{"id":19976,"date":"2023-07-13T15:13:54","date_gmt":"2023-07-13T13:13:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/10376-01\/"},"modified":"2023-07-13T15:13:57","modified_gmt":"2023-07-13T13:13:57","slug":"10376-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/10376-01\/","title":{"rendered":"Verminderung elektromagnetischer Streufelder in der N\u00e4he von Induktionsanlagen durch optimierte Abschirmungstechniken"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Elektromagnetische Streufelder belasten die Umwelt und stehen in Verdacht, eine sch\u00e4dliche Wirkung auf den menschlichen Organismus auszu\u00fcben. In der Umgebung von Induktionsanlagen treten aufgrund hoher Wechselstr\u00f6me starke magnetische Felder auf. Ohne abschirmende Ma\u00dfnahmen entstehen dadurch hohe Streufelder im Anlagenumfeld. Ziel ist es, die Belastung des Arbeitspersonals und der Umwelt durch diese Streufelder mit Hilfe geeigneter Abschirmma\u00dfnahmen zu reduzieren und in zuk\u00fcnftigen Normen zu erwartende, niedrige Grenzwerte einzuhalten. Die Kenntnis der Hersteller von Induktionsanlagen \u00fcber wirksame Abschirmungen wird erweitert und eine Wettbewerbsf\u00e4higkeit auch bei abgesenkten Grenzwerten erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIn der Umgebung von ausgew\u00e4hlten industriellen Anlagen (Induktionstiegel\u00f6fen und Schmiedeerw\u00e4rmer) werden die magnetischen Streufelder normgerecht gemessen und ausgewertet, wof\u00fcr ein Zeitraum von insgesamt 13 Wochen vorgesehen ist. Daf\u00fcr werden die Me\u00dfergebnisse mit den Grenzwerten zuk\u00fcnftiger Normen verglichen, deren Einhaltung durch die Entwicklung geeigneter Abschirmungen der Anlagen sichergestellt wird. Eine 3-w\u00f6chige Vorauswahl f\u00fcr konstruktive Ma\u00dfnahmen zur Minderung der Streufelder mit Hilfe analytischer Absch\u00e4tzungen schlie\u00dft sich an die Messungen an. Mit Hilfe eigener Programmpakete werden \u00fcber einen Zeitraum von 4 Wochen numerische Simulationen des Streufeld-Ist-Zustandes durchgef\u00fchrt. Durch einen Vergleich der Ergebnisse mit den gemessenen Werten l\u00e4\u00dft sich die Genauigkeit der anschlie\u00dfenden Optimierung der Abschirmma\u00dfnahmen bewerten.<br \/>\nAusgehend von den gewonnenen Grundvarianten zur Streufeldverringerung werden mit Hilfe der Berechnungsprogramme die optimalen Abschirmma\u00dfnahmen entwickelt. Die Realisierung dieser konstruktiven Elemente wird innerhalb von 3 Wochen im entsprechenden Industriebetrieb durchgef\u00fchrt. Anschlie\u00dfend wird die Wirksamkeit dieser Ma\u00dfnahmen mittels erneuter Messungen \u00fcberpr\u00fcft und gegebenenfalls durch weitere Erg\u00e4nzungen verbessert. F\u00fcr diesen Abschnitt sind 9 Wochen vorgesehen.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Das Untersuchungsgebiet f\u00fcr die Erarbeitung der Konzeption zur modellhaften Renaturierung der \u00f6stlichen Fuhne umfa\u00dft den ca. 13,2 km langen Abschnitt der Ostfuhne vom Bifurkationspunkt s\u00fcdlich Zehbitz bis zur \u00f6stlichen M\u00fcndung in das Spittelwasser einschlie\u00dflich der zugeh\u00f6rigen Fuhneniederung in einer durchschnittlichen Breite von 500 bis 700 m.<br \/>\nNach der Erfassung und Dokumentation des Ist-Zustandes hinsichtlich der Hydrologie ( Gew\u00e4sserbeschaffenheit, \u00d6komorphologie, Gew\u00e4sserbenutzungen etc. ), der Hydrogeologie ( Grundwasserdynamik, Grundwasserhaushalt und Grundwasserbeschaffenheit ) sowie der \u00d6kologie ( potentiell nat\u00fcrliche Vegetation, Biotopausstattung, Realnutzung ) erfolgte im Rahmen der ARGE eine Diskussion zur Leitbildentwicklung.<br \/>\nBei der Erarbeitung der Renaturierungskonzeption f\u00fcr die \u00f6stliche Fuhne werden folgende potentielle Leitbilder ben\u00f6tigt :<br \/>\n-Leitbild Flie\u00dfgew\u00e4sser<br \/>\n-Leitbild Flachland-Flie\u00dfgew\u00e4sser<br \/>\n-Leitbild k\u00fcnstliche Flachland-Flie\u00dfgew\u00e4sser<br \/>\n-Leitbild \u00f6stliche Fuhne<br \/>\nDavon ausgehend wird das Renaturierungsziel als Entwicklungsziel f\u00fcr die \u00f6stliche Fuhne ( integriertes Leitbild ) bestimmt. Das Renaturierungsleitbild f\u00fcr die Ostfuhne entspricht dem Zustand der Fuhneniederung vor den massiven Meliorationsma\u00dfnahmen der 60er Jahre.<br \/>\nZur Ermittlung der durchzuf\u00fchrenden Renaturierungsma\u00dfnahmen erfolgte der Vergleich des Ist-Zustandes mit dem Renaturierungsziel unter Beachtung des Leitbildes. Zum Teil wurden einzelne Leitparameter noch untersetzt.<br \/>\nZur besseren Handhabbarkeit und Umsetzung der Ergebnisse wurde die Fuhne in 27 Betrachtungsabschnitte eingeteilt, wobei f\u00fcr jeden Abschnitt eine Defizitanalyse erstellt wurde.<br \/>\nAufgrund der Defizitanalyse wurden f\u00fcr jeden Fuhneabschnitt Renaturierungsma\u00dfnahmen vorgeschlagen, wobei die Durchf\u00fchrung in Vorleistungen, \u00fcbergreifende, kurz-, mittel- und langfristige Ma\u00dfnahmen unterteilt wurde.<br \/>\nF\u00fcr die einzelnen Ma\u00dfnahmen wurde eine Kostensch\u00e4tzung erstellt.<\/p>\n<p>\u00d6ffentlichkeitsarbeit und Pr\u00e4sentation<\/p>\n<p>Die Pr\u00e4sentation der Ergebnisse erfolgte am 06.02.1996 im Landratsamt Bitterfeld.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Aufgrund der Einteilung der Fuhne in 27 Betrachtungsabschnitte ist die Realisierung, die von der Bereitstellung finanzieller Mittel abh\u00e4ngig ist, abschnittsweise m\u00f6glich, wobei z.T. bei wasserbaulichen Ma\u00dfnahmen selbstverst\u00e4ndlich \u00dcbergangsl\u00f6sungen ( z.B. hinsichtlich der Angleichung der Sohlh\u00f6hen ) realisiert werden m\u00fcssen.<br \/>\nIn 3 Fuhneabschnitten erfolgt 1996\/1997 im Rahmen von Ausgleichs- und Ersatzma\u00dfnahmen eine Umsetzung des Konzeptes.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Elektromagnetische Streufelder belasten die Umwelt und stehen in Verdacht, eine sch\u00e4dliche Wirkung auf den menschlichen Organismus auszu\u00fcben. 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