{"id":20023,"date":"2023-07-13T15:11:02","date_gmt":"2023-07-13T13:11:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/05953-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:11:04","modified_gmt":"2023-07-13T13:11:04","slug":"05953-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/05953-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung eines energetisch und l\u00fcftungstechnisch optimierten Au\u00dfenwandsystems f\u00fcr den Gescho\u00df-Wohnungsbau"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>F\u00fcr den Geb\u00e4udebereich ist es erkl\u00e4rtes Entwicklungsziel, den Einsatz von Komponenten und Systemen zur Heizw\u00e4rmeeinsparung in der Baupraxis zu beschleunigen. Besonders hinsichtlich der in Planung befindlichen Energiesparverordnung 2000 wird der optimierte Einsatz dieser Systeme unumg\u00e4nglich. Die Forderung nach 20 %iger Verringerung des Heizw\u00e4rmebedarfs gegen\u00fcber dem Standard der W\u00e4rme-schutzverordnung \u00b495 kann f\u00fcr den Gescho\u00dfwohnungsbau durch Beseitigung von Schwachstellen im Bereich Wanddurchbr\u00fcche und Fensteranschl\u00fcsse in Kombination mit kontrollierter L\u00fcftung erreicht werden. Bei dem zu erwartenden hohen Verbreitungsgrad der innovativen Entwicklung des Vorhabens ist demnach ein ma\u00dfgeblicher Beitrag zur Minderung des CO2- Aussto\u00dfes im Raumheizungs- und L\u00fcftungsbereich gegeben. Durch den Einsatz eines neu entwickelten dampfdiffusionsoffenen W\u00e4rmed\u00e4mmverbundsystems (LOBAPOOR) soll das Austrocknen der Rohbauwand beschleunigt werden und damit ebenfalls ein erheblicher Beitrag zur Heizenergie-Einsparung geleistet werden.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIn Zusammenarbeit mit vier Firmen aus den Bereichen Mauerwerksbau, W\u00e4rmed\u00e4mmverbundsysteme, Fensterbau, L\u00fcftungstechnik soll eine energetisch und l\u00fcftungstechnisch optimierte Fassade entwickelt werden. Dabei ist ein iteratives Vorgehen geplant: Durch Messungen unter realen Bedingungen (PASSYS-Testzellen) sollen \u00b4Schwachstellen\u00b4 identifiziert und durch Konstruktions\u00e4nderungen in enger Zusammenarbeit mit den Herstellerfirmen Verbesserungen erzielt werden. Anschlie\u00dfend soll die optimale Position des Au\u00dfenwand-Luftdurchlasses durch Variation der Versuchsparameter bestimmt werden. Bauteil\u00e4nderungen zur Vermeidung von W\u00e4rmebr\u00fccken k\u00f6nnen aus \u00f6konomischer Sicht oft nur dann durchgef\u00fchrt werden, wenn die Produktmehrkosten durch Einsparungen bei der Montage kompensiert werden. Dies soll im Projekt durch Konstruktion von Montagehilfen und optimierten Anschlu\u00dfdetails erreicht werden. Die fertigungstechnischen Details werden hierbei von den beteiligten Firmen eingebracht, der w\u00e4rmetechnische Teil wird vom Bewilligungsempf\u00e4nger beigetragen. Durch die bestehende Gewerkekooperation kann eine Abstimmung der Firmen untereinander erfolgen, die Koordination erfolgt durch den Bewilligungsempf\u00e4nger.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Die Messungen der Wand mit W\u00e4rmed\u00e4mmverbundsystem (14 cm W\u00e4rmed\u00e4mmung, je 1 cm Au\u00dfen- und Innenputz) ohne Einbauten ergab einen k-wert von 0,25 W\/m2K. Der gleich Wandaufbau mit Fenster (Fensterfl\u00e4chen-anteil 24 %, kv= 1,1 W\/m2K nach DIN 52619), Rolladenkasten und Au\u00dfenwand-uftdurchla\u00df ergab einen k-Wert von 0,51 W\/m2K. Mit Hilfe von Infrarotaufnahmen und Simulationsrechnungen konnten W\u00e4rmebr\u00fccken im Bereich Fensterrahmen, Rolladenkasten und Au\u00dfenwandluftdurchla\u00df untersucht werden. Diese Untersuchungen f\u00fchrten zu \u00c4nderungsvorschl\u00e4gen f\u00fcr das Fensterprofil und zus\u00e4tzlicher D\u00e4mmung im Rolladenkasten und um den Au\u00dfenwandluftdurchla\u00df.<br \/>\nDie Optimierung von Bauteilanschl\u00fcssen f\u00fchrt zur Heizenergieeinsparung, Vermeidung von Feuchtesch\u00e4den und zur Montagevereinfachung.<br \/>\nDie str\u00f6mungstechnischen Untersuchungen bez\u00fcglich der Behaglichkeit bei unterschiedlichen Einbaupositionen des Au\u00dfenwandluftdurchlasses ergaben, da\u00df die Positionen neben dem Fenster besonders bei erh\u00f6hter Luftwechselrate die Gefahr von Zugerscheinungen bzw. erh\u00f6hten Temperaturgradienten aufweisen. Die Einbauposition unter dem Fenster (zwischen Fensterbrett und Heizung) ist dagegen unproblematisch.<br \/>\nDer zeitliche und apparative Aufwand f\u00fcr die str\u00f6mungstechnischen Messungen wurde gegen\u00fcber dem urspr\u00fcnglichen Arbeits- und Zeitplan untersch\u00e4tzt. Der Umbau und die Vorbereitung der Testzelle sowie die Einrichtung der Me\u00dftechnik ben\u00f6tigten mindestens 40 Tage. Die Zeiten f\u00fcr die Durchf\u00fchrung der Messungen und die Auswertung haben sich gegen\u00fcber dem urspr\u00fcnglichen Zeitplan verdoppelt.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Um das Forschungsvorhaben und deren Ergebnisse in der \u00d6ffentlichkeit zu pr\u00e4sentieren, wurde das sogenannte Forum Gescho\u00dfwohnungsbau genutzt. Diese Veranstaltungen wurden jeweils im Februar 96 und 97 von den Kooperationspartnern EBERT und LUNOS veranstaltet. Ziel dieser Foren ist es, neueste Erkenntnisse jedweder Art mit Relevanz f\u00fcr den Gescho\u00dfwohnungsbau zu vermitteln. Die Zielgruppe dieser Veranstaltungen waren sowohl Hersteller und Planer als auch Architekten. Damit wurde ein direkter Wissenstransfer in die Praxis erm\u00f6glicht. Die zweite Veranstaltung (Februar 97) wurde von Prof. Hahne genutzt, um das DBU-F\u00f6rderprojekt vorzustellen und die Forschungs- und Entwicklungst\u00e4tigkeit sowie erste Ergebnisse zu erl\u00e4utern.<br \/>\nDa bei den me\u00dftechnischen Untersuchungen PASLINK &#8211; Testzellen zum Einsatz kamen, wurde das DBU-Vorhaben auch in der CD-ROM des EU-Projektes PV-Hybrid-PAS (Contract JOR3-CT96-0092) vorgestellt. Die Produktion dieser CD erfolgt im Herbst 98.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Aus den durchgef\u00fchrten Untersuchungen konnte eine Vielzahl von Verbesserungsvorschl\u00e4gen und Planungsempfehlungen abgeleitet werden. Voraussetzung f\u00fcr die Umsetzung in die Baupraxis ist jedoch eine gegenseitige Abstimmung der Gewerke. \u00d6konomisch sind die Anschlu\u00dfoptimierungen, die meist mit Mehrkosten verbunden sind, nur durch gemeinsame Vermarktung des Au\u00dfenwandsystems sinnvoll. So werden beispiels-weise die Mehrkosten f\u00fcr vorgefertigte Befestigungselemente f\u00fcr Putztr\u00e4germatten erst durch geringere Montagekosten am Bau kompensiert. F\u00fcr zuk\u00fcnftige Arbeiten auf dem Gebiet ist daher eine detaillierte Kostenkalkula-tion f\u00fcr Werkzeug- und Fertigungsmehraufwand sowie der Montagezeiten erforderlich.<br \/>\nDie Vorgehensweise, die Endmontage der Prototypen auf dem Testgel\u00e4nde des Pr\u00fcfinstituts (ITW) vorzunehmen, hat sich als vorteilhaft herausgestellt. Die Montagearbeiten wurden jeweils von Handwerkern der jeweiligen Kooperationspartner unter Aufsicht und mit begleitenden Photodokumentation durch das Pr\u00fcfinstitut durchgef\u00fchrt. So konnten Montageprobleme fr\u00fchzeitig erkannt, dokumentiert und behoben werden. Aufwendigere \u00c4nderungen, die mit einer Fertigungsumstellung bzw. der Neuanfertigung von Produktionswerkzeugen verbunden gewesen w\u00e4ren, konnten im Rahmen dieses Projektes nicht durchgef\u00fchrt werden. Auf diesem Gebiet sind weiterf\u00fchrende Arbeiten notwendig.<br \/>\nDie Untersuchung der unterschiedlichen Einbaupositionen des Au\u00dfenwandluftdurchlasses ergab, da\u00df der Einbau neben dem Fenster Probleme f\u00fcr die thermische Behaglichkeit verursachen kann. Da diese Einbauposition aber h\u00e4ufig gew\u00fcnscht wird, sind Verbesserungsma\u00dfnahmen notwendig. Weiterf\u00fchrende Messungen mit \u00c4nderungen am Zuluftelement k\u00f6nnten dieses Problem l\u00f6sen, waren jedoch nicht Teil dieses Projekts. Dar\u00fcber hinaus k\u00f6nnte die Str\u00f6mungssichtbarmachung mit Rauchsonden und Lichtschnittverfahren Aufschlu\u00df \u00fcber die Str\u00f6mungsverteilung im Testraum geben. Dies k\u00f6nnte die Entscheidung f\u00fcr Verbesserungsma\u00dfnahmen wesentlich erleichtern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens F\u00fcr den Geb\u00e4udebereich ist es erkl\u00e4rtes Entwicklungsziel, den Einsatz von Komponenten und Systemen zur Heizw\u00e4rmeeinsparung in der Baupraxis zu beschleunigen. Besonders hinsichtlich der in Planung befindlichen Energiesparverordnung 2000 wird der optimierte Einsatz dieser Systeme unumg\u00e4nglich. 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