{"id":19941,"date":"2024-11-27T10:32:43","date_gmt":"2024-11-27T09:32:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dbu.de\/projektdatenbank\/06424-01\/"},"modified":"2024-11-27T10:32:45","modified_gmt":"2024-11-27T09:32:45","slug":"06424-01","status":"publish","type":"projektdatenbank","link":"https:\/\/www.dbu.de\/en\/projektdatenbank\/06424-01\/","title":{"rendered":"Entwicklung eines Ru\u00dfpartikelfilters mit additivgest\u00fctzter Regeneration f\u00fcr die dieselmotorische Anwendung"},"content":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens<\/p>\n<p>Ziel dieses Vorhabens war es, ein vorseriennahes, nachr\u00fcstungsf\u00e4higes Filtersystem zu entwickeln, in welchem der Dieselru\u00df intermittierend zu CO2 und Wasser aufoxidiert. Das System soll es erlauben, f\u00fcr den Betrieb von Sintermetallfiltern unter Einsatz des Elementes Cer als Katalysator die maximalen Abgasgegendruck- und Regenerationsh\u00e4ufigkeiten zu prognostizieren und in ein technisches System umzusetzen. Die Basis dieses Konzeptes war ein von den Schw\u00e4bischen H\u00fcttenwerken entwickeltes Filtermaterial aus Sintermetall und das auf Grundlage von Cer entwickelte Kraftstoffadditiv des franz\u00f6sischen Chemiekon-zerns Rhodia (Rh\u00f4ne-Poulenc).<br \/>\nDas zu entwickelnde System soll bei vorhandenen, dieselbetriebenen Nutzfahrzeugen, insbesondere Flurf\u00f6rderzeugen und Kommunalfahrzeugen, nachr\u00fcstbar sein.<\/p>\n<p>Darstellung der Arbeitsschritte und der angewandten MethodenIn der ersten Projektphase wurde ein Canningkonzept entwickelt und konstruktiv umgesetzt. Au\u00dferdem erfolgte die Entwicklung eines Additivdosier- und \u00dcberwachungssystems. In der zweiten Projektphase wurden Dauerlauftests mit verschiedenen Anwendungen durchgef\u00fchrt. Zur \u00dcberwachung der im Feldeinsatz befindlichen Prototypenfahrzeuge wurde ein autark arbeitendes Messdatenerfassungssystem entwickelt, welches alle relevanten Daten \u00fcber einen langen Zeitraum aufzeichnen kann.<\/p>\n<p>Ergebnisse und Diskussion<\/p>\n<p>Im Ergebnis des Projektes ist ein Dieselpartikelfiltersystem mit additiv- und brennergest\u00fctzter Regeneration entstanden, das vollautomatisch unter allen Motorbetriebsbedingungen arbeitet und somit alle Anforderungen der Fahrzeughersteller und Betreiber erf\u00fcllt. Durch das vollautomatische Dosiersystem und dem Einsatz eines Brenners auf der Reinluftseite wurde ein System entwickelt, das universell nachr\u00fcstbar ist. Die Kombination aus einem Filtermaterial auf Sintermetallbasis zeichnet sich durch hervorragende thermische und mechanische Eigenschaften aus. <\/p>\n<p>Die Prototypentests haben gezeigt, dass das System f\u00fcr Motorleistungen bis 125 kW eingesetzt werden kann. Allerdings wird das System durch die derzeit verf\u00fcgbaren Brennerkomponenten in seiner maximalen Brennerleistung begrenzt. F\u00fcr zuk\u00fcnftige Anwendungen mit gr\u00f6\u00dferer Motorleistung sind daher zus\u00e4tzliche Entwicklungen erforderlich. <\/p>\n<p>Zum Ende der ersten Phase des Projektes zeigte sich, dass das urspr\u00fcngliche Konzept der autogenen Filterregeneration nicht ausreichend betriebssicher war. In einzelnen Anwendungsf\u00e4llen, z.B. einer Gie\u00dferei mit hohen Umgebungstemperaturen, reichte die Additivierung in Zusammenhang mit der Abgastemperatur nicht aus, um den Regenerierungsvorgang sicher einzuleiten. Der Abgasgegendruck stieg bis zum Erliegen der Motorfunktion. Auf Basis dieser Erkenntnisse wurde ein unterst\u00fctzendes Brennersystem entwickelt, mit welchem der Regenerierungsvorgang regelgesteuert von au\u00dfen initiiert werden kann. Die Besonderheit des Brenners ist, dass er auf der Reingasseite des Filterpaketes arbeitet, den Sintermetallfilter also von sei-ner unbeladenen R\u00fcckseite her intermittierend beheizt und so die Regeneration auf der Abgasseite aktiviert. Im Ergebnis wurde ein f\u00fcr Dieselmotoren universell einsetzbares System entwickelt, das eine Beherrschung der Dieselru\u00dfemissionen auf niedrigem Kostenniveau erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p>Fazit<\/p>\n<p>Das entwickelte System erf\u00fcllt die geforderten Eigenschaften und bietet sehr gute Aussichten f\u00fcr eine breite Platzierung an den M\u00e4rkten. Dieses gilt in besonderem Ma\u00dfe dort, wo dieselbetriebene Fahrzeuge auch in Innenr\u00e4umen (Stapler, Flurf\u00f6rderzeuge) eingesetzt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zielsetzung und Anlass des Vorhabens Ziel dieses Vorhabens war es, ein vorseriennahes, nachr\u00fcstungsf\u00e4higes Filtersystem zu entwickeln, in welchem der Dieselru\u00df intermittierend zu CO2 und Wasser aufoxidiert. 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