{"id":20008,"date":"2023-07-13T15:11:25","date_gmt":"2023-07-13T13:11:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/06513-20\/"},"modified":"2023-07-13T15:11:28","modified_gmt":"2023-07-13T13:11:28","slug":"06513-20","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/06513-20\/","title":{"rendered":"\u00d6kologische Siedlung Braamwisch (Programm des Kuratoriums zur \u00f6kologisch orientierten Siedlungsplanung, hier Kategorie \u00d6kosiedlung)"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Weltweit nimmt der Anteil an st\u00e4dtischer Siedlungsstruktur mehr und mehr zu. Im Kapitel 7 der Agenda 21 der Rio-Konferenz (1992) wurde bereits ausdr\u00fccklich auf die F\u00f6rderung nachhaltiger menschlicher Siedlungsentwicklung hingewiesen. Dabei kommt unseres Erachtens der Entwicklung von \u00f6kologisch orientierten Siedlungsstrukturen im Hinblick auf Wasserknappheit, CO2-Emissionen, Treibhauseffekte, zunehmende Ressourcenknappheit, anwachsende M\u00fcllberge und vermehrte allgemeine Umwelt-verschmutzung eine besondere Bedeutung zu. Ziele der \u00f6kologischen Siedlung BRAAMWISCH: Bau von Niedrigenergieh\u00e4usern, Verwendung von \u00f6kologischen, gesundheitlich unbedenklichen Baustoffen, Nutzung solarer Energie, naturnahe Entsorgung bzw. Verwendung von Abw\u00e4ssern und F\u00e4kalien, Aufbau eines \u00f6kologisch orientierten Mobilit\u00e4tskonzepts.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenErste \u00dcberlegungen und Erkundungen Ende der 80er Jahre. Ab 1990 Bem\u00fchungen um Ver\u00e4nderung im Bebauungsplan, um die sp\u00e4tere Fl\u00e4che der Siedlung f\u00fcr das Projekt freizuhalten.<br \/>\n1992 Gr\u00fcndung des Vereins \u00d6kologische Siedlung BRAAMWISCH e. V. als organisatorische Einheit f\u00fcr die weitere Projektplanung. 1993 Beauftragung eines st\u00e4dtebaulichen Entwurfs. Weitere Konzeptionsdiskussion im Verein.<br \/>\n1994 grunds\u00e4tzliche Zustimmung der Finanzbeh\u00f6rde zur Vergabe des stadteigenen Grundst\u00fccks f\u00fcr die Errichtung einer \u00f6kologischen Siedlung. 1994\/95 Konkretisierung der Siedlungsplanung, Spaltung des Projekts wegen un\u00fcberbr\u00fcckbarer konzeptioneller Differenzen.<br \/>\nWie schon vorher und in den folgenden Jahren regelm\u00e4\u00dfige \u00d6ffentlichkeitsarbeit zur Gewinnung neuer Mitglieder.<br \/>\n1996 scheitert der Versuch des Architekten, die Bauantr\u00e4ge zu stellen, die schlie\u00dflich zur\u00fcckgewiesen werden, weil sie unvollst\u00e4ndig sind. Au\u00dferdem werden wesentliche konstruktive M\u00e4ngel deutlich und die Kostensch\u00e4tzung erweist sich als v\u00f6llig unrealistisch; auch eine von ihm organisiserte Ausschreibung bringt kein f\u00fcr uns akzeptables Ergebnis. Der Verein trennt sich vom Architekten. Die notwendige zweite Ausschreibung und gleichzeitige Suche nach einem neuen Architekten f\u00fchrt zu erheblichen zeitlichen Verz\u00f6gerungen. Im Ergebnis wird eine Baufirma beauftragt, die ihren Architekten (J\u00fcrgen E. Reich, Mechelgr\u00fcn) gleich mitbringt.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>1998 wird nach einem langen Vorbereitungs- und Planungsproze\u00df die Siedlung fertiggestellt.<\/p>\n<p>Die \u00d6kobausteine:<br \/>\n\u00b7 Die Herstellung der H\u00e4user in Holzrahmenbauweise erfordert deutlich weniger Energie als der Bau konventioneller H\u00e4user.<br \/>\n\u00b7 Es werden weitgehend \u00f6kologisch unbedenkliche und wohngesunde Baustoffe verwendet, z. B. Zellulosewolle statt Mineralwolle. Dadurch wird auch die Entsorgung einmal unproblematisch sein.<br \/>\n\u00b7 Die Niedrigenergieh\u00e4user haben einen deutlich reduzierten Heizenergieverbrauch, der 3 &#8211; 7 l Heiz\u00f6l pro m2 \/ Jahr entspricht.<br \/>\n\u00b7 Die H\u00e4lfte der Energie f\u00fcr Heizung und Warmwasser wird durch Solaranlagen der Hamburger Gaswerke auf unseren D\u00e4chern gewonnen.<br \/>\n\u00b7 Der Einsatz moderner Komposttoiletten reduziert den Wasserverbrauch um etwa 30 %.<br \/>\n\u00b7 Das dadurch ebenfalls reduzierte und weniger verschmutzte Abwasser wird in einer eigenen Pflanzenkl\u00e4ranlage gereinigt.<br \/>\n\u00b7 Durch ein Car-Sharing-System und die F\u00f6rderung der Fahrradnutzung wird der motorisierte Individualverkehr reduziert.<\/p>\n<p>Das urspr\u00fcngliche Gesamtkonzept konnte nur im Verkehrsbereich, f\u00fcr den urspr\u00fcnglich nur Car-Sharing vorgesehen war, nicht vollst\u00e4ndig verwirklicht werden.<br \/>\nGro\u00dfe Probleme tauchten noch in der Bauphase durch M\u00e4ngel in der Bauleitung auf, die uns zwangen, uns im Februar 1998 vom Bauleiter zu trennen.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Pr\u00e4sentationsveranstaltungen ein- bis zweiw\u00f6chentlich \u00fcber mehrere Jahre. Herausgabe mehrerer Brosch\u00fcren. Zahlreiche Zeitungsartikel, Ver\u00f6ffentlichungen in Funk und Fernsehen.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Hamburg verf\u00fcgt mit der \u00d6kologischen Siedlung BRAAMWISCH \u00fcber eine Modellsiedlung, die Anregungen geben kann f\u00fcr weitere Beitr\u00e4ge zur lokalen Agenda 21 in Hamburg und dar\u00fcber hinaus.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Weltweit nimmt der Anteil an st\u00e4dtischer Siedlungsstruktur mehr und mehr zu. Im Kapitel 7 der Agenda 21 der Rio-Konferenz (1992) wurde bereits ausdr\u00fccklich auf die F\u00f6rderung nachhaltiger menschlicher Siedlungsentwicklung hingewiesen. 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