch das betreffende Gebiet hochwassersicher gestalten w\u00fcrde. Dieser Sachverhalt kommt jedoch erst nach einer langen Vorbereitungsphase durch den Freistatt Sachsen zum Tragen und kann auch nicht die kurzfristige Umsetzung des Bebauungsplanes sichern. Somit ist der Beginn der Umsetzung des Gesamtvorhabens vorerst noch nicht erfolgt. Der im Bebauungsplan vorgesehene Einzelschutz f\u00fcr die Geb\u00e4ude ist f\u00fcr eine Vermarktung hier im Gebiet nicht f\u00f6rderlich.<br \/>\nIn den einzelnen Phasen der Beteiligung der B\u00fcrger zum Projekt war stets nur geringes Interesse vorhanden. Es stellte sich heraus, dass die Akzeptanz des \u00f6kologischen Bauens in der strukturschwachen Region nur dann erreicht werden kann, wenn das Bauvorhaben auch materielle Anreize erh\u00e4lt. Besonders schwierig ist es, Bauwillige f\u00fcr ungew\u00f6hnliche Neuerungen zu akquirieren (ver\u00e4nderte Bauformen, entwicklungsf\u00e4hige H\u00e4user, Abweichung vom Herk\u00f6mmlichen). Es erwies sich, dass die Bauwilligen eher bereit sind, f\u00fcr andere die Geb\u00e4ude betreffenden W\u00fcnsche Mehrkosten zu akzeptieren, als dies f\u00fcr nachhaltige Technologien einzusetzen, die dann eine Kostenersparnis in den laufenden Folgekosten bringen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die \u00d6ffentlichkeitsarbeit zum Vorhaben ist bisher im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens unter mehrfacher Beteiligung der B\u00fcrger erfolgt. Au\u00dferdem ist der Bebauungsplan Wohnpark Altstadt als Demonstrationsobjekt zur \u00f6kologischen Siedlungsplanung Bestandteil des Gesamtprojektes Energie\u00f6kologische Modellstadt Ostritz-St. Marienthal und als Baustein Nr. 5 st\u00e4ndig in die Ver\u00f6ffentlichungen, Publikationen, Zwischenberichte und Gesamtpr\u00e4sentationen einbezogen. Dazu wurde bereits umfangreiches Material erstellt.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Mit dem Bebauungsplan Wohnpark Altstadt der Stadt Ostritz ist im strukturschwachen Raum bei Beachtung der Wirtschaftskraft der Bauwilligen die planerische Grundlage f\u00fcr \u00f6kologisch-orientierten Wohnungsbau als Demonstrationsvorhaben geschaffen worden.<br \/>\nEs muss die \u00d6ffentlichkeitsarbeit des Projektes verbessert werden, um Bauwilligen den Standort nahezubringen.<br \/>\nIn erster Linie muss vor Umsetzung des Projektes aber in Zusammenarbeit mit den anderen Beh\u00f6rden daran gearbeitet werden, dass die Hochwassersituation in der Ortslage Ostritz f\u00fcr das Baugebiet konkret gekl\u00e4rt wird. Ohne diese Voraussetzung kann die Umsetzung des Projektes nicht erfolgen, was f\u00fcr die Situation der Stadt Ostritz als eigenst\u00e4ndige Gemeinde von entscheidendem Nachteil w\u00e4re.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens \u00d6kologisch orientierter Wohnungsbau im strukturschwachen Raum mit dem Ziel, den Akzeptanzrahmen eines weiten Interessenkreises zu treffen und die \u00f6kologischen Vorteile kosteng\u00fcnstig anzubieten. Innerhalb eines Bebauungsplangebietes sollen 2 Wohngruppen auf Geb\u00e4udeebene modellhaft weiterentwickelt werden. 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